Schlechte Ernten, weniger Milch und Butter, kaum Wildlachs. FRoSTA muss Preise erhöhen, um Qualität zu halten.

Bei drastisch steigenden Rohwarenpreisen gab es früher (vor dem FRoSTA Reinheitsgebot) viele Möglichkeiten auf andere Rohwaren umzustellen und Geschmack und Optik mit Geschmacksverstärkern, Farbstoffen und Aromen ‚aufzupimpen‘. Aber genau das tun wir eben nicht mehr. Seit über 13 Jahren kommen bei uns keine Zusatzstoffe in die Produkte. Zusatzstoffe werden ja hauptsächlich dafür eingesetzt, Produkte billiger zu machen, weil man eben genau dadurch auf qualitativ hochwertige Rohwaren verzichten kann.

Im Laufe diesen Jahres haben sich viele Rohwaren, die wir in unseren Produkten verwenden, drastisch verteuert. Ein paar Beispiele möchte ich gern herausstellen, die zudem verdeutlichen, dass es auf die Details ankommt.

Gemüse:

Nach signifikanten Ernteausfällen asiatischer Gemüsesorten zu Beginn des Jahres, wurden auch die Gemüseernten in Europa von schlechten Wetterbedingungen negativ beeinflusst. Hagel und Starkregen im Frühsommer und die anschließende wochenlange extreme Trockenheit ließen die Ernten von sehr vielen Gemüsesorten dieses Jahr deutlich geringer als gewohnt und geplant ausfallen. Nicht nur unsere eigenen Anbaugebiete sind direkt betroffen sondern auch die im benachbarten Ausland. Unsere Landwirte schätzen, dass die Ernte wichtiger Gemüse (u.a. Erbsen, Bohnen, Spinat, Kartoffeln, Karotten ) um bis zu 30% geringer ausfallen wird, und unser Einkauf bestätigt sehr stark steigenden Preise durch diese Verknappung.

Butter und Milch:

Und damit nicht genug, auch die Preise für Molkereiprodukte „explodieren“ geradezu, nach dem die Milchproduktion aufgrund von Nichtlieferprämien in ganz Europa drastisch gesunken ist. Auch hier geht also das Angebot zurück und die Preise steigen stark ( z.B. Butter um über 70 % innerhalb von 3 Monaten ). Vor dem Reinheitsgebot hätten uns steigende Butterpreise wohl nicht aus der Ruhe gebracht, denn wir hätten einfach mit Betacarotin gefärbte Margarine genutzt, die auch noch viel billiger ist.

Wildlachs:

Auch und insbesondere bei Wildlachs lässt sich die Komplexität unserer Rohwaren gut herausstellen. Es gibt verschieden Arten von Wildlachs. Wir verwenden z.B. den MSC Wildlachs Pink (Gorbuscha), daneben gibt es den sogenannten Chum Wildlachs (Keta), Dieser ist nur dann deutlich preiswerter, wenn man ihn in einer blassen, eher grauen Farbe akzeptiert. Neben diesen beiden Arten gibt es noch drei weitere Wildlachsspezies, den Coho (Silberlachs), den King (Königslachs) und den Sockeye (Rotlachs). Alle drei Arten kommen nicht so häufig vor. Aufgrund ihres Marktwertes und der starken Nachfrage müssen wesentlich höhere Preise akzeptiert werden.

Die Fänge von MSC-Wildlachs Pink liegen in Alaska dieses Jahr etwa 75% unter denen des Vorjahres. Das Problem ist nicht etwa die Überfischung des Wildlachs, sondern in erster Linie der natürliche Lebenszyklus des Pinks, der die Höhe der Anlandungen beeinflusst. Diese schwanken in einem zweijährigen Rhythmus. Die besonders niedrigen Anlandemengen in diesem Jahr, die niedrigsten seit 40 Jahren, sind zurückzuführen auf den El Nino-Effekt, der auch zu einer teilweisen Erwärmung der Gewässer im Nordpazifik führte.

Wir könnten auf Wildlachs Chum umsteigen, wollen dies aber nicht, da sich unsere Produkte dann im Charakter und der Qualität stark verändern würden.

Weitere Aspekte:

Neben den erläuterten Beispielen macht uns der weiterhin sehr schwache Euro stark zu schaffen, denn einen guten Teil unserer Rohwaren müssen wir in US $ bezahlen. Wir waren deshalb bereits letztes Jahr gezwungen die Preise etwas anzuheben, aber nun müssen wir den zweiten Schritt gehen. Selbstverständlich suchen unsere Einkaufspezialisten stets nach Alternativen. Aber wir kaufen eben keine Zutaten auf sogenannten Spotmärkten, sondern immer im Ursprung. Außerdem erschweren unsere hohen Ansprüche an die Qualität schnelle Wechsel zwischen Lieferanten. Denn auch in Zutaten dürfen keine Zusatzstoffe oder technologische Hilfstoffe eingesetzt werden, wenn die Zutaten in ein FRoSTA Produkt einfließen sollen. Auch bei Gemüse sind wir sehr streng, so verarbeiten wir kein Gemüse, welches in Gewächshäusern aufgezogen wurde. Neben den Kostensteigerung gibt es sicherlich auch Zutaten bei denen wir eine Preissenkung heraus handeln konnten, aber in diesem Herbst überwiegen die Kostensteigerungen so massiv, dass wir reagieren müssen.

Sie können sich also auf die gewohnt hohe Qualität bei FRoSTA verlassen. Aber natürlich (wie passend das Wort hier ist) zu leicht höheren Preisen. Echte Qualität hat eben seinen Preis.

Wir bedanken uns herzlich für Ihre Treue.

Hinnerk Ehlers

 

Praktikum = kopieren und Kaffee kochen!? Aber ganz sicher nicht bei FRoSTA!

Nach fünf Monaten als Praktikantin weiß ich zwar auch, wie der Kopierer und die Kaffeemaschine funktionieren, aber meine Aufgaben waren sehr viel spannender und vielfältiger.

Angefangen hat meine Zeit bei FRoSTA direkt mit einem großen Unternehmensevent: Dem einmal jährlich stattfindenden Markenplan. Dabei präsentiert das Marketingteam zunächst die Markenperformance des Vorjahres (z.B. wie sich die Marke entwickelt hat, welche Produktneueinführungen es gab oder auch wie der Wettbewerb darauf reagiert hat). Außerdem werden die Ideen und Neukonzepte für das Folgejahr vorgestellt. Eine bessere Einführung konnte ich gar nicht bekommen!

In den folgenden Monaten habe ich hauptsächlich die Brand Manager bei ihren täglichen Aufgaben unterstützt. Dazu gehörten sowohl analytische Aufgaben wie diverse Markt- und Wettbewerbsanalysen, als auch neu erstellte Verpackungen zu kontrollieren, Präsentationen vorzubereiten oder Ideen für neue Werbematerialien zu entwickeln. Darüber hinaus hatte ich aber auch einige Projekte, für die ich selbst verantwortlich war. Beispielsweise habe ich zusammen mit unseren Agenturen Tests zu neuen Produktideen und Konzepten durchgeführt oder Anzeigen für Zeitschriften gestaltet.

Allerdings bin ich nicht die ganze Zeit im Büro geblieben – oft ging es auch zu Verkostungen in die Produktentwicklung im Werk in Bremerhaven, bspw. wenn neue Produkte eingeführt oder Rezepturänderungen vorgenommen wurden. Oder ich durfte mit zum Fotografen, um neue Fotos für unsere Verpackungen zu machen, auf der Rewe Nachhaltigkeitsmesse das Unternehmen vertreten oder auch zusammen mit dem Außendienst unsere Produkte im Handel ins rechte Licht rücken. So konnte ich viele interessante Einblicke in die verschiedensten Bereiche gewinnen.

Bei FRoSTA dürfen also auch Praktikanten schon sehr viel Verantwortung übernehmen! Obwohl ich nun fast ein halbes Jahr hier war, ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Es hat mir insbesondere auch deshalb so gut gefallen, weil ich neben der Arbeit ebenfalls sehr viel Spaß mit meinen Schreibtischnachbarn und dem ganzen Team hatte.
Jetzt ruft erstmal wieder die Uni und statt Büro heißt es Hörsaal. Aber wer weiß, vielleicht sieht man sich ja eines Tages mal wieder. 😉

Syrische vegane Küche

Letzte Woche haben wir mit Mazen aus Syrien und vielen Kollegen zusammen im Klimahaus in Bremerhaven gekocht. Die syrische Küche ist ja weltberühmt und entsprechend gut hat es geschmeckt.

Interessant finde ich, dass Mazen komplett auf Fleisch verzichtet hat. Hülsenfrüchte wie Kichererbsen und Linsen ersetzen die tierischen Proteine sehr gut. Nach dem Essen hat keiner von uns Fleisch oder Fisch vermisst.

veggie-trend_-_verbraucher_wollen_echte_gemueseprodukte_und_keine_fleischimitate_-_studie_von_tns_infratest_bringt_ueberraschende_erkenntnisse_zutageÜbrigens zeigt eine aktuelle Studie, dass Fleischersatz (wie vegetarische Wurst oder Schinken) nicht besonders beliebt ist. Und auch die traditionelle Küche (aus allen Ländern der Welt) kommt ja gut ohne Fleisch und Fisch aus.

Wir selbst sind wollen auch noch mehr vegane Gerichte entwickeln und zwar so, dass das Gemüse den Bedarf an Proteinen abdeckt. Einige Produkte haben wir schon.

Digital is everything…not every thing is digital!

Dieses Jahr habe ich die Dmexco besucht. Die größte Digitalmesse Deutschlands (50.000 Besucher, 950 Aussteller), die nur einmal jährlich stattfindet. Unter dem Motto „Digital is everything…not every thing is digital“ wurden vier gigantisch große Messehallen auf dem Kölner Messegelände für zwei Tage zu digitalen Erlebniswelten umgebaut.

Die folgenden Digital-Trends spielten nicht nur auf der Dmexco eine wesentliche Rolle, sondern können vielmehr als die digitalen Trendthemen 2016 gesehen werden und sind daher aus meiner Sicht besonders spannend:

1. Content* is King

Reichte es im analogen Zeitalter noch aus, das Produkt mit Emotionen aufzuladen (à la „glückliche Familie sitzt am Esstisch und genießt lachend das Produkt + Slogan + Logo“) läuft es in der digitalen Welt etwas anders. Unternehmen können nur auf eine Art gewinnen. Mit Inhalten, die begeistern, mit spannenden Geschichten und interessanten Themen. Für manche Unternehmen ist das eine ziemlich große Herausforderung, da es zum Beispiel zu ihrem „Schokoriegel“, nicht wirklich viel zu erzählen gibt.

Parallel findet die Verschmelzung der Medien- mit der Modebranche statt. Während Medienhäuser (z. B. die Zeitschrift „Vogue“) zu Modehändlern werden, bauen Zalando und Otto ihr redaktionelles Angebot aus und gründen gleich mehrere Modeblogs.

2. Bewegtbild boomt

Online-Videos funktionieren im Web extrem gut. Es werden mehrere Sinnesebenen gleichzeitig berührt und man kann deutlich mehr Inhalte mit einem Video transportieren, als mit einer Anzeige. Das zeigen auch die sozialen Medien*. Schauen Sie mal selbst, wie viele Videos Ihnen mittlerweile im Facebook Newsfeed* angezeigt werden.

  • Im mobilen Bereich hat Facebook bereits YouTube überholt. Auch Instagram entwickelt sich gerade zu einem Videokanal (siehe Instagram Stories*), auf Snapchat ging es von Anfang an allein um Videocontent und die neue App „Musically“ wird derzeit als das „neueste heiße Ding“ ausgerufen (vor allem Jugendliche laden hier Karaoke-Videos von sich hoch).
  • Bewegtbildwerbung für TV und Web funktioniert jedoch völlig unterschiedlich. „Snackable Content“ ist hier das Buzzword* für perfekten Video Content. Kurz und knackig aufbereitete, relevante Informationen am besten inspirierend oder unterhaltsam gestaltet.

Laut der Firma Smartclip* wird es Ende 2017 sogar möglich sein, Online-Videos auf dem Smart TV zu verlängern und das mit Targeting (Zielgruppenvorgabe). Die Zukunft sieht also so aus, dass mein Nachbar in seiner RTL Werbepause andere Werbung ausgespielt bekommt als ich.

3. Food Content ist der neue Cat Content

Katzenvideos werden abgelöst durch Rezeptvideos, Rezeptfotos, Rezeptblogs und Rezeptseiten. Es gibt inzwischen Start Ups, die ausschließlich Rezeptvideos kreieren. Food funktioniert im Internet, denn jeder liebt leckeres Essen und Inspiration.

4. Customer Obsession* und Customer Centricity*

Der Kunde ist König und im Web gewinnen die, die ihre Kunden am allerbesten kennen und dieses Wissen ausnutzen. Neben Facebook und Google ist Amazon wahrscheinlich unschlagbar, was das Kundenwissen anbelangt.

Jeder Internetnutzer hinterlässt im Web Spuren und Unternehmen wie Amazon legen individuelle Nutzerprofile für jeden Besucher an. Mit dem Wissen kann Amazon jedem Besucher auf Amazon.de individuelle Produktvorschläge machen und das auch, wenn der Besucher bereits gar nicht mehr auf amazon.de ist, sondern eine ganz andere Internetseite besucht (Display Advertising z. B. über das Display Netzwerk von Google oder „Atlas“ von Facebook).

Diese Vorgehensweise finden viele Kunden jedoch beängstigend – ein Grund dafür, warum Ad Blocker (Software die Online-Werbung verhindert) eines der am heißesten diskutierten Themen der Branche sind. Mittels Geotargeting ist es heute sogar möglich, Werbung auf dem Smartphone eines potenziellen Kunden auszuspielen, wenn dieser gerade in der Nähe ist. Das Thema ist ist vor allem für die E-Commerce-Branche von Relevanz.

5. Programmatische Kreation

Die Idee dahinter ist simpel. Jeder Nutzer soll zukünftig genau zum richtigen Zeitpunkt (in Echtzeit), genau die Anzeige oder das Video ausgespielt bekommen, die zu ihm am besten passt. Vorreiter ist hier Zalando, die mit dem Topmodel Cara Delevingne ca. 60.000 verschiedene Videovarianten kreiert hat (darin spricht sie deutsche Ortsnamen ziemlich amerikanisch aus), um diese dann jedem Nutzer individuell und passend auszuspielen („Brimörheyven“).

6. Virtual Reality*

Die neue Technologie feiert in 2016 endlich seinen Durchbruch. In meinem Fitnessstudio steht bereits der „Icaros“. Mit der passenden VR Brille fliegt man damit durch 3D-animierte Welten und macht dabei auch noch Sport. Auf der Dmexco, waren diese VR-Technologien an jeder Ecke zu finden. Mit dem passenden Stift und solch einer Brille, lassen sich auch 3D-Zeichnungen in der Luft zeichnen.

Besonders spannend ist diese Technologie jedoch für Unternehmen der Hotel- und Einrichtungsbranche. Räume werden durch Virtual Reality erlebbar und begehbar. Mit der Brille steht man sozusagen direkt vor der potenziellen neuen Küche.

7. Internet of Things*

Ein viel diskutiertes Thema auf der Dmexco. Smarte Häuser oder sprechende Kühlschränke, durchdigitalisierte Einkaufsstätten und vernetzte Autos. Die Frage die sich alle stellen: Wie wird das „Internet of Things“ die Art und Weise beeinflussen, wie Unternehmen mit ihren Kunden zukünftig kommunizieren.

Zum Schluss noch ein paar Zahlen:

  • 33,7 % ist der geschätze Anteil des Fernsehens an den globalen Werbeausgaben im Jahr 2018. Zum Vergleich: 36,9 % in 2015
  • 22,4 % ist der geschätzte Anteil des mobilen Internets an den globalen Werbeausgaben im Jahr 2018. Zum Vergleich: 10,4 % in 2015
  • 33 Min. ist die Zeit, die deutsche Nutzer pro Tag im 1. Quartal 2016 mit der Nutzung der Facebook-App verbracht haben.
  • 12,6 Min. ist die Zeit, die deutsche Nutzer pro Tag im 1. Quartal 2016 mit der Nutzung der Snapchat-App verbracht haben.
  • 20,3 Min. ist die Zeit, die deutsche Nutzer pro Tag im 1. Quartal 2016 mit Nutzung der Instagram-App verbracht haben.

Digital ist alles, aber nicht alles ist digital, denn digitale Produkte für digitale Medien werden zum Glück immer noch von Menschen gemacht.:)

Glossar

  • Content: Inhalt (mit Inhalten aufgeladene Werbung).
  • Social Media: Überbegriff für Medien, in denen Internetnutzer Meinungen, Eindrücke, Erfahrungen oder Informationen austauschen. Die wichtigsten sind: facebook, Google+, XING, LinkedIn, Foren, Weblogs, twitter, Pinterest, Instagram, YouTube, vimeo, MyVideo, clipfish usw.
  • Newsfeed: Die Startseite von Facebook auf der Statusmeldungen von Freunden oder Seiten erscheinen.
  • Instagram Stories: Mit Instagram Stories können Nutzer Fotos und Videos für eine Slideshow zusammenstellen, die 24 Stunden lang sichtbar bleibt.
  • Buzzword: Schlagwort
  • Smartclip: smartclip monetarisiert mit seiner eigenentwickelten Technologie plattform- und geräteübergreifend Video-Inhalte. Dort wo Nutzer Online Videos konsumieren.
  • Customer Obsession: Kunden-Fixierung
  • Customer Centricity: Kunden-Zentrierung
  • Relevant Set: Auswahl von Produkten und Marken im Bewusstsein des Konsumenten.
  • Virtual Reality: Virtuelle Realität, computergenerierte, dreidimensionale Welt, die versucht, der Realität möglichst nahe zu kommen.
  • Internet of Things: Internet der Dinge beschreibt, dass der Computer zunehmen als Gerät verschwindet und durch „intelligente Gegenstände“ ersetzt wird.

 

DiCaprio gegen illegale Fischerei #LeowürdeFRoSTAkaufen

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Global Fishing Watch

Am vergangenen Donnerstag ging – verkündet durch Leonardo DiCaprio – das Tracking-System Global Fishing Watch online. DiCaprio’s Stiftung (LDF) ist der Hauptsponsor des Projekts, dessen Ziel es ist, die weltweiten Fischbestände vor Überfischung zu schützen. Grundlage des Systems ist das sogenannte AIS (Automatic Identification System), das ursprünglich entwickelt wurde, um Schiffskollisionen zu vermeiden. Der Einsatz des AIS ist für immer mehr Schiffe verpflichtend und die dadurch gesammelten Daten ermöglichen es, Schiffe zu lokalisieren und Fangaktivitäten zu identifizieren.

Transparenz als Motor für Nachhaltigkeit

Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Online-Plattform schafft Transparenz, indem jede Person mit Internetzugang in die Lage versetzt wird, kommerzielle Fischerei in Echtzeit online zu verfolgen. Dadurch wird die breite Öffentlichkeit zum Wachhund der Fischereiindustrie, die noch mehr als bisher gezwungen ist, sich an Vorgaben bezüglich Fangquoten, -zeiten und -gebieten zu halten. Gleichzeitig wird auch in der Branche selbst das Bewusstsein für nachhaltige Fischerei geschärft. Der illegalen Fischerei wird damit der Kampf angesagt und die Relevanz des Themas ist nicht von der Hand zu weisen: Laut einer gemeinsamen Veröffentlichung der Environmental Justice Foundation (EJF), OCEANA, The Pew Charitable Trusts (PEW) und WWF vom Februar 2016 werden pro Jahr zwischen 11 und 26 Millionen Tonnen Fisch illegal gefangen.

FRoSTA schafft Transparenz durch Ursprungskennzeichnung

Das Projekt und die alarmierenden Zahlen des WWF zeigen erneut, wie wichtig eine konsequente Rückverfolgung von Lebensmitteln ist. Nur wer genau weiß, woher seine Zutaten kommen, kann sicher sein, dass sie auch in seinem Sinne hergestellt wurden. Das gilt gleichermaßen für Fisch aus Wildfang wie für Gemüse, Obst oder Fleisch. Aus diesem Grund setzt sich FRoSTA spätestens seit der Einführung des Reinheitsgebots 2003 sehr intensiv mit der Herkunft seiner Zutaten auseinander. Nur so kann der konsequente Verzicht auf Zusatzstoffe aber auch Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette gewährleistet werden. Die ausschließliche Verwendung von MSC-zertifiziertem Fisch aus nachhaltigem Wildfang ist eine Konsequenz dieser Philosophie. Mit der Einführung des Zutatentrackers 2013 hat FRoSTA das genaue Wissen um die Ursprünge seiner Zutaten für Jeden transparent gemacht. Und seit diesem Jahr wird die Herkunft der Zutaten sogar direkt auf die Verpackung gedruckt. Bei unserem Schlemmerfilet beginnen wir ab Ende September mit diesem sogenannten Flexible Printing (die Tests laufen bereits – siehe Foto). Wir hoffen, damit nicht nur Transparenz für Verbraucher zu schaffen, sondern gleichzeitig ein Beispiel für andere Unternehmen zu sein. Das würde sicher auch Leo gefallen 😉

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Testdruck zur Ursprungskennzeichnung für das Schlemmerfilet Brokkoli Mandel

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Ich bin davon überzeugt, dass die konsequente Rückverfolgung von Zutaten die Voraussetzung für eine nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln darstellt. Insofern freue ich mich über Initiativen wie Global Fishing Watch und bin gespannt auf die weitere Entwicklung!

Rewe Green Days

Bereits seit Mittwoch sind wir auf der Leitmesse der Rewe zum Thema Nachhaltigkeit mit einem Stand und einem kleinen Team vertreten. Besonders gefreut habe ich mich über den tollen Einsatz unserer Azubis aus Bremerhaven, die sich in den letzten Wochen intensiv in das Thema Nachhaltigkeit eingearbeitet haben. Hauptthema war für uns natürlich unser Schlemmerfilet. Das ist nämlich aus Sicht der Rewe besonders nachhaltig und das hat mehrere Gründe:

  1. FRoSTA verwendet nur nachhaltig gefangenen Fisch mit MSC-Siegel.
  2. Alle Schlemmerfilets sind frei von Zusatzstoffen.
  3. Das FRoSTA Schlemmerfilet wird in einem umweltfreundlichen Papp-Tray zubereitet, anstelle einer Aluminium-Schale.

Rewe Green Day

Heute ist der letzte Messetag.
Vielen Dank an alle, die uns dort besucht haben.

Unser multikulturelles Kochprojekt – die nächsten Termine!

Auch in der zweiten Jahreshälfte wollen wir unser Kochprojekt mit Bremerhavener Flüchtlingen fortsetzen. Auf diese Weise konnten bereits  viele Bremerhavener  Kochkünste und Menschen aus Eritrea, Syrien und dem Sudan kennenlernen, jeweils präsentiert von Flüchtlingen aus diesen Ländern, die nun in Bremerhaven leben.

Die Idee ist einfach und kommt ursprünglich aus Berlin: beim „Kochen über den Tellerrand“  begegnen sich Flüchtlinge und Berliner auf Augenhöhe und lernen so nicht nur die Kochkulturen vieler verschiedener Länder, sondern auch die Menschen und deren Geschichten kennen.  Das geht natürlich auch in Bremerhaven!

Zum Glück haben wir vor über einem Jahr die Kochschule im Klimahaus Bremerhaven ins Leben gerufen. Vormittags lernen hier Schulklassen kochen, ab 15 Uhr ist die Kochschule  aber meistens frei und somit haben wir einen idealen Ort für unser Kochprojekt!

Einkaufszettel für unseren syrischen Abend.

Einkaufszettel für unseren syrischen Abend.

Die bisherigen 5 Veranstaltungen waren wirklich toll – hier ein Bericht über unseren syrischen Abend. Wer Lust hat Mitzukochen kann sich über die Flüchtlingshilfe Bremerhaven (Fh-Bremerhaven@gmx.de) anmelden. Die Anzahl der Plätze ist allerdings begrenzt!

Die nächsten Termine, jeweils in der Kochschule im Klimahaus Bremerhaven:

  • Donnerstag, den 8.9., ab 15:30 Uhr, Gastland Kurdistan
  • Mittwoch, den 28.9., ab 15:30 Uhr, Gastland Afghanistan
  • Weitere Termine: 13. Oktober, 3.11., 17.11., 1.12, 15.12.2016

Wir freuen uns!

55 Mal „Diese Klingel ist für alle da“

So oft durfte ich die Klingel am FRoSTA Marketing Büro in Hamburg drücken und einen unserer Mitarbeiter aus dem Schreibtischstuhl holen…Selbst schuld, Schlüssel sind hier wohl Mangelware 😉

Vor knapp 11 Wochen begann die zweite Praxisphase meines dualen Studiums BWL Foodmanagement bei FRoSTA. Wieso Praxisphase? Mein 3-jähriges Studium an der DHBW Heilbronn besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Phasen: Theorie und Praxis. Bedeutet 12 Wochen büffeln an der Hochschule und 12 Wochen reale Arbeitswelt bei FRoSTA erleben. Um möglichst viel vom Betrieb kennenzulernen, durchläuft man in dieser Zeit mehrere Abteilungen.

Meine derzeitige Station: die FRoSTA Marketingabteilung in Hamburg.

Nachdem ich davor schon Marketing an der Hochschule hatte, konnte ich also gleich mal testen, wie viel Theorie letztendlich auch in der Praxis zu sehen ist.

Ein großer Vorteil war auf jeden Fall, dass Fachbegriffe wie Tausend Kontakt Preis (TKP), Targeting, Point of Sale (POS), Unique Selling Proposition (USP) u.v.m kein Neuland für mich waren.

Meine Zeit im Marketing begann dann am ersten Tag mit einem herzlichen Empfang, einem toll dekorierten Schreibtisch und zwei Reiseführern für Hamburg. Die ersten Wochen verbrachte ich im Verbraucherservice. Hier zählt „Der Kunde ist König“. Bei FRoSTA bekommt jeder Verbraucher eine Antwort auf seine Fragen, egal ob per Post, per Mail oder Telefon. Hier steckt sehr viel Zeit, Geduld und Mühe hinter, was ich beeindruckend finde.

Als ich hier soweit konform mit den täglichen Aufgaben war und viele Anfragen abgearbeitet hatte, hieß es dann Online-Marketing. Der Relaunch der FRoSTA Website stand an und mit diesem noch einige Baustellen, die es zusammen mit unserer Digitalmanagerin zu beseitigen galt. Eine tolle Möglichkeit für mich, einen tieferen Einblick in den Bereich Online zu bekommen. Von Comments, Likes, Postings und Video Ads zu User Generated Content, Influencern und SEO Optimierung…das komplette Programm. Web 2.0, wie es in der Fachsprache genannt wird. Ein Bereich, der sich sehr schnell und sehr vielfältig entwickelt. Hierzu gehören auch unsere anderen Plattformen auf denen wir aktiv sind und die Up-to-Date bleiben müssen: YouTube, Facebook, Twitter, Google, Zutatentracker und der frostablog.

In den letzten Wochen arbeitete ich zudem an meiner ersten Projektarbeit, die ich im Rahmen meines Studiums schreiben muss. Thema „Instagram“.

Mitte September heißt es dann für mich auch schon „Auf Wiedersehn Hamburg“ und Beginn meines 2. Studienjahres im 600km entfernten Heilbronn.

Abschließend bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich mich im Team pudelwohl gefühlt habe und mir die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Hier arbeiten Menschen, die voll und ganz hinter unsere Marke stehen. Was man allein schon daran sieht, dass es hier täglich FRoSTA Gerichte zum Mittag gibt 🙂