Wir drucken Herkünfte aller Zutaten direkt auf unsere Verpackung

Beitragsbild für Artikel "Herkunft der Zutaten"

Ab sofort drucken wir die Herkunftsländer sämtlicher Zutaten auf die Verpackung. Ein neues, flexibles Drucksystem ermöglicht uns nun erstmals das variable Aufdrucken sämtlicher Herkunftsländer. Wir verwenden für unsere Marke über 200 Zutaten aus 35 Ländern in knapp 90 Produkten.

Wir tun dies, weil wir es richtig und wichtig finden und nicht weil es das Gesetz vorschreibt. Das verlangt übrigens die Nennung der Herkunftsländer nur für frisches Obst und Gemüse, frisches Fleisch und Eier. Werden diese Produkte aber als Zutaten verarbeitet, ist eine Herkunftsangabe nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben. Sobald Tomaten also tiefgefroren oder Rindfleisch tiefgefroren als Hacksteak verkauft wird, darf das Herkunftsland gern unter den Tisch fallen.

Die Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln wird ja aktuell intensiv zwischen Industrie, Verbraucherverbänden und Politik diskutiert. Die EU Kommission und Branchenverbände halten der Forderung des Europäischen Parlaments nach höherer Transparenz die Befürchtung entgegen, dass durch eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung unzumutbare Kosten für die Hersteller entstünden und sogar Arbeitsplätze verloren gehen könnten.

Flexible Printing: Herkunftsnachweis der FRoSTA-Zutaten

Flexible Printing: Herkunftsnachweis der FRoSTA-Zutaten

Mit unserer neuen Druck Technik zeigen wir nun, dass diese Befürchtungen eigentlich unbegründet sind. Hier ist ein Link zu einem Video, in dem wir die neue Technik erklären. Die Herkunftsangaben werden übrigens erst in letzter Sekunde, genau so wie das Mindesthaltbarkeitsdatum, auf die Verpackungen gedruckt. So können wir dann auch flexibel auf Herkunftsänderungen durch z.B. Ernteschwankungen reagieren. Selbst wenn in der laufenden Produktion Zutaten mit einer anderen Herkunft eingesetzt werden müssen, drucken wir immer die korrekten Angaben auf unserer Verpackungen. Die Kosten der Umsetzung bleiben dadurch überschaubar.

Wir haben jetzt mit einem Produkt begonnen und werden nun nach und nach alle weiteren Produkte mit den Herkunftsländern der Zutaten bedrucken. Im Grunde tun wir eigentlich nun genau das, was wir für wichtig und richtig halten. Herkunftsangaben von Zutaten gehören einfach auf die Verpackung.

Herzlichst

Ihr
Hinnerk Ehlers

PS: Wir wissen natürlich schon seit vielen Jahren ganz genau wo all unsere Zutaten her kommen und veröffentlichen ja auch schon seit einigen Jahren auf unserer Website (www.zutatentracker.de) die Herkunft und viele weitere Details zu all unseren Zutaten.

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Hinnerk Ehlers (Vorstand)

Hinnerk Ehlers (Vorstand)

Am 1.7.2009 bin ich bei FRoSTA als Geschäftsführer Deutschland/Österreich gestartet und seit 1.1.2010 als Vorstand Marketing und Vetrieb auch für unsere Geschäfte in Osteuropa verantwortlich.

11 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Werden wir beim Kauf von Tiefkühlkost berücksichtigen und Ihre Produkte wählen.
    Wenn es die sogenannte Globalisierung der Märkte gibt, muss es auch die globalisierte Verbraucherinformation geben.
    Werde ich meinem Abgeordneten mitteilen.
    Bitte nachmachen.

  • Ihr könntet meiner Meinung deutlicher auf der Verpackung vermerken dass eure Zutaten GVO freien Ursprungs sind, auch würde ich mir mehr Angaben bezüglich Vitamine etc wünschen.
    Ansonsten weiter so super leckere Gerichte ich bin überzeugt 😉

  • Coole Sache. Was mich mal interessieren würde: Wie funktioniert das bei der Herkunfslandumstellung genau? Wenn in der laufenden Produktion Zutaten aus einem anderen Land hinzukommen – nehmen wir beispielsweise mal Paprika – dann vermischt sich die neue Charge doch im Produktionsprozess zwangsläufig mit den restlichen Paprika aus der alten Charge (gerade bei Mixgemüse, das ja schon vor dem Abfüllen zusammengewürfelt wird), oder? Kommen dann einfach zwei Herkunftsländer drauf?

    • Ja, danke, das hab ich schon verstanden. Aber müsstet ihr nicht den Produktionsprozess anhalten, damit sich die italienischen Paprika nicht mit den spanischen Paprika vermischen? Oder druckt ihr dann mit Flexible Printing ab Zugabe der spanischen Paprika als Herkunftslandangabe „Italien, Spanien“ auf die Packung? Oder hab ich da was falsch verstanden?

      Ist jetzt nicht wirklich wichtig, hätte mich aber mal interessiert. 🙂

  • Das ist der richtige Weg – finde ich echt super. Hoffe, das wird in Zukunft zum Standard. Weiter so!

    (Anm. d. Admin: Website gelöscht. Bitte Blogregeln beachten.)

  • Ich finde es super, dass man bei Frosta die Wege der Lebensmittel und deren Hersteller nachvollziehen kann. Jetzt fehlt nur noch eine Möglichkeit, die Bedingungen der Herstellung einstehen zu können. Gibt es dort Gedanken von Euch aus?

    (Anm. d. Admin: Website gelöscht. Bitte Blogregeln beachten.)

  • Ich finde es auch super, dass alles direkt auf die Verpackung gedruckt wird. Selbst auf Beutel kann man dies mittlerweile machen. Schade ist, wenn die Gripbeutel in Schachteln verpackt sind und man nicht erkennt, welche Inhaltsstoffe enthalten sind. Aber das wird schon kommen.

    ( Anm. d. Admin: Website gelöscht. Bitte Blogregeln beachten! )

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