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Wie erklaert man den Co2 Verbrauch von Lebensmitteln?

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Naechste Woche wollen wir entscheiden wie wir das Thema Co2 Belastung bei unseren Produkten kommunizieren (das sogenannte Carbon Footprint Projekt). Wie vor einiger Zeit berichtet und auch in Zeitungen geschrieben, haben wir in den letzten 12 Monaten versucht die Co2 Belastung unserer Produkte zu messen.

Genaue Ergebnisse werden im Januar 09 bekanntgegeben.

Wir selbst muessen noch entscheiden, wie man das Thema erklaert?

Natuerlich belasten alle Produkte die Umwelt mit Co2. Die Frage ist aber, wie man dies einheitlich messen kann (damit es auch glaubwuerdig ist) und wie man als Firma die Belastung reduzieren kann.

Übrigens, vegetarisches Essen verringert die Co2 Belastung deutlich. Außerdem ist Tiefkühlkost nicht so belastend wie man vielleicht erwartet, da unser Tiefkühlgemüse aus dem Freiluftlandanbau kommt und nicht aus Treibhäusern die viel Energie schlucken.

Innocent, der Hersteller von Smoothies aus England hat schon angefangen die Daten pro Produkt anzugeben (sie haben bereits vor Jahren in England an solch einem Messprojekt teilgenommen). Ich finde die Erklaerungen auf deren Webseite nicht schlecht, oder?

“Rezepturen geraten ins Fadenkreuz”

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit lese ich die o.g. Überschrift in der Lebensmittel-Zeitung (Fachblatt der Lebensmittelbranche). Der Untertitel lautet “Produzenten reagieren erfinderisch auf Rohstoffhausse – Teure Inhaltsstoffe auf dem Prüfstand”.
Es wurden auch gleich erste Anregungen aufgezeigt:
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Schon sehr verlockend, aber für Markenartikler wie FRoSTA kein Weg.

Meeresschonender Fischfang

Vor einiger Zeit hat unser Einkaufsleiter Hans-Joachim Hugo hier im Blog einmal darüber berichtet woher wir unseren Fisch bekommen.

Leider ist es so, dass beim Fang der Boden der Meere grob beschädigt wird und viel zerstört wird. Dies liegt an den riesigen Schleppnetzen die am Grund entlang gezogen werden.

Nun scheint es etwas Neues zu geben: Im Economist lese ich hier dazu: Cliff Goudey vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat eine Fangmethode entwickelt, die durch Wasserdüsen die Beschädigung des Meeresbodens verhindern soll.

Wir werden dieser Idee nachgehen und unsere Fischlieferanten auffordern dies ebenfalls dringend zu tun.

Ich hoffe ich kann in Kürze hier im Blog darüber berichten wie es weitergeht.

Die Jagd auf den Riesenkalmar vor Peru

eine nicht einfache und spannungsgeladene Fischerei

Ich leite bei FRoSTA die Einkaufsabteilung für Fisch und Seafood. Im Rahmen unserer Einkaufsstrategie überzeugen wir uns regelmäßig vor Ort über die Abläufe in der Fischerei und der weiteren Verarbeitung. Dieses ist u. a. eine wichtige Voraussetzung für die Garantie der Produktsicherheit, der Qualität und der stabilen Rohwarenversorgung. Im März diesen Jahres hatte ich die Gelegenheit, die Fischerei auf den Riesenkalmar und seine Verarbeitung in Peru zu beobachten (weitere Beiträge und Kommentare zu dem Thema auch hier und hier).

Die eigentliche Heimat des Riesenkalmar (Dosidicus gigas) ist die tropische Pazifikküste Südamerikas. Dieser Kopffüßer, in der englischen Sprache auch als Jumbo-Squid oder Giant Squid bezeichnet, kann bis zu zwei Meter lang und 50 kg schwer werden. Allein in den ersten sechs bis acht Monaten erreicht der gefräßige Räuber ein Gewicht von bis 35 kg. Seine großen Augen, die bis zu einem Meter langen mit Saugnäpfen besetzten Tentakeln, der kräftige Hornschnabel und der große Mantel (Tube) machen ihn zu einem schnellen und gefährlichen Jäger. (weiterlesen…)

2008 The year of the Fish!

Ein kleiner Gedanke zu heute Abend, nachdem wir uns gerade überlegt haben was 2008 so alles passieren kann:

 1. Weizenpreise sind um über 100% gestiegen

2. Rinder, Hühner und Schweine werden im wesentlichen mit Getreideprodukten gefüttert, insofern steigen die Fleischpreise ebenfalls um 30-40%.

 3. Fischsorten die frei in den Weltmeeren gefangen werden ernähren sich frei, ihr Futter wird nicht teurer!

 Also wird Fisch im Verhälniss zum Fleisch in 2008 günstiger sein!

 Gut das Fisch sowieso gesünder ist….

Essen Sie Riesenkalamaris….und retten Sie die Fischbestände!

Sie retten die Fischbestände wenn Sie diese Kalamaris essen:

Vor ein paar Monaten hatte ich schon einmal über diese Riesenkalamaris hier geschrieben und wie man sie zubereiten kann.

Und heute lese ich im „New Scientist“, dass diese Kalamaris die Fischbestände attackieren. Sie fressen die Seehechtbestände an den amerikanischen Küsten und vermehren sich durch die Erwärmung der Meere immer schneller. Außerdem ist ihr natürlicher Feind, der Thunfisch auch stark bedroht und wird in vielen Ländern der Karibik wild gefischt. Hier haben Organisationen wie der MSC noch viel zu tun.

Wir haben seit einigen Monaten diese beiden Produkte im Sortiment:

Die Kalamaris Naturfilets sind wirklich sehr zart und man kann sie gut grillen oder einfach in Olivenöl kurz&sehr heiß anbraten (wichtig ist, dass sie beim kräftigen Anbraten gebräunt werden, dazu sollte man die Filets vor der Zubereitung möglichst komplett auftauen lassen).

Und die Piraten Stix sind eine gute Alternative zu Fischstäbchen.

PS: ich hoffe, dass einer unserer Fischeinkäufer mal hier berichtet nach dem nächsten Besuch beim Lieferanten aus Südamerika!

Was hat Nigeria mit den Preisen von Bami Goreng zu tun….

…oder was müßte passieren damit Nahrungsmittel wieder günstiger werden?

Gerade lese ich im Economist (die Zeitung in der ich vor genau 2 Jahren zum ersten Mal über Blogs gelesen habe), weshalb die Preise von Lebensmitteln teurer geworden sind. In Kürze:

- Bio-Benzin (hergestellt aus Mais und Weizen) wird von über 40 Regierungen weltweit stark subventioniert. Gleichzeitig steigt der Preis für Erdöl.

- Die erhöhte Nachfrage führt dazu, dass Landwirte mehr anbauen, allerdings sind sie nicht in der Lage den schnellen Anstieg der Nachfrage zu decken. Nachfrage > Angebot = Preis steigt.

- Mehr landwirtschaftliche Flächen stehen weltweit zur Verfügung, diese sind aber verkehrstechnisch nicht gut erschlossen (Beispiel: Ukraine). Insofern dauert es länger bis neue Flächen erschlossen werden können.

- Die Landwirte bauen mehr Mais und Weizen an (da die subventionierten Preise hoch sind). Andere Gemüsesorten werden weniger angebaut. Auch für anderes Gemüse steigen die Preise.

- Preise für Eier, Milch und Fleisch steigen ebenfalls, weil die Tiere hauptsächlich mit Getreide gefüttert werden.

Damit Lebensmittel wieder günstig werden (und auch unser Bami Goreng) müssten also die Erdölpreise sinken und die Subventionen für Bio-Benzin abgebaut werden.

Beides ist im Moment nicht wahrscheinlich: diese Woche entscheidet die US Regierung über die geplante Verdopplung der nationalen Biogas Produktion. Und der Erdölpreis hat gerade ein Zehnmonatshoch erreicht. Grund sind Streiks und Kämpfe in Nigeria.

Peapods (Zuckerschoten) aus China

Eintrag von Dr. Andreas Bosselmann

Die letzte Woche habe ich in China verbracht, um mir u.a. die Produktion unserer Zuckerschoten für FRoSTA anzusehen. Es waren spannende, abwechslungsreiche aber auch anstrengende Tage. Mit einem Koffer voller Eindrücke bin ich nun wieder in Deutschland und versuche, das Erlebte zu sortieren und zu verarbeiten.

Schon die Sprache und Schrift sind für uns nur schwer zu greifen. Der ein oder andere Begriff bleibt bei einer Reise in China jedoch haften. „Nǐhǎo“ – Guten Tag, damit startete eigentlich jeder meiner Besuche. Auffällig war die offene Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der mir die Menschen dort begegneten. Egal ob hoher Manager oder einfacher Landarbeiter, alle waren freundlich und strahlten eine hohe Zufriedenheit aus.

Die Zuckerschoten-
Produktion ist ein mühevolles Geschäft, bei der eine Vielzahl von Arbeitsschritten notwendig ist. Die Ernte in Jiangsu (bei Shanghai) beginnt Ende April und verläuft bis Ende Mai. Die reifen Schoten werden mit der Hand gepflückt. Dabei wird der Faden auf der Bauchseite entfernt, der sonst beim Verzehr unangenehm stören könnte.
   
In der Regel wird die Arbeit von den Ältesten des Dorfes durchgeführt. Man braucht viel Geduld. An einem 12-Stunden-Tag erntet ein Landwirt etwa 18 kg. In der Stunde sind das
ca. 1,5 kg oder 900 Zuckerschoten. Ich habe mich selbst daran versucht, aber das Fädenziehen ist eine Wissenschaft für sich.
Meist wird gemeinsam geerntet, und es bleibt immer noch Zeit für einen netten Plausch. Die Bauern liefern ihre Ernte täglich an Sammelstellen an. Alles wird genauestens geprüft, nachverlesen, gewogen und schriftlich erfasst. Die angelieferten Mengen lagen bei 5 – 30 kg.

Ein kleiner Lastwagen bringt die Zuckerschoten täglich in die Fabrik, wo sich die aufwändige Arbeit fortsetzt. In der Fabrik herrschen sehr strenge Hygieneauflagen. Es gibt 2 Hygienebereiche.

Hier sind wir in der so genannten Low-Risk-Zone, wo die angelieferten Rohwaren vorsortiert werden. Dicke und Zerbrochene werden aussortiert. Danach werden die Zuckerschoten gewaschen und blanchiert (kurzzeitig mit heißem Wasser behandelt).
Nach dem Blancheur beginnt die High-Risk-Zone. Hier gelten noch strengere Hygienevorgaben.
Mit frischer Hygienebekleidung und Mundschutz gelangt man durch die Hygieneschleuse zu den nächsten Produktionsschritten. Hier werden die Zuckerschoten zunächst gekühlt und nochmals nachsortiert, ehe es in den Froster geht.
Die gefrorenen Zuckerschoten werden in Transportkartons gefüllt und in einem Tiefkühlraum von einem Heer von fleißigen Chinesen nochmals nachverlesen und geprüft. Alle guten Zuckerschoten werden abgepackt und auf Metallteile geprüft. Danach geht es ins Tiefkühllager und von dort zum Versand in die gesamte Welt.
Eine solche Qualität kann man nur in China bekommen, wo heute noch ein sehr niedriges Lohn- und Preisniveau besteht. Aber auch hier auf dem Land steigen die Löhne, und der Wohlstand entwickelt sich rasant. Zufällig fuhren wir am Haus unseres Fahrers vorbei, und er lud uns ein, sein Haus zu besichtigen. Ich war schwer beeindruckt. Es fehlte eigentlich nichts und selbst der Computer war da.
Abends nach getaner Arbeit gab es dann die Belohnung: ein Dinner auf chinesisch.
Die Küche im Süden des Landes ist sehr lecker. Der Norden wartet dafür mit größeren Überraschungen auf. Frittierte Scorpione und Bienenlarven sind sicht nicht jedermanns Geschmack, aber in geselliger Runde bleibt einem das nicht erspart.

Sie waren sehr knusprig und schmeckten vor allem nach Frittieröl. Den Stachel habe ich allerdings nicht mit runtergeschluckt. Zur Not ruft man schnell „gÄnbÄi“ (Trinkspruch, der dazu auffordert das Glas zu leeren) und spült mit Bier nach.

Bleibt mir eigentlich nur noch, mich bei meinen Gastgebern zu bedanken. Ein herzliches „xièxie“ an Jason und Frank sowie alle anderen Kollegen, die mich bei dem Besuch in Jiangsu begleitet haben:

„Dear Jason, dear Frank,
many thanks for the hospitality, time and efforts you spent during my stay in Jiangsu. Greetings to Mr. Wang, Mr. Wu and Mr. Sun.
Andreas“

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