Pferdefleischskandal in Frankreich

Bis gestern war ich zufällig selbst in Frankreich und habe dort ‚live‘ den Pferdefleischskandal in der Lasagne von der Marke Findus mitbekommen.

Es zeigt wieder einmal wie wichtig es ist alle seine Lieferanten gut zu kennen und permanent zu kontrollieren.

Unsere Lasagne aus 100% Rindfleisch aus der Eifel habe ich mir natürlich auch gleich noch einmal ganz genau angesehen.

Da unser Lieferant direkt in der Eifel ist (dies steht auch so auf unserer Zutatenliste), sollten wir wirklich sicher sein, dass bei uns so etwas nicht passieren kann. Zusätzlich haben wir aber noch einmal eine DNA Analyse in Auftrag gegeben und erwarten das Ergebnis dazu in den nächsten Tagen. Das Ergebnis berichte ich dann natürlich wieder hier.

Hier die Details von unserem Lieferanten:

Stellungnahme zum Pferdefleischskandal

AKTUALISIERUNG:

Gerade haben wir die Analyse erhalten, wie erwartet ist bei uns nur Rindfleisch verarbeitet worden. Ich hoffe nur die Verantwortlichen werden nun schnell gefunden.

Ergebnis Analyse Rindfleisch (PDF)

Und hier noch ein aktueller Beitrag aus der Presse.

Noch eine Aktualisierung, 19.2., 15:55 Uhr:

Gerade eben kommen neue Ergebnisse aus dem Labor (www.impetus-biosience.de). Auch bei der FRoSTA Hackbällchenpfanne wurde keinerlei Pferde DNA festgestellt. Dieses Fleisch stammt aus dem Edeka Markenfleischprogramm (www.edeka-gutfleisch.de). Das End-Produkt wird bei uns in Bremerhaven hergestellt. Ergebnisse der Steakhousepfanne kommen morgen.

Aktualisierung 19.2.2013 , 18 Uhr:
Jetzt liegt auch das Ergebnis der Steakhouse Pfanne vor. Auch hier wurde kein Pferdefleisch verarbeitet.

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

61 KommentareSchreibe einen Kommentar

    • ich meine, dass die Admins hier in letzter Zeit relativ gutmütig mit Werbe-Postings umgegangen sind… (muss man denn schon so froh drüber sein, dass hier überhaupt jemand schriebt!? =( )

      • @ Sebastian: Keine Sorge, wir gucken uns das an und löschen ggf. Aber auch Admins brauchen hin und wieder ein paar freie Tage 😉

    • Die Einschläge kommen näher …
      Oha, nun auch Copack „Penne Bolognese“ bei Aldi-Nord aus Regalen genommen wg. Pferdefleischverdacht. Copack gehört zur Frosta-Gruppe. Das gibt Abzüge in der B-Note! Begeistert mich gar nicht.

      Quelle

      [ Anm. d. Admin: Link angepasst. ]

      • Ich finde es schon erschreckend, daß sogar schon in Produkten die zur Frosta Gruppe gehören Pferdefleisch gefunden wurde, was kann man denn hier überhaupt noch essen ? Überall wird betrogen, der Verdienst geht scheinbar über alles, dem Verbraucher wird einfach alles untergeschoben.

      • jetzt würde es mich aber auch mal interessieren, ob es an dieser Stelle genauere Details zu den Vorgängen bei den Handelsmarken gibt, aber vermutlich werden die betreffenden Kunden das auch vertraglich untersagt haben…

        wundern würde es mich jedenfalls nicht, wenn Aldi womlglich auch gleich den Zulieferer mitbestimmt, von dem das Fleisch zu beziehen ist (und somit die Dienstleistung von Copack wirklich nur auf die Herstellung reduziert würde!?)

        vielleicht erfahren wir hier ja doch noch (ganz allgemeine) Dinge zu Handelsmarken, und wie das so in etwa abläuft… 😉

  • Ist ja wirklich abenteuerlich, nicht zu wissen, welches Fleisch man vor sich hat. Ist ja schon irgendwie eklig, wenn 100 % Rindfleisch drauf steht und dann Pferdefleich drinnen sein kann. Überprüfen geht ja schwer, wenn man Laie ist. Fleisch sieht ja meistens gleich aus. Oder?

    • Stimmt, das Fleisch sieht praktisch gleich aus, und nach dem Braten ist es optisch ohnehin nicht mehr zu unterscheiden. Als Konsumment kann man also nur dem Herstellter vertrauen und der Zutatenliste!

  • Also ich muss dazu sagen, dass dieser Skandal mal wieder aufzeigt, wie schlecht die Kontrolle in Sachen Lebensmittel in manchen Ländern sein muss. Es kann doch nicht angehen, dass Pferdefleisch nach 3 Grenzübergängen auf einmal RIndfleisch ist oder?

    Das wäre ja als würd ich sagen ich fahr campen und schlafe dann im 5 Sterne Hotel …

    [Anm. d. Admin: Werbe-URL gelöscht. Bitte Blogregeln beachten!]

  • Erschreckend am aktuellen „Skandal“ ist für mich weniger der Umstand dass Pferdefleisch als Rindfleisch ausgegeben wurde (das ist sicherlich in etwa gleichwertig) als vielmehr die Tatsache, dass man irgendwelche Lebensmittel beliebig umdeklarieren kann, ohne das es jemandem auffällt. Ich möchte mal wissen, was wir sonst noch so alles untergejubelt bekommen. Je mehr Zwischenhändler die Handelskette hat, umso einfacher geht das anscheinend.

  • ich finde es ja mutig von Metro, hier in Deutschland mit dem Rückruf voranzugehen, und damit auch erstmal den Imageschaden in Kauf zu nehmen;
    und plötzlich ziehen andere Handelsketten nach, die es angeblich auch schon seit ein paar Tagen wussten!? hm…

    ich bin zwar weder Katholik noch Befürworter der militärischen Nutzung von Pferden (http://www.youtube.com/watch?v=NbNE-O5Dftk), aber es wundert mich dann doch, wie Pferdefleisch in großen Mengen überhaupt billiger sein kann als so ein gewohntes Massenprodukt wie Rindfleisch!? (oder haben da Spekulanten die Rinderpreise hochgetrieben und dabei ganz vergessen, dass in dem dadurch erzeugten Optimierungswahn ja vielleicht doch wieder jemand auf irgendwelche „neuen Alternativen“ kommen würde!? 😉 )

    finde das sowieso lustig, jedes mal die gleiche Vorgehensweise bei Lebensmittelskandalen:

    „mehr Kontrollen, um das was passiert ist, zukünftig zu verhindern“ => [Bedeutung von „Kontrolle“ entspricht in diesem Zusammenhang: „Verbot“] => es soll zukünftig unter den gleichen Bedingungen das gleiche Produkt zum gleichen Preis – allerdings OHNE die jeweils aktuelle Beanstandung – produziert werden => effektiv also jedes mal eine weitere Verschlechterung der Produktionsbedingungen! (weil man ja jetzt noch weniger „darf“ als vorher…)

    und unsere Politiker bilden sich dann ein, durch immer weitere Verschärfung des Wettbewerbs irgendwann nochmal bessere Qualität für den Verbraucher zu erreichen!?

    (wenn nicht gerade nichtsteroidale Antirheumatika drin wären, würde ich ja fast lieber Pferdefleisch essen als was-auch-immer-uns-da-als-nächstes-noch-bevorsteht…)

    ich fürchte vom Verbraucher erfordert es langfristig ein bisschen mehr Initiative, als sich ständig in den Medien zu informieren, über welchen Hersteller aktuell gerade mal wieder hergezogen wird, und dann einfach spontan mit Ekel und gutem Gewissen dessen Produkte zu meiden…

    • > aber es wundert mich dann doch, wie Pferdefleisch in großen Mengen überhaupt billiger sein kann als so ein gewohntes Massenprodukt wie Rindfleisch!
      Der Tochter liebstes Haustier zu essen, das ist doch nicht fein.
      Ist also weniger massenverkäuflich und daher schlechter vermarktbar, also billiger. Trotz an sich wirklich guter Qualität. (Besseres Leben als Haus- und Reitpferd, weniger Ärger mit Wachstumshormonen und anderen Wachstumsbeschleunigern.)
      Einfach mal beim Pferdemetzger einkaufen und probieren!

      • okay, also verstehe ich das richtig: ein Reitpferd, das irgendwann zu alt für seinen Dienst ist, landet schließlich beim Metzger (viel Muskelfleisch, wenig Fett…) – kann ich mir noch ganz gut vorstellen.
        Aber bei den Hauspferden? Hatte mir nie Gedanken gemacht, wie das dann bei Tochters liebstem Haustier so abläuft; aber idealerweise sollte doch auch hier der Metzger dem natürlichen Tode zuvorkommen, wenn man das Fleisch anschließend direkt weiterverarbeiten möchte!? (oder sonst eben das Tier bis zum bitteren Ende begleiten, um dann nur noch vom Abdecker Fette für Kosmetika etc. daraus machen zu lassen, die Tochter sich dann ins Gesicht schmieren kann…)

        • Einfache Gegenfrage: Wie viele Pferde erhalten WIRKLICH ein jahrelanges, teures Altenteil und werden am Ende eingeäschert? Das kostet!
          Und wie viele werden früher oder später an den Abdecker abgegeben?
          Und auf der anderen Seite: Wie viele bekannte Produkte gibt es, wo Pferdefleisch regelmäig nachgefragt wird? Nicht sehr viele (ich kenne nur die Pferdemetzger), und darunter leidet der Preis für Pferdefleisch über Gebühr.

        • okay, anscheinend wirklich nicht viele.
          wunderte mich vorhin einfach, wie das für die Tochter wohl sein müsste… (aber gut, das gehört dann eben mit dazu – ein Pferd ist ja auch kein Meerschweinchen oder Hamster, den man als Kind mal hatte)

          wieder was gelernt 🙂

          auf dem Schützenfest liest man ja manchmal so Schilder mit „Ross-Bratwurst“, deren Bedeutung mir auch lange nie so bewusst aufgefallen war… (es klingt halt doch zu ähnlich wie „Rost“-Bratwurst, so makaber das auch sein mag ;-))

  • Dem Schreiben entnehme ich, dass der Lieferant die komplette Lasagne liefert. Labelt Frosta in dem Fall nur um?

    Bietet Frosta irgendwann auch mal etwas mit Pferd an? Ist ernst gemeint.

    • Stimmt, unsere Lasagne Bolognese wird von der Manufaktur Giacobbe die sich auf Lasagne spezialisiert hat hergestellt. Natürlich nach unseren genauen Vorgaben und Kontrollen zu allen Zutaten, zum Rezept und zum FRoSTA Reinheitsgebot!

  • Problematisch ist m.E. vor allem, dass es offenbar nicht „saubere“ Pferde waren (wie gesagt, ich esse es sogar gerne, wobei ich den offenkundigen Betrug nicht schonreden will), sondern Pferde, die wg. Medikamenten ausdrücklich vom menschlichen Verzehr ausgeschlossen waren.

  • „Gerade haben wir die DNA Analyse erhalten, wie erwartet ist bei uns nur reines Rindfleisch enthalten.“

    Aus der Analyse, in der nur kein Pferdefleisch nachgewiesen werden konnte, können Sie diesen Schluss nicht ziehen.

    • Stimmt natürlich genau genommen. Aber jede DNA Analyse kostet auch ziemlich viel, deshalb haben wir uns im aktuellen Fall auf das Pferdefleisch konzentriert.

  • Auf ihrer Produktpräsentation erwecken Sie den Eindruck, als würde die Lasagne in Ihrem Hause hergestellt. Nun erfährt man, dass dieses Produkt bei einer Fremdfirma im Auftrag produziert wird.

    Ich denke mal, es wird bei anderen Produkten auch so sein, womöglich wird die Gemüse-Lasagne auch zugeliefert.

    Nun kann man nicht annehmen, dass Mitarbeiter von Frosta tagtäglich und stündlich bei den Produzenten vor Ort sitzen. Wie stellen Sie denn sicher, dass Ihre Vorgaben, wie in Ihren doch recht umfangreichen Zutatenlisten genau aufgelistet, in dieser Qualität auch verarbeitet werden?

    Allein schon sicherzustellen, dass das Rindfleisch zu 100% immer aus heimischen Beständen der Eifel stammt, scheint mir recht schwierig zu sein.

    • Wir sind regelmäßig bei unserem Lieferanten Giacobbe und prüfen ihn während der Herstellung vor Ort und dann auch wenn die Lasagne bei uns ankommt. Dies macht unsere Abteilung Qualitätsicherung mit über 15 Mitarbeitern. Ist auf jeden Fall ein hoher Aufwand, da haben Sie Recht!

      Ich finde man kann sich gut auf langjährige gute Lieferanten verlassen, solange sie unsere Rezepte und Vorgaben genau einhalten und man dies auch kontrolliert. Sowohl bei Zutaten (die wir in manchen Fällen schon blanchiert oder vorgegart kaufen) oder wie in diesem Fall bei den Lasagnegerichten (den Herstellungsort sieht man auch an der Prüfnummer des Veterinärs die auf jeder Packung gedruckt ist).

      Wichtig ist, dass man alles bis zum Ursprung verfolgen kann (und dies auf kontrolliert) und dass man langfristig mit seinen Lieferanten zusammenarbeitet.

      • Die Info, dass die Lasagne nicht bei FRoSTa hergestellt wird, erstaunt auch mich ziemlich. Finde ich sehr überraschend für eine Firma, die vorgibt, ihre Produktionsbedingungen offen darzulegen. Warum dann nicht von Anfang an? Gibt es da noch andere nicht erwähnte „Kleinigkeiten“, die uns Verbraucher vielleicht interessieren könnten?

        Auf der Produktseite der Lasagne Bolognese steht: „schwarzer Pfeffer – bei FRoSTA frisch gemahlen“. Und dann wird er zum Lieferanten Giacobbe gefahren, um in die Lasagne eingearbeitet zu werden? Oder wie soll ich mir das vorstellen?

      • zugegeben, ich war anfangs ja auch davon ausgegangen, dass z.B. die TiP Lasagnen womöglich über Frosta/Copack an Metro geliefert würden, und nur der Fleischanteil aus Luxembourg stammte (zunächst mal die exakt gleiche Pappschale, und dann die Auslobung der Eier aus Bodenhaltung; hätte nicht gedacht, dass so ein Konzern wie Comigel von sich aus teurere Eier in einem Discountprodukt verwenden würde (z.B. weil man die ohnehin auf Lager hat), sofern die Handelskette dies nicht explizit verlangt).

        andererseits war, zumindest geschmacklich, auch immer schon ein deutlicher Unterschied zu den Beuteln (siehe anderer Thread, Herstellung der Lasagne) bemerkbar, den ich mir nie ganz erklären konnte… also scheint vielleicht doch auch die Herstellung noch ein bisschen Einfluss auf das Endprodukt zu haben, und nicht nur die Rezeptur 😉

  • Ach, in der Eifel gibt es auch Pferdemetzger. 😉
    Wobei ich mit Pferdefleisch an sich kein Problem habe, es schmeckt mir nicht schlechter als Rind.
    Außerdem:
    1. Die Tiere werden in Deutschland größtenteils als Reitpferde und Töchterleins Lieblings-Bessy gehalten und haben hier ein deutlich besseres Leben als die Rinder, Schweine und Hühner.
    2. Und bei Töchterleins Liebling dürfte auch das Futter bester Qualität sein, nicht voll von Hormonen etc.
    –> Also beste tiergerechte, ökologische Haltung.

    Man sollte es eben nur ordnungsgerecht als Pferdefleisch deklarieren.

    • Die großen Mengen an Pferdefleisch können wohl kaum von ein paar an Alterschwäche sterbenden Black-Beautys kommen. Man sollte sich da keine Illusion machen, das Fleisch kommt bestimmt aus einer ganz anderen Quelle.

      • Wenige Pferde?

        „Hochrechnungen der Ipsos-Studie ergeben ferner, dass es in Deutschland mehr als eine Million Pferde und Ponys gibt. Damit hat sich die Pferdepopulation in Deutschland in den vergangenen 40 Jahren etwa vervierfacht.“

        Quelle: Pferd-Aktuell.de

        [ Anm. d. Admin: Link angepasst, Zitat gekennzeichnet. ]

        • Ja, die Population mag groß erscheinen (aber verglichen mit Schweinen und Rinders ist sie sicher immer noch klein) aber diese Pferde werden ja nicht zur Fleischproduktion gemässtet! Sie werden in der Regel wohl viele Jahre alt. Wie viele Pferde „sterben“ denn pro Jahr? Sicher sehr wenige im Vergleich zu Schweinen und Rindern. Wo soll also das ganze Pferdefleisch herkommen? Jedenfalls nicht von privat gehaltenen Pferden.

        • > Wo soll also das ganze Pferdefleisch herkommen?
          Über welche Mengen reden wir denn überhaupt?

        • Ja, die Mengen würde ich auch gerne mal wissen. Wenn man aber die Dimensionen der betroffenenen Länder sieht, kann es so ganz wenig nicht gewesen sein.

          Ich glaube kaum, dass in Europa flächendeckend ausgemusterte ehemalige Hauspferde vom Abdecker zusammengekauft wurden, um sie dann mit Rindfleisch zu vermischen. Der Aufwand erscheint mir doch recht hoch gegebenüber dem Nutzen. Da das Ganze anscheinend seinen Ursprung in Rumänien hat(te), muß es dort wohl schon ein größeres Angebot an Pferdefleisch geben. Und das waren dann sicher keine Hauspferde von Töchtern reicher Eltern. Das macht das Ganze ja auch so mysteriös: Wenn es einwandfreies Fleisch gewesen wäre, dann hätte man das u.U. zu einem hohen Preis offiziell verkaufen können. Aber anscheinend ist es eher ein Zufall, dass es Pferdefleisch war. Es hätte auch (verseuchtes) Rindfleisch sein können. Dann hätte man es über eine DNA-Analyse nicht mal herausfinden können (und das wird vielleicht auch dauernd gemacht).

    • > Ach, in der Eifel gibt es auch Pferdemetzger.
      Kleiner „Werbeblock“, kann bei Missfallen auch gerne gelöscht werden: Als ich in der Eifel wohnte, habe ich zuweilen von diesem Pferdemetzger gekauft, sehr gute Qualität zu guten Preisen: Pferdemetzgerei-Barz.de

      Zwei Argumente haben mich überzeugt:
      – „Pferde werden nicht mit Tiermehlen oder sonstigen Zusatzstoffen wie Hormone, Antibiotika etc. gemästet.
      Deshalb schneidet es im Qualitätsvergleich zu anderen Fleischarten sehr gut ab.“ (Mein Geschmackssinn stimmte dem zu.)
      – „Unsere Schlachttiere werden von uns im Umkreis von ca.100 km selbst eingekauft. Die Fohlen stammen auch aus Auktionen in Bayern. Wir beziehen keine Tiere aus osteuropäischen Ländern.“

      Will sagen: Dass für Fleischkonsum Tiere sterben müssen, weiß ich. Könnte ich damit nicht leben, müsste ich Vegetarier werden. Ob Pferd oder Rind – die Pferd lebten oftmals besser.
      Die Bauchschmerzen bei der aktuellen Geschichte bereiten mir daher eher die undefinierbaren und unkontrollierten Lieferketten quer durch Europa, bei denen man nicht weiß, was alles dazugegeben wurde. Also lieber offen sagen, was man macht. (Siehe Frosta-Reinheitsgebot)

      [ Anm. d. Admin: Der Link ist in diesem Fall schon ok 🙂 Habe noch das Reinheitsgebot „verlinkt“. ]

  • Herr Ahlers, in dem nachträglich verlinktem Artikel zu Pferdefleisch und Copack lese ich

    „Der Konzern habe sich die genaue Herkunft des Fleisches aktuell noch einmal bestätigen lassen, so Frosta-Vorstandsvorsitzender Felix Ahlers. Er bedauert, dass der Skandal ein schlechtes Licht auf die gesamte Tiefkühlkostbranche wirft. Frosta setze sich deshalb für mehr Transparenz auf dem Markt ein. Das Unternehmen will in Zukunft mehr Informationen über die einzelnen Zutaten für seine Produkte ins Internet stellen.“ (Link)

    Was genau ist damit gemeint? Mehr Informationen zu den Produkten der Marke FRoSTA (wo sich ja doch schon weit merh als branchenüblich findet) oder tatsächlich, das würde mich wegen der üblichen, handelsseitig wohl gewollten, Geheimniskrämerei sehr wundern, mehr Informationen zu Produkten unter der Marke Copack oder generell zu Handelsmarken, die bei der Frosta AG produziert werden?

    [ Anm. d. Admin: Zitat hervorgehoben und Quelle eingefügt. ]

  • Als Bremer hab ich natürlich aus zwei Gründen Lebensmittel von Frosta gekauft… Einerseits weil Bremer, andererseits weil ich Frosta wirklich vertraut habe und der Eindruck erweckt wird, die Sachen stammen tatsächlich allesamt aus eigener Produktion.

    Nicht falsch verstehen, bei allem was nicht Hack enthält werde ich wohl weiterhin zu Frosta greifen (wobei ich sagen muss, dass ich nur selten ein echtes Fertiggericht kaufe, meist sind es nur die wirklich sehr gut schmeckenden Gemüse / Gemüsepfannen als Beilage).

    Beim Hähnchen erkennt man ja, ob es Hähnchen ist. Viel „schummeln“ geht da (hoffentlich) nicht. Aber wie sieht es aus mit anderen Rindhackfleischprodukten, der Steakhousepfanne usw? Wird die wenigstens direkt bei Frosta hergestellt? Oder auch getestet?

    Würde mich über eine Antwort freuen.

    • Gerade eben kommen neue Ergebnisse aus dem Labor (www.impetus-biosience.de). Bei der FRoSTA Hackbällchenpfanne wurde keinerlei Pferde DNA festgestellt. Dieses Fleisch stammt aus dem Edeka Markenfleischprogramm (www.edeka-gutfleisch.de). Das End-Produkt wird bei uns in Bremerhaven hergestellt. Ergebnisse der Steakhousepfanne kommen morgen.

  • Vielleicht wäre Pferdefleisch – was ja per se nichts schlechtes ist, wenn es nicht medikamentös belastet ist – eine Möglichkeit, das Chilli con Carne kostengünstiger wieder einzuführen.

  • Bei der aktuellen Berichterstattung bin ich auch über den Namen CoPack gestolpert. Diese Firma gehört meines Wissens zu FRoSTA. Wie ist da jetzt der Zusammenhang zu sehen? Pferdefleisch in Produkten von CoPack, aber nicht in Produkten von FRoSTA. Ich muss zugeben, dass ich dabei ein sehr mulmiges Gefühl habe. Können Sie dieses Gefühl zerstreuen?

  • Liebe Mitarbeiter von FRoSta,

    ich schätze Ihre Arbeit sehr. Leider wurde heute nachweislich in dem Tochter -Unternehmen COPACK, was zu Ihnen hört, Pferdefleisch nachgewiesen. Das ist nicht schön. Die Produktion der Produkte von FRoSTA wie auch bei COPACK erfolgt bei Ihnen in der selben Fabrik. Wie lassen sich hier die Rheinheitsgebote von FRoSTA einhalten, wenn zeitgleich das selber Produkt für COPACK über das Fließband läuft, was nun nachweislich auch Pferdefleisch beinhaltet?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    • Ich finde es immer wieder befremdlich das tatsächlich Menschen glauben, dass das „billige“ Zeug im Supermarkt identisch mit den Markenprodukten sei.

      Wir alle kennen vermutlich die zahlreichen Reportagen u.a. bei SpiegelTV usw. wo uns suggeriert wird, dass es identische Produkte sind z.B. bei Joghurts etc.

      Natürlich werden sowohl Handelsmarken als auch Eigenmarken von verschiedensten Unternehmen hergestellt… aber denken Sie tatsächlich das ein Produktionsunternehmen sich sein eigenes Markengeschäft durch ein gleichwertiges günstigeres Produkt zerstören würde? Es gibt immer noch etwas wie Qualitätsführerschaft. Die Marken schaffen sich über Qualität ein Alleinstellungsmerkmal und grenzen sich dadurch von der Konkurrenz bzw den eigenmarken des Handels ab. Auf dem ersten Blick steht hinten das gleiche Unternehmen aber bei einer 1:1 Betrachtung der Produkte merkt man immer die Unterschiede.

      Ich denke und hoffe nicht das dies bei FRoSTA zutrifft. Wer die Produkte probiert hat, kennt den Unterschied!

    • @ heintze, Tim: Copack ist ein von der Marke FRoSTA unabhängiger Geschäftsbereich, der Kundenmarken nach deren Vorgaben herstellt. FRoSTA Produkte und Copack Produkte werden zum Teil auf denselben Anlagen produziert. Rezepturen, Zutaten und Rohwaren unterscheiden sich je nach Spezifikation.

      Wir beantworten Ihnen in diesem Blog gerne alle Fragen zu FRoSTA Produkten. Informationen zu Copack (eigenständige GmbH) finden Sie hier: http://www.copack.de

  • LRP, zahlt Ihnen [andere TK-Artikler] eigentlich für Ihre Beiträge oder sind sie was das Thema Frosta AG/GmbH/Copack angeht nur gerne beratungsresistent?

    [ Anm. d. Admin: Sorry Marc, aber die leicht verfremdeten Markennamen musste ich leider entfernen – denn sonst könnte da ein Mitwerber sich auf böswillige Unterstellung etc. berufen :-). Vielen Dank für Ihr Verständnis! ]

  • Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht…

    FROSTA verkauft also auch umgelabelte Produkte anderer Hersteller. Das primäre Werbeversprechen wird also mindestens einem Fall nicht gehalten. Wie das in anderen Fällen aussieht: Wir wissen’s nicht.

    Es mag sein, dass bislang kein Pferdefleisch oder nichts anderes Merkwürdiges enthalten ist. Sicher ist es nicht. Ich hab nichts gegen Pferdefleisch und finde den „Skandal“ auch gnadenlos hochgejazzt – aber für „irgendwas Umgelabeltes“ brauch ich den doch erheblichen Mehrpreis nicht mehr zu zahlen.

    Ich glaub, ich mach mir jetzt eine Lasagne für 1,19, war noch mal runtergesetzt.

    • Ich bin zwar nur der Zahlen-Mensch aus dem Controlling und kenne die FRoSTA-Internet-Seiten auch nicht alle auswendig, von daher weiß ich auch nicht, welches „Werbeversprechen“ konkret denn nicht gehalten worden sein soll, trotzdem möchte ich mich mal kurz dazu äußern:

      Die Ansprüche, die wir mit dem Reinheitsgebot für unsere FRoSTA-Produkte haben, beinhalten zwar diverse Aspekte, wie die Transparenz und Qualität der Zutaten und den Verzicht auf Aromastoffe etc, das heißt aber ja nicht, dass unsere sämtlichen Produkte zwangsweise in einem der Werke des Mutterkonzerns FRoSTA AG produziert werden müssen. Für einige wenige Produkte, wie eben die Lasagne, fehlen uns leider die Produktionsmöglichkeiten. Bei insgesamt über 60 FRoSTA-Produkten sind dies aber gerade mal eine Handvoll.

      Wichtig ist aber doch viel mehr, dass unseren Ansprüchen bei der Produktion der Artikel auch genüge getan wird, egal, ob die bei uns im Konzern oder von einem Lieferanten produziert werden, wenn wir denn von der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit des Lieferanten überzeugt sind.

      Von unseren Rohwaren wird schließlich auch nur ein Teil von der Ernte an selbst produziert, der Rest wird ebenfalls zugekauft. Auch unseren Wildlachs und den Seelachs fangen wir natürlich nicht selbst. (Obwohl die AG sogar in den 90ern noch an einer Fischereiflotte beteiligt war!)

      Auch die Lasagne wird nach unseren Vorgaben mit den von uns vorgegebenen Rohwaren und Qualitäten nach Reinheitsgebot produziert. Von „umlabeln“ kann also nicht die Rede sein.

      Dass wir natürlich auch die Produktion unserer wenigen „auswärtig“ produzierten Artikel überprüfen, hat meine Kollegin Marike Paulsen übrigens hier im Blog gerade erst letzten Monat bei der Gemüse Lasagne (lt. Marketing ohne Bindestrich …) dokumentiert.

      Ich hoffe, ich konnte Ihre Zweifel damit ein wenig zerstreuen.

      Beste Grüße
      Frank Ehlerding

      • Hallo Herr Ehlerding,

        es ist ja kein Problem, sehe ich zumindest so, dass Artikel nach Reinheitsgebot zugekauft werden, es muss aber offen gesagt werden. Es wird nur dargestellt, als wenn alles bei der Frosta AG produziert wird.
        Toller Beitrag von der Dokumentation bzgl. des Besuches bei der Herstellung der Lasagne. Nur ist es überhaupt nicht ersichtlich, dass es sich dabei im eine andere Produktionsstätte ist, die nicht zu Frosta gehört. Sehr neutral geschrieben.

        Frage ich direkt, welche Artikel lässt Frosta denn auswärtig produzieren?

        Wird das Steinsalz aus Ihrer Mühle, den in Ihrem Werk frisch gemahlenen Pfeffer etc. von Bremerhaven aus zu dem Lieferanten geliefert oder wie stellen Sie sicher, dass es ohne Rieselhilfe etc. hergestellt wird oder hat der Produzent durch „Zufall“ auch eine Salzmühle?

        • Tot stellen ist eine Variante, auf Fragen zu antworten, wozu doch eigentlich der Blog ist oder zumindest mal war eine bessere.

        • Giacobbe, unser Lieferant der Lasagne (die 3 Lasagne Gerichte sind die einzigen Gerichte die wir nicht bei uns herstellen), nimmt auch nur Salz ohne Rieselhilfe. Eine Pfeffermühle hat er dagegen (noch) nicht, deshalb steht auf der Packung nicht „frisch gemahlen“.

  • Kurze Frage, warum wird immer gezeigt im Blog, dass Frosta Produzent ist und auch häufig Bilder aus „Eurer“ Produktion gezeigt werden, wie auch im TV.
    Ich denke, dass die Marke Frosta (Frosta Tiefkühlkost GmbH in HH) quasi die Marke ist und die Frosta AG entsprechend produziert oder sehe ich das verkehrt? Auch das Impressum ist ja auf die AG-gemünzt und die produziert ja vieles.

    Da es ja ein Blog der AG ist, stelle ich die Frage, wurden auch die Produkte für die Großverbraucher getestet auf Pferdefleisch?

  • Tja, ich würde ja gerne die Wahrheit über Frosta und Co.hier schreiben, aber negative Beiträge werden vom Admin zensiert.

    Man hat es bei Frosta auch nicht gerne, wenn über die 100-prozentige Tochter negativ berichtet wird.

  • Man muss sich fragen, was in der Chefetage von Frosta abgeht. Da werden Frosta-Produkte produziert, in denen lt. Mitteilung auf der Frosta-Website und vorliegendem Testergebnis kein Pferdefleisch nachgewiesen wurde. Bei der Frosta-Konzerntochter, die als Discounterhandelsmarke labelt und deren Produkte auf der gleichen Produktionsstraße wie die Frosta-Produkte gefahren werden, findet man Pferdefleisch.

    Für eine Firma wie Frosta, die das Reinheitsgebot bei jeder passenden und unpassenden Gelegegenheit zelebriert, wie der Papst die heilige Messe, ist das schwer bis gar nicht verständlich.

    Begeisterungsstürme wird die Meldung der Rheinpfalzzeitung vom 20.02. daher in Ihrer Vorstandsetage wohl kaum ausgelöst haben:

    „Auch Fertiggericht von Frosta belastet.

    Keine Farbstoffe, keine Geschmacksverstärker, keine Aromen: Anfang 2003 verkündete der Bremerhavener Mittelständler Frosta, der ein Werk in Bobenheim-Roxheim hat, den Verzicht auf Zusatzstoffe in seinen Produkten. ”Kein Pferdefleisch” gehörte nicht dazu. Jetzt wurde bekannt: Eine Konzerntochter ist in den Pferdefleischskandal verwickelt.“

    Die ganze Meldung finden Sie im Internet.

    Ich denke mal, so eine Meldung wird nicht nur Kratzer, sondern ganz beträchtliche Beulen in der Firmenbilanz hinterlassen. Man kann den auch bisher treuen Frosta-Kunden sicherlich nicht verdenken, um die Marke Frosta erst einmal einen großen Bogen zu machen, auch wenn zukünftig vielleicht kein noch so kleines Pferde-DNA-Bruchstückchen in den Produkten Ihrer Konzerntochter enthalten ist.

  • Frosta Leute: Also ich finde Euro Sachen nach wie vor toll, schmecken einfach am besten.

    Und wenn Frosta auch andere Produkte herstellt, dann machen das doch alle anderen Firmen auch. Wo ist das Problem?

    Diejenigen die sich hier seitenlang dazu auslassen sind wohl eher wettbewerbsgesteuert….aber was macht das schon!

  • Interessant, dass man keine weiteren Fragen stellen kann, die komplett anders sind und man dann angezeigt bekommt:

    Doppelter Kommentar wurde entdeckt. Es sieht stark danach aus, dass du das schon einmal gesagt hast!

    Warum ist der freie Frostablog nicht offen für neue Fragen?

    • Hallo Manuela,
      da hat wohl der automatische SPAM-Filter zugeschlagen. Den müssen wir leider einsetzen, da wir jeden Tag mit bis zu 500 „lustigen“ Kommentaren von professionellen Spammern und Spam-Programmen überhäuft werden, die ansonsten das Blog überfluten würden. Leider sind Programme nie 100% in der Lage, zwischen echten Kommentaren und automatisiertem Spam zu unterscheiden. Wir können hier auch nicht offen legen, nach welchen Kriterien genau wir unseren „Türsteher“ konfiguriert haben.
      Wenn Ihr Kommentar nicht durchgekommen ist, dann tut es uns leid. Sie können gerne Ihren Beitrag per E-Mail an „peter@frosta.de“ schicken, und wir veröffentlichen ihn dann in Ihrem Namen.

  • Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist die Lasagne getarnt als Rind! 😉

    Alles halb so wild, Freunde.

    Grüßt euch

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