Frage der Woche: … ein ganz außergewöhnliches Anliegen…

Immer wieder erreichen mich „ganz außergewöhnliche Anliegen“, zwar nicht so häufig wie die Anfragen nach kostenlosen Warenproben und Werbegeschenken aber dennoch regelmäßig. Ich denke, dass hier gerade ein neuer Trend entsteht. Nur weiß ich noch nicht, was ich von diesem Trend halten soll.

Die angesprochenen Anfragen sind so außergewöhnlich, dass es im Monat gleich mehrere von ihnen gibt. Das ganze liest sich dann in etwa so:

„…Sie werden sich sicherlich über mein außergewöhnliches Anliegen wundern. Ich hoffe, dass Sie mir trotzdem meinen Wunsch erfüllen werden. Am 12. Dezember wird meine Mutter 60 Jahre alt und wir wollen sie auf eine ganz besondere Weise überraschen. Sie hat eine sehr harte Zeit hinter sich, da …Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie Ihr zum 60. Geburtstag gratulieren würden. Sie heißt Anke Müller und wir sind froh, dass es sie gibt. Bitte senden Sie Ihre Glückwünsche oder Präsente an die folgende Anschrift …“

Es gibt übrigens auch die Varianten Hochzeit, Junggesellenabschied und Jubiläum.
Was mich wohl in der Vorweihnachtszeit erwartet? Bin gespannt! Vielleicht bekomme ich dann zur Abwechselung mal bunte Weihnachtskarten anstatt schwarz-weiße E-Mails. 🙂

Über den Autor Zeige alle Beiträge Website des Autors

Bengelsdorff

Bengelsdorff

Produkt - & Innovationsmanagement

10 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ich frage mich was man mit irgendwelchen dämlichen Werbegeschenken macht. Ich meine ok Schlüsselband und Kuli haben einen praktischen Nutzen – damit schreibe ich Notizen bis er leer ist und das Schluesselband nutz ich bis es nicht mehr schön aussieht aber das wars dann schon.
    Verkaufen diese Sammler das oder was machen die damit?
    Übrigens ist es sehr dämlich „Anke“ für eine 60 Jährige Oma als Vorname zu nehmen … viel zu moderner Name.

  • @Olli,
    der Name „Anke“ erfreute sich schon Mitte der 30er Jahre hoher Beliebtheit und ist die niederdeutsche Variante von „Anna“.

  • Das ist ja witzig. Solche Anfragen bekommen wir seit etwa 2 Jahren regelmäßig vor Weihnachten. Das ganze Jahr über kommen Mitteilungen über gewonnene Autos, 100.000sende von Euros, und Vorfahren aus Burkina Faso, die eine unglaubliches Vermögen an ausgerechnet mich vererben möchten……………teilweise nicht mehr witzig!

  • Vielleicht sollte man einfach mal am genannten Tag dort anrufen – wenn es stimmt freut sich bestimmt jemand sehr – oder es ist doch nur eine Variante um an Präsente jedweder Art zu gelangen.

    Aus Grußkarten machen wir übrigens hervorragendes Verpackungsmaterial (Danke an dieser Stelle an die Krankenkasse, Hausbank, NKL und die sonstigen Verdächtigen…) Das Porto hierfür kann man sich doch getrost sparen, oder ? Mir zu mindestens ist ein direkter Kontakt lieber, als 80 anonyme Standard Grußkarten ohne persönlichen Bezug

  • Das gibt es doch gar nicht *lach*
    Ich hätte nie gedacht, dass sich tatsächlich jemand Glückwünsche wünscht von einer Firma, dessen Produkte man benutzt, bzw. isst.
    Tja, man lernt nie aus!

  • Hi,

    ganz so außergewöhnlich ist das gar nicht. Manchmal erlangt eine Firma durch ihre Produkte einfach eine besonderer Bedeutung im Leben einer Person. Ich habe bei einem bekannten Backwarenhersteller zum diesjährigen 90. Geburstag meiner Oma eine Rezeptsammlung angefordert. Aus dieser Rezeptsammlung haben wir damals einen Kuchen gebacken, dem eine besondere Bedeutung zukam. Leider gab es das Rezeptbuch nicht mehr, aber man hat mir angeboten, meiner Oma Grüße zum Geburtstag zu schicken…

    Es kann eben manchmal doch etwas Ernsthaftes dahinter stecken.

    gruß
    Trine

  • Wir hier bei tesa bekommen auch regelmäßig Anfragen zu Geburtstagen, Jubiläen etc…zahlenmäßig übertroffen wird diese Gruppe lediglich von den Tombolaveranstaltern/’Multiplikatoren‘, die nach Produktproben fragen. Ob jetzt bald Weihnachtsgrüße gewünscht werden? Da bin ich auch gespannt…

Jetzt Kommentar schreiben und mitdiskutieren

Bitte vor dem Kommentieren unsere Blog-Regeln zur Kenntnis nehmen.