Vertrauen Sie den Angaben auf Verpackungen?

Wir haben über TNS Infratest eine Befragung bei 1000 Verbrauchern durchgeführt. Wir wollten unter anderem wissen, wie wichtig das Thema Zusatzstoffe ist. Das Ergebnis auf diese Frage ist wie erwartet: 61% wünschen sich Produkte, die keine Zusatzstoffe enthalten.

Überrascht hat uns das Ergebnis auf die Frage: „Ich vertraue im Allgemeinen den Angaben, die über Zutaten und Zusatzstoffe auf Lebensmittelverpackungen gemacht werden“. Hier haben nur 36% zusgestimmt!

Woran es liegt, dass das Vertauen in die Kennzeichung so gering ist, haben wir nicht gefragt.

 tns-infratest-befragungsergebnisse.ppt

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Torsten Matthias (Marketing)

Torsten Matthias (Marketing)

Ich bin bei FRoSTA für das Marketing verantwortlich.

12 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ich würde sagen dass es daran liegt, dass die Marketingabteilungen uns verarschen.
    „Keine Geschmacksverstärker“ draufschreiben und Hefeextrakt reintun, Fruchtzubereitungen bei Erdbeerjoghurt in der keine Erdbeere drin ist, usw. Nur weil es juristisch richtig ist heißt noch lange nicht, dass es das ist, was ein normaler Mensch darunter verstehen würde.

  • „Keine künstlichen Aromen“ darunter versteht der dumme Verbraucher nur natürliche Aromen, wie Erdbeerstücke, Apfelstücke, Tomaten, etc. … dass es sich aber um Schimmelpilze oder Sägespäne handelt ist eigentlich keinem bewusst. Oder die Fa. Maggi – Keine Zusatzstoffe usw. vorne FETT auf der Packung und auf der Rückseite dann 20 Zutaten die niemand kennt.

  • Ich persönlich weiss ja jetzt, wie´s funktioniert mit der Verschleierung.. und schaue mir die Verpackungen der „Mitbewerber“ natürlich ganz genau an.

    [Anm. d. Admin: bitte keine Keywords als „Nickname“ nehmen. Danke 🙂]

  • Man kann den Angaben auf den Verpackungen in keinster Weise trauen, wie die Diskussion um Analogkäse zeigt. Man kauft eine Pizza mit Käse, die anstelle von Käse ein Imitat enthält. Man besten man kocht selber, um böse Überraschungen zu vermeiden. Bei Fertigprodukten ist mir das im Moment zu heikel.

    [Anm. d. Admin: Ihre Werbe-Verlinkung verstößt gegen die Blog-Richtlinien und wurde darum entfernt. Das war übrigens bereits das 4te Mal…]

  • Ich denke, es sollte viel besser kommuniziert werden, welche Zusatzstoffe zu welchem Zweck wann in der Nahrung Sinn machen, wie sie hergestellt werden und welche Nebenwirkungen möglich sind.

    [Anm. des Admin: Ihre angegebene URL verstößt gegen die Blog-Richtlinien und wurde deswegen entfernt. Zu Ihrer Frage – schauen Sie doch einfach mal hier hinein: Zusatzstoff-Lexikon 😉 ]

  • Die wesentlich interessante zweite Frage danach sollte sein: Welcher Teil der Verbraucher ist dann auch dazu bereit (oder: in der Lage) die zusatzstofffreien Produkte zu bezahlen?

    Hätte ich das Geld würde ich regelmässiger Frosta Produkte essen, denn die Firmenphilosophie ist mir sehr sehr sympathisch. Aber es kostet halt auch leider etwas mehr. :/

  • @Jonas:

    Für mich ist das eigentlich keine Frage des Preise. Man vergleicht ja Äpfel mit Birnen (mit oder ohne Zusatzstoffe). Wenn ich mir was zu essen kaufe, dann will ich ja nicht betrogen werden. Und was anderes sind die meisten Zusatzstoffe ja nicht: Sie täuschen etwas vor, was nicht vorhanden ist. Dann sind Preisvergleiche eigentlich sinnlos.

    Das ist genauso, als wenn man echten (100%) Fruchtsaft mit Fruchtsaftgetränken (z.B. nur 6% Fruchtsaft) vergleicht. Natürlich sind letztere billiger, aber wenn ich Saft will, dann kaufe ich den auch, und nicht welchen, der mit Wasser extrem verdünnt, und dann mit Aromen wieder geschmacklich auf Linie gebracht wurde.

  • Also ich vertrau eigentlich den zutatenlisten schon ziemlich. Zum Glueck gibts in der EU ja recht viele kontrollen und auch strafen, glaub daher schon, dass sie die hersteller an die gesetzlichen vorgaben zur deklaration halten – leider gehoerten diese richtlinien halt deutlich verstaerkt.

    Mich wuerd echt so oft interessieren, was jetzt genau hinter „Wuerze“ oder „Wuerzmittel“ steckt, Betrug am Kunden ists halt (leider) momentan nicht.

  • Na warum die Leute die „wichtigen“ Angaben auf der Verpackungen nicht glauben ist ja klar. Denn wer sich auch nur 5 Sekunden mit jeder x-belibigen Produktverpackung beschäftigt findet allein auf der Frontseite mindestens 5 Marketinglügen. Das fängt beim Produktbild an und geht über bis zu wundersamen Verpsrechungen. Warum sollten also die Angaben auf der Rückseite einen höheren Wahrheitsgehalt haben als die auf der Vorderseite!?

    [Anmerkung Frank Ehlerding (FRoSTA): e-Müll-Verknüpfung gelöscht.]

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