Archäologische Sensation

Als ich diese Woche aus dem Urlaub zurück kam und wie üblich erst einmal eine Horde überflüssiger Mails bändigen musste, fand sich dabei aber auch ein unerwartetes Kleinod, das mir mein Kollege Gerhard Schlechte, den ich an dieser Stelle mit seinen Fotografien schon einmal vorgestellt habe, geschickt hat. Es handelt sich dabei um die fotografische Dokumentation eines einzigartigen archäologischen Fundes, der eigentlich schon gleichzusetzen ist mit der Himmelsscheibe von Nebra, dem Grab von Tutanchamun oder der Wiederentdeckung der verlorenen Zahnpastatube von Frank Sinatra.

Bei Abrissarbeiten von einem Haus in Meißen, also nur ca. 15 km enfernt von unserem Gemüse-Werk in Lommatzsch, entdeckte Jens Elschner, der Schwiegersohn unseres Anbauberaters Bernd Schmidtgen (hier bei der Arbeit zu sehen), zufällig eine Dose „Junge Schnittbohnen“ der Lommatzscher Gemüse- und Obstverwertung GmbH. Dies ist die Firma, aus der dann später unser Werk  in Lommatzsch hervor gegangen ist. Auch früher wurde dort nämlich schon Gemüse angebaut und verarbeitet. Damals allerdings eben noch abgefüllt in Dosen. „Damals“, das heißt in diesem Fall im Jahre 1925. So alt ist die Dose. Gut, das Mindesthaltbarkeitsdatum dürfte mittlerweile leicht überschritten sein. Dafür hat sie aber seinerzeit die „Silberne Medailie“ des Landesverbandes Sachsen für Obst- und Weinbau verliehen bekommen. Sozusagen das Bundesverdienstkreuz für Lebensmittel. Oder so ähnlich  Auf jeden Fall scheint die Qualität wohl auch damals schon gestimmt zu haben. Erst 1971 wurde die Produktion auf Tiefkühlkost umgestellt.

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Frank Ehlerding (Controlling)

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Controlling

9 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Junge Schnittbohnen von 1925? Das dürften mittlerweile reife Bohnen geworden sein…

    Ich würde sie mir in die Vitrine stellen, ein echtes Sammlerstück!

  • Ich denke mal, die historische Konserve entspricht eher dem Reinheitsgebot, als das, was Frosta heute so danach produziert.

  • Sie etwa?

    Aber ich denke schon, dass ich Recht habe.

    „Der Frosta Toskana Mix kassiert einen zweiten Minuspunkt, weil er sechs weitere Pestizide in Spuren enthält. Nach wie vor ist unklar, welche Wirkungen ein solcher Cocktail langfristig auf den Körper hat.“

    Hat Öko-Test mal festgestellt.

    Nun bin ich mir sehr sicher, daß man keins der sechs Pestizide aus ihrem Toskana-Mix mit Reinheitsgebot in der historischen Schnittbohnen-Konserve ohne Reinheitsgebot finden würde.

    • Ja ja, ist schon klar: Früher war mehr Lametta. Ihr Humor ist beeindruckend. Wieder mal. *hüstel, hüstel* Und selbstverständlich gab es 1925 noch keine Pestizide. Woher auch.

      Ich weiß ja, es hat eigentlich keinen Zweck, auf Ihre Beiträge zu reagieren, denn das ist leider gleichbedeutend mit dem Versuch, einem Drachen den Kopf abzuschlagen und mit ansehen zu müssen, wie ihm an gleicher Stelle 3 neue Köpfe wachsen. Das war mir schon nach meiner ersten kurzen Antwort klar, denn anschließend kommt sowieso wieder ganz aufgeregt Ihre Replik mit weiteren Anschuldigungen. So viel Zeit, wie Sie in den Blog stecken, das schaffen wir selbst mit allen unseren Blog-Schreibern nicht. Respekt. Und da ich das weiß und ich sowieso nichts dagegen tun kann, weil das berühmte „Amen in der Kirche“ bei weitem nicht so sicher ist wie das, verzichte ich schon mal vorab auf eine weitere Reaktion meinerseits. Sie erwarten mit aggressivem Nachdruck von FRoSTA die absolut perfekte Firma. Das können wir leider (noch?) nicht bieten. Und selbst wenn wir das wären, würden Sie noch draufhauen. Einfach aus Prinzip.

      Bevor ich mich aber verabschiede, komme ich zum eigentlichen Grund meiner erneuten Antwort, einer kleinen Anekdote am Rande, die mir nach Ihrem Kommentar sofort in den Kopf geschossen ist und die ich den Lesern nicht vorenthalten wollte: Polarforscher Sir John Franklin wollte 1845 auch keinen FRoSTA Toskana Mix tiefgekühlt mit auf seine letzte Expedition nehmen. Statt dessen begnügte er sich mit Essen aus Dosen. [Und das nicht mal von uns 🙁 ] Am Ende starben er und viele seiner Crew an den Folgen einer Bleivergiftung. Blei, das durch die damals verbleiten Dosenverschlüsse ins Essen kam. So kann’s kommen. Aber früher war ja alles besser.

      Zum Toskana Mix: Der wurde schon kurz danach von Öko Test mit „Sehr gut“ bewertet. Hier auch im Blog mit Verbraucherkommentaren nachzulesen. Auf jeden Fall sind wir bereit, aus unseren Fehlern zu lernen und uns zu verbessern. Schade eigentlich, dass Sie immer nur das Negative sehen wollen. Trotzdem schönen Tag noch.

  • Mich würde jetzt nur mal interessieren wie die Bohnen in der Dose sind (sensorisch etc.)

    Und Anmerkung @Wolf: Oh Spuren gefunden……atmest Du noch?

  • Ich persönlich hab auch was gegen „misantropische Bloginstanzen“ die es scheinbar lieben, einen gut geschriebenen, kurzweiligen und humorvollen Artikel, der weitab vom üblichen marketingtralala schwimmt mit negativismus schlechtzumachen und versuchen das ganze für Frosta ins negative umzumünzen!

    Felix ymmd! Gruß und Respekt auch an Frank, so eine schöne Antwort hätte ich auch oft gern für manche parat ;-). Lasst euch euer Engagement und euren Ehrgeiz nicht von solchen Trollen nehmen!

  • Schließe mich Bronkowitsch an.

    Vielleicht hilft auch der Gedanke beim Ertragen von Leuten wie Wolf Hagen: es gibt bloggende deutsche Unternehmen, die wohl schon über eine solche „Aufmerksamkeit“ froh wären. Denn so manches Unternehmensblog hat – IMHO wohl wegen zu seltener, uninteressanter, unpersönlicherund nicht authentischer Beiträge – nahezu Null Kommentare vorzuweisen.

    Oder anders kurz: da Trolle wohl auch die Aufmerksamkeit dritter suchen, tauchens ie wohl eher nur bei von genügend Lesern/Kommentatoren beachteten Weblogs auf…

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