Fehlermanagement bei FRoSTA

Vor ein paar Wochen wurde bei uns eine hausinterne Umfrage durchgeführt, bei der jede Abteilung aufgerufen war, alle Fehler der letzen 12 Monate aufzulisten und an den Vorstand weiterzuleiten.
Morgen wird nun bei uns eine Sonder-GL(Geschäftsleiter)-Sitzung stattfinden, die zum Ziel hat alle wesentlichen Fehlerschwerpunkte zusammenzutragen und Lösungsansätze dafür auf den Weg zu bringen.

Da bin ich mal gespannt wie „Fehler“ von den unterschiedlichen Abteilungen definiert wurde, wie lang die Liste sein wird, welche Fehler als besonders störend empfunden werden und welche Lösungsansätze wir finden werden …

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Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Bei FRoSTA seit 1. Oktober 1996.
1996-2001 Produktentwicklung (Bremerhaven) - dort habe ich Rezepte und z.B. die eigene Nudelherstellung bei FRoSTA entwickelt
2001-2011 verantwortlich für das Produktmanagement der Marke FRoSTA (Bremerhaven, ab 2004 Hamburg) - also alles was mit den Produkten zu tun hat, wie Produkt- und Verpackungsentwicklung (damit es auch immer wieder neue leckere und attraktive FRoSTA Gerichte gibt), Vermarktung oder wie es neudeutsch heißt Marketing (um die Produkte auch bekannt zu machen - denn was nützt das schönste Produkt, wenn es keiner kennt - hier haben wir noch eine Menge zu tun),...
Jan-Mai 2012 Produktentwicklung-Administration (Bremerhaven) - hier werden z.B. die Rezepte in unser Warenwirtschaftssystem (eine große Datenbank, mit der viele wichtige Abläufe bei uns gesteuert werden) gebracht und Produktbeschreibungen (im Fachchinesisch: Spezifikationen) für Handelskunden erstellt
seit Mai 2012 Senior Produktmanager Handelsmarken (Bremerhaven) - verantwortlich für Produkte und Verpackungen von Handelspartnern

6 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Nunja, ohne etwas unterstellen zu wollen. Ich kenn das von Firma bislang so, daß jede Abteilung den Teufel tut sich durch gravierende Fehler zu outen und vor anderen zu blamieren..da werden allenfalls, wenn überhaupt..lapidare Fehler preisgegeben und die gravierenden verschwiegen, leider..

  • wäre es nicht sinnvoll, Fehler direkt weiterzugeben, anstatt sie erst über monate mit herumzuschleppen? auch wenn ich es gut finde, dass überhaupt über fehler diskutiert wird. gibt ja genug unternehmen, die arbeiten wie in der planwirtschaft: „fehler gibt es nicht und das soll ist immer erfüllt“ 😉

  • @ Wolfgang
    Ich hoffe dass wir es hinbekommen offen über unsere Fehler zu sprechen, um es in Zukunft besser machen zu können. Ist sicherlich nicht leicht, aber wir werden es versuchen.

    @Tin@
    Ich kennen das Six Sigma Prinzip nicht, werde meine Kollegen und insbesondere unsere Vorstände mal fragen – mal sehen, ob die es kennen 😉

    @Rico
    Klar ist es besser Fehler sofort anzugehen – aber wie das so ist, wird das häufig im Eifer des Gefechts (im hektischen Arbeitsalltag) vergessen oder unterbleibt aus unterschiedlichen Gründen einfach – manchmal sicher auch, um sich nicht die Blöße zu geben.
    Aber ich sehe die Anregung der Geschäftsleitung sich mit Fehlern zu beschäftigen, als eine gute Basis eine entsprechende Unternehmenkultur zu entwickeln, in der noch unkomplizierter und offener mit Fehlern umgegangen wird.

  • Moin,

    ich finde es gut, offen über gemachte fehler zu sprechen und nach Lösungen zu suchen.
    Ich habe leider oftmals die Erfahrung gemacht, das man lieber über Vorgesetzte geht und damit dann eine komplette Abteilung in Misskredit bringt. Sicher, jeder macht fehler. Ich pers. habe es aber lieber direkt mit der Person zu sprechen als von ‚oben‘ einen ‚übergebraten‘ zu bekommen vorallem über einen Vorfall der mir unbekannt ist.

  • … also es war ein, wie ich finde, sehr gutes Meeting in offener und konstruktiver Atmosphäre, bei dem Anhand von zwei Beispielen im wesentlichen der Produktentwicklungsprozess analysiert wurde.
    Im Rahmen der Analyse wurde der Entwicklungprozess von verschiedenen Blickwinkeln aus beleuchtet, z.B. aus Sicht der Produktion, des Einkaufs, des Vertriebs und der Produktentwicklung/Qualitätssicherung.
    Dabei kristallisierten sich dann einige Punkte heraus, die noch besser gemacht werden können, wie z.B. die ein oder andere Abteilung eher in den Prozess einzubeziehen oder konsequenter die Projektmanagementtools zu nutzen.
    Nun gibt es noch ein paar Punkte die nochmal detaillierter analysiert werden sollen, da in der Kürze der Zeit natürlich nicht alle Hintergründe und Informationen zur Verfügung standen.
    Eines hat sich aber auch gezeigt – auch wenn es nach Eigenlob klingt – und zwar, dass die Projekte erfolgreich abgeschlossen worden sind, auch wenn der Weg dahin manchmal ein bisschen holprig war.
    Und dann haben wir uns noch gefragt woran liegt das. Wir sind zu dem Schluß gekommen, dass es mehrere Gründe hat, wie z.B. die Unternehmensstruktur, die Kompetenz des Unternehmens und insbesondere das Engagement und die Identifikation der Mitarbeiter aller Abteilungen mit dem Unternehmen.

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