Eiernudeln contra Vogelgrippe

Eintrag von Frank Gaida (Entwicklung)

Die teilweise hysterischen Diskussionen rund um die Vogelgrippe , haben natürlich auch Einfluss auf unsere Produkte.
So wird nun darüber nachgedacht in wie weit der Verbraucher zukünftig mit Eiernudeln ein Problem haben könnte. Wohl wissend , dass sich die Viren a: nicht in Eiern befinden und b: das Kochen der Nudeln auch nicht überleben würden.
Grundsätzlich stellt sich mir aber die Frage :
Ist dem Verbraucher eigentlich bekannt, dass eine Eiernudel qualitativ die bessere ist ?

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Frank Gaida (Produktentwicklung)

Frank Gaida (Produktentwicklung)

Arbeitet in der Abteilung Entwicklung

15 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Das Eiernudeln qualitativ besser wären ist mir nicht bekannt. Persönlich fand ich reine Hartweizennudeln schon immer mindestens genauso gut.

    Dafür aber sind Eiernudeln (wegen dem durch die Eier „eingetragenen“) für Leute mit Cholesterinproblemen eher schlecht. Daher könnte sich das Problem ggf. so lösen lassen, mit Verweis auf nun weniger Cholesteringehalt die Eier aus dem Nudelrezept zu entfernen.

  • Das letzte ist Ansichtssache oder besser Geschmackssache. Und pauschal eh nicht zu beantworten.

    Bei Spaghetti aglio e olio bevorzuge ich Nudeln ohne Eier, als Beilage zu Gulasch o.ä. dürfen es auch gerne Eiernudeln sein.

  • Warum sind Eiernudeln die qualitativ besseren? Ich dachte immer es seien die Nudeln aus 100% Hartweizengrieß

  • Was ist eigentlich Qualität? Das sind zunächst mal die Eigenschaften einer Ware und zwar unbewertet. Ob die Qualität nun „gut“ oder „schlecht“ ist, hängt davon ab, wie man diese Eigenschaften bewertet und gewichtet. Daher sollte man bei Qualität nicht von gut oder schlecht sondern von geeignet und ungeeignet sprechen. Und wenn dann noch der Geschmack dazukommt, wird es ganz schwierig.
    Bei italienischen Pasta-Gerichten finde ich Eiernudeln deplaziert, als Beilage sind sie dagegen erträglich, obwohl ich da auch Hartweizengrießnudeln vorziehen würde.

  • Das ist hier das erste mal, dass hier jemand meint, dass Eiernudeln „hochwertiger“ seien. Ich bevorzuge auch Nudeln aus Hartweizen oder Reis (bei passendem Rezept).

  • In Nord-Italien ist die saucigere und etwas deftigere Küche zuhause. Hier werden vorwiegend Pastagerichte mit Bandnudeln oder Teigtaschen (wie Cappelletti oder Tortelloni) gegessen und diese werden grundsätzlich mit Ei hergestellt.
    Wenn man selber Nudeln macht, sei es in Italien oder Deutschland und insbesondere, wenn es etwas Besonderes sein soll, nimmt man Eier. Eier verleihen der Nudel einen volleren Geschmack und auch eine intensivere, gold-gelbere Farbe. Auch nehmen Eiernudeln deutlich mehr Sauce auf, was das Geschmackserlebnis erhöht.

    Historisch gewachsen werden Nudeln, wie Penne, Rigatoni,… ohne Ei hergstellt.
    Trotzdem gilt auch hier das oben in Bezug auf Saucenaufnahme und Geschmack gesagte.
    Spaghetti werden traditionell mehr im Mittelmeerraum gegessen und dort sollen sie auch ohne Ei sein, denn wie mir ein Sizilianer mal erzählt hat:“Die Nudel muss im Mund krümeln, dann ist sie richtig für uns!“ Eine klassische Spaghetti-Rezeptur sind in Olivenöl und Knoblauch angebratene Meeresfrüchte. Gleich mal ausprobieren mit FRoSTA Frutti di Mare – sind leider noch nicht so stark gelistet, deshalb besser vorm Einkauf in den FRoSTA Foodfinder gucken.
    … und im Internet auf unserer Homepage auch noch nicht zu finden – na, dass müssen wir kurzfristig ändern.

  • … falls sich jemand fragt woher ich diese Informationen habe:
    Wir produzieren unsere Nudeln in Bremerhaven selber. Die Nudelanlage haben wir Mitte der 90iger Jahre von einem italienischen Maschinenhersteller gekauft und aufbauen lassen. Die italienischen Monteure waren nicht nur bei unseren Damen im Hause beliebt, sondern haben uns in den Monaten auch eine Menge über ihre Heimat und die Nudel erzählt.

  • Es ist zwar nun schon ewig her, aber hängt Eiernudeln nicht seit dem Birkel Skandal zumindest in D noch immer noch etwas suspektes an?

    Ich jedenfalls würde dazu erstmal ein paar Verbraucher befragen, bevor ich offensiv Eiernudeln als Bestandteil meiner Produkte thematisieren würde.

  • Paßt nur knapp zum Thema, aber ist dem Kunden überhaupt bekannt, dass Eier gar keine Vogelgrippe-Viren beinhalten, da diese gar nicht die Eierstöcke der Tiere befallen?

    Hauptsache Panik schieben.

  • [quote]
    Paßt nur knapp zum Thema, aber ist dem Kunden überhaupt bekannt, dass Eier gar keine Vogelgrippe-Viren beinhalten, da diese gar nicht die Eierstöcke der Tiere befallen?
    Hauptsache Panik schieben.
    [/quote]

    Sorry Björn, aber das Verbraucherministerium sagt was anderes:
    http://www.bmelv.de/cln_044/nn_754188/DE/07-SchutzderTiere/Tierseuchen/Vogelgrippe/Gefluegelpest-FragenAntworten.html

    [quote]. Der Erreger kann über rohe Eier übertragen werden, sofern die Tiere infiziert sind. Das Durcherhitzen von Eiern tötet den Erreger ab.[/quote]

  • … und da Eiprodukte ja grundsätzlich nur sorglos verzehrt werden sollten, wenn sie erhitzt worden sind, wird das bei unserem Lieferanten auch so gemacht.

  • Das kommt drauf an wie man Qualität für sich definiert — altes Missverständnis.

    Ich bin zwar Ovo-Lakto-Vegetarier, aber verzichte auch gerne auf unnötige Tierprodukte. Wenn ich denn die Auswahl habe greife ich lieber zu eierlosen Produkten. Eiernudeln sind für mich ein unnötiger Einsatz von tierischen Zutaten. Das empfinde ich als eine negative Qualität und das hat rein gar nichts mit Vogelgrippe zu tun.

  • Hallo!!
    Erstens, ein Riesenlob für Euch. Die Idee mit dem Blog und der regen Teilnahme Eures Frosta-Team ist mindestens so unkonventionell wie spitze! Ihr schafft es so den Verbrauchern (also auch mir)näher zu kommen, so baut sich Vertrauen auf. Euer „Reinheitsgebot“ finde ich uneingeschränkt spitze.

    So: Also zu den Eiernudeln muss ich auch sagen, das ich es lediglich für eine These halte, sie seien besser als 100%ige Hartweizennudeln. Ich brauche keine Eier in den Nudeln. Auch gerade seit Birkel.

    Ihr seid den Weg der ehrlichen Kundeninformation gegangen. Nur so werdet Ihr auch weiterhin erfolgreich sein. Aufklären und schnell reagieren. Auch wenn dann halt mal die Eier aus den Nudeln verschwinden.

  • Ich bin Halbitalienerin und meine Nonna (Oma) hat die besten Tagliatelle der Welt gemacht. Wie? Sie hat einen Teig gemacht aus 100g Mehl und 1 Ei (pro Person)das wars!
    Der Geschmack ist sagenhaft – passt aber natürlich nicht zu jeder Sauce. Ich finde Tagliatelle Bolognese einfach genial (übrigens, ein Italiener würe NIEMALS Spaghetti Bolognese essen – diese Nudel-Saucen Kombination ist eine deutsche Erfindung). Gefüllte Nudeln wie Tortelloni kann ich mir ohne Eier-Geschmack im Nudelteig nicht vorstellen.
    Übrigens, am besten schmecken selbstgemacht Eiernudeln, wenn der Teig mit einem echten Nudelholz auf einer Holzunterlage ausgerollt wird (ich glaube dadurch entsteht eine grob-porige Struktur, die noch mehr Sauce aufnimmt).

  • Ich weiß nicht, ob es Euch bekannt ist, aber im Raum Tübingen / Reutlingen grassiert seit einiger Zeit eine unbekannte Epidemie, die wohl von Schäden bei Fischen aus fließenden Gewässern (zum Beispiel Lachse) herrührt. Kennt jemand diese sogenannten Fischpocken?