Mir ist aufgefallen, dass wir viel Kritik zur Erhältlichkeit unserer Produkte bekommen. Immer wieder klagen Blogger und Fans auf Facebook, warum der ein oder andere Artikel nicht mehr ( oder: noch nicht) im Markt um die Ecke erhältlich sei. Dazu wollte ich hier mal erläutern, wie Sie uns helfen können. Alle Artikel, die Sie auf der FRoSTA Website finden, bieten wir allen Händlern (vom Supermarkt bis zum Discounter) an. Die Einkäufer der Handelspartner entscheiden dann, welche Artikel in das jeweilige Sortiment aufgenommen werden. Bei einigen Händlern entscheidet dann zusätzlich das Personal im Markt, welche Produkte in die Tiefkühltruhe kommen. Sie können also immer in Ihrem Markt nach unseren Produkten fragen. Je mehr Verbraucher das tun, um so mehr Produkte werden auch nach und nach erhältlich sein. Also nicht nur bei uns klagen, sondern einfach öfter mal höflich im Markt nachfragen. Das hilft dann allen.
Es hat doch keinen Sinn mehr …
Manchmal weiß man als Autor nicht so recht, wie man einen Artikel schreiben soll, denn es geht hier um ein Thema mit wahrlich sehr ernstem Hintergrund, allerdings in diesem Fall mit etwas kuriosen Auswirkungen. Also einfach erst einmal die Situation vorstellen: Als Konsequenz aus den Anschlägen auf das World Trade Center im Jahr 2001 wurden Firmen, so auch die FRoSTA AG, dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass durch ihre Geschäfte keine terroristischen Aktivitäten unterstützt werden.
Davor waren es lediglich bestimmte Länder, gegen die ein Handelsembargo bestand, mit denen also der Handel verboten oder zumindest nur mit behördlicher Genehmigung möglich war. Von nun an waren es aber einzelne Firmen, Gruppierungen oder gar einzelne Personen, die im Blickpunkt solcher Kontrollen standen. Ziel ist die Austrocknung der Finanzquellen von Terroristen.
Solche Sicherungsmaßnahmen sind ja zunächst mal ein nachvollziehbarer, sinnvoller Schritt. Doch bei näherer Betrachtung ist das einfacher gesagt als getan, denn Terroristen, gleich welcher Glaubens- oder politischer Richtung, weisen sich im täglichen Geschäftsgebaren normaler Weise nicht offen als Terroristen aus. Niemand wird ankommen und sagen: „Guten Tag, ich bin Ihr neuer Lieferant, meine Hobbys sind Lesen, Cricket und Terrorismus.“ Und es ist wohl auch nicht zu empfehlen, seine Handelskunden zu fragen: „Entschuldigung, Sie sind nicht zufällig Terrorist, oder? Weil, dann dürfen wir Sie leider nicht mehr beliefern.“
Nicht einmal vor den Mitarbeitern eines Unternehmens macht diese EU-Verordnung nicht halt. Doch auch da wird man nicht auf der nächsten Betriebsversammlung zu der Aufforderung kommen: „Können bitte alle Terroristen einmal eben kurz die Hand heben, damit wir da einen Überblick bekommen!“
Natürlich sind wir als FRoSTA AG eigentlich fest davon überzeugt, dass weder unsere Kunden, noch unsere Lieferanten und schon gar nicht unsere Mitarbeiter mit terroristischen Aktivitäten in Verbindung stehen. Dennoch sind wir durch diese Verordnung dazu verpflichtet, dies auch, so weit es uns möglich ist, sicherzustellen.
Da wir solche Entscheidungen, ob unsere Geschäftspartner „gut“ oder „böse“ sind, natürlich nicht aus dem Bauch heraus entscheiden können, haben wir ein speziell für diese Zwecke erstelltes Software-Programm erworben, mit dem unsere Kunden-, Lieferanten- und Mitarbeiterdaten aus unserem SAP-System nach verdächtigen Namen und Indizien durchsucht werden.
Hier zeigt sich dann aber auch sofort, wie schwer es offenbar selbst für die deutschen Behörden ist, die Betriebe bei dieser verantwortungsvollen aber für sie eigentlich kaum erfüllbaren Aufgabe zu unterstützen. Denn aus diesen Suchläufen kam eine für uns kaum überschaubare Anzahl an Namen und Adressen heraus. Zum Beispiel wurden vom Programm alle Kunden und Lieferanten mit einer bestimmten Gesellschaftsform pauschal als mögliche Verdächtige ausgeworfen. Heißt das, dass Terroristen oder deren Sympathisanten besonders oft Firmen mit solch einer Gesellschaftsform unterhalten? Wir wissen es nicht.
Auch unser jahrzehntelanger Lieferant für Büromaterial, Firma Hermann Schwerdtfeger, wurde als verdächtiger Datensatz mit ausgegeben. Wie aber alle anderen Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter auch, die „Hermann“ mit Vor- oder Nachnamen heißen.
Nun können wir die ausgeworfenen Datensätzen überprüfen und nach besten Wissen und Gewissen „die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“ packen. Und die „schlechten“ müssen wir dann an den Zoll melden. Sollten Sie also Kunde, Lieferant oder Mitarbeiter von uns und gleichzeitig rechtmäßiger Eigentümer des Namens “Hermann” sein, können wir Sie schnell beruhigen: Von unserer Seite besteht kein Grund für Verdächtigungen.
Trotzdem kommen wir spätestens hier zu dem Punkt, an dem wir als Firma FRoSTA etwas überfordert sind und nicht so recht wissen, was wir tun sollen.
Die Liste, mit dem das Programm die Namen abgleicht, wird ständig aktualisiert. Erst vor wenigen Tagen mussten wir erfahren, dass jeder, der sein Kind Manuel genannt hat, mit 95%iger Wahrscheinlichkeit einen Terroristen am Frühstückstisch sitzen hat.
Doch es kommt noch besser. Nach einem dieser Updates war es dann plötzlich so, dass alle Firmen, deren Adresse in Frankfurt lag, zur Prüfung aussortiert wurden. Doch lag es bei genauerer Betrachtung gar nicht am Ort Frankfurt, sondern an „Frank“. Es wurden nämlich auch alle Personen und Firmen ausgegeben, die „Frank“ im Namen hatten.
Und hier bekam ich, Frank Ehlerding, Autor dieses Artikels, plötzlich Hitzewallungen. Nein, natürlich bin ich weder Terrorist noch deren Sympathisant … oder etwa doch? Gut, als Controller steht man bei den Kollegen sowieso immer im Verdacht, etwas Böses im Schilde zu führen, doch bin ich mir eigentlich sicher, dass ich zumindest kein Terrorist bin. Aber vielleicht bin ich auch ein so genannter „Schläfer“, jemand der einst hypnotisiert wurde und vielleicht weiß ich deshalb schon gar nicht mehr selber, dass ich zu einem terroristischen Netzwerk gehöre und wenn jemand das Codewort „Bratkartoffel-Eierlikör-Pfanne“ sagt, wache ich plötzlich auf und faxe sämtliche Rezepte für die neusten FRoSTA-Produkte rüber zu einer Höhle in die zerklüftete Bergwelt von Pakistan. Wer weiß …?
Ja, wie schon gesagt: ein eigentlich sehr ernstes Thema, aber in diesem Fall mit sehr skurrilen Auswüchsen für uns.
14 Kommentare 4. Oktober 2011 | Veröffentlicht von Frank Ehlerding (Controlling) in: Internes, Kritisches + KontroversesSeit ein paar Tagen versuchen wir neue Gerichte mit Waldpilzen und besonders Steinpilzen zu kochen. Dabei ist mir aufgefallen, dass gerade in Steinpilzen (die ja wirklich besonders gut und intensiv schmecken!) oft Nikotin gemessen wird.
Der Grund scheint vollkommen ungeklärt zu sein, es gibt nur ein paar Vermutungen:
Da Steinpilze ja nicht gezüchtet werden sondern nur wild wachsen, ist es wohl wirklich schwierig das Problem zu klären. Zum Glück gibt es aber bis heute noch keine Nikotinbelastung die gesundheitsschädlich ist.
Es wäre jedenfalls schade auf Steinpilze zu verzichten, oder?
PS: Hier noch ein paar Details dazu:
BfR.bund.de (PDF)
….dies sagt eine neue Studie von Forsa und ist auch von der FAO recherchiert worden.
84% werde weggeworfen, weil die Haltbarkeit überschritten ist. Für unsere Gerichte geben wir im Schnitt 12 Monate Haltbarkeit, bei Gemüse auch 18 Monate. Ich hoffe mal, dass wir also weit unter dem Durchschnitt liegen!
Oder hat jemand etwa schon einmal unsere Gerichte weggeworfen?!?
5 Kommentare 3. Juni 2011 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Aktuelles, Kritisches + KontroversesVielen Dank für die Kommentare. Unsere Diskussion war gestern wirklich sehr interessant, weil wir uns gegenseitig mal wieder auf den letzten Stand gebracht haben.
Zwei Beispiele aus der Diskussion:
1. Weisser Pfeffer riecht nach Kuhstall. Durch das Fermentieren bei der Herstellung ensteht dieser Geschmack manchmal. Wir nehmen deshalb keinen weissen Pfeffer mehr (obwohl es manchmal hilft wenn man bei weissen Saucen nicht will, dass der schwarze Pfeffer zu dunkel färbt). Einer bei uns war aber der Meinung, dass viele Leute genau diesen “Kuhstall Geschmack” gerne mögen. Beim Schimmelkäse ist das ja vergleichbar. Stimmt irgendwie….
2. Traubenzucker im Hühnchenfleisch: ist auch bei uns mit drin (und wir deklarieren es auch, obwohl man es nicht müßte). Warum ist er drin? Weil es beim Anbraten dadurch eine schönere dunklere Bratfarbe gibt. Traubenzucker ist ja nun eigentlich harmlos, aber wenn ich zuhause Fleisch brate, gebe ich auch kein Zucker dazu. Wir gucken jetzt mal ob wir in Zukunft darauf verzichten!
12 Kommentare 16. November 2010 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Internes, Kritisches + KontroversesMorgen treffen wir uns zu diesem Thema in Hamburg mit mehreren FRoSTA Mitarbeitern.
Beim Vorbereiten finde ich gerade diesen Text dazu.
Inzwischen ist es so, dass verschiedenste Extrakte angeboten werden (z.B. von Tomaten, Champignons usw.) die man in Lebensmittel mischen kann, damit sie kräftiger schmecken. Bei diesen Extrakten geht es aber meist nicht darum, dass die Lebensmittel nach Tomaten oder Champignons schmecken sollen, sondern es geht wie beim Hefeextrakt darum den Geschmack zu verstärken. Das gute daran: man muss sie nicht als Geschmacksverstärker deklarieren….
20 Kommentare 15. November 2010 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Kritisches + KontroversesIm Juni ist es endlich soweit: Das EU-Parlament will darüber entscheiden, ob die Lebensmittel-Ampel europaweit zur Pflicht wird oder nicht. Bei FRoSTA wurde die Ampelkennzeichnung bereits im Juni 2009 exemplarisch für vier Produkte umgesetzt. Ob andere Firmen nachziehen, ist jedoch mehr als fraglich. Morgen ist die Ampel Thema in der ZDF-Sendung Frontal21. Unter der Überschrift “Streit um die Lebensmittelampel – Lobbyisten gegen Verbraucher” wird die Diskussion noch einmal von allen Seiten beleuchtet.
10 Kommentare 10. Mai 2010 | Veröffentlicht von Marike Paulsen in: Aktuelles, Kritisches + KontroversesFrontal 21 zur Ampelkennzeichnung – Dienstag, 11. Mai 21 Uhr im ZDF
Letzte Woche haben wir mal kurz unser neues Domizil in der Nachbarschaft in Augenschein genommen, welches wir (FRoSTA Hamburg) im September beziehen werden, da wir momentan aus allen Nähten platzen. Über schlechten Handy-Empfang müssen wir uns (je nach Netz) von nun an wohl keine Sorgen mehr machen, auf dem Dach sieht es nämlich so aus:
Wenn das kein stattlicher Handy-Sendemast ist…hm, nun ist guter Rat teuer: Stimmt es, dass die Strahlung eines einzelnen Handys stärker ist als die Strahlung 10 m entfernt von solch einem Mast? Ist unsere Strahlenbelastung dann vielleicht sogar geringer als die eines Telefonierers, der weiter entfernt ist, da sich die Leistung des Endgerätes der Empfangssituation anpasst? Sind mehr Sendmasten also besser für uns alle? Und wenn ja: Warum muss der genau auf UNSEREM Dach sitzen? Etwas verunsichert bin ich schon, nicht nur in meiner Funktion als Umweltbeauftragte.