Der Strom der Zeit

Manch unbedarfter Leser könnte vielleicht auf die Idee kommen, bei FRoSTA würden immer alle unter Strom stehen. Doch weit gefehlt! Heute Morgen war der beste Beweis: Um kurz vor 9 Uhr fiel in der ganzen Firma der Strom aus. Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, in der ganzen Umgegend war kein Strom mehr. Nur das Telefon funktionierte noch. Das war aber auch so ziemlich das Einzige, was noch ging. Nun ist ein Stromausfall kein Weltuntergang, aber es ist doch etwas beunruhigend, wenn die Notbeleuchtung, die eigentlich immer an sein sollte, dann auch nicht mehr funktioniert. Da besteht dann wohl doch noch ein wenig Handlungsbedarf, denn wozu eine Notbeleuchtung, wenn die auch nur dann geht, wenn man auch die reguläre Beleuchtung anmachen kann? Von daher hat dieser Stromausfall vielleicht auch seine gute Seite, denn für ernsthafte Notfälle sollte das schon funktionieren.

Auch die Kühlaggregate hatte es natürlich erwischt, aber kein Grund zur Panik: Unsere Kühlhäuser halten die Temperatur bei geschlossenen Türen noch mindestens 2-3 Tage. Allerdings bedeutet das, dass keine Verladungen stattfinden. Die fertigen Paletten aus der Produktion können dann noch manuell durch die sonst automatischen Türen ins Lager gebracht werden.

Es dauerte ca. eine halbe Stunde, bis der Strom wieder da war. Im selben Moment als wir wieder Strom hatten, waren dann allerdings die Telefone tot. Man kann eben nicht alles haben.

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Frank Ehlerding (Controlling)

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Controlling

8 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Hattet Ihr Eure Stromrechnung nicht bezahlt und der Versorger hat den Strom abgedreht?
    Gibt es kein Notfallkonzept? Was macht ein Unternehmen, wenn mehrere Tage der Strom ausfällt? So wie vor ca. 2 Jahren mehrere Regionen in Deutschland keinen Strom hatte.
    Da kann man mal sehen, wie wichtig die Stromversorgung in unserem Lande ist. Könnt Ihr eigendlich mit einem großen Notstromarregat die Produktion aufrecht erhalten? Wie lange reicht Euer Vorrat. Muss ich mir für solche Notfälle auch immer was bevorraten? Wie soll ich die tiefgefrorenen Beutel lagern, wenn meine Truhe auch nicht funkioniert?
    Fragen über Fragen.

  • @ Wilfried Scholten
    Tja, so wie es aussieht, war doch nur hauptsächlich FRoSTA vom Stromausfall betroffen. Aber nach einer Blitzüberweisung hat unsere Stromgesellschaft den Hamster wieder zurück ins Laufrad geschickt und wir können den Kaffee endlich wieder heiß trinken 😉

    Ein Notstromaggregat für die gesamte Produktion? Da müssten wir schon ein eigenes kleines Kraftwerk haben. Aber wir sind ja kein Kraftwerksbetreiber, sondern Hersteller von Tiefkühlkost. Und Notenergie für die gesamte Produktion für den Eventualfall eines Stromausfalls permanent über Jahre funktionsfähig vorzuhalten wäre ein immenser Kostenfaktor. Totale Sicherheit gibt es nicht oder nur für unwirtschaftlich viel Geld aber bestimmte Notfälle und Schäden sind natürlich versichert und gewisse Prozesse sind auch durch Notstromaggregate gesichert.

    Wenn Ihre Tiefkühltruhe länger als einen Tag nicht funktioniert, lagern Sie die Produkte am besten für 5 – 10 Minuten (je nach Rezept) in einer heißen Pfanne und laden sich Freunde ein, um sie so schnell wie möglich aufzuessen. Ein ähnliches Vorgehen sieht auch unser Notfallkonzept vor 😉

  • @Frank Ehlerding
    1. Guter Vorschlag mit Ihren alternativen Lagervorschlag. Leider nicht komplett bis zu ende gedacht. Derzeit haben die meisten Esser nur einen Elektroherd. Pech gehabt. Da bleibt nur das lutschen oder ein privates Lagerfeuer mit den Möbeln.
    2. Energiebedarf: Ist es überhaupt sinnvoll, so viel Energie in die Tiefkühlprodukte reinzustecken? Erst runterfrieren und dann wieder erhitzen und das alles mit Wirkungsgraden von ca. 50 %.
    Setzt Ihr eigendlich Atomstrom ein?

  • Nee, nee! Das war schon zu Ende gedacht. Nur nicht präzise genug gefragt. Es war nur die Rede davon, dass Ihre Kühltruhe auch nicht funktioniert. Da hab ich mal einfach unterstellt: kaputt!

    Was die Energiebilanz angeht stelle ich mal ad hoc 2 gewagte Thesen auf:

    Erstens stellen wir unsere Produkte schon aus rein wirtschaftlichen Gründen immer mit so wenig Energie wie möglich her. Und bei den Mengen, die wir produzieren lohnt es sich auch, auf eine gute Energieausbeute zu achten. Unsere Produkte werden für den Verbraucher so vorbereitet, dass alle Zutaten zur gleichen Zeit gar werden. Es muss also nichts warm gehalten werden, bis die anderen Zutaten fertig sind, wie das manchmal zu Hause ist, wenn man nicht so ganz einschätzen kann, wann alles gar ist. Und wir führen auch nur die Menge Energie zu, die wirklich nötig ist, genau festgelegt, und nicht wie man als Privatmensch manchmal meint: „Viel hilft viel.“ Und zu Hause hat man dann für unsere Produkte nur noch eine relativ kurze Zubereitungszeit. Auch ohne genaue Untersuchungen stelle ich mal die Behauptung auf, dass wir da in der Hinsicht sicher nicht schlechter abschneiden, als wenn jeder zu Hause mit einem sicherlich geringeren Wirkungsgrad von vorne bis hinten alles selber zubereiten würde und sein „eigenes Süppchen“ kochen würde..

    Zweitens ist die Tiefkühlung ein sehr gutes Mittel, um Lebensmittel haltbar zu machen und dies mit einem möglichst geringen Verlust an Nährstoffen und Vitaminen. Wenn man tiefgekühlte Produkte gekauft hat, kann man sie auftauen, wenn man Hunger hat und zwar so viel wie man gerade möchte. Den Rest kann man (je nach Produkt) in der Truhe liegen lassen und ein andermal essen. Wenn man frische Produkte kauft, muss man sie viel schneller verzehren, sonst werden sie schnell ungenießbar. Und wenn man dann einen Teil der (dann nicht mehr) frischen Waren wegschmeißen muss, sieht die Bilanz für die tiefgekühlte Seite sicher besser aus.

    Was den Strom an sich angeht, ist das nicht gerade mein Spezialgebiet und ich bin zudem heute in Urlaub gegangen und mein Antrieb, mich in der Firma durchzufragen ist deshalb etwas begrenzt ist. Doch wird unser Strom mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mit Atomen, sondern mit Elektronen gemacht. 😉 Abgesehen davon denke ich, dass wir, wie wohl die allermeisten Haushalte in Deutschland, den durchschnittlichen Strom-Mix der durchschnittlichen deutschen Stromversorger beziehen, wobei natürlich viele unserer Maschinen eine höhere Leistung brauchen als die normale Steckdose liefern kann.

  • Zum Thema Vorsorge gegen Stromausfall:
    Wir hatten letzte Woche auch einen kompletten Stromausfall in der Firma (ca. 1 Stunde). Und was war die Ursache? Die USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die ja gerade solche Fälle verhindern sollte! In den 8 Jahren, die ich in der Firma arbeite, war das der 2. Ausfall und ich habe noch nicht erlebt, daß die USV einen Stromausfall verhindert hat. Gegen jede Unbill Vorsorge zu treffen ist halt nicht immer die effektivste Lösung.

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