Dass Nachdenken manchmal im Leben hilfreich sein kann, hat vielleicht der einer oder andere von uns schon mal erlebt. Dass es aber auch direkt beim Abnehmen helfen kann, ist wohl den meisten neu. Nachdenken kann nämlich den Appetit zügeln. Allerdings nur, wenn man richtig nachdenkt. Und zwar nicht über irgendetwas, sondern ans Essen.
Das klingt zunächst einmal so sinnvoll wie eine Marzipanbrot-Diät oder eine Kartoffelchips-Diät und man fühlt sich vielleicht auch an einen Streich von Till Eulenspiegel erinnert, der allein vom Bratengeruch schon satt wurde. Letzteres ist aber vielleicht nicht ganz so frei erfunden, wie es zunächst erscheint, denn Forscher haben festgestellt, dass der Gedanke an Essen tatsächlich den Appetit zügeln kann, also genau das Gegenteil, was man zunächst einmal erwarten würde, zwingen sich doch viele von einer Diät geplagte Menschen dazu, gerade eben nicht an den fetten Braten oder leckere Schokolade zu denken.
Doch um tatsächlich einen solchen Appetit zügelnden Effekt zu erzielen, muss man sich möglichst genau vorstellen wie man das, worauf man gerne Lust hat, auch in Gedanken isst. Es ist also nicht damit getan, nur mal kurz an einen Keks zu denken und schon ist der Appetit weg. Nein, man muss sich genau vorstellen, wie man den Keks in den Mund steckt, ihn kaut und ihn runterschluckt und zwar Bissen für Bissen. Je intensiver man das tut, desto geringer ist hinterher der Appetit und wenn dann reale Kekse auf dem Tisch stehen, greift man weniger zu, als wenn man vorher an etwas anderes gedacht hat. Dieser Effekt wird von den Forschern mit Habituierung, also die Gewöhnung an den Appetitreiz erklärt.
Dieser Effekt hat aber auch kleine Einschränkungen, denn es funktioniert bei den Speisen am besten, über die man gerade auch nachgedacht hat. Denkt man zum Beispiel intensiv an den Genuss von Süßigkeiten, greift man bei etwas Herzhaftem hinterher vielleicht trotzdem noch gerne zu. Deshalb ist es unerhört wichtig, dass Sie möglichst nie intensiv über FRoSTA nachdenken! Wenn Sie schon an Essen denken, dann denken Sie am besten an irgendwelche Produkte der Konkurrenz. Damit würden Sie uns sehr helfen. Vielen Dank.
P.S.: Das soll übrigens auch eine Methode sein, um sich das Rauchen abzugewöhnen. Aber auch dann muss man sich jeden Zug an der Zigarette intensiv vorstellen.
3 Kommentare 22. Februar 2012 | Veröffentlicht von Frank Ehlerding (Controlling) in: Ein bißchen Spaß muß sein, Forschung & EntwicklungIn London habe ich gerade ein Eis von Ben+Jerry´s zum Thema klimafreundliche Aktion gefunden.
Auf dem Becher heißt es “If it’s melted it’s ruined” und die Sorte heißt “Gebackenes Alaska”. Auf der Rückseite kann man dann unter climate-neutral.info mehr Infos bekommen.
Ben+Jerry’s ist schon seit 2004 auf diesem Gebiet aktiv und wir fangen gerade jetzt erst an!
8 Kommentare 1. Mai 2009 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Aktuelles, Aus dem Supermarkt, Forschung & Entwicklung(auf dem Dach des Kühlhauses – der Fluß Weichsel im Hintergrund)
.
.
.
.
.
.
.
.
Da heute, K-Freitag, kein Feiertag in Polen ist, bekomme ich gerade diese Bilder: die Solaranlage wird auf dem Dach unseres neuen Kühlhauses in Bydgosczc Bydgoszcz angebracht.
Es ist ein wichtiger Teil unseres Zieles den Co2-Verbrauch bei uns zu senken (wie berichtet). Eigentlich ist es auch sehr logisch, da wir ja gerade im Sommer viel Kühlenergie brauchen, also genau dann, wenn die Solarmodulekollektoren die meiste Energie produzieren.
Insgesamt können wir damit 72.000 Kilowattstunden, bzw. 70 Tonnen Co2 pro Jahr sparen.
Außerdem ist das Kühlhaus so gebaut (siehe unten), dass alle Trägerelemente aus Stahl außen liegen. Dies ist ganz neu und verhindert, dass die Kälte über die Träger nach außen gelangt. Ältere Kühlhaüser sind wesentlich schlechter isoliert und die meiste Kälte geht durch die Trägerkonstruktion verloren.
.
.
.
.
.
.
.
Weitere Details zum Co2 Projekt findet man hier: frosta-co2-09-03-27.pdf
*Überschrift dank des Kommentars 10 von Erhard berichtigt!
18 Kommentare 10. April 2009 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Forschung & Entwicklung, Internes, Projekte und AktionenFür zwei unserer Produkte kennen wir jetzt den “Co2-Fußabdruck”:
für die Gulasch Pfanne und für unsere Tagliatelle Wildlachs.
Es hat insgesamt ein Jahr gedauert, diese Fußabdrücke zu ermitteln, weil wir erst einmal lernen mußten, was alles mitgerechnet werden muß und weil viele Daten gar nicht einfach zu beschaffen waren. Dabei hat uns die Teilnahme an einem Pilotprojekt, das unter anderem vom Ökoinstitut , dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und dem WWF ins Leben gerufen wurde, geholfen. Über das Projekt haben wir schon hier berichtet.
So sieht der CO2 Fußabdruck unserer Tagliatelle Wildlachs aus:
Überrascht hat uns, daß von den 1.400g CO2 pro 500g Beutel allein 750g CO2 durch die Zutaten entstehen. Also durch den Anbau des Gemüses, durch den Lachsfang und die Milchprodukte. Beim Gulasch sind es sogar 75%. Das liegt am Rindfleisch, denn Rinder scheiden in ihrem Leben jede Menge Methan aus. Das ist ein hoch wirksames Treibhausgas, das bei unserer Berechnung mit berücksichtigt wurde. Der CO2 Fußabdruck von einem 500g Beutel Gulasch ist deshalb mit rund 2200g auch deutlich höher.
Aber ist “2.200g Co2″ nun eigentlich viel oder wenig?
Um das herauszufinden haben wir auch ausgerechnet, wieviel CO2 entsteht, wenn ein Gulasch nach dem gleichen Rezept zu Hause aus frischen Zutaten selber gekocht wird. Das Ergebnis (das wir gestern auf unserer Pressekonferenz in Hamburg veröffentlicht haben):
Ein selbstgekochtes Gulasch mit frischem Freilandgemüse (grün) aus der Region verursacht ungefähr genauso viel CO2 wie das FRoSTA Gulasch (rot). Wird allerdings Gemüse aus dem Gewächshaus genommen, dann ist der CO2 Fußabdruck des selbstgekochten Gulasch deutlich höher!
Woran liegt das?
Wenn zB in Holland im März Paprika oder Tomaten geerntet werden sollen, müssen dazu die Gewächshäuser beleutet und geheizt werden. Es wird praktisch ein künstlicher Sommer erzeugt. Der Energieaufwand
ist gewaltigt und schlägt sich im CO2 Fußabdruck nieder. Hier der Vergleich zwischen einer Freilandtomate und einer Gewächshaustomate.
Weil unsere FRoSTA Tomaten sofort nach der Ernte eingefroren werden und danach monatelang ohne Qualitätseinbußen haltbar sind, können wir sie immer dort anbauen, wo die klimatischen Bedingungen optimal sind. Wir können also immer Freilandgemüse einsetzen, das dann tiefgefroren in aller Ruhe, das heißt per Schiff, Bahn oder LKW aber nie mit dem Flugzeug, zur weiteren Verarbeitung nach Bremerhaven transportiert wird. Das spart CO2, trotz Tiefkühlung.
Außerdem hilft unser Reinheitsgebot beim CO2 sparen: Zum Beispiel stellen wir unsere Nudeln frisch her und trocknen sie nicht. ![]()
Das machen wir vor allem, weil durch den Trockungsprozeß auch viel Geschmack verloren geht. Aber es spart auch Energie und damit CO2. Zu Hause nimmt man dagegen fast immer Trockennudeln, die dann auch deutlich länger gekocht werden müssen als frische Nudeln.
Ein anderes Beispiel: früher haben wir in unserern Gerichten oft Milchpulver oder Sahnepulver verwendet. Das ist erstens billiger und außerdem viel haltbarer als frische Milch. Seit dem Reinheitsgebot nehmen wir aber nur noch frische Milch und frische Sahne. CO2-Ersparnis: 25%.
Wie geht es jetzt weiter? Wir werden in den nächsten Monaten den CO2 Fußabdruck für weitere FRoSTA Gerichte ausrechnen. Auf die jeweiligen Verpackungen (auf die ersten ab Mai) kommt dann ein Hinweis, daß wir den CO2 Fußabdruck errechnet haben und daß man die Details im Internet nachlesen kann. Den Fußabdruck selbst (also zum Beispiel “1.400gCO2″) werden wir auf der Verpackung nicht angeben, weil wir glauben, daß mit der absoluten Zahl niemand etwas
Naechste Woche wollen wir entscheiden wie wir das Thema Co2 Belastung bei unseren Produkten kommunizieren (das sogenannte Carbon Footprint Projekt). Wie vor einiger Zeit berichtet und auch in Zeitungen geschrieben, haben wir in den letzten 12 Monaten versucht die Co2 Belastung unserer Produkte zu messen.
Genaue Ergebnisse werden im Januar 09 bekanntgegeben.
Wir selbst muessen noch entscheiden, wie man das Thema erklaert?
Natuerlich belasten alle Produkte die Umwelt mit Co2. Die Frage ist aber, wie man dies einheitlich messen kann (damit es auch glaubwuerdig ist) und wie man als Firma die Belastung reduzieren kann.
Übrigens, vegetarisches Essen verringert die Co2 Belastung deutlich. Außerdem ist Tiefkühlkost nicht so belastend wie man vielleicht erwartet, da unser Tiefkühlgemüse aus dem Freiluftlandanbau kommt und nicht aus Treibhäusern die viel Energie schlucken.
Innocent, der Hersteller von Smoothies aus England hat schon angefangen die Daten pro Produkt anzugeben (sie haben bereits vor Jahren in England an solch einem Messprojekt teilgenommen). Ich finde die Erklaerungen auf deren Webseite nicht schlecht, oder?
18 Kommentare 9. Dezember 2008 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Aktuelles, Deine Meinung zählt!, Forschung & Entwicklung, Projekte und Aktionen, Rohwaren und ZutatenIn London gibt es immer noch die witzigsten Designer – auch im Bereich der Lebensmittel. Hier ein paar Beispiele von meiner letzten Reise:
Diese Packung fand ich lustig, Food Doctor, wird übrigens nicht in der Apotheke verkauft.
Dies gab es bei Selfridges: Delikatess-Würstchen mit dem Schwein auf der Packung!
8 Kommentare 19. Oktober 2007 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Forschung & Entwicklung, Internationales, Internes, Produkte, Reisetagebuchin unserem Blog las ich neulich , das unsere ” Food -Designer 2 Jahre für die Entwicklung eines neuen Artikel” benötigen würden.
Das mag früher mal so gewesen sein. Mittlerweile kommt es aber auch auf Geschwindigkeit an. In der Regel brauchen wir ca 1/2 Jahr, bei komplexeren Produkten bis zu 9 Mon. für eine Entwicklung. Man muß in der Lage sein sehr schnell auf Trends zu reagieren, im Idealfall sollte eine Marke sogar diesen Trend machen.Was beispielsweise bei unserem CousCous sehr gut gelungen ist.
Anders verhielt es sich bei unseren neu eingeführten Gourmet Gerichten. Hier hat es in der Tat allerdings etwas länger gedauert, was daran liegt das es sich hier um ein völlig neues Konzept handelt. Es mußten viele Versuche ( z.B. Lagertests, Produktionstests etc. ) und Verbraucherbefragungen ( z.B. Sensoriktest, Konzepttests ) durchgeführt werden. So das insgesamt ca. 1 1/2 Jahre vergingen von der Idee bis zur 1. Produktion.
Eintrag von Frank Gaida (Entwicklung)
in einem neuen Fertiggericht wollten wir gerne “Pariser Kartoffeln” einsetzen.
Scheint aber leider nicht so einfach zu sein, da alle Lieferanten darunter etwas völlig anderes verstehen als Torsten und ich es als Koch gelernt haben.
Industriell versteht man darunter : Eine Kartoffelmasse die zu Kugeln geformt , fritiert wird.
In der Gastronomie jedoch versteht man darunter : rohe, geschälte Kartoffeln werden mit einem Parisiene Ausstecher zu kleinen Kugeln ausgestochen und anschließend kurz blanchiert. Meistens werden sie dann kurz vor dem servieren kurz angeschwenkt.
Vermutlich ist diese Verfahrensweise in Deutschland aber viel zu teuer herzustellen. Schade !