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Erbsen zählen in Elbtal

Anfang Juli war bei uns wieder Zeit für die alljährliche Erbsenernte. Auf den Feldern rund um das FRoSTA Werk Elbtal in Sachsen waren die Erntehelfer rund um die Uhr im Einsatz. Und da die FRoSTA Erbsen etwas ganz Besonderes sind, wurden sie auf ihrem Weg von der Schote bis in den Beutel von einem Kamerateam begleitet. Als Frau vom Verbraucherservice wollte ich natürlich auch unbedingt mit dabei sein und mir umfassendes Erbsenwissen aneignen. Den ersten Tag verbrachten das Kamerateam und ich schwitzend (es war ja grade die große Hitzewelle) auf diversen Feldern. Es ist unglaublich, wieviel Zeit es kostet, eine simple Erbsenpflanze zu filmen. Am nächsten Tag wurde in der Produktion gedreht. Zunächst unter freien Himmel beim Wiegen, Sortieren und Waschen der Erbsen und dann in der Werkshalle für alle weiteren Produktionsschritte. Hier seht Ihr schonmal die schönsten Fotos. Die komplette “Fotostory” findet Ihr auf unserer Facebook-Seite.

Fluch der Karibik bzw. Bremerhavens

Wie ich früher hier schon mal erwähnt habe, ist die Tiefkühl-Konkurrenz bei uns in Bremerhaven gleich auf der anderen Straßenseite zu finden: Der Kapitän mit all seinem Gold persönlich. Doch der Kapitän hat auch noch einen nicht ganz unbekannten Untermieter aus der Fischverarbeitung: die „Deutsche See“. So weiß ich leider nicht, wer von beiden für das Flagge hissen am Eingang zum Firmengelände verantwortlich ist. Wahrscheinlich Messer-Jocke und Blut-Svente persönlich, denn seit einigen Tagen hängt dort das Symbol für einen, ich nenne es mal „Konsensverein“, den sich ein Großteil in Deutschland zumindest als zweiten Lieblingsverein vorstellen kann: FC St. Pauli. Interessante Aktion. Gut, in Rostock verkaufen die dafür jetzt wahrscheinlich kein Fischbrötchen mehr, aber egal.

Archäologische Sensation

Als ich diese Woche aus dem Urlaub zurück kam und wie üblich erst einmal eine Horde überflüssiger Mails bändigen musste, fand sich dabei aber auch ein unerwartetes Kleinod, das mir mein Kollege Gerhard Schlechte, den ich an dieser Stelle mit seinen Fotografien schon einmal vorgestellt habe, geschickt hat. Es handelt sich dabei um die fotografische Dokumentation eines einzigartigen archäologischen Fundes, der eigentlich schon gleichzusetzen ist mit der Himmelsscheibe von Nebra, dem Grab von Tutanchamun oder der Wiederentdeckung der verlorenen Zahnpastatube von Frank Sinatra.

Bei Abrissarbeiten von einem Haus in Meißen, also nur ca. 15 km enfernt von unserem Gemüse-Werk in Lommatzsch, entdeckte Jens Elschner, der Schwiegersohn unseres Anbauberaters Bernd Schmidtgen (hier bei der Arbeit zu sehen), zufällig eine Dose „Junge Schnittbohnen“ der Lommatzscher Gemüse- und Obstverwertung GmbH. Dies ist die Firma, aus der dann später unser Werk  in Lommatzsch hervor gegangen ist. Auch früher wurde dort nämlich schon Gemüse angebaut und verarbeitet. Damals allerdings eben noch abgefüllt in Dosen. „Damals“, das heißt in diesem Fall im Jahre 1925. So alt ist die Dose. Gut, das Mindesthaltbarkeitsdatum dürfte mittlerweile leicht überschritten sein. Dafür hat sie aber seinerzeit die „Silberne Medailie“ des Landesverbandes Sachsen für Obst- und Weinbau verliehen bekommen. Sozusagen das Bundesverdienstkreuz für Lebensmittel. Oder so ähnlich  Auf jeden Fall scheint die Qualität wohl auch damals schon gestimmt zu haben. Erst 1971 wurde die Produktion auf Tiefkühlkost umgestellt.

Den Wind aus den Segeln nehmen

Das FRoSTA-Gelände in Bremerhaven ist ein paar Meter vom Hafenbecken entfernt. Und so konnte man gestern Abend aus der FRoSTA-Verwaltung eine leicht abgetakelte bekannte Dame quasi am Fenster vorbei schippern sehen: das Segelschulschiff „Gorch Fock“. Sie wurde in eine Werft bei uns im Fischereihafen geschleppt, um ihr einen neuen Anstrich zu geben und um ein paar Schönheitsoperationen durchzuführen. Wer dem Schiff die Rahen geklaut hat, weiß ich aber auch nicht. (Rahen sind, vereinfacht gesagt, die Querbalken am Mast, die die Segel halten.)


Der LKW im ersten Bild kam gerade bei uns vom Gelände. Und anstatt die leckeren FRoSTA-Produkte sofort zum Kunden zu transportieren, schaut der Fahrer erst einmal gebannt dem Schauspiel auf dem Wasser zu. Wenn also bei Ihnen im Laden kein FRoSTA mehr liegen sollte, kann es vielleicht an der „Gorch Fock“ liegen. ;-)

black is black

Während ich neulich noch über die verschiedenen Schattierungen in der Welt philosophiert habe, war ich in der Zwischenzeit einmal dort, wo es weder Weiß noch Grau (bzw. „classic white“) gibt, sondern nur absolutes Schwarz. „Dialog im Dunkeln“ heißt das Projekt und als ich anfing, meinen Kollegen hier in Bremerhaven davon zu erzählen, waren da Bemerkungen wie: „So wie im Controlling?“ mit einem Grinsen im Gesicht zu hören. Das tut weh, verkennen Sie doch vollkommen die Tatsache, dass Controlling ja grundsätzlich immer der leuchtende Pfad einer Firma in der Finsternis des Wirtschaftslebens ist. ;-)

pict4246.JPG„Dialog im Dunkeln“ befindet sich in der berühmten Speicherstadt von Hamburg. Man bekommt einen Taststock und wird dann von einem Blinden durch völlig abgedunkelte Räume geführt, in denen Szenerien des Alltags aufgebaut sind, in denen man sich dann eben wie ein Blinder vollkommen ohne Sehen zurechtfinden muss. Was da genau auf einen zukommt, darum wird gerne ein kleines Geheimnis gemacht und darum will ich auch hier nicht so viel verraten. Da sollte man sich überraschen lassen. Mir war vorher etwas mulmig, wie ich mich wohl in völliger Dunkelheit in unbekannter Umgebung fühlen würde, aber das war schnell verflogen, denn Jens, unser „Reiseführer“ bei unserem Spaziergang ins Blaue … ähm …. Schwarze und selber fast vollkommen erblindet, verstand es durch sein fürsorgliches, witziges und selbstironisches Auftreten, dieses Gefühl zu nehmen.

Zum Schluss gab es noch eine kleine Gesprächsrunde, ebenfalls erhellend nur, was die Erkenntnis anbelangt, nicht die Optik. Dort hat Jens zunächst ein wenig über das blind sein erzählt. Anschließend hat sich jeder der Gruppe mal kurz vorgestellt. Natürlich sage ich normalerweise bei solchen Gelegenheiten auch gerne, dass ich bei FRoSTA bin, um dann leider oft enttäuscht festzustellen, dass ich den Firmennamen erst zwei Mal sagen oder buchstabieren muss und mindestens die Begriffe „Tiefkühlkost“ und „Peter von FRoSTA“ erwähnen muss, bis der Groschen fällt. Da ich aber gerade in sehr nachdenklicher Stimmung über das Erlebte war, sagte ich dieses Mal aber nur, dass ich Controller in einer Tiefkühlfirma bin, um mir die Erläuterungen zu ersparen.

Zu meiner Überraschung kam aber dann sofort die Nachfrage: „Bei FRoSTA?“ „Äh … ja, genau.“ „Mensch, kenne ich“, sagte Jens. „Esse ich auch ganz gerne mal. Besonders euer Gulasch schmeckt richtig gut.“

He, das Lob muss man dann aber ja besonders werten, oder? Denn wie wir in unserer Gruppe auch festgestellt haben, führt das Nicht-sehen-können dazu, dass man sich mehr auf die anderen Sinne konzentriert. Und wenn dann jemand sagt, dass FRoSTA gut schmeckt, dann wird das ja wohl auch erst recht stimmen. ;-)

Jens hat dann darauf hingewiesen, dass man bei „Dialog im Dunkeln“ auch die Möglichkeit hat, ein Essen zu bekommen. Das muss man sich dann teilweise erklären lassen, wo was liegt und im Zweifel eben ertasten. Dann meinte er noch mit einem Lachen: „Deshalb sollte man eines niemals tun wenn man Blinde zu Gast hat: Büffet anbieten! Alles wird erst mal ertastet.“ Na, wenn er diesen Humor zeigt, dann will ich das an dieser Stelle auch nicht schamhaft unterdrücken. ;-)

Jens, solltest Du das hier zufällig lesen (bzw. vom PC vorlesen lassen), dann seiest Du hiermit ganz herzlich gegrüßt.

Aromen

aromapreise.jpg

Letzte Woche war ich bei einer Veranstaltung von der Verbraucherschutz- und Justizministerin in München, Beate Merk.

Es ging allgemein darum Lebensmittel verständlicher zu deklarieren. Ich war überrascht wie gut die Ministerin im Detail informiert war. In meiner Präsentation war dieses “Aroma Chart” das interessanteste für die Zuhörer. Es war für viele überraschend, dass Aromen eignentlich nur eingesetzt werden um Lebensmittel billiger zu machen. Grundsätzlich ist das ja vielleicht nicht unbedingt schlecht, allerdings sollte man es dann besser und klarer deklarieren müssen. Der Begriff “natürliches Aroma” der mit der eigentlichen Frucht oder Zutat nichts zu tun hat ist schon sehr verwirrend. Hier hatten wir darüber schon mal geschrieben.

Gut war dazu auch der Beitrag vom ehemaligen Minister Eberhard Sinner.

Lustig war am Ende die Diskussion zwischen der Ministerin und einem Cola-Vertreter:

Ministerin Merk: Was machen Sie denn nun um auf der Cola Flasche den Zuckergehalt klarer auszuweisen?

Cola Vertreter: Seit über 10 Jahren sind wir Sponsor der Olympischen Spiele….

Ministerin Merk: Das war jetzt nicht meine Frage.

Cola Vertreter: Aber wir fördern die Bewegung ganz bewusst und unterstützen viele Sportveranstaltungen weltweit.

Ministerin Merk: Jetzt fühle ich mich von Ihnen wirklich veralbert….

Auf jeden Fall insgesamt eine gute interessante Veranstaltung die zeigt, dass sich auch die Politiker mehr mit Lebensmitteln befassen. Hoffentlich nicht nur bis zur Wahl am Sonntag!!

Salatsauce von der Turkish Airlines nach Reinheitsgebot

sauce.jpgVor ein paar Tagen bin ich mit Turkish Airlines geflogen und ich muss einfach mal schreiben, dass es dort die beste fertige Salatsauce gibt die ich im Flugzeug je bekommen habe:

Hinten auf der Packung die Zutatenliste:

8g Extra virgin olive oil

2g Lemon juice

Das ist alles! Wirklich gut. Und endlich mal ein Salatdressing ohne Emulgatoren, Farbstoffen, modifizierten Stärken usw. die man dort normalerweise findet. Scheinbar weiß man bei Turkish Airlines schon lange, wie man gut isst. Und eine transparente Deklaration der Zutaten kennt man dort auch– sogar mit Gewichtsangabe!

 

 

Flieg’ nicht so hoch, mein kleiner Freund

Es gibt Tage, da denke ich schon, wäre ich doch lieber mit dem Auto gekommen, anstatt umwelt- und gesundheitsbewusst mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Nicht nur, wenn ich, wie heute, auf dem Heimweg leicht vollgeregnet werde. Nein, heute schon auf dem Hinweg, als ein kleiner gefiederter Piepmatz meinte, er könnte beim Flug über einem unschuldigen Radfahrer ja auch gleich mal die Morgentoilette verrichten. Auf beiden Oberschenkeln landete ein kleiner Klecks von eindeutiger Herkunft. Und obwohl ich die Sauerei sofort weggewischt und, bei FRoSTA angekommen, gleich noch mal mit Wasser und Seife ausgespült habe, sind die Stellen auf der Hose sichtbar ausgebleicht.

Jetzt stehe ich vor der Entscheidung: Kaufe ich mir eine Schrotflinte und versuche zu verhindern, dass solche Sch…e noch mal passiert, oder fange ich das Biest ein und gründe eine Firma, die biologische Bleichmittel auf der Basis von Vogelkacke herstellt …
;-)

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