Morgen abend um 21:15 Uhr läuft im NDR eine Reportage über die Folgen der Massenproduktion von Shrimps (Garnelen) in Südostasien. Umwelt- und Verbraucherschützer kritisieren u.A. den Einsatz von Chemie und Antibiotika und das Abholzen von Mangrovenwäldern – die Folgen der Shrimpszucht in sogenannten “Aquakulturen”.
In der FRoSTA “Paella” und der “Fettuccine Fisch & Shrimps” werden Garnelen eingesetzt. Die stammen allerdings nicht aus Aquakulturen, sondern aus nachhaltigem Wildfang (MSC) vor der Küste Kanadas. Beide Verpackungen tragen deshalb das MSC-Siegel. Alle Infos zu unseren Shrimps gibt es hier:
http://www.msc.org/presseraum/fischerei-fakten/msc-faktenblatt-nordkanada-tiefseegarnele
20 Kommentare 23. Februar 2012 | Veröffentlicht von Marike Paulsen in: Aktuelles, Kritisches + Kontroverses, Nachhaltigkeit, Produktion und AnbauVor einiger Zeit habe ich hier im Blog unser neues Obstsortiment vorgestellt. Die Himbeeren, Erdbeeren und Brombeeren bauen wir selbst an. Das wollte ich mir als “Obstverantwortliche” natürlich nicht entgehen lassen. Deshalb habe ich unseren Feldern im bulgarischen “Dobrodan”, 2 Autostunden nordöstlich von Sofia, Ende Juli einen Besuch abgestattet….
Anfang Juli war bei uns wieder Zeit für die alljährliche Erbsenernte. Auf den Feldern rund um das FRoSTA Werk Elbtal in Sachsen waren die Erntehelfer rund um die Uhr im Einsatz. Und da die FRoSTA Erbsen etwas ganz Besonderes sind, wurden sie auf ihrem Weg von der Schote bis in den Beutel von einem Kamerateam begleitet. Als Frau vom Verbraucherservice wollte ich natürlich auch unbedingt mit dabei sein und mir umfassendes Erbsenwissen aneignen. Den ersten Tag verbrachten das Kamerateam und ich schwitzend (es war ja grade die große Hitzewelle) auf diversen Feldern. Es ist unglaublich, wieviel Zeit es kostet, eine simple Erbsenpflanze zu filmen. Am nächsten Tag wurde in der Produktion gedreht. Zunächst unter freien Himmel beim Wiegen, Sortieren und Waschen der Erbsen und dann in der Werkshalle für alle weiteren Produktionsschritte. Hier seht Ihr schonmal die schönsten Fotos. Die komplette “Fotostory” findet Ihr auf unserer Facebook-Seite.
Heute war ich seit langer Zeit mal wieder in Lommatzsch wo wir unseren Spinat anbauen. Hat mich sehr überrascht wie groß der Spinat jetzt schon ist, obwohl der Schnee ja gerade erst weg ist. Diese beiden Felder wurden im September letzten Jahres gepflanzt. Die Blätter haben also unter dem Schnee überwintert und wachsen jetzt richtig schnell. In 4 Wochen ist schon die Ernte!
Man sieht auch gut wie unterschiedlich groß der Spinat auf beiden Feldern ist. Das liegt an der Lage zur Sonne und an der unterschiedlichen Bodenqualität. Die „Lommatzscher Pflege“ wurde schon zu Kaiserszeiten als zweitbester Boden in Deutschland ausgezeichnet (der beste soll in Magdeburg sein).
Und in diesem Bild sieht man unsere Bio-Abwasseranlage die immerhin 4 Millionen Euro gekostet hat (die Hälfte hat das Land subventioniert, eigentlich Unsinn, aber wenn es der Wettbewerb bekommt nehmen wir es natürlich auch mit). Die Anlage läuft erst seit einiger Zeit richtig rund. Sie schafft es, das Waschwasser und Blanchierwasser (welches wir nach der Gemüseernte brauchen) zu reinigen und daraus reines Trinkwasser zu machen.
Früher wussten wir nie wohin mit dem ganzen Wasser. Wir haben es oft auf die Felder gekippt. Aber es wurde einfach zuviel und lief dann auch auf die Strassen. Deshalb haben wir die Anlage gebaut. Sie produziert „nebenbei“ auch noch Methangas zur Stromgewinnung. Je mehr eiweißhaltiges Gemüse (z.B. Erbsen) wir waschen, desto mehr Methangas kommt raus. Also auch ein kleiner Beitrag für eine bessere Umwelt denke ich…..
11 Kommentare 23. März 2010 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Produktion und AnbauLetzte Woche war ich bei einem Treffen von Agrar – Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern der Welt (USA, Deutschland, Brasilien, Japan).
Es ging um Transparenz und die Frage wie man bessere Lebensmittel herstellen kann. Ich durfte als positives Beispiel FRoSTA vorstellen. Allerdings gab es harte Diskussionen:
„FRoSTA könnte es doch (noch) besser machen und nur in Deutschland aufgezogene freilaufende Bioland Hühner einsetzten“
„FRoSTA könnte doch auch nur Biogemüse verwenden“
„Auf der FRoSTA Paella steht Markenbutter aus Deutschland, warum steht da nicht auch wo das Huhnfleisch herkommt?“
Ich habe jetzt mal ein bisschen recherchiert und folgendes rausgefunden:
Tatsächlich könnten wir Bioland Hühner aus Deutschland einsetzten, der Preis wäre aber statt 4 Euro pro Huhn dann eher 14 – 18 Euro pro Huhn (solche Hühner kann übrigens jeder beim Bauerngockel kaufen: hier). Da wir in unseren Gerichten im Durchschnitt 12-16% Huhnfleisch haben, dies aber 30% der Kosten sind, schätze ich mal, dass die Gerichte dann statt 3,30 € etwa 5,00 € – 6,00 € kosten würden. Wenn man dann noch Biogemüse nehmen würde, würden wir sicher bei 7 € landen.
Die Frage ist also, ob wir zu dem Preis noch viele Käufer finden würden?
Unser Huhnfleisch kommt übrigens aus Deutschland, aber viel kommt auch aus Thailand. Thailand war natürlich für viele der Konferenzteilnehmer ein Schock! Zu Unrecht, denn der Transportpreis fällt praktisch nicht ins Gewicht (und das Sojafutters für dt. Hühner kommt ohnehin aus Asien und Südamerika. Die Transportkosten sind bei Futter also noch höher). Außerdem kann man sich durch die niedrigeren Arbeitskosten eine bessere Tierhaltung leisten: Unser thailandisches Hähnchenfleisch kommt von einem Lieferanten den wir seit Jahrzehnten kennen. Er verfügt über ein EU-Zertifikat. Das bedeutet, dass staatliche Prüfer die Einhaltung der für Geflügelhersteller gültigen EU-Richtlinien überprüfen.
Das Geflügel wird in einem integrierten System aufgezogen und über die gesamte Produktionskette kontrolliert. Alles von der Aufzucht bis hin zur Schlachtung erfolgt in einem geschlossenen System. Sogar das Futter wird in diesem geschlossenen System angebaut. Eine lückenlose Kontrolle der Produktionsschritte ist garantiert. Die Hühner stammen nicht aus Käfighaltung, sondern können sich frei bewegen und ausgiebig scharren. Zum Schlafen haben die Tiere Sitzstangen. Pro 10 Hühner stehen 2m² Fläche zur Verfügung.
Wie gesagt, man kann immer alles noch besser machen, die Frage bleibt aber: wie weit kann / soll man gehen, damit die dann teureren Gerichte auch noch gekauft werden?
63 Kommentare 17. Februar 2010 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Produktion und AnbauVor einigen Tagen habe ich unsere beiden Gemüsewerke besucht. Direkt um unsere Werke herum liegen die Anbaugebiete, auf denen unsere hochwertigen Gemüsesorten angebaut und geerntet werden. Diese Nähe sichert eine besonders schnelle „Einfrierung“ unserer Produkte, so dass Vitamine und Mineralstoffe weitestgehend erhalten bleiben. Die Spezialisten vor Ort machten mir deutlich, dass Gemüse auf dem Wochenmarkt nicht so frisch sein kann, wie unser FRoSTA Tiefkühlgemüse, da es bei uns durch die Nähe zur Anbaufläche so besonders schnell gereinigt und tiefgefroren wird. Zuerst habe ich unser Werk in Lommatzsch (Elbtal Tiefkühlkost), in der Nähe von Dresden, besucht. Hier, in der sogenannten „Lommatzscher Pflege“ sind die Böden besonders gut für den Anbau geeignet. Mit unserem Werksleiter Herrn Gert Fischer und unserem Anbauberater Herrn Gleisberg, traf ich dann auch den Landwirt Herrn Wachs direkt auf dem Feld.
Es war interessant unsere Erbsen direkt auf den Feldern zu begutachten und natürlich auch zu probieren. Lecker. Das gleiche Programm hatte ich dann in unserem Werk bei Worms (Reintal Tiefkühlkost) mit dem dortigen Betriebsleiter Herrn Schulz und dem Anbauberater Herrn Seibt. Unsere Anbauberater beraten die Landwirte in allen Fragen des Anbaus und sichern somit unsere sehr hohen Qualitätsanforderungen schon im Entstehen. Das schmeckt man dann ja auch in unseren Gemüsemahlzeiten http://www.frosta.de/produkte/gemuese-mahlzeiten/. Oder?
Woher kommen eigentlich die vielen verschiedenen Gemüserohwaren, die in den Gerichten oder Gemüsepfannen von FRoSTA eingesetzt werden? Diese Frage werden sich sicher schon viele unserer Verbraucher gestellt haben.
Nun, FRoSTA produziert einen großen Teil des Gemüsebedarfes in zwei eigenen Werken in Deutschland. Hierzu gehören hauptsächlich Spinat, Karotten, Erbsen, Brechbohnen und Kräuter. Aber die Vielfalt in den Rezepturen ist weitaus größer. Wo zum Beispiel kommt der Broccoli her und dann noch „Hochland“, wie wir ihn ausloben??
Dies ist unsere Broccoligeschichte:
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In einer Höhe von 2.500 Metern, auf der Hochebene Ecuadors, zu den Füßen des Vulkans Cotopaxi wächst der Broccoli für Peter von FRoSTA. Genaugenommen schon seit vielen Jahren.
Obwohl, andere Länder bauen ebenfalls Broccoli an, warum also gerade Ecuador? Hier wächst der Broccoli , der alle Ansprüche erfüllt, die FRoSTA hat und das sind nicht eben wenige:
1. Geschmack
Das gemäßigte Klima mit einer Durchschnittstemperatur im Jahr von 14 Grad Celsius ist die Ursache für ein langsames Wachsen des Broccolis und damit einer hervorragenden und sehr typischen, aromatischen Geschmacksausbildung. Viele Vergleichsverkostungen mit Broccoli aus anderen Ländern haben dies gezeigt.
2. Farbe
Die gewählten Sorten und das Klima mit tagsüber fast senkrechter Sonneneinstrahlung führen zu einer kräftigen grünen Farbe.
3. Konsistenz
Auch hier führt das gemäßigte Klima zu einer guten Konsistenz mit festen Röschen, die den Produktion- und Abpackprozess heil und unbeschadet überstehen.
4. Pestizid-Verzicht
Die doch niedrigen Temperaturen vermindern den Insektenbefall, so dass kaum eine Behandlung mit Pestiziden nötig ist.
5. Verarbeitung
Die Röschen werden noch von Hand geschnitten.
Wie muß man sich die Ernte und die Verarbeitung vorstellen?
Die Broccoliköpfe auf der Farm „Nintanga“ werden per Hand geerntet, d. h. geschnitten und dann in den Verarbeitungsbetrieb transportiert, der sich an die Farm anschließt und keinen Kilometer entfernt ist.
Hier erfolgt die Zerteilung der großen Broccoliköpfe in kleine Röschen.
Es gibt viele verschiedene Größen. Die Größe ist abhängig davon, was mit dem Broccoli bei FRoSTA passieren soll. Für Fertiggerichte müssen die Röschen eher kleiner sein, da eine gute Verteilung gewünscht ist , und die Röschen ja schließlich mundgerecht sein sollen.![]()
Nach der Zerteilung werden die Röschen gewaschen, blanchiert und dann in einem Frosttunnel bei – 45 Grad Celsius in kürzester Zeit einzeln tiefgefroren. Man kann auch sagen, in den „Kälteschlaf“ versetzt. Dann tiefgefroren verpackt und in eigenem Tiefkühlhaus bis zur Auslieferung gelagert.
Dieser Prozess dauert nicht länger als 10 Stunden. Also, morgens geerntet und abends tiefgefroren. Fertig zum Abtransport in andere Länder. Unter anderem eben auch nach Europe und hier nach Deutschland zu Peter von FRoSTA.
Ecuador hat sich im Laufe der Jahre einen weltweiten Export mit seinem hervorragenden Broccoli geschaffen. Außer nach Europa gehen die Produkte auch in die USA und nach Japan. Alle Länder stellen hohe Qualitätsanforderungen und haben hohe Ansprüche hinsichtlich einer hygienischen Verarbeitung.
Aber nicht nur die einwandfreie Produktbeschaffenheit ist FRoSTA wichtig.
Es gibt Anforderungen an den Lieferanten, die uns von FRoSTA auch wichtig sind, und die nicht unbedingt mit dem Produkt zu tun haben. Wir nennen dies Verhaltenkodex für den FRoSTA-Lieferanten. Er bezieht sich u.a. auf Kinderarbeit, Zahlung angemessener Löhne, Arbeitzeiten- und -Bedingungen.
Auch bei unserem Broccoli-Produzenten in Ecuador haben wir uns davon überzeugen können, dass unser uns selbst auferlegte Verhaltenkodex eingehalten wird. Die Zusammenarbeit mit unserem Produzenten in Ecuador ist über viele Jahre gewachsen, enger geworden . Im Rahmen einer sozialen Investition hat sich FRoSTA engagiert und wesentlich dazu beigetragen, dass eine Krankenstation auf dem Betriebsgelände gebaut werden konnten, um die medizinische Versorgung der Beschäftigten vor Ort weitestgehend sicher zu stellen
So weit unsere Broccoligeschichte aus Equador,
Erika Völlkopf
15 Kommentare 15. Mai 2009 | Veröffentlicht von Erika Völlkopf in: Produktion und Anbau, Rohwaren und Zutaten