…kein Volk geizgeiler Schnäppchenjäger

Eintrag von Frank Gaida (Entwicklung)

Diese Ansicht vertritt jedenfalls ein namhaftes Institut für qualitative Marktanalyse.
Hier wird von „Einkaufsverfassungen“ geredet. Man sollte die Kunden also nicht in Zielgruppen sondern vielmehr nach Einkaufsverfassungen unterteilen.
Zum Beispiel ist er pragmatisch wenn er zu Aldi geht, die soziale Komponente erlebt er im Laden um die Ecke, eine Inspiration würde er vermutlich gerne in den sogenannten Hypermärkten erleben.
Die beiden letztgenannten Einkaufsverfassungen scheinen verwaist zu sein. Können aber nur von Markenartiklern wie z.B. Frosta bedient werden,
weil hier neben dem eigentlichen Produkt auch einen emotionalen Mehrwert verkauft wird. Dies funktioniert nicht nur bei z.B. einem I-Pod. Man isst Frosta – Produkte nicht nur weil man hungrig ist sondern auch wegen eines Lebensgefühls.
Mir geht es übrigens genauso ! Manchmal möchte ich nur pragmatisch meine Grundnahrungsmittel einkaufen, aber manchmal suche ich auch etwas besonderes. Meist wenn ich mich belohnen möchte !

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Frank Gaida (Produktentwicklung)

Frank Gaida (Produktentwicklung)

Arbeitet in der Abteilung Entwicklung

13 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • P.S.: ne leckere Spätzlepfanne wäre mal was feines – so mit Schinken und Pilzen…

    Hättet Ihr heute mal in den Tiefkühler bei meinem Kaisers geguckt…:
    Normalerweise hat er 4-6 Gerichte vorrätig.
    Heute gabe es noch 3mal Steakhousepfanne und am Boden klebte noch ein Pilzrisotto. Schade, dass hätte man per Handykam festhalten müssen. (Die Inventur war schon…)
    Mirco

  • NY: Es heißt Eipott! Das meintest Du doch, oder Frank?

  • Wer glaubt, dass man einkaufen geht, weil man dadurch ein besonderes Lebensgefühl damit verbindet, hat noch nie bei der Lebensmittelbesorung die inzwischen allzeit gegenwärtigen genervten Verkäuferinnen, unmotivierten Teilzeitkräfte, frechen Aushilfen erlebt. Es ist ein Irrglaube, dass man dem Verbraucher ein Erlebnisverlangen unterstellt, wenn er ein Lebensmittelmarkt betritt. Schnell rein, schnell wieder raus.

  • @ Hittel

    … aber wünschen wir uns nicht alle, dass es anders ist? Man kommt in einen hellen, „sonnigen“ Supermarkt mit angenehmer Atmosphäre, einem wohligen kaum wahrnehmbaren Duft in der Nase, überall freundliche Gesichter und lachende Menschen,… Man flaniert so durch die Gänge, probiert hier ein bischen, dort ein wenig und entscheidet sich wozu man gerade Lust hat bzw. in der Stimmung ist. Das wäre doch etwas oder? Vielleicht liest ja auch der ein oder andere Handelvertreter diese Anregungen und nimmt sie sich zu Herzen.

  • .. der Einkaufsmarkt kann Einfluß auf die „Einkaufsverfassung“ nehmen indem dort freundliche und hilfbereite Verkäufer(innen) arbeiten. Mein favorisierter Markt hat solche Mitarbeiter, dort wird man schon von dem älteren Herrn der die Einkaufswagen organisiert freundlich begrüßt.

  • an Hittel: Ich denke, schnell irgendwo rein und dann wieder schnell raus, dieses Verhalten liegt wohl zum großen Teil auch an einem selber.

    Meine Schwester und ich zelebrieren den Einkauf richtig … wir lassen uns Zeit und genießen das auch …

  • Hallo zusammen,

    na das ist doch ein Thema, das mir (als Feng Shui Berater) direkt auf dem Leib geschneidert ist!

    Ein sonniger, heller Supermarkt, ausgestattet in angenehmen Farben mit angenehmen Klängen und freudlichen Mitarbeitern. Eine schöne Traumwelt?

    Vermutlich, aber nicht unmöglich. Wenn man bei der Planung und dem Bau von Supermärkten nicht so dermaßen am Menschen vorbei planen würde, könnte so etwas jederzeit Realität werden.

    Einfach von vorneherein an den Menschen denken. Und zwar nicht nur an den Kunden, sondern auch an die Angestellten. Klar kann eine positive Umgebung nicht ganz die Unterbezahlung des Regaleinräumers ausgleichen, aber es würde ihn zumindest davon abhalten gar zu griesgrämig dreinzuschauen.

    Aber stattdessen nimmt man eine billige Lagerhalle und klatscht sie irgendwie in die Gegend. Und dann wundert man sich, dass die positive Stimmung ausbleibt.

    So lange man die Kunden nur durch den Preis anlocken kann mag das ja funktionieren. Aber was ist wenn das nicht mehr funktioniert, weil die fünf Nachbarmärkte alle genauso billig sind?

    Dann ist die wirtschaftliche Lage schuld, oder die bösen Lohnnebenkosten oder gar die Energiekosten. Nur ja nicht man selber!

    Naja, irgendwie ist das eine Art der natürlichen Selektion. Einige haben erkannt wie´s läuft, andere gehen halt den Bach runter.

    Ich gehe derweilen weiterhin ungern einkaufen, aber es muß halt sein.

    Gerhard Zirkel

  • Die Zeit der Geizgeiler wird zu Ende gehen. Bereits jetzt spürt man eine Wende im Konsumverhalten. Der Konsument spürt sehr deutlich, dass deutsche (gemeint sind hier die heimatlich empfundenen) Produkte unwideruflich verschwinden, wenn er sie nicht durch seinen Kauf „schützt“. Unter diesem Gesichtspunkt kommt die Qualität des Produktes sehr verstärkt wieder zum Ausdruck. Und damit komme ich zu meinem Thema. Gentechnik bei Frosta! Gibt es nicht? Doch – das Fleisch kommt nicht von Biofarmhaltern, sondern von Bauern, die mit genveränderten Zusätzen ihr Vieh versorgen. Mein persönlicher Vorschlag an dieser Stelle: Frosta kümmert sich um Bio-Fleisch und ich als Konsument verspreche, Ihr Produkt zu „schützen“.

  • @Thomaschewski

    Interessant, wo haben Sie Ihre Information her?
    FRoSTA setzt zwar kein Biofleisch ein, aber Fleisch welches aus integrierten Systemen kommt. D.h. von der Futtermittelherstellung bis zur Verarbeitung des Fleisches liegt alles in einer Hand. Zusätzlich gibt es ein lückenloses Kontrollsystem, welches u.a. eine Verwendung von genveränderten Futtermitteln ausschließt.

  • Hmmm…. im Greenpeace-Einkaufsführer, hier downzuloaden, steht FRoSTA noch auf der gelben Liste („wollen Gentechnik im Tierfutter vermeiden, können es aber noch nicht für alle Produkte garantieren“), nur FRoSTA Bio ist auf der grünen („Hier steckt keine Gentechnik im Tierfutter.“).

    Immerhin, das ist schonmal nicht schlecht, ich bin wirklich heilfroh, dass FRoSTA nicht auf der roten ist. Komplett auf der grünen Liste wäre mir freilich lieber. Auch wenn das ein bisschen paranoid klingt…

  • Hi,

    zum Thema Gentechnik: Bei natürlichen Zutaten mag das Ganze ja noch einigermaßen Nachvollziehbar sein. Aber wie sieht es mitt Lebensmittelzusatzstoffen aus? Oder mit Futtermittelzusatzstoffen?

    Das Zeug kommt zu großen Teilen aus China oder Indonesien. Klar bekommt man auch von den Chinesen eine Bestätigung der Gentechnikfreiheit. Aber wer glaubt, dass es einen Chinesen interessiert ob die nach Deutschland gelieferten Produkte tatsächlich gentechnikfrei sind? Ich jedenfalls nicht!

    Gerhard Zirkel