Fisch für Frosta Schlemmerfilet und Fischstäbchen kommt zu 100% aus Alaska („Single Frozen“)

Auch diesen Punkt würden wir gerne klarstellen:

Der Alaska Seelachs in allen unseren Schlemmerfilets und in den Fischstäbchen kommt zu 100% direkt aus Alaska („Single Frozen“) Das macht  über 90% unserer Fischrohware aus.

Nur für unsere „Fischpfannen“ und die beiden panierten Alaska Seelachs Produkte ( „Knusprig-kross“ und „Müllerin Art„)  verwenden wir die  Rückenstücke des Fisches, auch Loins genannt.  Diese werden per Hand aus dem Filet des Fisches  geschnitten. Gefangen wird  der Alaska Seelachs für diese Produkte im Nordwest-Pazifik (FAO 61). Direkt nach dem Fang wird er an Bord ausgenommen, eingefroren und dann per Schiff zu unserem Verarbeitungsbetrieb (Qingdao Kaiyang Seafood Co. Ltd.) nach China transportiert. Dort wird er bei maximal 0 Grad auf einer Unterlage aus Eis von Hand filetiert,  und sofort wieder tiefgefroren. Dieses Verfahren nennt man auch „Double Frozen“. Wenn man es richtig macht, die Fische also nicht aufgetaut sondern nur ganz kurz angetaut, verarbeitet und sofort wieder eingefroren werden, dann bestehen keine Qualitätsunterschiede zur sogenanten „Single Frozen“-Ware.

Der Vorwurf, dass die Verbraucher davon nichts wissen trifft uns übrigens auch nicht, denn den Weg über China legen wir für die betroffenen Produkte im Frosta Zutatentracker offen (einfach auf das „i“ klicken).

Zusammengefasst:

  • Über 90% des FRoSTA Fischs (für alle Fischstäbchen und Schlemmerfilets) kommt „Single Frozen“ direkt aus Alaska.
  • Nur für die Fischpfannen und beiden panierten Alaska Seelachs Filets ( „Knusper Kross“ und „Müllerin Art“)  wird Alaska Seelachs verwendet, der in China handfiletiert wurde (sog. „Double Frozen“)
  • Wenn man es richtig macht, dann entstehen durch das kurze Antauen und Filetieren keine Qualitätsunterschiede
  • Über unseren Zutatentracker kommunizieren wir seit 2013 die Verarbeitung des Fischs in China transparent für alle Verbraucher.

Wir melden uns wieder!

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Friederike Ahlers (Öffentlichkeitsarbeit)

Friederike Ahlers (Öffentlichkeitsarbeit)

Ich bin für die Öffentlichkeitsarbeit der FRoSTA AG zuständig - dazu gehört bei uns auch das FRoSTA-Blog.
Durch das FRoSTA-Blog habe ich bei dieser Aufgabe Unterstützung durch alle Blog-Autoren, denn jeder Einzelne trägt durch seine Beiträge zur Öffentlichkeitsarbeit bei.

22 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Das Urteil der Sendung zur Rückverfolgung bei FRoSTA bedarf wohl sicher eine weitere Klarstellung.

    Aus meiner Sicht reicht die jetzige Darstellung nicht. Die Sendung klang nicht fair. Man hätte FRoSTA auf das Urteil nochmals das Wort erteilen sollen. Nun folgt Hart aber Fair.

  • Danke Frosta, dass Euere Subunternehmen Haie und andere Fische („Beifang“) einfach an Deck VERRECKEN lassen. Ich tauche gerne mit dem Marketing-Vorstand mal fünf Minuten unter Wasser. ER hat aber keine Sauerstoff-Flasche dabei. Kauft Forellen und sonstigen See-Fisch aus Europa. DAS ist nachhaltig.
    Freue mich auf Terminvorschläge.

    Martin Raab, FairNature Zurich Switzerland.

      • Nur ist das Problembewusstsein gering. Sonst wäre der Hai einfach zurückgeworfen worden, zumindest solange Kamera dabei ist. Aber offensichtlich hat man nichtmal wahrgenommen, dass dies ein „Problem“ ist.

        Auch wenn man nicht allen Beifang retten kann- so wie man nicht alle Rehkitze vor dem Mähdrescher rettet- hätte man hier einfach handeln können. Wollte man trotz TV und Frosta an Board aber nicht

  • Der TV-Bericht und die Frosta-Rechtfertigung machen mich ganz sprachlos und führen uns mal wieder die komplizierten globalen Prozesse vor. Direkt vom Fang auf den deutschen Tisch ist eben doch eine naive Wunschvorstellung, die wirtschaftliche Realität ist eine andere. China ist dabei für den Verbraucher natürlich Synonym für mangelnde Qualität und skrupelloser Preispolitik. Dieses Bild passt so gar nicht zu dem Image von hochwertigen Frosta-Produkten.

    • Warum „sprachlos“? Wir wollen doch nur unsere Sicht der Dinge erläutern, denn der Bericht war ja nicht sehr differenziert. Ich selbst wurde mehrmals und deutlich länger als 90 Minuten interviewt und es wurde ein Satz von mir gesendet…

      • Sprachlos macht in der Tat höchstens die journalistische Qualität dieser Dokumentation. Fast wird der Eindruck erweckt, Iglo und Frosta seien ein- und dieselbe Marke. Wo die Vorzüge liegen und wer für was verantwortlich ist, „verschwimmt“ völlig. Und einen möglicherweise unverdienten Imageschaden gibt`s obendrauf!

  • Der Zutatentracker ist, insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz ein lobenswerter und nötiger Schritt zu mehr Transparenz.
    Als langjähriger Frosta-Kunde frage ich mich jedoch seit Einführung der Herkunftskennzeichnung ob es wirklich betriebswirtschaftlich unabdingbar ist, Zutaten wie Fisch oder Knoblauch aus China zu beziehen?

  • Das der Hai so offensichtlich vor laufenden Kameras verendet ist schon ein ziemliches Stück. Hatte nicht einmal ihr Einkaufsleiter die nötige Sensibilität, an dieser Stelle einzugreifen? Wenn schon nicht aus Tierliebe, dann doch zumindest aus Imagegründen. Aber anscheinend fehlt es hier schon an ganz grundsätzlichem Problembewusstsein. Bei der Beifangproblematik mit geringen Quoten zu argumentieren verfehlt das Ziel. Die Frage ist, ob Frosta sich dafür einsetzt den Beifang zu minimieren und eine entsprechende ökologische Grundhaltung auch lebt. Das sah hier leider nicht so aus.

    • An Alle, die sich durch den Hai-Beifang betroffen fühlen:
      Ich kann die Betroffenheit bzw. aufkommenden Gefühle gut verstehen. In einem vorherigen Blog-Kommentar hatte ich bereits erläutert, warum sich Beifang als Risiko beim Befischen einer Zielfischart nicht hundertprozentig vermeiden lässt. In dem Filmbeitrag war deutlich zu sehen, dass die Deckscrew einen Lachshai aus dem Scheuchleinen-System, welches dem eigentlichen Netz vorgeschaltet ist, befreien konnte. Dieser Hai konnte trotz das er sich in diesem Leinensystem verfangen hatte aber weiter über seine Kiemenspalten atmen und somit dem Körper den lebensnotwendigen Sauerstoff zuführen. Damit konnte er nach dem Befreiungsakt auch „quiek-lebendig“ über die Heckslippe zurück ins Meer rutschen. Diese Chance war dem anderen Lachshai nicht vergönnt. Denn dieser befand sich im hinteren Teil des Fanggerätes, dem sogenannten Fangsteert, in dem sich alle einschwimmenden Fische und eben auch der Beifang sammelt. Aufgrund der großen Fangmengen und des im Netz herrschenden Staudruckes konnte der Lachshai seine Kiemenspalten für die Sauerstoffgewinnung nicht mehr bewegen und ist dadurch leider erstickt. Damit war dieses Tier nicht mehr überlebensfähig und konnte somit nicht mehr gerettet werden. Die erfahrene Deckscrew und die Fischereikontrolleurin wussten dieses. Es war also keine Ignoranz auf Seiten der Besatzung. Der Hai wurde später dem Meer übergeben.
      Derartige Kamerabilder von einem verendenden Hai erzeugen natürlich Emotionen, was ich als ausgebildeter Meeres- und Fischereibiologe nur all zugut verstehen kann. Bilder dieser Art haben Signalwirkung und fordern weitere Verbesserungen in der Fangtechnologie zur Minimierung des Beifangs. Aber Null-Beifang werden wir trotz aller Anstrengungen nicht erreichen, da „Räuber“ wie der Lachshai und „Gejagte“ wie der Alaska Seelachs gemeinsam im Meer vorkommen und mit vielen anderen Organismen zusammen das Ökosystem in den jeweiligen Fanggebieten ausfüllen. Wir Menschen partizipieren durch die Fischerei daran. Das geht nicht immer perfekt. Entscheidend ist, dass wir das in der richtigen Balance tun. Deshalb sind strikte Beifangregelungen heute Bestandteil eines modernen Fischereimanagementes. Die Fischerei in Alaska hat solche Regeln implementiert. Ganze Fischereigebíete werden temporär gesperrt, wenn der Beifang nur einer Art das zulässige Limit überschreitet. Alle Fangschiffe müssen dann das Fangebiet verlassen. Leider kamen diese Aspekte aufgrund der limitierten Zeit im Filmbeitrag nicht deutlich genug zur Sprache.

      Dr. Jörn Scabell – Einkaufsleiter Fisch und Meeresfrüchte

      [ Anm. d. Admin: Der Kommentar von Dr. Jörn Scabell ist jetzt auch als eigenständiger Blogbeitrag veröffentlicht worden. ]

      • Vielen Dank für Ihre näheren Erläuterungen, Herr Scabell.

        Ohne diese Hintergrundinformationen sah es so aus, als ob man fahrlässig oder mutwillig ein noch überlebensfähiges Tier, den Hai, hat elendig ersticken lassen. Die schweren Verletzungen des Tieres waren zumindest für mich nicht offensichtlich und ich konnte dies im Filmbeitrag nicht erkennen.

        Eventuell wäre es angebracht ihren Beitrag nochmals als eigenständigen Blogeintrag bzgl. des sterbenden Haies zu verfassen, da sicherlich viele erstmals empört sind und nicht jeder liest alle Kommentare.

      • Danke für die Erläuterungen. Hierdurch lassen sich die Bilder differenzierter bewerten. Leider hat der Fernsehbeitrag diese Möglichkeit nicht gegeben. Es wurde vielmehr der Eindruck vermittelt, dass es allen Beteiligten an Bord relativ egal ist, ob da ein Hai verendet oder nicht. An dieser Stelle stellt sich dann tatsächlich die Frage, inwieweit die Berichterstattung objektiv und sachlich erfolgt ist.
        Ich finde es gut, wenn sich Frosta für eine weiter Verbesserung der Fangtechnologie einsetzt, sei es um den Beifang zu minimieren, oder auch um die Schäden am Meeresgrund gering zu halten. Dies sind grundlegende Voraussetzungen, damit ein Ökoimage glaubwürdig ist und funktionieren kann.
        Hierzu gehört sicherlich auch die Frage, ob sich double frozen Artikel aus China mit diesem Image vereinbaren lassen. Gerade wenn diese nur 10% Anteil am Sortiment haben. Wir haben ja alle mal gelernt, dass die Kühlkette nie unterbrochen werden darf. Warum dies jetzt doch gehen soll, oder zumindest ein bisschen, ist glaube ich nur sehr schwer zu vermitteln. Ich werde erst mal auf diese Produkte verzichten.

  • Sie wählen die Worte: „wenn man es richtig macht“. Dann weiß man ja als Verbraucher irgendwie gleich, dass das sowieso nicht klappt. Man muss es bei Lebensmitteln einfach richtig machen und da dürfen einfach keine Zweifel aufkommen.

    Wenn ich meinen Job nicht richtig mache, bin ich ihn los, so ist es halt…

  • Hallo Frosta,

    Zunächst möchte ich festhalten, dass ich überzeugter Frosta-Kunde bin und gerne die Fertiggerichte aus der Tüte kaufe. Diese sind imho ihren Preis wert, haben eine sehr gute Zutatenqualität und sie sind durchweg gut abgeschmeckt. Deswegen habe ich ein sehr persönliches Interesse daran, diese Tüten auch künftig noch guten Gewissens kaufen zu können. Und ich trete hier gerne mit Ihnen in einen Dialog über diese unselige Frozen-Problematik, auch wenn die betroffenen Frosta-Produkte bislang gar nicht kaufte.

    Aus Ihrer Stellungnahme:

    „Direkt nach dem Fang wird er an Bord ausgenommen, eingefroren und dann per Schiff zu unserem Verarbeitungsbetrieb (Qingdao Kaiyang Seafood Co. Ltd.) nach China transportiert. Dort wird er bei maximal 0 Grad auf einer Unterlage aus Eis von Hand filetiert, und sofort wieder tiefgefroren. Dieses Verfahren nennt man auch “double frozen”. Wenn man es richtig macht, die Fische also nicht aufgetaut sondern nur ganz kurz angetaut, verarbeitet und sofort wieder eingefroren werden, dann bestehen keine Qualitätsunterschiede zur sogenanten “Single Frozen” Ware.“

    Ich bin kein Experte für die Verarbeitung von Fisch, aber ich glaube nicht, dass bis knapp 0 Grad „angetauter“ Fisch ordentlich filetiert werden kann. Damit man ihn gut schneiden kann, muss das Fischfleisch offensichtlich weich sein, also letztlich doch aufgetaut. Da können Sie doch nicht von Antauen sprechen, sonst könnte man es, mit den entsprechenden Messern, ja auch gleich im gefroren Zustand filetieren. Es wird also doch aufgetaut und wieder eingefroren. Damit leidet objektiv zumindest die sog. sensorische Qualität. Der ergooglete Fachbegriff ist wohl Protein-Denaturisierung? Dies können Sie wohl kaum bestreiten.

    Beim Markencheck gestern konnte jeder Konsument sehen, wie ein einzelner chinesischer Großlieferant für den deutschen Absatzmarkt den Fisch nicht nur antaut, sondern auftaut und erst dann verarbeitet.
    Auch wenn es in diesem Fall nicht Ihr eigener Lieferant ist, muss doch einfach davon ausgegangen werden, dass auch alle anderen Lieferanten in China, also auch Ihre eigenen, mindestens genauso lasch verfahren.

    Aus meiner Sicht als Verbraucher kann sich hier Frosta nur auf eine einzige Art von der Konkurrenz deutlich abheben: Sie sprechen mit Ihren Lieferanten aus Alaska, beziehem schnellstmöglich auch die restlichen 10% Seelachs von dort, und lassen ihn vor dem einmaligen Einfrieren auf deren Schiffen filetieren, wie es die weitere Verarbeitung in Deutschland eben braucht.

    Sie als Großabnehmer haben die Macht, solche Wünsche an die Lieferanten zu äußern und durchzusetzen und so die Dinge zu verändern.

    Stillstand ist Rückschritt. Mit der bisherigen Umstellung Ihrer Produktion und der unvergleichlichen Transparenz haben Sie einen Maßstab geschaffen, an dem Sie sich selbst messen sollten, wenn es schon die Konkurrenz bislang leider nicht tut und seltsamerweise noch nicht nachgezogen hat. Hier haben Sie doch die einmalige Chance, sich selbst bzw. Ihr Produkt noch weiter zu verbessern.

  • @ Frosta:

    Wenn 90% single frozen sind, dann schreiben sie das doch in Zukunft einfach mit auf die Verpackung. Wird wohl für viele in Zukunft ein Begriff sein und unterstützt auch die Transparanz!

    Mir persönlich wäre es zu aufwendig, hierfür jedesmal online nachzuschauen ;(

    Danke!

    • Einer Kennzeichnung kann ich nur ausdrücklich zustimmen, wo sollte das Problem sein.
      Solange ich nicht sehen kann, was ich da genau kaufe, verzichte ich auf TK Fisch dieser Art, kein Problem.

  • Hallo Frosta,

    zunächst einmal Lob, weil recht zügig auf das Thema Beifang eingegangen wird.
    Beruhigend finde ich auch das ihr 90% Single Frozen nutzt.

    Aber nun die Kritik, da ich selbst zur See fahre habe ich ein sehr inniges Verhältnis zu meinen „Außenbordskameraden“.

    Ich erachte sie nicht nur als hochwertiges Lebensmittel sondern respektiere und bewundere diese faszinierenden Geschöpfe.

    Dementsprechend bin ich natürlich aus dem Sessel gesprungen bei diesem Umgang mit dem 2. Lachshai.

    (Vorbildliches Ausbringen des 1.Hais achterlicherseits möchte ich nicht verschweigen)

    Jedoch bin ich der Ansicht, das der durch den Staudruck zwar letargisch wirkende, aber dennoch eindeutig kiemenatmende Hai eine zumindest kleine Überlebenschance gehabt hätte, wenn er gleich wieder Außenbords gedrückt worden wäre.

    Für ein neben dem Hai knieendes Interview war Zeit, jedoch für weitere Maßnahmen nicht? So hatte er gar keine Chance.
    Das ist Ungenügend!

    Die Besatzung lebt von dem was aus der marinen Welt kommt, da sollte schon ein bisschen mehr Respekt an den Tag gelegt werden. Das Verhalten der anwesenden Führung hat mich irritiert.

    Vielleicht hier und da ein kleiner Hinweis an die Besatzungen kann da schon Wunder bewirken und kostet nicht wirklich etwas.
    Ihr seid die Einkäufer, ihr macht die Ansagen.

    So und zum Schluss wieder etwas zur Motivationanhebung eure Öffentlichkeitoffensive find ich Top.

    Lars Meißner

  • Hallo Frosta,
    Bei den Bildern aus der Sendung Markencheck vergeht mir jeder Appetit auf TK Seefisch. Da ich gerade auch in Restaurants mit solcher TK Ware rechnen muss, werde ich mich da in Zukunft stark zurückhalten.
    Frosta kommt für mich erst wieder in Frage, wenn keine Fische mehr in China auf diese widerliche Weise verarbeitet werden. Das gilt natürlich auch für die Mitbewerber.

    Prost Mahlzeit!

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