Chinesen essen Fisch statt Reis…..

Eintrag von Felix Ahlers (Vorstand Marketing und Vertrieb)

Hallo, heute schreibt das Hamburger Abendblatt und gestern die Süddeutsche Zeitung dass die Chinesen mehr Fisch essen wodurch die Preise für Fisch steigen werden. Durch die wirtschaftlich gute Entwicklung steigt natürlich auch in China die Nachfrage und man isst statt Reis mehr Fleisch und Fisch – eine ganz normale Entwicklung. Aber wir merken natürlich auch, dass weltweit mehr Fisch gegessen wird, weil es eben gesund ist. Und weil Alaska-Seelachs, die bekannteste Fischart, wild gefangen wird und nicht wie andere Lebensmittel gezüchtet werden kann, wird natürlich der Preis steigen.

Wir wollen dafür sorgen, dass man Fisch nicht überfischt, also kaufen wir nur Fisch aus bestandserhaltenden Fängen. Unsere Lieferanten müssen die offiziellen Fangquoten einhalten und die Größe der Netzmaschen wird streng kontrolliert, damit keine Jungfische gefangen werden. Unsere Einkäufer Hans-Joachim Hugo und Karl-Heinz Kraus sowie Dr. Andreas Bosselmann als Leiter der Abteilung Forschung und Entwicklung besuchen und kontrollieren unsere Lieferanten deshalb regelmäßig. Oft setzen wir auch Fisch aus dem „Marine-Steward-Ship Programm“ (MSC) ein, welches den bestandserhaltenden Fang überwacht. Übrigens unterstützt auch Greenpeace diese Art der Fischerei!

Trotz der Preiserhöhung beim Fisch bleiben unsere Produkte preiswert – versprochen!

Viele Grüße, Felix Ahlers

PS: Auch unsere FRoSTA Einkäufer werden hier sicher bald einmal ihre Erfahrungen berichten!

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1 Antwort zu : “Chinesen essen Fisch statt Reis…..”

  1. blogliesel [Besucher] sagt:

    Der Wind treibt den Ölpreis in die Höhe, möglicherweise werden demnächst auch die Ölsardinen teurer. Die Chinesen essen angeblich zu viel Fisch, darum wird der Fisch teurer.

    Letztes Jahr hörte sich das im Hamburger Abendblatt noch ganz anders an…

    15,2 Kilogramm Fisch isst jeder Haushalt im Jahr. Bundesweit spitze. Doch die deutsche Fischwirtschaft schrumpft. 1900 Arbeitsplätze abgebaut.

    Von Bob Geisler

    Die Hamburger sind Deutschlands Fischliebhaber Nummer eins. Mit 15,2 Kilogramm pro Haushalt liegen sie weit über dem bundesweiten Durchschnitt von 10,2 Kilo und auch vor den Küstenländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. “Die Spitzenposition der Hansestadt hängt nicht nur mit der maritimen Tradition sondern auch mit der hohen Zahl an Wochenmärkten und Fischfachgeschäften zusammen”, sagte gestern der Geschäftsführer des Hamburger Fisch-Informationszentrums (FIZ), Matthias Keller.
    Aus der Jahresbilanz der deutschen Fischwirtschaft geht auch hervor, dass die Hanseaten überdurchschnittlich viel Wert auf frische Ware legen. Fast die Hälfte aller Meeresfrüchte wird in Hamburg lose über die Theke verkauft, in den anderen Bundesländern liegt der Tiefkühlfisch hingegen uneinholbar weit vorn. Insgesamt ist der Pro-Kopf-Verbrauch, der auch den im Restaurant oder in der Kantine verzehrten Fisch umfasst, im vergangenen Jahr leicht von 14 auf 14,4 Kilogramm gestiegen. “Wir profitieren hier unter anderem vom allgemeinen Wellness-Trend”, begründet Keller die seit Jahren anhaltende positive Entwicklung. “In fünf Jahren werden wir bei 20 Kilo pro Kopf liegen”, prognostizierte er.
    Am beliebtesten ist in Deutschland nach wie vor der Alaska-Seelachs (knapp 30 Prozent der verzehrten Fische), der unter anderem in den Fischstäbchen steckt. Ebenfalls sehr gefragt sind Heringe, Tunfische, Lachse und Rotbarsche.
    Von dem positiven Trend zu mehr Fisch konnte die deutsche Fischwirtschaft allerdings nur bedingt profitieren. Zwar schnellten die deutschen Fangmengen im vergangenen Jahr um 28 Prozent auf 265 000 Tonnen im In- und Ausland in die Höhe. Eine Entwicklung, die unter anderem mit höheren Fangquoten beim Hering und durch eine sehr gute Muschelsaison zu erklären war. Allein die gesamte Menge der gefangenen Muscheln verdreifachte sich auf fast 25 000 Tonnen.
    Doch die auf dem deutschen Markt verkaufte Ware – 1,96 Millionen Tonnen – stammt gerade mal zu 16 Prozent von deutschen Kuttern und Fangschiffen. Wichtigste Lieferländer sind Dänemark, die Niederlande, Norwegen Polen und China. Vietnam gehört zu den Exportländern mit dem höchsten Wachstum.
    Wegen der zunehmenden Konkurrenz aus Asien und Osteuropa musste die deutsche Fischwirtschaft im vergangenen Jahr 1900 Arbeitsplätze abbauen. Die Zahl der Beschäftigten sank damit auf 43 000. Grund dafür ist nach den Worten Kellers aber auch der Einsatz von Technik, die viele Jobs überflüssig gemacht hat. “Wir hoffen, dass wir nun die Talsohle erreicht haben und künftig wieder Leute einstellen können”, sagte er.
    Die Fischpreise sind laut Keller im vergangenen Jahr leicht um zwei Prozent gesunken. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres blieben sie nahezu stabil.

    Keller kündigte an, dass man versuchen werde, Preiserhöhungen durchzusetzen. “Im Sinne der Fischwirtschaft wären höhere Preise wünschenswert, doch dies ist angesichts der großen Bedeutung der Discounter beim Fischverkauf nur schwer durchsetzbar”, so Keller. Über die Billigketten werden bundesweit fast die Hälfte aller Meeresfrüchte abgesetzt. Der Umsatz in der deutschen Fischindustrie ging 2003 um 10,8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück. Die Exportquote stieg leicht um 1,6 Prozent auf 16,8 Prozent.

    Hamburger Abendblatt, 08.09.2004, Fisch-Hauptstadt Hamburg

    Hat nun der Herr Keller die Chinesen mobilisiert, mehr Fisch zu essen, damit höhere Preise durchzusetzen sind, weil das im Sinne der Fischwirtschaft ist ?

    Einer muss es ja gewesen sein, hier geht es wohl eher um mehr Profit für die Fischwirtschaft. Aber das muss ja der Verbraucher nicht gleich mitbekommen, daher schiebt man erst mal den Fischjieper der Chinesen vor.

    Da dürfen wir ja vor dem Werkstor von FroSTA vor Dankbarkeit auf die Knie fallen, dass wenigstens die den Preis (noch) nicht erhöht haben…

    Ich geh’ jetzt angeln…

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