„Schock an der Tiefkühltheke – Revolutionär neue TK-Verpackung“

Interessanter Bericht – u.a. wird die revolutionäre Innovationskraft der Produkte deutlich hervorgehoben. Aber auch die offene Verpackung durch die man das Produkt erfühlen kann, was bei uns in Deutschland ungewöhnlich ist und ggf. den ein oder anderen „erschreckt“. Z.Zt. zeigen die Rückmeldungen auf unserer Homepage eine solche Reaktion nicht (siehe Kundenbewertungen rechts unten, z.B. beim Wildlachs-Filet Blattspinat). Auch bei unseren Verkostungen ist das Anfassen können eher der springende Punkt sondern eher die ungewöhnliche Optik. Wie in dem Bericht beschrieben handelt es sich für Deutschland um eine tatsächliche neue Gerichte-Generation. Im Ausland insbesondere Italien ist das nicht neues mehr, dort gibt es solche Produkte schon länger – allerdings nicht in unserer einmaligen FRoSTA Qualität (super lecker, durch hochwertige Zutaten und FRoSTA Reinheitsgebot).


(Ich hoffe man kann den Bericht lesen – bisher konnte ich den Bericht unter www.packreport.de noch nicht finden)

So hier nun der Text:

„Revolutionär neue TK-Verpackung

Schock an der
Tiefkühltheke

Die Tiefkühltruhe ist ein Ort der Extreme: Wo im echten Leben Expeditionen mit High-tech
zum Erfolg führen, wird von den Verpackungen nicht nur optimale Funktionalität, sondern
auch noch auffällige Eleganz und Schönheit erwartet. Frische und Verfügbarkeit von
Gemüse, Fleisch und kompletten Gerichten sind es, die den Absatz von Tiefkühlwaren aktuell
immer weiter anwachsen lassen. In der Tiefkühlung setzen nicht nur Kälte und eventuelle
Feuchtigkeit der Produktpräsentation zu, sondern auch die Anordnung der Produkte,
das Licht und die Handhabung der kalten Ware am POS.
Frosta ist ein Anbieter, der mit seinem Sortiment fast alle Sparten der Tiefkühl-Fertigkost
bedient –und das auf hohem Niveau.
Nahezu alle Verpackungen der Range transportieren das Markenimage tadellos.
Mit kräftigen Farben und perfektem Druck erregen die PP-Folienbeutel und Kartonagen
Aufmerksamkeit bei den Kunden.
Das Unternehmen hat sich mit einem Reinheitsgebot eine eigene Auflage gemacht, die
beim Kunden offenbar sehr gut ankommt. Es wird durch ein Signet auf der Verpackung
kommuniziert und teilweise sogar von Mitbewerbern in der Branche kopiert.
Jetzt hat Frosta mit den „Gourmet-Mahlzeiten“ ein Sortiment von Single-Mahlzeiten
ins Programm genommen, dessen Verpackung die Geister scheidet. Das gesamte
350g-Fertiggericht, das auf einem schwarzen Tray schön angerichtet und schockgefrostet
wird, ist in einer Vakuumfolie verschweißt.
Das Gericht lässt sich so nicht nur durch den Ausschnitt im Umkarton sehen, sondern sogar
berühren!
Frosta hat sich hier auf ein Terrain begeben, dass in diesem Segment noch völlig
neu ist: Sie haben dem Tiefkühlprodukt eine weitere Facette der Haptik hinzugefügt.
Und wie fühlt sich das an? Es fühlt sich an wie Plastik-Sushi in einer japanischen
Schaufensterauslage. Und wie Frosta in seinem firmeneigenen „Frosta-Blog“ fragt: „Haben
wir unseren Kunden zuviel zugemutet?“
Vielleicht ja. Denn nicht nur muss der Kunde zunächst die Abscheu vor einer augenscheinlich
unlösbaren Verbindung von Plastikhülle und Mahlzeit überwinden, sondern es wird
hier meines Erachtens auch mit anerzogenen kulturellen Eigenheiten gespielt. Man fasst
eben nicht auf einen angerichteten Teller. Die Struktur des Gerichts auch mit den Händen
begreifen zu können ist aber sicher auch der große Reiz an der Vakuumfolie.
In jedem Fall ist die Frosta-Verpackung aber ein starkes Signal dafür, dass im Bereich
der Tiefkühlverpackungen noch viele Innovationen möglich sind. Frosta pflegt einen offenen,
direkten Austausch mit seiner Kundschaft und wird bestimmt bald mehr über das
ästhetische Empfinden der Käufer wissen – und das ist eine gute Strategie.
www.blog-frosta.de/index.php
www.frosta.de
Diplom-Designerin Birgit Bauer ist Dozentin
an der renommierten Kunsthochschule Kassel.
Für PackReport kommentiert sie Relaunches und Neueinführungen
von Verpackungen in unsere Alltagskultur.“

(Vielen Dank an den packreport für die schnelle und unkomplizierte Unterstützung)

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Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Bei FRoSTA seit 1. Oktober 1996.
1996-2001 Produktentwicklung (Bremerhaven) - dort habe ich Rezepte und z.B. die eigene Nudelherstellung bei FRoSTA entwickelt
2001-2011 verantwortlich für das Produktmanagement der Marke FRoSTA (Bremerhaven, ab 2004 Hamburg) - also alles was mit den Produkten zu tun hat, wie Produkt- und Verpackungsentwicklung (damit es auch immer wieder neue leckere und attraktive FRoSTA Gerichte gibt), Vermarktung oder wie es neudeutsch heißt Marketing (um die Produkte auch bekannt zu machen - denn was nützt das schönste Produkt, wenn es keiner kennt - hier haben wir noch eine Menge zu tun),...
Jan-Mai 2012 Produktentwicklung-Administration (Bremerhaven) - hier werden z.B. die Rezepte in unser Warenwirtschaftssystem (eine große Datenbank, mit der viele wichtige Abläufe bei uns gesteuert werden) gebracht und Produktbeschreibungen (im Fachchinesisch: Spezifikationen) für Handelskunden erstellt
seit Mai 2012 Senior Produktmanager Handelsmarken (Bremerhaven) - verantwortlich für Produkte und Verpackungen von Handelspartnern

18 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Den Bericht kann man leider nicht lesen. Bitte vergrößern. Ist der Bericht jetzt positiv oder negativ gemeint. Ich glaube positiv in bezug auf Innovation und Negativ, weil keiner oder zu wenige die teuren Gerichten kauft. Hier noch mal mein Zitat: „Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben“. Der Markt ist nicht bereitet und Ihr schaltet keine Werbung dafür. Die Gericht sehen künstlich und gewöhnungsbedürftig aus. Sorry, das ich das so hart ausdrücken muss.

  • Ich meine auch, das Ingo nicht ganz unrecht hat.
    Trotzdem endlich mal ein Unternehmen, was neue Sachen in den Markt bringt auch wenn viele Innovationen in Deutschland an den Kosten oder bei den Konsumenten floppen. Frosta sollte doch mal die Preisdifferenz zwischen Gourmet (300g) und einem 600 g (früher 750g)Pfannengericht mit gleichem Fleischanteil erklären. Die Differenz auf eine kg ist nicht nachvollziehbar. Die Investitionen für die Herstellung können auch nicht so hoch sein, damit dieses gerechtfertigt ist. Die Maschinen werden doch meistens auf 10 Jahre abgeschrieben und dann sind die Maschinenstundensätze doch gar nicht mehr so hoch. Die Technik ist ja auch nicht neu. Habe ich im Urlaub in Italien schon häufiger im Lebensmittelmarkt gesehen. Lets go, Frosta.

  • @Dirk: Die Preisdifferenz zwischen einem 600g Beutel und einem 350g Gourmetgericht liegt hauptsächlich an den Zutaten: Ein ganzes Lachs-, Buntbarsch- oder Hühnchenfilet wie bei den Gourmetgerichten ist deutlich teurer als kleine Fleischstücke die bei den Beutelgerichten verwendet werden.

    Ausserdem sind auch die Saucen und die Beilagen bei unseren Gourmetgerichten relativ aufwendig produziert!

  • … ergänzend zu Felix Ahlers sind es nicht nur ganze Filets, je nach Gericht, ist es auch fast doppelt soviel Fleisch oder Fisch als bei den 600g Beuteln. Und dann hat auch die neue Art der Verpackung ihren Preis. Die unkomplizierte und schnelle Zubereitung auf einem bereits in der Verpackung befindlichen Teller ist ein wesentlicher Unterschied zu den Beuteln.

  • … und zum Thema „Wer zu früh kommt …“ – das ist sicher immer ein schmaler Grad wie groß darf der Neuigkeitswert einer Innovation sein. Aber wenn nicht wir als führende Marke für Fertiggerichte wer sollte dann wirkliche Neuheiten in den Markt einführen.
    Was uns Mut macht sind erste Reaktionen von der Mehrheit der Verbraucher die das neue Konzept super finden.
    Diejenigen, die noch skeptisch sind versuchen wir u.a. mit Verkostungen direkt in den Geschäften die neuen Produkte näher zu bringen – klappt ganz gut. Interessant ist, dass wir mit unseren Gourmet Mahlzeiten auch Menschen ansprechen, die bisher nie Fertiggerichte gekauft haben – und das ist doch ein gutes Zeichen – oder?

  • ich denke auch wenn man den Preis hochrechnet kann man gleich ins Restaurant gehen denn 700-1000g hat ein „Restaurantgericht“ auch.
    Und welch ein Schreck! Gestern war ich in der Metro und habe mir unter anderem mal FrostaGV angeguckt und was da alles deklariert ist scheint mir wenig konsequent.

    Martin

  • @Martin
    FRoSTA GV ist ein eigener Geschäftsbereich und hat nichts mit der Marke FRoSTA in den Supermärkten zu tun. Das kann man an der unterschiedlichen Verpackunggestaltung und an dem unterschiedlichen Logo erkennen.

  • naja ist trotzdem die gleiche Firma. Und wenn man Hefeextrakt als Firma verteufelt aber in anderen Geschäftsbereichen einsetzt ist das für mich wie wenn man dem Nachbarn Nachts die Kirschen aus dem Garten klaut aber überall erzält es wären Giftkirschen und der Nachbar wäre Kinderschänder.

    Martin

  • @Martin: Ich bezweifel mal ernsthaft, dass ein vergleichbares durchschnittliches „Restaurantgericht“ auch nur annähernd ein Gewicht von 600g erreicht. Desweiteren kann man, auch im Restaurant seines vertrauens, nie sicher sein ob bzw. was für Zusatzstoffe noch in das Gericht mit einfließen.
    Außerdem spart man sich auch noch die enorm überteuerten „Restaurant-Getränke“.
    So gesehen rechnet sich die Heimzubereitung der Gourmetmahlzeiten alle mal.

  • @Martin
    Im Großverbraucherbereich setzen wir auch heute schon keine Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe ein.
    Allerdings können wir z.Zt. noch nicht auf alle Zusatzstoffe verzichten, da unsere Partner (Großküchen, Gastronomie, …) ganz besondere Anforderungen an Zubereitungsarten (z.B. in Großgeräten wie Kombidämpfer) und längere Standzeiten der Gerichte an z.B. Buffets oder bei Essensausgaben haben.
    Wir arbeiten aber stetig daran auf immer mehr Hilfsmittel verzichten zu können, so sind unsere nächsten Kandidaten z.B. der Farbstoff Paprikaextrakt und das Umrötehilfsmittel Nitritpökelsalz.

  • Sehr geehrter Herr Alhlers!
    Sicherlich haben Sie recht, das „Lachs-, Buntbarsch- oder Hühnchenfilet“ etwas teurer sind als der sonstige kleine Fleischstücke. Obwohl sonst ist es häufig genau anders herum. Kleineres ist teurer als ein großes Stück. Aber ich habe schon sehr häufig im Discounter großstückige Fleischstücke im Beutel in einer Faltschachtel gesehen und diese waren nicht so teuer. Kosten so um die 1,50 bis 2 Euro für 500g. Ich glaube, das Frost hier eine neue Preispositionierung versucht und an die gehobene Kundenschicht ran will. Ist ja Ok, aber dann muss mann auch mit kleineren Verkaufsmengen leben können. So gut verkaufen Sich die Gourmetartikel in meinem Lebensmittelladen leider nicht. Ich habe extra noch mal die Verkäuferin gefragt (wegen dieses Blogeintrags). Teilweise kannte Sie diese Artikel leider gar nicht. Gibt es schon Fernsehwerbung dafür? Wann wird diese geschaltet. Beeilt Euch, bevor die Lebensmittelmärkte die Artikel wieder rausnehmen.

  • @Martin
    Mir geht es genauso. Obwohl ich von den 600/650g Beuteln begeistert bin, halte ich die Gourmet-Gerichte für zu teuer. Von den Beuteln werde ich gerade satt (könnte manchmal noch 50g mehr sein ;-)) und sie schmecken extrem gut. Ich kann mir gar nicht vorstellen, daß die Gourmet-Gerichten noch (sehr viel) besser schmecken. Und ich müßte natürlich davon 2 Gerichte essen um genauso satt zu werden. Der doppelte Preis ist mir einfach zu hoch. Und die Zubereitung der Beutel (Pfanne mit Deckel) ist ja praktisch auch keine Arbeit. Lediglich der Abwasch von Pfanne und Teller ist zusätzlich nötig, aber ich esse sowieso lieber von einem Porzelanteller als von einer Plastikschale. Wenn ich also für das gleiche Geld mit Hochgenuß 2 Tage statt 1 Tag satt werden kann, warum sollte ich da den 1 Tag wählen? Die Gourmet-Gerichte haben einfach viel zu starke Konkurrenz im eigenen Haus.

    Für mich ist FRoSTA (Beutel) der ideale Ersatz für das Kantinenessen, welches im Preis meist höher und in der Qualität eigentlich immer schlechter ist. Das ist auch sicherlich die richtige Richtung der Vermarktung (entweder direkt in die Kantinen zu gehen und/oder den Endverbraucher anzusprechen). Wenn man beim „Zubereiten“ von Fertiggerichten kein schlechtes Gewissen mehr haben muß („Fast-Food“=ungesund) oder sogar etwas einmalig „gesundes“ bekommt (keine Zusatzstoffe) dann gibt es ja kaum noch ein Argument *gegen* ein solches Fertiggericht (zumindest wenn der Preis auch noch im Rahmen bleibt).

  • Um das Thema mit der „gewöhnungsbedürftigen“ Verpackung nochmal aufzugreifen: Ich würde mir da keine all zu großen Sorgen machen. Die Frosta-Kundschaft würde ich sowieso eher zu den „denkenden Menschen“ zählen und die kommen auch mit einer Verpackung klar, die sie so noch nicht kannten.
    Und der Rest der Menschheit wird sowieso weiter das Billigzeug kaufen, weil es sie gar nicht interessiert wo der Unterschied liegt.

    Gerhard Zirkel

  • Ich finde die Verpackung sehr interessant und auch ansprechend und gelungen, stac hmir kürzlich sofort ins Auge – begleitende Werbung habe ich allerdings auch keine wahrgenommen, das halte ich für ein Manko.

    Was mir gefällt an der Verpackung ist das Gefühl zu wissen was ich kaufe, statt die Katze im Sack bzw. das Gericht im Karton oder Beutel, wo ich erst beim Aufmachen sehe in wie weit Packungslyrik und Coverfoto mit dem Inhalt etwas gemeinsam haben. Und die Gerichte die ich bis jetzt gesehen habe vermittelten auch den Eindruck hochwertiger Zutaten.

    Den Schockeffekt kann ich so nicht nachvollziehen, schließlich werden Garnelen oder die Deutsche-See- Fischstücke ja auch quasi open face verkauft.

  • Ich kann die Diskussion um die Verpackung Eurer Gourmet-Gerichte überhaupt nicht nachvollziehen – durch die außergewöhnliche Verpackung bin ich im Supermarkt überhaupt erst auf Euch gekommen und mittlerweile großer Frosta-Fan 😉

    Macht weiter so mit den hervorragenden Produkten und der offenen und transparenten Unternehmenspolitik!

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