Volles Rooäää!!

Um diesen Bericht zu schreiben, musste ich mich ein wenig vorbereiten. Fast ein Jahr lang. Ich wollte nämlich keinen Nachbericht schreiben, sondern einen Vorbericht. Und zwar über das Fischereihafenrennen. Einmal im Jahr am Pfingstwochenende rasen, nur 200 Meter nördlich vom FRoSTA-Gelände, im Fischereihafen in Bremerhaven die Motorräder vorbei. Es ist mittlerweile das einzige Straßenrennen für Motorräder in Norddeutschland.

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Das Fischereihafenrennen wird seit 1952 hier ausgetragen, dieses Jahr zum 51. Mal. Schon Tage vorher beginnen die Aufbauarbeiten: Verkehrsschilder und andere ortansässige Gegebenheiten werden mit Strohballen vor aufprallenden Motorradpiloten, die den Weg nicht ganz gefunden haben, geschützt. Oder so …

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Es werden Zuschauertribünen aufgebaut und, da Zebrastreifen während des Rennens, entgegen der Verkehrsordnung, meist nicht die ihnen gebührende Beachtung finden würden, auch Übergänge über die Strecke, damit man fast überall an der Strecke am Straßenrand das Rennen verfolgen kann.

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Die Bordsteine werden mit Asphalt „abgeklebt“. Die sollen ja auch nicht kaputt gehen. Also die Fahrer und die Reifen. Wenn sie mal einen weiteren Bogen um die Kurve nehmen. Zuerst wird dicke Plastikfolie in die Ecke gelegt, dann mit Asphalt aufgefüllt und so abgeschrägt. So kann dieses Provisorium nach dem Rennen schnell wieder entfernt werden.
Kanaldeckel werden mit Dachpappe verschweißt. Nicht nur wegen einer griffigeren Fahrbahn. Durch den Sog des Fahrtwindes könnten die Deckel sonst hochgerissen werden. Der eine oder andere Fahrer könnte sich dann vorzeitig durch die Kanalisation verabschieden. Ich denke, das wollten die Organisatoren damit unbedingt verhindern.

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Das hier ist nicht das Fahrerlager, sondern die Zufahrt zum Gelände der Rennstrecke, gleich hinter dem FRoSTA-Areal, wo die Zuschauer, die natürlich auch zum Teil mit Motorrädern kommen, ihre Maschinen abstellen. Viele campen auch die Tage über in der Gegend. Allerdings kann man sehr wohl zwischen den Rennen mal durchs Fahrerlager bummeln. Davon habe ich leider kein Foto, denn da ich beim letzten Mal nicht auf dem Gelände war, musste ich die Fotos teilweise als Zaungast von außerhalb bzw. nach der Veranstaltung machen.

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Vielleicht trifft man im Fahrerlager auch auf Ralf Waldmann, den ehemaligen 2-fachen Vize-Weltmeister, der auch dieses Jahr wieder fürs Fischereihafenrennen gemeldet hat. Am kommenden Wochenende ist es soweit. Und am Tag nach Pfingsten sieht man nur noch die Reste von den ganzen Strohballen die Straße entlang fliegen …

Nährere Infos unter www.fischereihafen-rennen.de

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Frank Ehlerding (Controlling)

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5 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Finde ich auch interessant. In Deutschland ein freies Motorrad rennen auf Straßen, habe ich bis jetzt auch noch nicht gesehen. Wie ich sehe wird dieser Block immer interessanter und auch die Artikel unterschiedlicher. Prima.

    [Anm. d. Admin: Hallo lieber Herr „Sportboot mieten“ – auch für Sie gilt: keine Keywords als Name und keine Deep-links auf ihre Firmenhomepage, vielen Dank für Ihr Verständnis]

  • JAAA, Fischereihafenrennen ist total gut! Ich war schon zweimal da, ist immer ein Riesenspektakel und echt aufregend. Rennsport hautnah, sozusagen. Leider kann ich dieses Jahr nicht, schade.

  • Ich finde es sehr gut das es noch solche öffentlichen Motorradrennen wo bestimmt auch junge Tallente gefördert werden.
    Aber sowas kann auch ganz schnell ganz schön gefährlich werden siehe Isle of Men

    [Anm. d. Admin: Hallo lieber Herr “MarkIsen” – auch für Sie gilt: keine Keywords als Name und keine Links MFA-Seiten, vielen Dank für Ihr Verständnis]

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