Udo Pollmer zu Ostern

Während ich am Ostermontag einige Schokoladenostereier gegessen habe, hörte ich auf NDR Info plötzlich ein Interview mit Udo Pollmer, Leiter des Europäischen Instituts für Ernährung. Er hat uns ja in der Vergangenheit oft beraten und hat geholfen unser Reinheitsgebot konsequent umzusetzen.

Im Gegensatz zu Udo Pollmer glaube ich, dass Diäten für Leute die abnehmen möchten gut sind – bin also nicht immer seiner Meinung. Diesmal sagte er:

1. „“Light-Produkte“ sind nicht gut, weil der Körper merkt wenn man sie isst und dann entsprechend gegensteuert. Also wird man dadurch eher dicker.“ Glaube ich auch, besonders weil die meisten Light-Produkten viele Zusatzstoffe haben. Sie irritieren den Körper und verleiten zuviel zu essen.

2. „Dicke Kinder gibt es. Macht aber nichts. Man sollte solche Kinder nicht diskriminieren. Nach der gaussischen Normalverteilung gibt es eben Dicke und Dünne.“ Glaube ich eher nicht, die meisten dicke Kinder brauchen mehr Bewegung und gesünderes Essen.

3. „Die meisten Food-Journalisten haben selbst Ernährungsprobleme. Deshalb suchen sie Skandale und schreiben über eigene Probleme. Dies ist für die meisten Leser nicht unbedingt relevant.“ Hier bin ich nicht sicher, klingt aber irgendwie logisch.

4. „Pommes sind nicht fetter wie eine Butterstulle und sind in Ordnung“. Finde ich auch. Pommes schmecken übrigens besonders gut wenn man sie in Olivenöl frittiert.

5. „Das Schönheitsideal richtet sich nach dem Durchschnitt der Menschen die man sieht. Da die Medien eine immer größere Bedeutung haben und dort fast immer nur unterernährte Modelle und Stars abgebildet werden (computermanipuliert!), würden die meisten Leute nun versuchen so auszusehen. Die Medien sollen also wieder „normale“ Menschen zeigen. Dann werden die Leute wieder vernünftig essen.“ Ich glaube dass man im Durchschnitt gesünder lebt wenn man dünn ist als wenn man dick ist. Trifft natürlich nicht für jeden zu.

6. „Dicke Leute leben länger.“ Glaube ich eher nicht, keine Ahnung ob es solche Statistiken gibt.

7. „Iss was Dir schmeckt und gut bekommt“. OK, aber in Maßen denke ich!

Jedenfalls haben mir meine Schokoladenostereier danach umso besser geschmeckt!

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

24 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Zeige mir einen Menschen der Diät hält und bei dem das über einen Zeitraum von 10 Jahren nicht immer wieder zum Jojo-Effekt ausartet und ich behaupte das die Diät für _diesen_ Menschen gut ist.

    Ich hab noch keinen gefunden auf den das zutrifft.

  • @Mela: Eine normale Diät bringt nix wegen Jojo Effekt, schon.
    Aber eine langfristige Ernährungsumstellung mit ausreichender Bewegung bringt automatisch ein besseres Gewicht. Wenn man mit Sport anfängt bleibt dem Körper gar nichts anderes übrig, als sich darauf einzustellen. Und wenn man Ausdauersport betreibt wird der Körper selber entsprechend versuchen, sein Gewicht zu reduzieren. Die Ernähungsumstellung geht dann meistens automatisch.

    Wir Menschen wurden nicht für’s Sofa konstruiert, sondern zum laufen (der Mensch kann jedes andere Tier zu Tode hetzen).

  • Ich habe das Interview auch gehört und fand es sehr erfrischend. Pollmer hat schon sehr gut dargelegt, dass viele Menschen ein gestörtes Verhältnis zu Essen haben und dass das langfristig schadet.

    Mir hat vor allem die Unaufgeregtheit gefallen und der gewisse Pragmatismus, den er an den Tag legte. Da merkte man, der ist kein klassischer Lobbyist, der aus wirtschaftlichen Gründen Panik verbreitet. Der spricht aus Überzeugung. Das ist schon sehr selten im journalistischen Expertentum.

  • zu 5. und 6.: er meinte (und das wurde durch eine studie neulich bestätigt (leider kein link im kopf), dass es gesünder ist, etwas schwerer als das optimalgewicht zu sein, verlichen mit der gleichen abweichung zum leichteren

    …und, ja, diäten sind vom teufel, das sie eben fast nie der anfang einer umstellung sind, sondern der quick fix vor der badesaison.

    ich habe auch öfters gedacht: zuerst 4 monate diät, danach umstellung.

    nur dass man, wenn man 14 kg weniger wiegt, so glücklich ist, dass man die langfristige umstellung „vergisst“… und dann ein jahr später 20 kg zugenommen hat (und daher 6 kg schwerer ist, als vor der diät)

  • Den Herrn Pollmer höre ich mir gerne mal auf D-Radio Kultur an. Vieles von dem, was er sagt, klingt einleuchtend, ist aber ein rotes Tuch für viele „vor was auch immer- aber definitiv“-überzeugte Menschen.

    Um Light-Produkte mache ich einen großen Bogen, dann doch eher das „Voll-Produkt“ und eben etwas weniger davon 😉

    Diäten bringen wirklich nicht viel. Entweder man nutzt so eine Diät für den Anfangserfolg und nutzt die Gelegenheit, seine Nahrungsgewohnheiten komplett umzustellen und das ganze noch mit etwas Sport zu garnieren…
    … oder lässt es eben. Dann spart man sich wenigstens viel Frust.

    Das „Dicke länger leben“ halte ich für Quatsch. Jeder hat doch das Recht auf den „zweiten Tod“ 😉 Ich denke, jedes Extrem (dünn, dick) ist ungesund. Wohl dem, der sich im „Mittelmaß“ bewegt.

    „Iss was Dir schmeckt und gut bekommt“.

    Volle Übereinstimmung!

  • „Iss was Dir schmeckt und gut bekommt“

    Genau meine Rede! Und dabei bin ich weder zu dick, noch zu dünn.

    Neben dem „was“ ist aber auch das „wie“ entscheidend. Auch das gesündeste Essen nützt nichts, wenn man sich keine Zeit dafür nimmt.

    Mal eben neben der Arbeit her etwas in sich hineinstopfen ist tödlich. Da kann das Zeug noch so gesund sein.

    Also: Weniger Streß + gesundes Essen und nicht so viel nachdenken, dann kann nichts mehr schiefgehen

    Gerhard Zirkel

  • Udo Pollmer hat in verschiedenen Büchern anhand von Statistiken nachgewiesen, dass Dicke länger leben. Er meint aber einen leicht erhöhten BMI.

  • Das Wichtigste, was uns Herr Pollmer bewusst gemacht hat, sind garnicht seine Theorien um Nahrungsmittel und Diäten.

    Er hat begriffen, dass im Zwischenhirn des Menschen einen Regler für die Nahrungsverwertung gibt. Er nennt ihn Penderostat. Andere nennen ihn Adipostat.

    Das Internet ist voll von wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema, lesen aber diejenigen nicht, die sich in Abendkursen zum Ernährungsexperten ausbilden lassen.

    Für die üblichen Vorurteile „Fett macht fett“ oder „Süß macht fett“ braucht doch kein Mensch einen Abendkurs in Ernäherungskunde, das weiß doch jeder selbst, oder?

  • Finde die Aussagen von Udo Pollmer wirklich etwas schäbig und sie sind weitgehend falsch.
    Das Diäten und Bewegung nichts nützen stimmt nicht wie kann es anders sein das ich durch gesunde Ernährung und täglicher Bewegung 20% Körperfett verloren habe? Udo Pollmers mediengeiles Geschrei klingt in meinen Ohren wie Hohn

  • Nachtrag: Außerdem benutzt Udo Pollmer oft rhetorische Mittel die bei einem Stammtisch passend sind aber in einer wissenschaftlichen Diskussion verfehlt sind. Ein weiteres mir offensichtliches Zeichen seiner Inkompetenz ist, dass er sich oft als Ernährungswissenschaftler oder Ernährungsexperte bezeichnet obwohl er „nur“ Lebensmittelchemiker ist. Was er betreibt ist purer Populismus. Außerdem benutzt Udo Pollmer oft rhetorische Mittel die bei einem Stammtisch passend sind aber in einer wissenschaftlichen Diskussion verfehlt sind. Er schreibt mit viel Emotionen und lässt abundzu noch ein paar Sprüche gegen Frauen los. Jeder der nicht seiner Meinung ist oder sich für die Volksgesundheit einsetzt bezeichnet er als essgestört und rückt sie in ein schlechtes Licht. Dadurch das er die Übergewichtigen in Schutz nimmt schafft er sich eine Lobby die er aber nicht durch Fakten überzeugen konnte sondern nur durch Lügen. Es scheint er könnte keine 3 Zeilen schreiben ohne irgendjemanden zu beleidigen.
    Ich finde es wirklich schade wenn Menschen über ihn reden als wäre er der Heilsbringer.

  • @ Cognac:

    Was sind denn Ihrer Meinung nach „Ernährungexperten“? Die mit einem Doktortitel?

    Ich finde das, was Herr Pollmer schreibt, recht plausibel, ganz im Gegensatz zu den meisten anderen über die Medien verbreiteten mehr oder weniger wissenschaftlichen Meinungen. Nur weil sich über Jahrzehnte immer wieder alle gegenseitig bestätigen, daß Fett dick macht, muß das ja noch nicht stimmen, denn Beweise dafür gibt es keine. Es hat auch über Jahrzehnte geheißen, daß Spinat gesund ist, weil es viel Eisen enthält. Wie konnte sich dieser klitzekleine Dokumentationsfehler nur so lange halten? Natürlich, wenn sie Fett extrem reduzieren, dann kann der Körper keines mehr ansetzen, aber ist das auch gesund (und hält man das auf Dauer durch)?

    Genau wie Herr Pollmer glaube auch ich, daß man über die Wirkmechanismen der Nahrungsaufnahme eigentlich garnichts weiß. Sonst gäbe es ja auch keine Probleme mit Übergewicht, man hätte dann ja schon eine Lösung. Deshalb gibt es auch diese Inflation an Ratschlägen in den einschlägigen Kolumnen die gebetsmühlenartig immer wieder mehr oder weniger das gleiche Raten: Verzichten Sie auf dieses oder jenes, dann werden Sie schlank. Begründet wird das meistens mit banalen Weisheiten wie ‚Fett macht Fett‘ oder so. Der Komplexität der Wirkmechnismen im Körper wird das aber nicht gerecht. Letztlich ist das alles nur blinder Aktionismus nach dem Motto: ‚Ja aber man muß doch was tun…‘. Genauso gut könnte man vorschlagen, nur noch hinkend zu laufen (denn man muß ja was tun). Begründet werden muß das nicht. Warum sollte z.B. (mehr) Bewegung zu einer Gewichtsreduktion führen? Meißt wird das daraus geschlossen, daß Menschen, die sich viel bewegen, schlanker sind. Aber ob das jetzt Ursache oder Wirkung ist, weiß man ja nicht. Vielleicht ist es ja umgekehrt: Menschen, die aus welchen Gründen auch immer schlank sind, bewegen sich halt mehr, weil es ihnen leichter fällt. Und wenn jemand mit Übergewicht das verordnete Bewegungsprogramm nicht durchhält, dann vielleicht auch, weil es eine extreme Strapaze für ihn ist. Aber alle meinen, daß er eben nicht genug Willen hat. DAS ist in meinen Augen Hohn.

    Auch ich glaube, daß Bewegung gut tut, aber es ist kein Allheilmittel zur Gewichtsreduktion (insbesondere nicht unter den heutigen Lebensbedingungen in den Industrieländern). Die Thesen von Herrn Pollmer sind sicherlich auch (noch) nicht beweisbar, aber es sind in meinen Augen die plausibelsten.

    Übrigens widerspricht das alles nicht Ihrer Erfahrung, durch bewußte Ernährung abgenommen zu haben. Entscheidend ist nicht, WAS man ändert, sondern daß man überhaupt was ändert (sein Leben). Letztlich wird der Regelmechanismus für ‚Reserven bilden‘ (Fett ansetzen) über Hormone gesteuert, die wiederum über komplexe Mechanismen unter anderem vom Gehirn beeinflußt werden. Und deshalb scheint es mir auch sehr plausibel, daß ein Eingriff in diese Regelmechanismen durch Aromen etc. nicht gut sein kann.

  • Das Körpergewicht eines jeden Menschen (eines jeden biologischen Systems) läßt sich auf eine vollkommen simple und darüber hinaus bestechend logische Formel bringen:

    Energiezufuhr – Energieverbrauch = (+/-) Gewicht

    Simpel und logisch.

    Der Körper verbraucht täglich Energie. Man verbraucht Energie im Schlaf, wenn man sitzt, steht, geht, läuft. Selbst beim Denken! Klar ist: je mehr Bewegung, umso mehr Energieverbrauch. Laufen verbrennt mehr Kalorien, als liegen. usw.

    Es ist doch LOGISCH, daß, wenn mein Körper beispielsweise 2000 Kalorien verbraucht, ich ihm aber 2500 zuführe … er 500 MEHR hat, als er verbraucht. Und die speichert er. Die werden ja nicht ‚ausgeschieden‘. Logisch.

    Und es ist doch logisch, wenn ich meinem Körper 1500 Kalorien zuführe, er aber 2000 verbraucht, daß er sich die notwendigen 500 aus dem gespeicherten Fett holt.

    Binsenweisheit.

    Jeder kann essen, was er will – den Nährwert (Vitamine, Mineralien usw.) jetzt mal außer Acht gelassen. Man sollte deshalb nicht sagen „er/sie isst zu viel“. Nein. Man muß sagen „er/sie bewegt sich zu wenig“.

    Ja, klar, je mehr Gewicht man hat, um so unerfreulicher wird die Bewegung. Dicke schnaufen schon nach 5 Stufen … ein ‚Normalgewichtiger‘ schafft selbst untrainiert ein paar mehr, ohne eine Verschnaufpause einlegen zu müssen.

    Übergewichtige joggen nicht. Fahren auch kein Fahrrad. Sie gehen vieleiiiiicht mal spazieren. Aber auch dann nur mit einem Eis in der Hand. Bis zum nächsten Pommes-Stand. Sie müssen ja die Kalorien wieder auffüllen, die sie gerade verbrannt haben – die braucht der Körper doch, das weiß man ja schließlich. 😉

    Ja, ich weiß … es gibt auch die, die sagen „ich esse gar nicht so viel. Ich esse ’normal‘ … aber ich nehme trotzdem nicht ab“. Ja, eben. Sie essen vielleicht ’normal‘ – bewegen sich aber zu wenig. Gilt z.B. für mich selbst. Ich habe sicher 20 kg zu viel. Nicht, weil ich zu viel esse. Ich esse ’normal‘. Sondern, weil ich mich zu wenig bewege für die aufgenommene Menge an Kalorien. Simpel.

    Ich kann mir 10.000 Kalorien zuführen. Kann ein halbes Schwein täglich verputzen (ok, mal die ‚Nebenwirkungen‘ wie Purine, Cholesterin usw. außer acht gelassen), wenn ich 10.000 Kalorien auch wieder verbrenne, weil ich mich dementsprechend bewege, dann nehme ich auch nicht zu.

    So simpel und logisch, daß ich gar nicht begreifen kann, daß das viele andere nicht zu begreifen scheinen. Und wenn man sich mit Dicken unterhält, meint man, sie könnten nicht bis drei zählen. Ok, gilt nicht für alle. Einige geben auch zu, daß sie zu schwach sind und/oder zu gerne essen. Die wissen, daß sie entweder einfach weniger essen oder sich mehr bewegen müßten; sie schaffen es aber nicht, ihr Wissen umzusetzen.

    Andere erzählen aber auch etwas vom „gestörten Stoffwechsel“, oder „Hormonen“ usw. Nun ja. Sind das Außerirdische? Gelten bei denen NICHT die Naturgesetze bezüglich Energie-Verbrauch? Ja, vielleicht sind sie ‚effizienter‘ beim Energie-Verbrauch. Aber, auch sie verbrauchen Energie, wenn sie sich bewegen. Mag sein, daß sie sich im Verhältnis zu ‚gesunden Dicken‘ mehr bewegen müßten. Aber soooo viel mehr, Freunde, ist das auch nicht. Und es mag sein, daß sie 10%, 20% oder wieviel Energie auch immer weniger verbrauchen, bei vergleichbarer Bewegung. Aber … auch der dickste Stoffwechselkranke bleibt nicht dick, wenn er die Balance findet zwischen Essen und Bewegung.

    Ok, es mag Ausnahmen geben, bei denen das nicht so einfach ist. Grundsätzlich gilt aber auch bei denen: Energiezufuhr – Energieverbrauch = Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme. Aber, wieviele Stoffechselerkrankt-Dicke haben wir denn überhaupt? Von denen reden wir/ich hier
    aber auch nicht.

    Es geht um die anderen. Es geht um die … tolles Wortspiel … um die ‚Masse‘ 😀

    Ganz verallgemeinernd gesagt.

    Neulich wollte mir eine Raucherin klarmachen, daß sie mit dem Rauchen nicht aufhören könne, weil da chemische Prozesse im Hirn abliefen, und das hätte nichts mit Willen zu tun, sondern der Körper BRÄUCHTE das Nikotin usw. Und da KÖNNE man nicht einfach aufhören.

    Ihr Partner aber hat vor Jahren schon von einem Tag auf den anderen aufgehört. Und hat es tatsächlich überlebt! 😀 Wie Millionen ander auch.

    Ähnlich verläuft eine Diskussion mit den meisten Dicken. Nicht mit allen, klar. Aber mit sehr vielen.

    Leuteeeeee, ihr seid nur zu willensschwach und zu faul. Das ist alles. Wie gesagt, das gilt für mich auch. Mehr Bewegung würde auch mir bzw. meiner Figur guttun. Ich bin aber auch nicht fett. Und ich weiß um die Zusammenhänge und ich mache anderen und vor allem auch mir nichts vor. Und … was noch wichtiger ist: ich tue nicht so, als würde ich mich ‚wohlfühlen‘.

    Diese „ich-fühle-mich-wohl-so-wie-ich-bin“-Dicken … sind für mich Lügner vor dem Herrn. Sie belügen andere – und wenn sie glauben, was sie sagen, belügen sie sich selbst.

    NIEMAND fühlt sich wohl, wenn er auf dem Weg in den ersten Stock regelmäßig dreimal halt machen muß, weil ihm die Puste ausgeht; NIEMAND fühlt sich wohl, wenn er sich nur langsam robbend wie ein Walross fortbewegen kann; NIEMAND fühlt sich wohl, wenn ihm bei der kleinsten Bewegung (und im Sommer auch regelmäßig ohne jede Bewegung) der Schweiß von der Stirn perlt, unter den Achseln rinnt, und am Hintern fließt wie die Niagarafälle; NIEMAND fühlt sich wohl, wenn er seine Füße nicht mehr sehen kann, weil der Bauch im Wege ist; Niemand fühlt sich wohl, seine Schuhe nur unter Mühen anzubekommen (DICKE tragen natürlich deshalb nur Schlüpschuhe statt Schnührschuhe, weil ’schicker‘ oder ‚modernern‘ usw. neeeee, ist klar! Nicht, weil sie die anderen gar nicht mehr zubekommen, ohne einer Ohnmacht vor Erschöpfung nahe zu sein. *lach* ); NIEMAND fühlt sich wohl, wenn er beim Sex Angst haben muß, seinen Partner zu erdrücken – bzw. wenn er nur eine Stellung kennt: Unten liegen!

    „Ich fühle mich wohl so wie ich bin! Andere sollen mich doch bitte so akzeptieren!“

    Ja, sicher, das mit dem Akzeptieren ist ok. Man sollte jeden so akzeptieren, wie er ist. Dicke sollten aber auch nicht glauben, daß sie andere für blöd verkaufen können 😉

    Wie auch immer … Abnehmen funktioniert auf keinem, auf keinem anderen Wege (ohne Fettabsaugung), als: weniger Kalorien zuführen und/oder mehr Kalorien verbrauchen.

    Gewicht halten … ist auch simpel: Die Balance zwischen Energie-Aufnahme und Energie-Verbrauch finden.

    Ich muß nicht jeden Abend auf dem Sofa sitzend eine Tüte Chips verdrücken, und sie mit einem Liter Coke runterspülen. Es ist auch kein Genuß-VERZICHT, wenn ich statt Cola öfter mal Apfelschorle, oder ordinäres Wasser trinke. (Seltsam, daß DICKE immer/allermeist ‚Cola‘ sagen wenn man sie fragt, was sie trinken wollen; oder sie ein Pfund Zucker in ihren Kaffee oder Tee hauen, so daß man eigentlich sagen könnte „es ist einfacher, Du schüttest den Kaffee in die Zuckerdose!“ *lol* )

    Ich muß nicht jeden Tag eine Tafel Schokolade verputzen („och, danach fühle ich mich aber immer so glücklich, und man weiß doch, da ist das Glückshormon drin“ hahaha … erstens ist es da nicht drin, sondern es wird im Körper dann produziert, und zweitens steht dem kurzen Glücksgefühl die Pein am nächsten Tag gegenüber, wenn man sich auf die Waage stellt.)

    Esse ich heute ausnahmsweise mal ein fettes Eis, 5 Kugeln, mit vieeel Sahne drauf, zusätzlich zu allem anderen … dann sollte ich dafür auch ’ne Viertelstunde Squash spielen, oder ne Stunde Joggen, oder was auch immer.

    Muß ich nicht. Klar. Mache ich das aber nicht, geht’s eben in die Rettungsringe. Und schlage ich jeden Tag so über die Strenge, ohne Gegenmaßnahmen zu ergreifen … ja hallo? Wie blöd muß ich sein um nicht zu begreifen, daß ich dann zunehme bzw. bestenfalls mein Gewicht halte?

    Toll, wie einfach und logisch die Zusammenhänge doch sind, oder 😉

    Übrigens … die Raucherin von oben … ist auch übergewichtig. Ich schätze mal so … 80 kg mehr als ’normal‘ wäre. (An die Kritiker: ich habe schon einen Spielraum von +/- 20% zum ‚Normalen‘ einberechnet *lol*). Interessanter Nebenaspekt: Sie greift dem üblichen (und in meinen Augen vermutlich auch richtigen) Vorhalt gegen ‚die Dicken‘, sie würden unsere Krankenkassen extrem belasten in einer Weise, die nicht sein muß, vor, indem sie für sich persönlich gegen Veganer polemisiert. Sie meint: Nicht die Dicken belasten unsere Kassen mit Folgeerkrankungen (wie ich aber finde ist das doch hinlänglich bekannt und recht gut wissenschaftlich bzw. durch Studien belegt), sondern die Veganer! „Die wissen ja gar nicht, welche Erkrankungen sie bekommen, wenn sie sich 30 Jahre ohne jede tierische Nahrung ernähren! Was da auf uns noch zukommt. Darum mache die sich keine Gedanken! Dicke sind sogar gesünder, als Normalgewichtige! Das sagte neulich auch ein Ernährungs-Wissenschaflter, bei Kerner.“ *lol* (Gemeint war unser allseits beliebter Udo Pollmer, eigentlich Lebensmittelchemiker, aber auch selbsternannter Ernährungsexperte)

    Wie gut, daß es genügend andere Felder außer dem eigenen gibt, auf denen man eine Schlacht beginnen oder führen kann. 😀

    Und wie gut, daß sich für jede These mind. ein (sogenannter oder auch selbsternannter) Experte finden läßt.

    Experten sind allerdings:

    1. oft betriebsblind
    2. oft dogmatisch, paradigmenverhaftet und NICHT offen für neue Ideen, nicht offen für neue Ansätze. Widersprüche negieren sie als ‚irrelevant‘ oder ’nicht erforscht und deshalb fragwürdig‘
    3. nie Heilige
    4. und schon gar nicht Allwissende

    Und das gilt DURCHGÄNGIG!

    Universalgelehrte haben ein gehöriges Wissen aus allen Gebieten, kennen dafür aber nicht alle tiefsten Tiefen eines Gebietes. Sie Schlußfolgern manchmal falsch, meistens aber richtig.

    Experten kennen jedes Detail ihres Themas. Und darüber können sie aaaaaaalles sagen. Nur … Zusammenhänge ‚mit der Welt‘ sehen und erkennen sie nicht. Infolge dessen sie manchmal richtig folgern, aber meistens eher falsch liegen. Was sich leider manchmal Jahre, teils auch erst Jahrzehnte oder Jahrhunderte später zeigt.

    Wir haben definitiv zu viele ‚Experten‘ und zu wenige Universalgelehrte.

    Und dann gibt’s da noch die ‚Pseudos‘

    In unserer Medienwelt kann sich selbst ein Lebensmittelchemiker zum „Ernährungsexperten“ wandeln … einfach nur durch geschickte Anwendung rethorische Mittel, genügend Sendungsbewußtsein und Skrupellosigkeit (immerhin geht es auch um Geld … Bücher wollen verkauft werden)

    Da helfen dann auch aussagen wie „Wenn Sie Kopfsalat essen, können Sie auch eine Papierserviette essen – da haben Sie den selben Nährwert“. Populistisch. Aber ganz sicher falsch.

    Jedenfalls … wer abnehmen will … muß nur, ich betone‘ NUR‘, folgendes beachten:

    Verbrauche mehr Kalorien, als Du Dir zuführst.

    Daraus folgt:

    bewege Dich so, daß MEHR verbraucht wird als Du zuführst – oder führe WENIGER zu, als Du verbrauchst.

    That’s it!

    Simpel und logisch.

    Jaaaaaaa, und das geht auch ohne Genußverzicht! Naja, ok, nicht ganz. Wer ein oder zwei Tüten Chips am Abend, mit 1,5 Liter Cola runtergespült, als ‚Genuß‘ bezeichnet … der sollte sein Wertesystem überprüfen. Oder so weiterleben, wie bisher.

    Alle anderen müssen nicht verzichten.Aber vielleicht erkennen, daß es auch andere ‚Genüße‘ gibt, bzw. daß man nicht JEDEM Genuß (immer oder öfter) fröhnen muß?!

    Alles ist simpel, logisch und durchschaubar. Oder? *g*

  • @Andreas Nolden

    Woher wissen Sie denn, daß ‚überschüssige‘ Energie vom Körper (ausnahmslos) gespeichert wird? Das ist ja eine ziemlich naive Vorstellung. Gilt das auch für alle anderen Bestandteile der Nahrung (Vitamine, Mineralstoffe, etc.)? Nein? Warum dann aber unbedingt bei der Energie? Wenn das so wäre, dann müßten Sie ja auf die Kalorie genau die Kalorienzahl JEDER zugeführten Nahrung und auch die EXAKTE verbrauchte Energiemenge ermitteln. Ansonsten können Sie ja gar nicht sagen, ob Sie zu viel oder zu wenig essen. Sollte Ihnen das wider Erwarten tatsächlich gelingen, wie bringen Sie dann all die anderen Nahrungsbestandteile in Ihrem Ernährungsschema unter? Wenn Sie mehr oder weniger essen, dann ja auch mehr oder weniger von allem. Natürlich, Sie können etwas entgegensteuern, indem Sie statt fettiger Nahrung magere nehmen (oder umgekehrt). Aber kennen Sie alle Bestandteile aller von Ihnen verzehrten Lebensmittel auf’s Gramm genau? Von den Wirkungsweisen heuter noch unbekannter Inhaltsstoffe ganz zu schweigen. Das mit den Ballaststoffen ist ja inzwischen auch recht fragwürdig geworden. Jedes Jahr werden neue ‚Verhaltensmassnahmen‘ für das Essen ausgegeben. Warum eigentlich, wenn doch alles so klar ist? Und wenn Sie wie ein Irrer Sport treiben, warum werden Sie dann schlanker? Also wenn ich mich mehr bewege als sonst, dann bekomme ich auch mehr Hunger. Warum sollte ich dann immer etwas weniger (mehr) Hunger bekommen als ich an Bewegung zulege? Logisch ist das alles ganz und gar nicht. Eigentlich müßten nach Ihrer Theorie ALLE Menschen früher oder später platzen, denn es liegt ja in ihrer Natur, sich maßlos zu überfressen. Ohne den Eingriff über den Verstand wären sie dem Nahrungsüberangebot völlig schutzlos ausgeliefert. Also ich finde das sehr naiv und ich kenne etliche Menschen, die nur nach ihrem Appetit essen, sich kaum bewegen und trotzdem gertenschlank sind. Eigentlich dürfte es sowas aber gar nicht geben.

    Ein ganz anderer Zusammenhang scheint mir aber viel plausibler: Über Jahrmillionen sind alle Lebewesen durch Evolution mit (vom Verstand weitgehen unbeeinflußten) Regelmechanismen ausgestattet worden, mit denen der Körper über Appetit/Hunger die Nahrungszufuhr regelt. Genau diese Mechanismen wären interessant zu wissen, tun wir aber nicht. Es gibt wohl eine Indizien, die eine Ahnung davon verschaffen, aber sie sind nur die Spitze eines Eisbergs und lassen bei Leibe keine Verlässlichen Eingriffe in diese Regelkreise zu. Häufig führt eine starke Veränderung im Lebensstil auch zu einer Änderung des Essverhaltens. Insofern kann man versuchen, indirekt einzugreifen. Aber das vordergründige „Iss weniger“ ist selten hilfreich, weil die Regelkreise im Körper sich nur selten dem Verstand unterordnen (in der Regel ist es umgekehrt). In dem Zusammenhang wird ja schon seit längerem laut darüber nachgedacht, inwieweit die Änderung der Nahrungszusammensetzung negativ in diese Regelkreise eingreifen könnten. Es ist in meine Augen sehr plausibel, daß diese internen Regelkreise mit einer ungewohnten so in der Natur nicht vorkommenden Zusammensetzung aus Aromen und anderen seine Probleme hat. Er ist halt über Jahrmillionen an anderes gewöhnt.

    Das alles heißt natürlich nicht, daß Übergewichtige eigentlich gesünder leben. Ganz im Gegenteil. Nur die Herangehensweise an das Problem ist in meinen Augen ganz falsch. Wer glaubt, man müsse sich nur ein wenig zusammenreißen und dann geht das schon, der verkennt in meinen Augen total die Ursachen der Misere und zäumt das Pferd vom falschen Ende auf. Wenn Sie mit ihrem Auto langsamer fahren wollen, dann kneifen Sie ja auch nicht die Benzinleitung zu, sondern nehmen den Fuß vom Gaspedal (greifen in den Regelkreis ein). Ansonsten fängt der Motor an zu stottern. Das Problem ist nur, daß dieser Regelkreis beim Menschen ungleich komplexer und leider weitgehend unbekannt ist. Aber nur deswegen den Menschen mit Gewichtsproblemen Schuldgefühle einzureden ist ja wohl auch keine Lösung.

  • @Jürgen Hestermann

    Nun, daß Energie, die nicht ‚verbraucht‘ wird, gespeichert wird, folgt unter anderem aus dem Energieerhaltungs-Satz
    http://de.wikipedia.org/wiki/Energieerhaltungssatz

    Die Energie verschwindet nicht. Sie wird auch nicht kleiner oder ähnliches. Wenn ich 1000 Kalorien zuführe, dann führe ich 1000 Kalorien zu. Wenn mein Körper davon 800 Kalorien durch Bewegung (kinetische Energie) und durch Wärme (thermische Energie) verbraucht, dann bleiben 200 Kalorien. Und die werden gespeichert.

    Da ist nichts mystisches dran. Und naiv ist das schon gar nicht, sondern ganz banale und überall gültige Physik.

    Und wenn ich 1000 Kalorien zuführe, dann führe ich die zu. Klar, beim Kauen usw. wird ja schon wieder etwas davon verbrannt. Wie gesagt, alle Bewegung und Wärme (schwitzen usw.) führt natürlich zum … nennen wir es mal ‚Abbau‘ der Energie. Natürlich wird sie nicht abgebaut, aber umgewandelt. Und dabei ‚verläßt‘ sie den Körper. Um es mal umgangssprachlich und bildlich auszudrücken.

    Sicher, mit dem Kot und dem Urin geht auch Energie ab. Aber wohl doch eher in Vernachlässigbaren Mengen.

    So, das also nochmal zur Energie.

    Von den INHALTSSTOFFEN, wie Vitamine, Mineralien usw. sprach ich ja gar nicht. Um diese ging und geht es nicht bei der Frage, ob und weshalb jemand übergewichtig ist. Zumindest in der Regel nicht.

    Daß jeder Mensch genug essen muß, um alle notwendigen vom Körper benötigten Nährstoffe aufzunehmen, ist klar. Die Tatsache, daß unsere industrialisierten Lebensmittel unter Umständen Mengenmäßig weniger dieser Bestandteile enthalten und manche Bestandteile vielleicht gar nicht mehr (vor allem reden wir hier von unbekannten Nebenstoffen, die ganz sicher z.B. in Pflanzen enthalten sind, aber etwa bei einem Extraktions-Prozess oder bei der künstlichen Herstellung gar nicht ‚mitgenommen‘ werden, eben weil man von deren Existenz im Detail gar nichts weiß), ist auch klar.

    Möglicherweise muß man deshalb heutzutage auch im Schnitt etwas ‚mehr‘ essen als früher, weil der Körper natürlich nach den für ihn notwendigen Stoffen verlangt. Was wiederum auch eine erhöhte Aufnahme von Energie mit sich führen könnte. Möglicherweise. Ich weiß das nicht mit Bestimmtheit, es wäre aber eine logische Schlußfolgerung.

    Aber auch darum ging es nicht.

    Daß Bewegung Energie ‚verbrennt‘ und daß man dann abnimmt, wenn man mehr verbraucht, als man zuführt, bestreiten Sie?

    Und statt dessen führen Sie an, daß man, wenn man Sport treibt, mehr Hunger bekommt?

    Ich habe keine Ahnung, ob jemand, der Morgens 4 Brötchen dick belegt mit Wurst, Mittags 3 Schnitzel mit viel fetter Soße, Abends 2 Pizzen verputzt, 3 Liter Cola am Tag, Abends 1 Tüte Chips; Zwischendurch 5 Kugeln Eis, drei Hamburger, Schokolade … ob so jemand bei mehr Bewegung NOCH mehr Hunger bekommt …

    Daß der Körper, der nun einer ungewohnten Belastung (Sport – kann aber auch schwerere körperliche Arbeit sein!) ausgesetzt ist, nach mehr Energie verlangt, scheint mir auch logisch. Denn immerhin merkt der Körper, daß jetzt mehr Energie verbraucht wird. Dem passt er sich dann an, indem er MEHR Energie zugeführt bekommen will, um noch genug speichern zu können.

    Daß alle Menschen platzen müßten, folgt aus meinen Ausführungen überhaupt nicht, weil Ihre Prämisse, daß es in der Natur des Menschen läge, sich maßlos zu überfressen, nicht richtig ist. Das liegt nämlich überhaupt nicht in seiner Natur. In keines biologischen Systems Natur.

    Sie sagen es ja selbst: ursprünglich sorgt das Regelsystem beim Menschen nämlich dafür, daß, wenn er genug Energie und alle notwendigen Nährstoffe aufgenommen hat, er ein Sättigungsgefühlt bekommt, aufgrund dessen er dann eben aufhört mit dem Essen.

    NORMALERWEISE. Insofern bin ich ganz Ihrer Meinung, daß dieses Regelsystem in unserer technisierten Welt durch künstliche Nahrung, durch eigentlich nicht in der Natur vorkommende Zusatzstoffe, durch das fehlen bestimmter (noch unbekannter, in Pflanzen aber vermutlich vorhandener) Nebenstoffe, durch künstliche oder auch natürliche Aromen usw. durcheinander kommen kann.

    Und durchaus wirken hier wohl auch noch andere Mechanismen, die mit geänderten Lebensbedingungen usw. zu tun haben.

    Das hat aber alles nicht viel damit zu tun, daß zugeführte Energie durch Bewegung verbraucht werden MUß, wenn sie nicht gespeichert werden soll.

    Im übrigen muß ich NICHT die Kalorien, die ich zurühre und auch wieder verbrauche, im Detail exakt zählen, um eine Balance herstellen zu können.

    Nehme ich zu, dann sehe ich, daß die Balance nicht stimmt. Dann muß ich mich mehr bewegen oder weniger Kalorien zuführen. Nehme ich unter ein ‚Normalgewicht‘ ab, dann muß ich mehr Kalorien zuführen.

    Da muß nichts gezählt werden.

    Daß es Menschen gar nicht geben dürfte die nach ihrem Appetit essen, sich aber nicht übermäßig bewegen und dennoch gertenschlank sind, widerspricht meiner These ja eben gerade NICHT. Sie bestätigt sie ja. Das Regelsystem scheint bei diesen noch Menschen zu stimmen, sie nehmen die Energie auf, die sie auch wieder verbrennen. Sie haben kein übermäßiges Hungergefühl, ihr Körper hat auch nicht das Verlangen, Energie zu speichern. (Im Übrigen führte ich ja auch aus, daß es durchaus Unterschiede zwischen den Menschen bei der Effizienz der Energie-Verbrauches geben kann. UND, was man auch nicht unterschätzen sollte: Unser Gehirn verbraucht eine Menge Energie. Bei dem einen aber vielleicht mehr, beim anderen weniger *g*)

    Im übrigen ist mit ‚weniger Kalorien aufnehmen‘ ja nicht zwangsläufig ‚weniger essen‘ gemeint. Der gesunde Menschenverstand sagt sicher jedem, daß ein Kilo Tomaten, Gurken, Salat, Obst … weniger Kalorien enthält, als 1 Kilo Hamburger, Pommes oder Bratwurst.

    Für das anhaltende Sattwerden spielt die Menge aber auch keine große Rolle (das ist eher nur kurzfristig wichtig, weil wenn mein Magen mit einem Kilo Tomaten voll ist, dann ist er erstmal voll). Sondern der Energie-Gehalt ist wichtiger. Daß ein Kilo Blattsalat nicht so anhaltend satt macht wie ein Kilo Pommes, liegt auf der Hand. Andererseits läßt ein halbgefüllter Magen nur schwer ein Sättigungsgefühl aufkommen. Insofern spielt die Menge dann doch auch eine Rolle.

    WAS ich esse, bestimme ich. Wie ich mein Hungergefühl stille, ob ich es überhaupt tue, bestimme auch ich selbst.

    Den Menschen den Eindruck zu vermitteln, als können sie nichts für ihren Zustand, als sei das ja alles biologisch unabänderbar bzw. ‚Schuld‘ unserer technisierten Nahrungsmittel, oder Schuld der Gesellschaft, oder der Werbung (immer diese McDonalds-Werbung …da MUß man sich die Hamburger ja reinpfeifen!) ist … naja, milde gesagt naiv.

    Übergewichtige müssen wissen, daß es KEINEN anderen Weg gibt, als entweder weniger Kalorien zu sich zu nehmen, oder mehr Kalorien zu verbrauchen. Ende. Und das haben sie (wir, ich gehöre ja auch dazu a*g* ) allein, jeder für sich, in der Hand.

    Klar, es IST schwer. Niemand bestreitet das. Weniger Kalorien zuzuführen, weil man weniger isst, und vielleicht auch anderes isst (mal ein Müsli, statt 4 Brötchen; mal einen Apfel, statt ein Eis usw.), ist schwer. weil der Körper natürlich zunächst immer noch nach MEHR schreit … er hat ja das Gefühl, er bekommt zu wenig. Und so hat man Hunger …

    Das reguliert sich aber in der Regel, wenn sich das Gewicht normalisiert.

    Es ist natürlich auch eine Qual, sich mehr bewegen zu müssen (wenn man z.B. das mit der Kalorien-Reduktion nicht ganz so hinbekommt, oder wenn man schneller ein Ergebnis bekommen will, oder einfach weil man nicht nur abnehmen, sondern auch ‚fitter‘ werden will).

    Alles keine Frage. Niemand ist um diese Qualen zu beneiden.

    Aber jeder hat es selbst in der Hand, und jeder ist für sich selbst verantwortlich.

    ANDERS sieht es jedoch bei Kindern aus, die von ihren Eltern zum teil ja regelrecht gemästet werden. Aber, gut, das ist ein anderes Thema.

    Es bleibt: MEHR Energie verbrauchen, als man zuführt. Oder eben weniger zuführen, als man braucht. Dann nimmt man auch ab. Überwindung ist dafür notwendig. Willensstärke. Ja. Das liegt aber in jedes eigener Hand.

    Wenn Sie nun sagen, daß man den Übergewichtigen damit ein Schuldgefühl vermittelt … nun … dann sage ich: mit Recht. 😉

    Zu sagen, Dicke könnten nichts dafür, daß sie dick sind … ist … Unsinn. Wie gesagt, bis auf Kinder, die von den Eltern gemästet werden. Ansonsten bestimmt jeder selbst, was er isst und ob oder wie er sich bewegt.

  • Herr Pollmer ist ja groß im Anprangern, selbst aber kein Deut besser. In meinen Augen ist er ein Betrüger!

    Er bietet zwei Bücher an,

    1.) Esst endlich normal! Wie die Schlankheitsdiktatur die Dünnen dick und die Dicken krank macht.

    2.) Esst endlich normal! Das Anti-Diät-Buch

    Man sollte meinen zwei Bücher, zwei Titel, zwei Inhalte. Ist aber nicht so! Die beiden Bücher sind von Inhalt, Gliederung und Text total identisch.

    So kann man den Menschen auch ihr Geld aus den Taschen ziehen.

    Soviel zu dem tollen Herrn Pollmer.

  • Wer öffentlich anprangert, sollte sich auch öffentlich entschuldigen, wenn er einen Fehler erkennt.

    Am 28.07.07 / 17:34 Uhr schrieb ich hier im Forum: „Herr Pollmer ist ja groß im Anprangern, selbst aber….“

    Wie ich nun erfahren habe, war es nicht Herr Pollmer, sondern sein Verlag, der auf die Geld machende Idee kam, den Untertitel zu ändern, um so den Eindruck zu erwecken, dass es sich um zwei verschiedene Bücher handelt.

    Ich möchte mich hier in aller Form bei Herrn Pollmer entschuldigen!!!

  • > Felix Ahlers

    zu 2.) … Glaube ich eher nicht, die meisten dicke Kinder brauchen mehr Bewegung und gesünderes Essen.

    Ich sage: »Die meisten Kinder brauchen Eltern, vor allem Mamas, die nicht ständig meinen, sie mästen zu müssen, aus Angst das Kind könnte zu dünn sein und man die Mama für eine schlechte Mama halten. Kinder brauchen auch nicht MEHR Bewegung, sondern (gerade kleine Kinder) Mamas und Papas die mit ihnen oft und gerne auf Spielplätze gehen, anstatt sie aus Bequemlichkeit vor die Glotze zu verbannen. Kleinen Kindern wird durch faule Eltern das sich bewegen wollen doch erst aberzogen.«

  • In letzter Zeit sehe ich hier im FRoSTA Blog öfter neue Einträge in der Rubrik „Neue Kommentare“ am rechten Rand, die dann aber nicht (mehr?) im jeweiligen Blog-Artikel zu finden sind. Z.B.

    „Nur mein Standpunkt: Thesen von Pollmer sind nun weiß Gott nicht unumstritten. (Okay,…“

    findet sich hier nicht wieder. Wenn man schon zensiert, dann sollte man vielleicht auch diese Verweise herausnehmen.

  • @ Jürgen Hestermann

    Nee, nee, nix Zensur! Das, worauf Sie hinweisen, ist auch kein Kommentar, sondern ein so genannter „Trackback“, also eine Verknüpfung von einer anderen Seite auf unser Blog (bzw. umgekehrt). Diese finden Sie zwischen dem Bericht und den anhängenden Kommentaren.

  • @ Jürgen Hestermann:

    Ja, Herr Ehlerding hat Recht. Bezüglich der Trackbacks haben wir das kleine Problem, das normalerweise Trackbacks (d.h. Verweise von anderen Webseiten, die auf den verlinkten Artikel Bezug nehmen – für diejenigen, die den Begriff nicht kennen) in die Kommentare „eingeordnet“ werden, und zwar ebenso chronologisch. Allerdings wollten wir eine Trennung, da es sich bei den Trackbacks ja nicht um Kommentare im eigentlichen Sinne handelt, und der Leser verwirrt sein könnte, wenn da plötzlich ein Eintrag steht, der in etwa so aussieht:
    _________________________________________________________
    „Nur mein Standpunkt » Die Definition gesunder Ernährung differiert…
    […] Thesen von Pollmer sind nun weiß Gott nicht unumstritten. (Okay, der erste Link führt zum Frosta-Blog – da wäre ich sowieso recht skeptisch […]“
    _________________________________________________________

    Darum stehen die Trackbacks vor den eigentlichen Kommentaren. Jetzt ordnet das Blog-Pogramm einen neu eingehenden TB in die Spalte „neuste Kommentare“ mit ein. Was ja erst einmal korrekt ist, weil es ja auch ein neuer Kommentar ist (nur nicht im FRoSTA-Blog, sondern auf einer Dritt-Seite). Die Verlinkung in der Box geht dann auf den Kommentar. Können Sie genau sehen, wenn Sie mit der Maus drüber zeigen.
    Wenn Sie einen „richtigen“ Kommentar anklicken, landen Sie auch bei dem entsprechenden Kommentar unter dem Beitrag. Da aber, wie eingangs erwähnt, der Trackback-Kommentar ÜBER den eigentlichen Kommentaren steht, geht der Link zwar auf den Blogbeitrag, aber nicht in die Kommentarspalte. Bislang haben wir dem Programm noch nicht „beibringen“ können, die Trackbacks direkt zu verlinken, die Kommentare allerdings weiterhin durch den indirekten Link (nämlich an der korrekten Stelle in der Kommentarspalte) anzusprechen…
    Aber, wie heisst es so schön? Wir arbeiten dran 🙂

    Ich hoffe, ich habe Sie mit der ausführlichen Erklärung nicht zu sehr verwirrt…

    PS.: Die einzigen Eingriffe, die wir bei Kommentaren (oder Trackbacks) machen, ist eine Löschung von strafrechtlich relevanten Einträgen (kommt glücklicherweise kaum vor) und die Löschung von URLs, die bei „Kommentarspam“ hier aufschlagen – dies wird dann aber auch kenntlich gemacht.

  • @ admin [FRoSTA]

    Das Trackbacks unter „Neue Kommentare“ erscheinen ist allerdings sehr verwirrend. Für mich sind „Neue Kommentare“ eigentlich ausschließlich Kommentare in diesem Blog (sonst hat man ja bald das ganze Internet hier verlinkt). Dazu kommt noch, daß ich den Link angeklickt und dann wegen des Fehlens eines entsprechenden Kommentares auf dieser Seite nach einigen Schlüsselwörtern aus dem angegebenen Link gesucht hatte. Diese fanden sich aber ausschließlich in der Spalte „Neue Kommentare“, also nicht mal im Trackback Link selbst! Wenn schon dann müßte dort doch der gleiche Text noch einmal auftauchen, damit man den Trackback Link wenigstens nach einer solchen Suche findet (und dann weiss, dass es sich um einen Trackback Link und nicht um einen Kommentar handelt).

  • @ Jürgen Hestermann
    Um der Verwirrung vorzubeugen, haben wir jetzt die Trackbacks aus der Liste der neuen Kommentare herausgenommen und dafür einen Kommentar mehr spendiert – es werden jetzt die 6 letzten Kommentare angezeigt.

    Die Trackbacks stehen weiterhin zwischen Artikel und Kommentaren und weiterhin mit dem Titel des „trackbackenden“ Fremdartikels. Einen kurzen Anriss wie bei den Kommentaren ist nicht nötig, da sie nun nicht mehr in der Liste auftauchen.

    Ich hoffe, Ihre Verwirrung ist nun komplett entwirrt 🙂

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