Udo Pollmer (alias Reich-Ranicki der Ernährung) war heute zu Besuch bei uns in Bremerhaven.
Es war mal wieder sehr interessant und unterhaltsam!
Fast auf allen Produkten steht inzwischen: „ohne Geschmacksverstärker, ohne Farbstoffe, ohne Aromen, usw. usw…..” oft wird aber getrickst (siehe hier und hier: ).
Deshalb war unser Thema mit Udo Pollmer heute:
Wie können wir unser Reinheitsgebot besser kommunizieren (auf der Packung, in der Werbung, im Netz)?
Ein Ratschlag ist, unsere heutige Zutatenliste noch größer zu machen.
Wie würden Sie / Ihr es machen ?
22 Kommentare 19. Januar 2010 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: ReinheitsgebotLetzte Woche war ich bei einer Veranstaltung von der Verbraucherschutz- und Justizministerin in München, Beate Merk.
Es ging allgemein darum Lebensmittel verständlicher zu deklarieren. Ich war überrascht wie gut die Ministerin im Detail informiert war. In meiner Präsentation war dieses “Aroma Chart” das interessanteste für die Zuhörer. Es war für viele überraschend, dass Aromen eignentlich nur eingesetzt werden um Lebensmittel billiger zu machen. Grundsätzlich ist das ja vielleicht nicht unbedingt schlecht, allerdings sollte man es dann besser und klarer deklarieren müssen. Der Begriff “natürliches Aroma” der mit der eigentlichen Frucht oder Zutat nichts zu tun hat ist schon sehr verwirrend. Hier hatten wir darüber schon mal geschrieben.
Gut war dazu auch der Beitrag vom ehemaligen Minister Eberhard Sinner.
Lustig war am Ende die Diskussion zwischen der Ministerin und einem Cola-Vertreter:
Ministerin Merk: Was machen Sie denn nun um auf der Cola Flasche den Zuckergehalt klarer auszuweisen?
Cola Vertreter: Seit über 10 Jahren sind wir Sponsor der Olympischen Spiele….
Ministerin Merk: Das war jetzt nicht meine Frage.
Cola Vertreter: Aber wir fördern die Bewegung ganz bewusst und unterstützen viele Sportveranstaltungen weltweit.
Ministerin Merk: Jetzt fühle ich mich von Ihnen wirklich veralbert….
Auf jeden Fall insgesamt eine gute interessante Veranstaltung die zeigt, dass sich auch die Politiker mehr mit Lebensmitteln befassen. Hoffentlich nicht nur bis zur Wahl am Sonntag!!
12 Kommentare 20. September 2009 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Kleine Erlebnisse, Reinheitsgebot
Vor ein paar Tagen bin ich mit Turkish Airlines geflogen und ich muss einfach mal schreiben, dass es dort die beste fertige Salatsauce gibt die ich im Flugzeug je bekommen habe:
Hinten auf der Packung die Zutatenliste:
8g Extra virgin olive oil
2g Lemon juice
Das ist alles! Wirklich gut. Und endlich mal ein Salatdressing ohne Emulgatoren, Farbstoffen, modifizierten Stärken usw. die man dort normalerweise findet. Scheinbar weiß man bei Turkish Airlines schon lange, wie man gut isst. Und eine transparente Deklaration der Zutaten kennt man dort auch– sogar mit Gewichtsangabe!
21 Kommentare 7. September 2009 | Veröffentlicht von Felix Ahlers in: Internationales, Kleine Erlebnisse, Reinheitsgebot
Im Rahmen unserer Online-Kampagne bei Feierabend.de haben letzte und diese Woche 10 sogenannte Feierabend Scouts unsere Gourmetmahlzeiten getestet. Die Scouts hatten sich im Vorfeld unter Feierabend.de beworben und haben dann von uns per Post die Gourmetmahlzeiten zugeschickt bekommen.
Jetzt warte ich ganz gespannt auf die Bewertungen und Erfahrungsberichte der Scouts. Hier und auch hier könnt ihr schon mal lesen, was wir sonst noch auf der Seite gemacht haben.
2 Kommentare 6. Mai 2009 | Veröffentlicht von Fenna Brahms in: Aktuelles, Berichte über uns, Deine Meinung zählt!, Internes, Marketing & Vertrieb, Neues, ReinheitsgebotAm Dienstag war ich mit einer Gruppe von Feierabend.de-Usern in unserem Werk in Bremerhaven. Wir hatten im Vorfeld auf der Seite www.Feierabend.de dazu aufgerufen sich für eine FRoSTA-Werksbesichtigung zu bewerben. Feierabend.de ist ein sehr interessantes Portal für Internetuser ab 50.
Wir sind mit verschiedenen Texten seit März auf der Seite präsent und haben besonders auf die Texte, die über Zusatzstoffe informieren viel positive Rückmeldungen bekommen. Hier www.feierabend.de/Gesundheit/Ernaehrung-24459.htm könnt ihr mehr lesen.
Noch keine Kommentare 9. April 2009 | Veröffentlicht von Fenna Brahms in: Aktuelles, Berichte über uns, Internes, Neues, Projekte und Aktionen, Reinheitsgebot, Werbung & MarketingFür zwei unserer Produkte kennen wir jetzt den “Co2-Fußabdruck”:
für die Gulasch Pfanne und für unsere Tagliatelle Wildlachs.
Es hat insgesamt ein Jahr gedauert, diese Fußabdrücke zu ermitteln, weil wir erst einmal lernen mußten, was alles mitgerechnet werden muß und weil viele Daten gar nicht einfach zu beschaffen waren. Dabei hat uns die Teilnahme an einem Pilotprojekt, das unter anderem vom Ökoinstitut , dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung und dem WWF ins Leben gerufen wurde, geholfen. Über das Projekt haben wir schon hier berichtet.
So sieht der CO2 Fußabdruck unserer Tagliatelle Wildlachs aus:
Überrascht hat uns, daß von den 1.400g CO2 pro 500g Beutel allein 750g CO2 durch die Zutaten entstehen. Also durch den Anbau des Gemüses, durch den Lachsfang und die Milchprodukte. Beim Gulasch sind es sogar 75%. Das liegt am Rindfleisch, denn Rinder scheiden in ihrem Leben jede Menge Methan aus. Das ist ein hoch wirksames Treibhausgas, das bei unserer Berechnung mit berücksichtigt wurde. Der CO2 Fußabdruck von einem 500g Beutel Gulasch ist deshalb mit rund 2200g auch deutlich höher.
Aber ist “2.200g Co2″ nun eigentlich viel oder wenig?
Um das herauszufinden haben wir auch ausgerechnet, wieviel CO2 entsteht, wenn ein Gulasch nach dem gleichen Rezept zu Hause aus frischen Zutaten selber gekocht wird. Das Ergebnis (das wir gestern auf unserer Pressekonferenz in Hamburg veröffentlicht haben):
Ein selbstgekochtes Gulasch mit frischem Freilandgemüse (grün) aus der Region verursacht ungefähr genauso viel CO2 wie das FRoSTA Gulasch (rot). Wird allerdings Gemüse aus dem Gewächshaus genommen, dann ist der CO2 Fußabdruck des selbstgekochten Gulasch deutlich höher!
Woran liegt das?
Wenn zB in Holland im März Paprika oder Tomaten geerntet werden sollen, müssen dazu die Gewächshäuser beleutet und geheizt werden. Es wird praktisch ein künstlicher Sommer erzeugt. Der Energieaufwand
ist gewaltigt und schlägt sich im CO2 Fußabdruck nieder. Hier der Vergleich zwischen einer Freilandtomate und einer Gewächshaustomate.
Weil unsere FRoSTA Tomaten sofort nach der Ernte eingefroren werden und danach monatelang ohne Qualitätseinbußen haltbar sind, können wir sie immer dort anbauen, wo die klimatischen Bedingungen optimal sind. Wir können also immer Freilandgemüse einsetzen, das dann tiefgefroren in aller Ruhe, das heißt per Schiff, Bahn oder LKW aber nie mit dem Flugzeug, zur weiteren Verarbeitung nach Bremerhaven transportiert wird. Das spart CO2, trotz Tiefkühlung.
Außerdem hilft unser Reinheitsgebot beim CO2 sparen: Zum Beispiel stellen wir unsere Nudeln frisch her und trocknen sie nicht. ![]()
Das machen wir vor allem, weil durch den Trockungsprozeß auch viel Geschmack verloren geht. Aber es spart auch Energie und damit CO2. Zu Hause nimmt man dagegen fast immer Trockennudeln, die dann auch deutlich länger gekocht werden müssen als frische Nudeln.
Ein anderes Beispiel: früher haben wir in unserern Gerichten oft Milchpulver oder Sahnepulver verwendet. Das ist erstens billiger und außerdem viel haltbarer als frische Milch. Seit dem Reinheitsgebot nehmen wir aber nur noch frische Milch und frische Sahne. CO2-Ersparnis: 25%.
Wie geht es jetzt weiter? Wir werden in den nächsten Monaten den CO2 Fußabdruck für weitere FRoSTA Gerichte ausrechnen. Auf die jeweiligen Verpackungen (auf die ersten ab Mai) kommt dann ein Hinweis, daß wir den CO2 Fußabdruck errechnet haben und daß man die Details im Internet nachlesen kann. Den Fußabdruck selbst (also zum Beispiel “1.400gCO2″) werden wir auf der Verpackung nicht angeben, weil wir glauben, daß mit der absoluten Zahl niemand etwas
Wir haben bereits mehrfach über das Thema CO2 berichtet unter anderem auch darüber, dass wir am ersten deutschen Pilotprojekt dazu teilnehmen. Wir sind gerade in Berlin und stellen im Rahmen eines Symposiums mit den Trägern (u.a. WWF, Öko-Institut,…) und den anderen Unternehmen (u.a. Tchibo, Henkel, Rewe,…) die bisherigen Erkennisse vor. Auf der PCF-Homepage gibt es weitere Informationen zum Projekt und den Teilnehmern.
Wir haben während des Projektes den CO2-Fußabdruck (auch Product Carb
on Footprint genannt) für unsere Tagliatelle Wildlachs berechnet. Um das kenntlich zu machen ist von den Projektträgern ein sogenanntes Signet erstellt worden, welches alle Beteiligten des Projektes bei der Veröffentlichung der Erkenntnisse nutzen wollen.
Die Berechnungen waren ein ganz schön hartes Stück Arbeit, denn die dazu benötigten Daten waren nicht so einfach zu ermitteln. Zum Teil gab es sie auch gar nicht und wir mußten mit unseren Lieferanten, Universitäten und wer weiß noch wem diese ersteinmal zusammentragen (hier auch noch einmal ein großer Dank an unseren Kollegen Urban Buschmann).
Durch das Projekt haben wir viel gelernt und wie das oft so ist, je mehr man weiß, desto mehr weiß man, wie wenig man eigentlich weiß. Vor allem wie vielschichtig doch das Thema und besonders eine Bewertung der Ergebnisse oder ein Vergleich mit anderen Angebotsformen von Lebensmitteln oder Produkten (z.B. Waschpulver), Dienstleistungen (z.B. Telefonieren), usw. ist.
Gefreut hat uns die Bestätigung, dass die Anforderungen unseres FRoSTA Reinheitsgebotes nach weitestgehend naturbelassen, wenig verarbeiteten Zutaten auch aus CO2-Gesichtspunkten der richtige Weg sind (z.B. frische Pasta statt Trockenpasta).
Nun findet man in letzter Zeit häufiger in den Medien die Empfehlungen für einen „klimafreundlichen Konsum“, die ausdrücklich von der Verwendung von Tiefkühlkost abraten und statt dessen dafür plädieren, aus frischen Zutaten selber zu kochen. Deshalb werden wir auch den CO2-Fußabdruck einiger Alternativen (z.B. das Selberkochen aus frischen Zutaten) untersuchen. Und auch den CO2-Fußabdruck weiterer FRoSTA Gerichte ermitteln.
Mit den Erkenntnissen werden wir Maßnahmen ergreifen, die Helfen den Ausstoß von Treibhausgasen (im Fachdeutsch mit CO2e abgekürzt) zu reduzieren.
Die Ergebnisse werden dann im Internet unter www.frosta.de dargestellt und ausführlich erläutert.
14 Kommentare 26. Januar 2009 | Veröffentlicht von Jens Bartusch in: Aktuelles, Projekte und Aktionen, ReinheitsgebotUdo Pollmer, Lebensmittelchemiker und Buchautor, hält morgen einen Vortrag zum Thema “Food Design” im Deutschen Zusatzstoffmuseum in Hamburg.
am Donnerstag, 30.10.2008, 19 Uhr,
Kostenbeitrag inkl. Museumseintritt 8,-€, ermäßigt 4,-€, FRoSTA Blog Leser 2,-€.
Deutsches Zusatzstoffmuseum, Großmarkt Hamburg, Zufahrt über Tor Ost (Auf der Brandshofer Schleuse).
Achtung: das Museum ist nicht ganz einfach zu finden!! Anfahrtsbeschreibung hier.
Anmeldung nicht erforderlich- einfach vorbeikommen reicht!
2 Kommentare 29. Oktober 2008 | Veröffentlicht von Friederike Ahlers in: Aktuelles, Reinheitsgebot