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  • Unglaublich wie die Politik von der verbraucherfeindlichen Lobbyarbeit beeinflusst wird. Gerne würde ich von den zuständigen Vertretern erfahren, wie ein gedrucktes Bild mich bevormunden kann. Drucksachen verhielten sich bisher mir gegenüber weitestgehend passiv und defensiv…
    Beeinflussen, ja, aber soll es das nicht? Eine Ampel beeinflusst mein Kaufverhalten, das ist der Sinn – bevormundet fühle ich mich von diesem Teil der Lebensmittelindustrie, der meint zu wissen, wie groß meine Portionen sind. Wo vorne draufsteht „enthält viel Vitamin C“ und hinten „Zutaten: Wasser, Zucker, Fruchtkonzentrat (aus Schalenabfall und Glukosesirup), Vitamin C“.
    Sollen sie doch den Nährwertgehalt pro Packung angeben, dann reden wir auch nochmal über zu große „Mogelpackungen“… 😉

    Frosta ist wirklich ein Vorbild für Transparenz gegenüber dem Verbraucher. Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Auch wenn man per Mail nachfragt, ist das noch so. Echt cool!

  • @ Renate,

    das siehtst Du doch alleine daran, wir haben alles im Überflüss aber trotzdem wird z.B. der anaolg-Käse erlaubt und verkauft (rund 30% billiger)……..für meinen Teil kaufe ich keine Produkte mehr von einem der größten Hersteller (bekannte Verwender) den wohl jeder kennt.
    Ist der mit der Kräuterbutter in der Werbung.

  • Muss mich übergeben.
    Kein Bock mehr als Verbraucher von den Konzernen und den Politikern, die ich gewählt habe, weiter auf den Arm genommen zu werden.
    Lobbyismus gehört verboten, die einzige Lobby ist das Volk.
    Wenn das Volk es so will, hat Frau Eigner die Ampel gefälligst einzuführen oder sich dafür einzusetzen.
    Frosta macht es genau richtig, aber anscheinend können es sich nur Unternehmen mit hoher Produktqualität erlauben, den Verbrauchern die Inhaltsstoffe verständlich nahezubringen.
    Unternehmen wie Nestle würden bei einer Ampel doch so richtig einbüßen.

  • @Andreas: Naja, „Analog-Käse“ ist ja durchaus ein Lebensmittel. Die Kennzeichung ist das Problem: dass Käse draufsteht, weil 0,5% Alibi-Käse drin sind. Letztlich finde ich, dass man sowas öffentlich anprangern muss, wenn sich „Analog-Käse“-Verwender-Firmen gegen eine transparente Kennzeichnung sträuben.
    @Matthze: Der Witz ist, dass die Industrie keine negativen Effekte der Ampel wie „Es könnten sich ja Firmen gezwungen sehen, allen Zucker durch Süßstoff zu ersetzen, der potentiell krebserregend ist.“ vorbringt – sehr komisch. Liegt das vielleicht daran, dass man dann zugeben würde, dass man einen nicht unerheblichen Anteil an überzuckerter Ware herstellt? 😉

  • @ Renate H.

    Ich denke die Wirtschaft sträubt sich grundsätzlich einfach gegen alles was für die Konsumenten leicht verständlich wäre.

  • Zu (5): …bzw. bei dem die Marketingabteilung Angst bekommt, das daraus Umsatzeinbußen resultieren könnten. Eigentlich sitzt dort als Angstellter ja auch ein Mensch mit sozialem Umfeld, Familie, etc. Dieser sollte darüber nachdenken, was seine Familie so auf den Tisch bekommt. Schaut man sich die Entscheidungskette bis hoch zum Vorstand an scheint der Weg schwierig für Veränderungen, aber auch die Entscheider sollten beachten, das sie irgendwann den Trend zu gesünderen Essen nicht verschlafen, denn spätestens dann straft sie der (informierte) Kunde ab.

  • @ Foodwatcher

    Ich denke die Marketingabteilung wäre sich durchaus bewusst darüber, dass die Ampel durchaus auch positiv zu nutzen ist. Die meisten Leute wissen ja in ihrem Unterbewusstsein was sie essen und ob es gesund ist oder nicht.
    Ich denke einfach nur dass der durch die Ampel sukzessive ausgelöste Trend, gesünder zu produzieren und vor allem Fett- oder zuckerärmer zu produzieren die Einkaufs und Entwicklungsabteilungen überstrapazieren würde. Schließlich ist es den Konsumenten zwar wichtig bzw wird es immer wichtiger, gesund zu essen, noch wichtiger ist es jedoch, günstig, wenn nicht sogar billig zu Essen.
    Ich denke der typische Frosta-Kunde, welcher die Qualität schätzt, ist bereit den dafür erforderlichen (höheren aber angemessenen) Preis zu zahlen, da er es sich auch leisten kann.
    Grundsätzlich bin ich übrigens dafür, die Ampel nicht nur am Produkt anzubringen, sondern auch, gut sichtbar, am Preisschild im Supermarktregal.

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