Abfallwirtschaft – nicht von Pappe!

Eigentlich haben wir keine Kategorie, in die ich diesen Beitrag packen könnte. Denn so ganz für voll nehmen kann man meinen Hinweis zwar nicht nehmen, aber spaßig ist die Sache schon ganz und gar nicht, denn dazu ist die zugrunde liegende Geschichte doch zu erst. Die Kategorie „Ungewöhnliches“ passt auch nicht ganz und eine Kategorie „Absurdes“ oder „Ratschläge fürs Leben“ haben wir hier nicht. Und sowieso bekomme ich bestimmt wieder haue, weil ich das Thema nicht mit der gebotenen Ernsthaftigkeit behandele. Aber bitte, wenn’s denn sein muss … Also versuche ich’s mal mit „Kritisches“:

Wie man hier lesen kann, entbrennt unter Abfallverwertungsfirmen derzeit ein richtiger Streit ums Altpapier. Es gibt nämlich immer mehr von diesen Verwertungsfirmen und der Rohstoff Altpapier wird deshalb immer begehrter. Auch wenn ich persönlich immer staune, wenn ich mal einen Blick unsere Altpapiertonne bei uns zu Haus werfe, wie viel sich da doch immer wieder ansammelt, so führt doch diese künstliche Knappheit scheinbar schon zu kriminellen Machenschaften und wenn man den Aussagen dort im Bericht glauben darf (und das sollte man bitte nicht immer bedenkenlos tun!), wurden deswegen sogar Mitarbeiter von Recyclingunternehmen beim Aufstellen von blauen Altpapierstellen zusammengeschlagen.

Deshalb mein gut gemeinter Rat an dieser Stelle: Sollten Sie sich einmal ein Produkt von FRoSTA kaufen, dass in einer Faltschachtel verpackt ist, z. B. die leckeren Fisch-Frikadellen, seinen Sie bitte vorsichtig, wenn Sie nach dem Verzehr die Faltschachtel im Altpapier entsorgen wollen. Sollte jemand dabei auf Sie zukommen und Sie auffordern, die Faltschachtel herauszurücken, dann tun Sie es bitte! Die Sache ist es nicht Wert, um an dieser Stelle großen Widerstand zu leisten!

Unabhängig davon: Bringen Sie ruhig Ihr Altpapier zum Container / zur Altpapiertonne. Und nehmen Sie auch mal Toilettenpapier aus recycleten Papier. Es schont die Umwelt.

Bei unseren Produkten dürfen wir für die Faltschachteln allerdings grundsätzlich keine Recycling-Pappe verwenden, da wir darin Lebensmittel verpacken.

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Frank Ehlerding (Controlling)

Frank Ehlerding (Controlling)

Controlling

14 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Komische Blüten treibt das Geschäft… *wunder* Hier in der Schweiz ist man aber in einigen Kantonen noch nicht einmal in der Lage die Abfuhr von Karton und Papier zusammenzulegen . Das heisst: es wird beides getrennt abgeholt. Und Pappe nur alle Jubeljahre einmal 🙂 Also stapelt man es im Keller. Nicht auszudenken, welche Schätze da unten verschnürt herumliegen! Wenn deswegen jetzt dort eingebrochen wird… *g*

    Aber etwas anderes: Warum darf man denn keine Recycling-Pappe für Lebensmittelverpackungen verwenden??

  • Man weiß man nie, mit was für Sachen so eine recycleter Karton schon in seinem früheren Leben in Berührung / Verbindung gekommen ist. Das Risiko ist bei Lebensmitteln einfach zu groß.

  • Gab es (oder gibt es?) nicht mein Gasthof zum goldenen M so Pappschachteln, bei denen ein Altpapierkern mit neuem Papier umhüllt ist?

  • Hallo Herr Ehlerding,

    wie stehen Sie zu den aktuellen Ergebnissen der „Stiftung Warentest“ bezüglich der Praten Stix ?

    Finde die gerade die Wertungen in der Sensorischen Beurteilung und den Schadstoffen doch etwas überraschend und beunruhigend gerade für das FRoSTA-Reinheitsgebot.

  • Rainer, ich habe soeben mal die paar Euro investiert und mir den aktuellen Test der Frosta Piraten Stix auf warentest.de durchgelesen.

    Du hast natürlich recht: ein „befriedigiend“ kann nicht das Ziel von Frosta sein. Bei den Schadstoffen hat die Stiftung Warentest zwar (zu recht) abgewertet, beunruhigend ist jedoch etwas anderes! So schreibt die Stiftung in dem Artikel im Bezug auf Kadmium „Wir fanden aber allenfalls rund zehn Prozent der zulässigen Höchstmenge. Tintenfisch reichert von Natur aus mehr davon an als Fisch.“ Jedoch weißt Warentest auf darauf hin, dass diese Verunreinigung „durch gründliches Ausnehmen der Rohware vermeidbar“ wäre. Gleiches gilt für den – tintenfisch üblichen – Ammoniakgeruch: „Das ist kein Zeichen von Verderb, da diese Tintenfischart von Natur aus hohe Mengen enthält. Durch gute Verarbeitung ließe sich der Geruch aber entfernen.“

    Das die Tintenfischstäbchen zudem sensorisch nicht der Hit sind, steht auf einem anderen Blatt. Tintenfisch ist aber allgemein (abgesehen von ganz jungen Tintenfischen und auch diese recht aufwendig zubereitet) keine Geschmackssensation.

    Mit dem Frosta-Reinheitsgebot hat das aber alles rein gar nichts zu tun. Oder habe ich etwas überlesen?

  • Was es mit dem Reinheitsgebot zu tun hat ? Ist die Frage ernst gemeint ? Ich zitiere mal die FAQ:

    Was garantiert das FRoSTA-Reinheitsgebot?
    Das FRoSTA-Reinheitsgebot garantiert die ausschließliche Verwendung bester Rohwaren und Zutaten, die streng ausgewählt und kontrolliert werden und von Natur aus hervorragend schmecken.

    Diese Aussge steht doch ganz klar im krassen Gegensatz zu den Testergebnissen oder ?

  • Es gibt in Deutschland noch große Papierkontainer? Also bei uns ist es so, dass jeder eine separate Papiertonne zu Hause stehen hat. Diese ist etwas größer als der alt bekannte Asche-Kübel und wird (denke ich) alle 2 Wochen vom städtischen Müllentsorgungsbetrieb abgeholt. Für die Papiertonnen muss man sich keine extra Marken kaufen, ist sozusagen Kostenlos. Nur für die Tonne musste man eine anzahlung zugeben…

    [Anm. d. Admin: Deeplink-Werbe-URL entfernt]

  • @Rainer:

    Schön, dass du die anderen Informationen und Argumente gar nicht erst beantwortest. 😉

    Der Tintenfisch schmeckt nunmal von Natur aus nicht atemberaubend, da hilft auch das beste Reinheitsgebot nicht. Und ja, die Kontrolle ist wohl noch nicht strengstens genug.

    Das Reinheitsgebot hat sich, hat aber einen ganz anderen Schwerpunkt.

    „Das FRoSTA Reinheitsgebot garantiert Ihnen bei allen Gerichten

    • keine Farbstoff- und Aromazusätze
    • keinen Zusatz von Geschmacksverstärkern
    • keine Emulgatoren- und Stabilisatorenzusätze
    • keine chemisch modifizierten Stärken

    Unser besonderer Anspruch: Auch unsere Zutaten sollen frei von diesen Zusätzen sein! So enthält die bei uns eingesetzte Deutsche Markenbutter beispielsweise keinen Farbstoff und die Sahne keine Stabilisatoren mehr.“ (Zitat von http://www.frosta.de/index2_reinheitsgebot.html)

  • @ Torsten
    Die Frage müssten Sie schon an McDonald’s selber richten. Ausschließen kann man nichts. Allerdings müssen Schachteln aus recycleter Pappe dicker sein als neue Pappe, um die gleiche Stabilität zu erreichen. Und da die Schachteln eher dünnwandig sind, spricht das nicht unbedingt dafür.

    @ Rainer
    Dass Sie gerade mich als Controlling-Menschen mit dieser Frage betrauen, ehrt mich zwar sehr, da ich aber zum einen den Test gar nicht kenne und zum anderen auch dieser Tage nicht im Büro bin, um mich schlau zu machen, kann ich Ihnen leider dazu keine Antwort geben. Vielleicht kann sich ja mal einer meiner Blog-Kollegen dazu äußern.

  • @ Jörg
    Warum sollte ich auf die anderen Argumente (bzw. zitierte Testergebnisse) eingehen?

    Das Tintenfisch einen eigenen Geschmack hat, ist klar. Wahrscheinlich war es sogar der SWT klar, denn das würde erklären, warum sie diese Produkte gesondert in einer eigenen Kategorie bewertet haben.

    Was das Reinheitsgebot aussagen soll, weiss ich selbst – die von mir zitierte FAQ sollte für den vertrauten Umgang meinerseits mit der FRoSTA-Webpräsenz aussagekräftig genug sein.

    Bei der Frage, wie FRoSTA dieses Reinheitsgebot realisiert, wird das Unternehmen nicht müde (siehe Nachhaltigkeits-PPT von Herr Ahlers) auf die hohe Rohstoffqualität zu verweisen.

    Ebendso verweist man regelmäßig beim Thema „hohe Produktkosten“ auf die erhöhten Rohstoffkosten im Einkauf.

    Und dann stellt sich nach dieser Argumentation eben die Frage, wie es dann sein kann, dass dieses Produkt dann in den Punkten „Sensorische Beurteilung“ und vor allem „Schadstoffe“ jeweils eine „Note“ schlechter abschneidet, wie das 40 % günstigere Discounterprodukt.

    @ Frank
    Sorry, kein Thema. Vielleicht nimmt sich Herr Ahlers dem Thema mal an.

  • @Reiner: Nicht zu vergessen jedoch, dass das Frosta-Produkt in der „Mikrobiologischen Qualität“ besser abgeschnitten hat, als das von Ihnen geschilderten „Discount-Produkt“. Die schlechte Bewertung bei der sensorischen Beurteilung ist jedoch wirklich schade – aber da subjektiv auch eine der am schwierigsten zu bewertenden Bereiche (vgl. den „Orangensaft-Test“ von vor einiger Zeit, wo genau auch diese Beurteilung zu großen Diskussionen zwischen den Saftherstellern und der Stiftung geführt hat).

  • @ Reiner: Dazu werden wir hier schreiben, unsere Qualitätsicherung hat das Ergebnis bereits beurteilt und wird sich melden.

    So weit ich bis heute informiert bin, ist der Geschmack bei den Riesenkalamar tatsächlich sehr variabel da das Fleisch natürlichen Amoniak enthält, manchmal mehr, manchmal weniger. Dies beeinflusst den Geschmack sehr.

  • @Rainer: Als Leiter der Abteilung Forschung & Entwicklung möchte ich mich in die Diskussion um die Testergebnisse von Stiftung Warentest für die Piraten Stix einschalten.

    Stiftung Warentest hat bei seiner Untersuchung der Fischstäbchen zwei Tintenfischstäbchen-Produkte mit eingebunden. Zum einen das Produkt der Marke FRoSTA „Piraten Stix“ und ein anderes Produkt eines Wettbewerbers. Die Beurteilung der Tintenfischstäbchen wurde in einem separaten redaktionellen Block vorgenommen. Letztendlich wurde aber das gesamte Untersuchungsprogramm parallel mit dem Fischstäbchen-Test durchgeführt. Stiftung Warentest hat für beide Produkte ein Zufriedenstellend abgegeben, wobei das FRoSTA-Produkt sogar leicht schlechter abgeschnitten hat.

    Selbstverständlich ist eine solche Beurteilung für uns als Markenproduzent enttäuschend. Die Art und Weise der Testdurchführung ließ aber kein anderes Urteil erwarten. Im wesentlichen ist das Urteil durch das sensorische Ergebnis geprägt. Die Tintenfischstäbchen wurde als zäh und teilweise amoniakalisch beurteilt. Eine solche Beurteilung lässt sich eigentlich nur verstehen, wenn man weiß, dass im Grunde genommen alle Tester eine Vielzahl von Fischstäbchen getestet haben und natürlich diese Tintenfischstäbchen in ihrer Geschmacksanmutung sowie auch in der Textur vollkommen anders sind als Fischprodukte. Allerdings sind diese sensorischen Merkmale typisch für ein Tintenfisch-Produkt. Kein Verbraucher würde von Tintenfischringen erwarten, dass sie eine weiche Textur wie Fisch haben.

    Hätte man unser FRoSTA-Tintenfischstäbchen als Tintenfischerzeugnis beurteilt, hätte nach meinem Dafürhalten nur ein Gut das Ergebnis sein können, weil wir hier ein Produkt vorliegen haben, das sowohl in der Optik ein sehr weißes Fleisch als auch in der Textur einen typischen festen Tintenfischcharakter hat. Ebenso ist die Geschmacksausprägung charakteristisch für einen Kalmar. Ob es damit allen Verbrauchern gleich gut schmeckt, sei dahingestellt. In jedem Fall ist es eine gesunde Alternative zu Fischprodukten.

    Der Gehalt an Kadmium lag in einer Größenordnung von 10 % der gesetzlichen Höchstmenge. Aus unserer Sicht ein ausgesprochen gutes Ergebnis. Warum Stiftung Warentest hier in diesem Spurenbereich eine Abwertung auf zufriedenstellend vornimmt, bei einer willkürlichen Marge von 10 % Höchstmengenausschöpfung, kann wahrscheinlich nur Stiftung Warentest erklären. Aus meiner Sicht ist dies wissenschaftlich vollkommen unhaltbar, weil die Schwermetallgehalte natürlich von einem Produzenten – zumindest in diesem unteren Bereich – kaum in irgendeiner Form beeinflussbar sind; es sind reine Zufallsergebnisse. In jedem Fall ist das Produkt absolut gesetzeskonform und auch unter Berücksichtigung dieses sehr niedrigen Schadstoffgehaltes als gut zu beurteilen.

  • Heute ist es mal wieder Kadmium…
    vor 4 Jahren war es Acrylamid in der Panade…
    vor 8 Jahren waren es Organozinverbindungen…

    Ich suche ja noch King Prawns die man Sorgenfrei essen kann 🙂

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