Die Hälfte der Lebensmittel landet auf dem Müll….

Die Hälfte aller Lebensmittel landet unberührt im Müll, sagt der englische Aktivist Tristram Stuart in einem Interview in der Financial Times Deutschland vom 14.01.2011. Auf dem Feld, in der Fabrik, im Supermarkt, zu Hause: Im Westen würden alle bei der großen Verschwendung mitmachen. Stuart: „Allein in Europa verrotten Millionen und Abermillionen Tonnen Lebensmittel auf den Feldern, werden kompostiert, zu Biogas verarbeitet, deponiert oder verbrannt. […] Die meisten Lebensmittel werden heute nicht mehr in den Superm€rkten ungenutzt weggeworfen, sondern bei uns zu Hause oder bei den Erzeugern, die ihre Produkte zum Beispiel aus kosmetischen Grnden nicht verkaufen kƒönnen.“  (Gesamter Artikel kann hier erworben werden)

Dieses Thema war neulich auch in der ARD. Gerade bei frischen Lebensmitteln mit kurzer Haltbarkeit geht viel auf den Müll – eigentlich unmöglich. Da Tiefkühlkost länger haltbar ist (und es trotzdem „frisch“ ist sofern es gut eingefroren wird, also direkt nach der Ernte) kommt fast nichts auf den Müll. Ein wirklicher Pluspunkt.

Aber ich glaube den meisten Leuten ist das gar nicht so klar. Oder?

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

4 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Auch Tiefkühlkost hat eine recht kurze Haltbarkeit, wenn sie erst mal aufgetaut ist.
    Wenn man also zuviel aufgetaut hat dann hat man das gleiche Problem wie mit zuviel eingekaufter Frischware.

    Ich habe leider keine Zahlen, in welchen Bereichen wie viele Lebensmittel weggeworfen werden, aber mMn trägt der Trend zum Kantinenessen erheblich dazu bei. Kantinen müssen immer genügend Portionen vorbereiten, wovon meist nicht alle gegessen werden. Die Portionen in Kantinen müssen so bemessen sein, daß auch Hungrige davon satt werden. Ergo lassen weniger Hungrige einen Teil übrig. Und es werden Teile übriggelassen und dann weggeworfen, die bei den vorgegebenen Gerichten nicht dem eigenen Geschmack entsprechen.

    Diese Probleme bestehen im Prinzip auch bei Tiefkühlgerichten.
    Und wie viel Ausschuß gibt es in Ihrer Produktion?

    Sogar in den Schulen geht der Trend immer mehr zum Kantinenessen, so daß in immer weniger Familien „bedarfsgrecht“ gekocht wird. („Nimm dir nicht so viel auf den Teller, das ist du ja doch nicht alles!“ Diese Kontrollinstanz entfällt in Schulkantinen, wie auch der Erziehungseffekt.) Wenn es in einer Familie doch mal Reste gegeben hat, dann können die zum Abendessen aufbereitet und so genutzt werden.

    Übrigens: In Indien (und wohl auch vielen Ländern mit ähnlichen Verhältnissen) verdirbt etwa ein Drittel der Ernte auf dem Weg vom Feld zu den Verbrauchern, weil es nicht genügend Transportmöglichkeiten gibt oder diese mangelhaft sind.

    • Fertiggerichte benötigen aber nur eine sehr kurze Zeit von der Kühltruhe bis auf den Teller. Eine Kantine, die „nur“ Fertiggerichte anbietet, kann extrem kurzfristig auf Änderungen der Nachfrage reagieren. Eigentlich sollte dadurch erheblich weniger übrigbleiben.

      Einige Kantinen verlangen auch schon morgens eine Anmeldung des Mittagessens. Man muß es dann schon gleich bezahlen, und es wird dann natürlich auch bis auf wenige Aunahmen gegessen. Dieses Verfahren könnte man aber auch für Kantinen anwenden, die (vermeintlich) „frisch“ kochen.

      Es gibt aber ja auch noch das Wegwerfen von bereits auf dem Teller befindlichem Essen (entweder weil man es nicht mag oder weil die einheitliche Größe der Portionen für den einen zu wenig und für den anderen zu viel ist). Da könnte es z.B. helfen, wenn man sich eine beliebige Menge auf den Teller nehmen kann und dann nach Gewicht bezahlt. Bei Tiefkühlkost wäre das besonders einfach, da alle Zutaten schon gleichmäßig gemischt sind (nicht, dass sich da jemand nur das schiere Steak auf den Teller legt ;-)).

      • Wir haben bei uns im Haus eine Aramark-Kantine. Auch hier wird (soweit ich weiß) einiges der vorbereiteten Mahlzeiten weggeworfen. Allerdings bleibt auf den Tellern selbst recht wenig liegen, da man sich die Teller selbst befüllen kann. Die Mahlzeit wird dann kategorisiert nach Gewicht abgerechnet (Fleisch, Beilage+Fleisch, Nur Beilage, etc.).

  • Das Wegwerfen ist ein großes Problem, aber ich persönlich bevorzuge Kantinen, die einfach eine große Auswahl an günstigem Essen anbieten. Es spielt fpr mich keine große Rolle ob es ein Fertiggericht war, oder keins.

    [Anmerkung Frank Ehlerding (FRoSTA): Keine Suchwörter als Namen! => In „Gast“ geändert. Link gelöscht. Bitte Blogregeln beachten.]

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