Eintrag von Frank Gaida (Entwicklung)
Die teilweise hysterischen Diskussionen rund um die Vogelgrippe , haben natürlich auch Einfluss auf unsere Produkte.
So wird nun darüber nachgedacht in wie weit der Verbraucher zukünftig mit Eiernudeln ein Problem haben könnte. Wohl wissend , dass sich die Viren a: nicht in Eiern befinden und b: das Kochen der Nudeln auch nicht überleben würden.
Grundsätzlich stellt sich mir aber die Frage :
Ist dem Verbraucher eigentlich bekannt, dass eine Eiernudel qualitativ die bessere ist ?
Letzte Woche habe ich mit Jens Bartusch und Frank Gaida neue Saucen fuer unsere Gerichte besprochen. Es sollte ein neues Gericht mit einer Tomatensauce entwickelt werden. Ehrlich gesagt war ich dagegen.
Leider bin meistens nur ich mit der Qualitaet unserer Tomatensauce nicht zufrieden. Manchmal denke ich es liegt an mir selbst. Ich glaube der Hauptgrund ist, dass wir Tomatensauce fast immer mit Tomatenmark machen und das gibt fuer mich immer diesen penetrant-intensiven Geschmack der mich an Ravioli aus der Dose erinnert. Ohne Tomatenmark schmeckt es aber allen anderen bei FRoSTA nicht kraeftig genug.
Manchmal ist es nicht leicht einen Kompromiss zu finden. Wir arbeiten ab heute jedenfalls an einer neuen Sauce (ohne Tomaten) mal sehen wie das wird.
Uebrigens glaube ich auch, dass viele denken Tomatensauce kann ich mir ja selbst machen, dafuer brauch ich mir nichts von FRoSTA zu kaufen. Es hat sich oft gezeigt, dass unsere Gerichte mit Tomatensauce weniger gekauft werden. Z.B. unser “Filet di Mar” Tomate im Vergleich zur Spinatvariante.
11 Kommentare 6. März 2006 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Forschung & EntwicklungDiese Woche war ich beim Fraunhofer Institut in Dortmund: dies sind die klugen Leute die MP3 entwickelt haben! Das neue Projekt, an dem gerade gearbeitet wird, heißt “Smart Food”.
Die Idee ist einfach: Man speichert in sein Handy alle Dinge die man beim Einkaufen von Lebensmitteln beachten möchte wie z.B.:
·Lebensmittel die man besonders gerne mag (z.B. extra-virgin Olivenöl, Lebensmittel aus bestimmten Ländern)
·Mögliche Allergien
·Zusatzstoffe die man vermeiden möchte
·Lebensmittel die einem nicht schmecken (ich mag z.B. keine Erdnüsse, bin aber nicht allergisch).
Beim Einkaufen kann man dann die „EAN – Kodes“ eines jeden Produktes mit seinem Handy photographieren und an eine Datenbank per SMS schicken. Innerhalb von Sekunden bekommt man alle Informationen zu dem Produkt und ob es zu seinem „Profil“ passt. Zusätzlich könnte das Handy Produkte empfehlen die gerade im Angebot sind und besonders gut zum eigenen Profil passen. So könnte man das Handy als „Einkaufsführer“ nutzen. Übrigens, in Kürze werden die neuen UMTS Handys diese Technik beherrschen.
Wie es Herr Wolfschmidt von Foodwatch sagte:
„der Konsument ist der Schiedsrichter im Markt und dazu braucht er mehr Informationen“.
Ich finde die Idee jedenfalls gut und wir werden an diesem Projekt mitarbeiten. Als nächstes wird es dazu einen Testmarkt geben.
Klingt interessant, oder?
PS: die Frage war noch wer denn eigentlich diesen Service bezahlen soll? Der Handel, die Produzenten, die Konsumenten?
5 Kommentare 2. März 2006 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Forschung & EntwicklungEintrag von Frank Gaida (Entwicklung)
Diese Ansicht vertritt jedenfalls ein namhaftes Institut für qualitative Marktanalyse.
Hier wird von “Einkaufsverfassungen” geredet. Man sollte die Kunden also nicht in Zielgruppen sondern vielmehr nach Einkaufsverfassungen unterteilen.
Zum Beispiel ist er pragmatisch wenn er zu Aldi geht, die soziale Komponente erlebt er im Laden um die Ecke, eine Inspiration würde er vermutlich gerne in den sogenannten Hypermärkten erleben.
Die beiden letztgenannten Einkaufsverfassungen scheinen verwaist zu sein. Können aber nur von Markenartiklern wie z.B. Frosta bedient werden,
weil hier neben dem eigentlichen Produkt auch einen emotionalen Mehrwert verkauft wird. Dies funktioniert nicht nur bei z.B. einem I-Pod. Man isst Frosta – Produkte nicht nur weil man hungrig ist sondern auch wegen eines Lebensgefühls.
Mir geht es übrigens genauso ! Manchmal möchte ich nur pragmatisch meine Grundnahrungsmittel einkaufen, aber manchmal suche ich auch etwas besonderes. Meist wenn ich mich belohnen möchte !
Eintrag von Frank Gaida (Entwicklung)
Wir haben gerade in England einige Storechecks durchgeführt.
Die Produkte, die alle sehr hochwertig aussehen ( allerdings auch sehr hochpreisig ) werden wir im Rahmen unseres Benchmark noch diese Woche verkosten.
Was uns aber besonders auffiel, waren die besonders verbraucherfreundlichen Deklarationen.
Auf einen Blick hat man nicht nur Informationen über : Zubereitung, Nährwerte, Gewicht, Portionsgröße und Haltbarkeit, sondern auch so sinnvolle Zusatzinformationen wie zum Beispiel : Vegetarisch oder Scharf . Wirklich gut gemacht und nachahmenswert !?
Eintrag von Frank Gaida (Entwicklung)
manchmal kann Entwicklung auch ziemlich dröge sein. So wie heute! Muß Deklarationen erstellen. Das heißt die Rezepturen auseinander “friemeln” , Zutaten aufschlüsseln, Spezifikationen auswerten, Nährwerte hin – und her rechnen. Zubereitungsempfehlungen schreiben. Die Sublines und Bezeichnungen müssen festgelegt werden. Danach die Zutatenliste erstellen. Alles wieder neu machen, weil sich jemand eine andere Subline ausgedacht hat.
9 Kommentare 26. September 2005 | Veröffentlicht von Frank Gaida in: Forschung & Entwicklung, Internes