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“Kochkunst als Kulturerbe”

Habe gestern den Film Ratatouille gesehen und war begeistert. Ein Film der sich auf amüsante Art und Weise um die wichtigste Nebensache der Welt dreht – das Kochen. Aber nicht nur Kochen, sondern das Ausleben von Kreativität und Genuß.

Da mußte ich sofort – ich kann nicht anders – an unser Kartoffel Ratatouille denken …
Und dann heißt der sympathische Junge auch noch Linguini – woran erinnert mich das noch ? ;-)

Und dann lese ich folgenden Artikel in der Zeitung:

Kochkunst als Kulturerbe

Das Ende von billigen Lebensmitteln

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Gerade lese ich im Economist über die weltweit steigenden Preise für Lebensmittel.

Ich hatte ja vor einigen Monaten hier und hier darüber geschrieben wie wir davon betroffen sind.

Interessant finde ich, dass das staatlich subventionierte Bio-Benzin (Ethanol) der Hauptgrund für teurere Lebensmittel ist. Allein die USA verarbeiten 30 Millionen Tonnen Mais zu Ethanol (30% der gesamten Ernte!).

Auch ist die Nachfrage nach Lebensmitteln gestiegen: die Chinesen essen heute pro Jahr und Kopf 50kg Fleisch statt 20kg in 1985. Und die Fleischproduktion braucht etwa 5x soviel Getreide als wenn man sich direkt vom Getreide ernährt.

Dabei muss man immer bedenken, dass Preise für Lebensmittel, im Vergleich zu den meisten anderen Dingen, weniger stark gestiegen sind. Und außerdem: Selbstkochen und vegetarisch essen. Beides hilft sparen und trotzdem gesund und gut zu essen!

PS: Einen Mercedes mit Bio-Benzin voll zu tanken verbraucht übrigens genauso viel Getreide wie ein Mensch pro Jahr zum Essen braucht.

Die Geschichte der Tiefkühlkost

Für einen Vortrag habe ich kürzlich recherchiert, wie und wann eigentlich Tiefkühlkost erfunden wurde. Die Geschichte ist ganz interessant:

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Vor rund 80 Jahren (um 1925) ging ein amerikanischer Fischereibiologe mit Eskimos im Packeis bei Labrador fischen. Dort fielen ihm Fische auf, die in Eisklumpen eingefroren waren und dabei relativ unbeschädigt aussahen. Ob er diese Fische evtl. aufgetaut und probiert hatte, ist nicht überliefert, aber auf jeden Fall lieferte ihm dies eine ganz neue Idee für die Haltbarmachung von Lebensmitteln. Problem dabei: es existierten bis dahin keinerlei Anlagen, die Kälte erzeugen konnten. Also setzte er sich zunächst daran und entwickelte entsprechende Kältemaschinen.

Um 1930 lagen dann die ersten tiefgefrorenen Produkte in einem Supermarkt in Springfield/Massasuchetts. Weil aber natürlich niemand Tiefkühlkost kannte bzw. wusste, wie man damit umgehen kann, wurden Extra-Mitarbeiter bestellt, die beratenderweise hinter den neuen Truhen standen:

Der besagte Amerikaner hieß übrigens Birdseye, und das ist noch heute das englische Pendant zu Iglo.

Bis man in Deutschland die ersten tiefgefrorenen Komplett-Menüs kaufen konnte, vergingen noch mal knapp 30 Jahre (um 1960). Die neuen tiefgefrorenen Produkte eröffneten der damaligen Hausfrau ganz neue Möglichkeiten, was die Qualität der zubereiteten Speisen betrifft: An Haltbarmachung kannte man damals nur Trocknen, Einkochen oder Einlegen. All diese Methoden wirkten sich schädigend auf die Struktur oder den Geschmack aus. Tiefgekühlte Lebensmittel allerdings konnten plötzlich unabhängig von der Jahreszeit einen optisch und geschmacklich nahezu erntefrischen Eindruck bieten.

Daher ist der anschließende Siegeszug der Tiefkühlkost nicht verwunderlich:

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Weitere interessante Infos rund um das A bis Z der Tiefkühlkost gibt es übrigens auch beim Deutschen Tiefkühlinstitut.

Design in London

In London gibt es immer noch die witzigsten Designer – auch im Bereich der Lebensmittel. Hier ein paar Beispiele von meiner letzten Reise:

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Diese Packung fand ich lustig, Food Doctor, wird übrigens nicht in der Apotheke verkauft.

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Dies gab es bei Selfridges: Delikatess-Würstchen mit dem Schwein auf der Packung!

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Einkaufen & Essen in den USA

Mittlerweile scheint die Globalisierung sogar die USA erreicht zu haben. Da wird man z.B. bei Wal*mart gleich am Anfang von einer hochwertigen Obst- und Gemueseabteilung ueberrascht. Und dann wird auch noch an Umweltschutz gedacht – denn in der TK-Abteilung wird das Licht generell und in den TK-Schraenken ueber Bewegungsmelder gesteuert. Bevor man also in die Abteilung kommt ist es dort fast dunkel. Diese Supermärkte nennen sich Neighborhood markets (mehr Infos)und sind auch deutlich kleiner als in Deutschland, eher wie REWE Märkte.

Naja und dann Whole Foods – ein super hochwertiges Angebot – Frischetheken teilweise besser als bei EDEKA und REWE und viele Bioprodukte.

Und das Essen ist eigentlich – wider erwartend – nicht besonders anders als bei uns. Es werden zwar häufiger mittags Sandwiches gegessen und abends warm, aber die Brotdose ist uns ja auch nicht fremd. By the way – die Brotdose muss ja nun dank des FRoSTA Büro-Bistros) bei uns nicht mehr sein ;-) )
Es gibt klasse Grillabende oder Barbecues (mehr zum Thema Barbecue), aber auch vieles aus der italienischen und mexikanischen Küche.

(Bilder gibts, sobald ich sie von der Videokamera heruntergeladen bekommen habe ;-) )

Fischstäbchen Film

Gerade komme ich aus Warschau zurück wo wir unseren neuen Fischstäbchen Film für Polen gedreht haben. Falls Sie polnisch verstehen können Sie dazu auch einmal hier nachlesen!

Das Wetter war genauso schlecht wie hier (worüber wir uns eigentlich freuen weil wir dann besser verkaufen…), deshalb hatten wir eine künstliche Sonne am Fenster:

Es waren viele Kinder dabei, da sich alles um deren stolze Eltern drehte. Und natürlich haben wir auch wieder ein “virale” Version mitgedreht, mal sehen was wir damit machen können!

Hier noch ein paar Bilder vom Dreh:

Was hat Nigeria mit den Preisen von Bami Goreng zu tun….

…oder was müßte passieren damit Nahrungsmittel wieder günstiger werden?

Gerade lese ich im Economist (die Zeitung in der ich vor genau 2 Jahren zum ersten Mal über Blogs gelesen habe), weshalb die Preise von Lebensmitteln teurer geworden sind. In Kürze:

- Bio-Benzin (hergestellt aus Mais und Weizen) wird von über 40 Regierungen weltweit stark subventioniert. Gleichzeitig steigt der Preis für Erdöl.

- Die erhöhte Nachfrage führt dazu, dass Landwirte mehr anbauen, allerdings sind sie nicht in der Lage den schnellen Anstieg der Nachfrage zu decken. Nachfrage > Angebot = Preis steigt.

- Mehr landwirtschaftliche Flächen stehen weltweit zur Verfügung, diese sind aber verkehrstechnisch nicht gut erschlossen (Beispiel: Ukraine). Insofern dauert es länger bis neue Flächen erschlossen werden können.

- Die Landwirte bauen mehr Mais und Weizen an (da die subventionierten Preise hoch sind). Andere Gemüsesorten werden weniger angebaut. Auch für anderes Gemüse steigen die Preise.

- Preise für Eier, Milch und Fleisch steigen ebenfalls, weil die Tiere hauptsächlich mit Getreide gefüttert werden.

Damit Lebensmittel wieder günstig werden (und auch unser Bami Goreng) müssten also die Erdölpreise sinken und die Subventionen für Bio-Benzin abgebaut werden.

Beides ist im Moment nicht wahrscheinlich: diese Woche entscheidet die US Regierung über die geplante Verdopplung der nationalen Biogas Produktion. Und der Erdölpreis hat gerade ein Zehnmonatshoch erreicht. Grund sind Streiks und Kämpfe in Nigeria.

Fertiggerichte in Moskau

Letzte Woche war ich ein paar Tage in Moskau, habe unsere Kunden, unser Büro und ein paar Märkte besucht. Seit einiger Zeit machen wir dort auch Verkostungen in Supermärkten. Da die riesigen Shoppingmalls allerdings 150 $ pro Verkostungstag von uns haben wollen gehen wir lieber in die kleineren Märkte.

Im Moment verkaufen wir etwa 10 Gerichte pro Verkostungstag, sehr viel weniger als hier in Deutschland. Wir müssen aber auch noch ein bisschen lernen, z.B. dass der Stand ganz nah an den Produkten in der Truhe sein muss und dass es möglichst ein Aktionspreis sein sollte. Vielleicht lag es aber auch an der etwas traurig guckenden Verkosterin….

PS: unter www.frosta.ru sieht man unsere Produkte in russisch, bis heute noch ohne Reinheitsgebot – daran arbeiten wir noch.

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