Während ich neulich noch über die verschiedenen Schattierungen in der Welt philosophiert habe, war ich in der Zwischenzeit einmal dort, wo es weder Weiß noch Grau (bzw. „classic white“) gibt, sondern nur absolutes Schwarz. „Dialog im Dunkeln“ heißt das Projekt und als ich anfing, meinen Kollegen hier in Bremerhaven davon zu erzählen, waren da Bemerkungen wie: „So wie im Controlling?“ mit einem Grinsen im Gesicht zu hören. Das tut weh, verkennen Sie doch vollkommen die Tatsache, dass Controlling ja grundsätzlich immer der leuchtende Pfad einer Firma in der Finsternis des Wirtschaftslebens ist.
„Dialog im Dunkeln“ befindet sich in der berühmten Speicherstadt von Hamburg. Man bekommt einen Taststock und wird dann von einem Blinden durch völlig abgedunkelte Räume geführt, in denen Szenerien des Alltags aufgebaut sind, in denen man sich dann eben wie ein Blinder vollkommen ohne Sehen zurechtfinden muss. Was da genau auf einen zukommt, darum wird gerne ein kleines Geheimnis gemacht und darum will ich auch hier nicht so viel verraten. Da sollte man sich überraschen lassen. Mir war vorher etwas mulmig, wie ich mich wohl in völliger Dunkelheit in unbekannter Umgebung fühlen würde, aber das war schnell verflogen, denn Jens, unser „Reiseführer“ bei unserem Spaziergang ins Blaue … ähm …. Schwarze und selber fast vollkommen erblindet, verstand es durch sein fürsorgliches, witziges und selbstironisches Auftreten, dieses Gefühl zu nehmen.
Zum Schluss gab es noch eine kleine Gesprächsrunde, ebenfalls erhellend nur, was die Erkenntnis anbelangt, nicht die Optik. Dort hat Jens zunächst ein wenig über das blind sein erzählt. Anschließend hat sich jeder der Gruppe mal kurz vorgestellt. Natürlich sage ich normalerweise bei solchen Gelegenheiten auch gerne, dass ich bei FRoSTA bin, um dann leider oft enttäuscht festzustellen, dass ich den Firmennamen erst zwei Mal sagen oder buchstabieren muss und mindestens die Begriffe „Tiefkühlkost“ und „Peter von FRoSTA“ erwähnen muss, bis der Groschen fällt. Da ich aber gerade in sehr nachdenklicher Stimmung über das Erlebte war, sagte ich dieses Mal aber nur, dass ich Controller in einer Tiefkühlfirma bin, um mir die Erläuterungen zu ersparen.
Zu meiner Überraschung kam aber dann sofort die Nachfrage: „Bei FRoSTA?“ „Äh … ja, genau.“ „Mensch, kenne ich“, sagte Jens. „Esse ich auch ganz gerne mal. Besonders euer Gulasch schmeckt richtig gut.“
He, das Lob muss man dann aber ja besonders werten, oder? Denn wie wir in unserer Gruppe auch festgestellt haben, führt das Nicht-sehen-können dazu, dass man sich mehr auf die anderen Sinne konzentriert. Und wenn dann jemand sagt, dass FRoSTA gut schmeckt, dann wird das ja wohl auch erst recht stimmen.
Jens hat dann darauf hingewiesen, dass man bei „Dialog im Dunkeln“ auch die Möglichkeit hat, ein Essen zu bekommen. Das muss man sich dann teilweise erklären lassen, wo was liegt und im Zweifel eben ertasten. Dann meinte er noch mit einem Lachen: „Deshalb sollte man eines niemals tun wenn man Blinde zu Gast hat: Büffet anbieten! Alles wird erst mal ertastet.“ Na, wenn er diesen Humor zeigt, dann will ich das an dieser Stelle auch nicht schamhaft unterdrücken.
Jens, solltest Du das hier zufällig lesen (bzw. vom PC vorlesen lassen), dann seiest Du hiermit ganz herzlich gegrüßt.
2 Kommentare 5. Oktober 2009 | Veröffentlicht von Frank Ehlerding (Controlling) in: Kleine Erlebnisse, UngewöhnlichesLetzte Woche war ich bei einer Veranstaltung von der Verbraucherschutz- und Justizministerin in München, Beate Merk.
Es ging allgemein darum Lebensmittel verständlicher zu deklarieren. Ich war überrascht wie gut die Ministerin im Detail informiert war. In meiner Präsentation war dieses “Aroma Chart” das interessanteste für die Zuhörer. Es war für viele überraschend, dass Aromen eignentlich nur eingesetzt werden um Lebensmittel billiger zu machen. Grundsätzlich ist das ja vielleicht nicht unbedingt schlecht, allerdings sollte man es dann besser und klarer deklarieren müssen. Der Begriff “natürliches Aroma” der mit der eigentlichen Frucht oder Zutat nichts zu tun hat ist schon sehr verwirrend. Hier hatten wir darüber schon mal geschrieben.
Gut war dazu auch der Beitrag vom ehemaligen Minister Eberhard Sinner.
Lustig war am Ende die Diskussion zwischen der Ministerin und einem Cola-Vertreter:
Ministerin Merk: Was machen Sie denn nun um auf der Cola Flasche den Zuckergehalt klarer auszuweisen?
Cola Vertreter: Seit über 10 Jahren sind wir Sponsor der Olympischen Spiele….
Ministerin Merk: Das war jetzt nicht meine Frage.
Cola Vertreter: Aber wir fördern die Bewegung ganz bewusst und unterstützen viele Sportveranstaltungen weltweit.
Ministerin Merk: Jetzt fühle ich mich von Ihnen wirklich veralbert….
Auf jeden Fall insgesamt eine gute interessante Veranstaltung die zeigt, dass sich auch die Politiker mehr mit Lebensmitteln befassen. Hoffentlich nicht nur bis zur Wahl am Sonntag!!
12 Kommentare 20. September 2009 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Kleine Erlebnisse, Reinheitsgebot
Vor ein paar Tagen bin ich mit Turkish Airlines geflogen und ich muss einfach mal schreiben, dass es dort die beste fertige Salatsauce gibt die ich im Flugzeug je bekommen habe:
Hinten auf der Packung die Zutatenliste:
8g Extra virgin olive oil
2g Lemon juice
Das ist alles! Wirklich gut. Und endlich mal ein Salatdressing ohne Emulgatoren, Farbstoffen, modifizierten Stärken usw. die man dort normalerweise findet. Scheinbar weiß man bei Turkish Airlines schon lange, wie man gut isst. Und eine transparente Deklaration der Zutaten kennt man dort auch– sogar mit Gewichtsangabe!
21 Kommentare 7. September 2009 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Internationales, Kleine Erlebnisse, Reinheitsgebot
Es gibt Tage, da denke ich schon, wäre ich doch lieber mit dem Auto gekommen, anstatt umwelt- und gesundheitsbewusst mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Nicht nur, wenn ich, wie heute, auf dem Heimweg leicht vollgeregnet werde. Nein, heute schon auf dem Hinweg, als ein kleiner gefiederter Piepmatz meinte, er könnte beim Flug über einem unschuldigen Radfahrer ja auch gleich mal die Morgentoilette verrichten. Auf beiden Oberschenkeln landete ein kleiner Klecks von eindeutiger Herkunft. Und obwohl ich die Sauerei sofort weggewischt und, bei FRoSTA angekommen, gleich noch mal mit Wasser und Seife ausgespült habe, sind die Stellen auf der Hose sichtbar ausgebleicht.
Jetzt stehe ich vor der Entscheidung: Kaufe ich mir eine Schrotflinte und versuche zu verhindern, dass solche Sch…e noch mal passiert, oder fange ich das Biest ein und gründe eine Firma, die biologische Bleichmittel auf der Basis von Vogelkacke herstellt …
Ich glaube jeder von uns überlegt oft was muss gedruckt werden und was braucht man eigentlich nicht. Nun haben wir auch ein kleines Zeichen entwickelt welches wir ans Ende unserer emails zeigen wollen um das unnötige Drucken zu vermeiden.
Besonders ärgert mich, dass man seit einiger Zeit auch noch so etwas unter jede email schreiben muss:
Geschäftsführer: Felix Ahlers, Dr. Stephan Hinrichs
Sitz und Registergericht: Bremerhaven HRB Nr. 1845
Ust-ID: DE 812378525 – St.Nr.: 75 570 10356
Diese E-Mail kann vertrauliche Informationen enthalten. Sollten die in dieser E-Mail enthaltenen Informationen nicht für Sie bestimmt sein, informieren Sie bitte unverzüglich den Absender per E-Mail und löschen Sie diese E-Mail in Ihrem System ohne Kopien anzufertigen. Jede unberechtigte Veröffentlichung, Reproduktion, Wiedergabe, Kopie und/oder Offenlegung dieser E-Mail und/oder der in ihr enthaltenen Informationen ist untersagt.
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Liest keiner, interessiert keinen. Dies muss man dann als Empfänger sinnloser Weise mitdrucken. Und oft hat man dann gleich eine zusätzliche Seite gedruckt die sofort in den Müll kommt. Deshalb haben wir diesen Text jetzt so klein es eben geht gemacht.
Unsere neue Umweltbeauftragte nimmt übrigens nächste Woche ihre Arbeit auf und wird sich mit solchen verrückten Bürodingen rumschlagen müssen. Auf jeden Fall gibt es da einiges zu tun. Ich wünsche ihr viel Erfolg!
24 Kommentare 16. April 2009 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Internes, Kleine ErlebnisseIn der vergangenen Woche hat sich das FRoSTA Büro Bistro auf der Messe PERSONAL2009 präsentiert:
Im Bereich Personalberatung waren wir mit unseren Mikrowellen und Gerichten natürlich echte Exoten, aber die interessanten Kontakte und tollen Gespräche haben diese ungewöhnliche Vorgehensweise schon gerechtfertigt, das Interesse war wirklich groß. Nicht nur, weil man sich bei uns durchschlemmen konnte! Sogar die Skeptiker stellten nach wenigen Bissen fest, dass unsere Menüs irgendwie natürlicher schmecken als das, was sie sonst so aus ihrer Kantine oder von anderen Lieferdiensten gewohnt waren.
Klasse war es auch zu erleben, wie bekannt unser Reinheitsgebot ist. Darauf musste man die wenigsten Besucher extra hinweisen, besonders die Interessenten weiblichen Geschlechts assoziierten das spontan mit FRoSTA und erzählten sofort von ihrem privaten Einkaufsverhalten und ihren FRoSTA-Lieblingsgerichten aus dem Beutel.
Mit Spannung erwarten wir nun die nächsten Wochen, mal gucken, was sich im Bereich Personalverpflegung in Deutschland jetzt so bewegt…
Vor ein paar Tagen bekam ich diesen netten Brief zum Thema Cevapcici (wenn man auf den Brief klickt wird er größer).
Nun haben wir ja gerade Kebab eingeführt – ob sich für Cevapcici genug Kunden finden glaube ich im Moment eher nicht. Das Gericht ist ja hier in Deutschland nicht richtig bekannt und als wir es vor mehreren Jahren mal hatten, flog es leider schnell wieder aus den Supermarkt-Regalen, da es eine zu geringe Rotation hatte.
Falls aber jemand einen Cevapcici Meister braucht, Armin Cox steht bereit. Habe gerade mit ihm telefoniert!
PS: Da die Frage in den Kommentaren aufkam: Ja, Armin Cox ist vor der der Veröffentlichung seines Schreibens um Erlaubnis gefragt worden. Er freut sich über die kleine Cevapcici-Werbung hier im FRoSTA-Blog
Guten Tag Mein Name ist Ralf Finck. Ich bin hier bei FRoSTA AG für die Verpackungsentwicklung und Verpackungsqualitätssicherung zuständig. Bisher habe ich noch nicht hier im Blog geschrieben. Dies hat sich am vergangenen Freitag schlagartig geändert. Der Grund dafür lag darin das ich Aufgrund meiner Funktion viel Reise und für die letzte Dienstreise, wiedereinmal, eines unserer Poolfahrzeuge benutzt habe. Leider habe ich das Auto nicht so übernehmen können wie ich es gerne gehabt hätte. Dies hat mich am Freitag dazu veranlasst die angehängte Mail zu schreiben. Trotz einiger Rechtschreibfehler die sich eingeschlichen haben war die Reaktion fast durchweg positiv. Ich wünsche viel Spaß beim lesen und hoffe auch noch einige andere Beiträge zum Besten geben zu dürfen. Dann vielleicht auch zum Thema Verpackung
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ein Poolfahrzeug-Benutzer möchte Danke sagen………….
Als Poolfahrzeug-Heavy-User kann man hier bei FRoSTA so einiges erleben. Davon möchte ich einmal kurz berichten. Die Spannung steigt, wenn man sich am Empfang Schlüssel und Papiere für das Poolfahrzeug abholt. Es ist ein wahnsinniger Nervenkitzel, und die Anspannung ist kaum zu überbieten, wenn man das erste mal den Motor startet, und mit freudiger Erwartung auf das Multifunktionsdisplay starrt, welches der vielen Lämpchen denn heute aufflackert.
Und da gibt es einige: Motoröl, Wischwasser, Tanken, Lampe defekt, Motormanagement, Abgas etc.Besonders hoch schlägt das Herz des geneigten Poolfahrzeugbenutzers, wenn alle Lampen gleichzeitig leuchten. Ein Anblick bei dem jeder Werkstatmitarbeiter bei VW feuchte Hände bekommt. Das muss man einfach einmal erlebt haben. Ich hatte dieses Vergnügen dieses Jahr schon zwei mal. Ich wünschte, meine Trefferquote beim Lotto wäre genauso gut. Und ich kann nur sagen, dass es eine wahnsinnige Gaudi ist, noch schnell einmal vor dem Termin beim Lieferanten, beim Ortsansässigen VW-Dealer vorbei zu fahren.
Warum auch das Auto in die Werkstatt bringen, wenn es einmal zwei Tage nicht gebraucht wird? Unnötig! So haben andere auch noch einmal was davon. Und der Lerneffekt für die Allgemeinbildung ist auch nicht zu unterschätzen, wenn man nach ausführlichen Studium, des beiliegen Benutzerhandbuchs, alle Fehlersymbole auswendig kann. Wer weiß evtl. ist das ja noch einmal Bestandteil der 1 Million-Frage bei Günter Jauch? Dann ist man dankbar, wenn man so etwas weiß!
Die Enttäuschung ist natürlich riesig, wenn die Anzeige nichts anzeigt und das Auto auch noch vollgetankt ist. Aber wir haben ja Kollegen unter uns, die auch für diesen Fall vorgesorgt haben. Es kann einen schon ein paar hundert Kilometer beschäftigen, das gute alte Quiz: “Welcher Müll macht welches Geräusch beim Fahren?”. Gut die Standardgeräusche wie die leere Flasche die von links nach rechts rollt sind schnell gelöst. Aber es gibt ja auch noch kniffligere Geräusche. Da sagt man doch glatt ein zweites mal Danke, dass wieder einmal jemand seinen Müll im Auto hat liegen lassen.
Was man auch klasse spielen kann während der Fahrt ist, einen Beifahrer vorausgesetzt, “Welchen Ursprung hat dieser Fleck im Autositz?”. Da kann man der Fantasie einmal so richtig freien Lauf lassen. Besonders schön ist, wenn die Flecken so frisch sind, dass man gleich etwas davon in der Kleidung hat. Da kann der Lieferant dann, wenn man dann angekommen ist, auch gleich noch einmal mitraten. Das lockert die Situation gleich auf und danach arbeitet es sich viel besser.
Eher langweilig finde ich so Spiele wie:
- versteckte Parkscheibe
- fehlender Eiskratzer
- fehlender Scheibenenteiser
- rausgebrochener Aschenbecher o.ä.
…….und so weiter.
Ich kann jedoch nicht sagen, woran das liegt. Evtl. mag ich die kalte Jahreszeit nicht. Wer weiß? Vielleicht lege ich einfach auch nicht so großen Wert darauf, dass im und am Auto alles drin und dran ist. Wozu auch? Tja, nun möchte ich doch enden, nicht jedoch ohne vorher noch andere Kollegen zu animieren hier einmal zu berichten was sie so während einer Fahrt mit einem unserer Poolfahrzeuge erlebt haben.
Und eine bitte an alle anderen: Bitte nicht anrufen und sagen, was kaputt ist oder was fehlt. Nicht das Fahren mit dem Poolfahrzeug noch zur langweiligen Routine verkommt.
Ein schönes Wochenende
R. Finck
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Danke an Frank Ehlerding, der mir bei meinem ersten Block-Eintrag sehr geholfen hat.
PS: Konrad Duden möge mir meine Rechtschreibfehler verzeihen