Werte in unserer Gesellschaft …

Kürzlich wurde ich zum Nachdenken über die Bedeutung und Aktualität von Werten in unserer Gesellschaft angestoßen.
Und zwar hat mir unsere Personalabteilung zum 10-jährigen Betriebsjubiläum gratuliert und folgender Satz des Schreibens hat mich nachdenklich gestimmt:
„(…) Gleichzeitig danken wir Ihnen für Ihre Treue und Pflichterfüllung, die Sie in dieser Zeit bewiesen haben. (…)“
Dieser Satz kam mir irgendwie komisch vor – aber warum? Sind Treue und Pflichterfüllung mir nicht mehr wichtig? Spielen diese Werte in unserer heutigen Gesellschaft keine Rolle mehr? Ist das Schnee von gestern?
Bis heute habe ich noch keine Antwort darauf gefunden, aber ich werde weiter darüber nachdenken.

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Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Bei FRoSTA seit 1. Oktober 1996.
1996-2001 Produktentwicklung (Bremerhaven) - dort habe ich Rezepte und z.B. die eigene Nudelherstellung bei FRoSTA entwickelt
2001-2011 verantwortlich für das Produktmanagement der Marke FRoSTA (Bremerhaven, ab 2004 Hamburg) - also alles was mit den Produkten zu tun hat, wie Produkt- und Verpackungsentwicklung (damit es auch immer wieder neue leckere und attraktive FRoSTA Gerichte gibt), Vermarktung oder wie es neudeutsch heißt Marketing (um die Produkte auch bekannt zu machen - denn was nützt das schönste Produkt, wenn es keiner kennt - hier haben wir noch eine Menge zu tun),...
Jan-Mai 2012 Produktentwicklung-Administration (Bremerhaven) - hier werden z.B. die Rezepte in unser Warenwirtschaftssystem (eine große Datenbank, mit der viele wichtige Abläufe bei uns gesteuert werden) gebracht und Produktbeschreibungen (im Fachchinesisch: Spezifikationen) für Handelskunden erstellt
seit Mai 2012 Senior Produktmanager Handelsmarken (Bremerhaven) - verantwortlich für Produkte und Verpackungen von Handelspartnern

9 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Also mir drängt sich auch immer mehr das Gefühl auf, dass „klassische“ Werte immer weniger zählen, obwohl doch gleichzeitig das Fehlen dieser Werte bemängelt wird (vgl. Kopfnoten in der Schule). Ich befinde mich gerade im Bewerbungsprozess und habe das Gefühl, dass ganz grundlegende Eigenschaften, wie Sorgfalt, Ehrlichkeit, Freundlichkeit, etc. irgendwie gar nicht mehr wichtig sind. Stattdessen lieber „die eierlegende Wollmilchsau die tanzen kann“ 😉

  • Leider kann ich mich Yvonne nur anschließen. Hebt man als Bewerber Eigenschaften wie Sorgfalt, Ehrlichkeit und Freundlichkeit hervor, wird die Bewerbung von der HR-Abteilung (nicht persönlich nehmen Herr Junge) als ausdruckslos in die „runde Ablage“ sortiert. Schließlich werden diese Eigenschaften als selbstverständlich vorausgesetzt. Aber ist das so? Wenn keiner mehr drüber redet, fallen sie früher oder später unter den den Tisch.
    Aber bevor ich zu weit abschweife, will ich kurz die „Treue“ ansprechen. Wo gibt es noch die klassische „Festanstellung“? Befristete Arbeitsverträge sind doch so in momentan… Wie soll der Arbeitnehmer da eine „Treue“ zum Unternehmen entwickeln? Und mit der Pflichterfüllung sieht’s doch ähnlich aus… Nach mir die Sintflut, ich werde doch eh bald ausgetauscht! So gesehen wären mangelde Treue und Plichterfüllung hausgemachte Probleme…

  • „Pflichterfüllung“ erinnert mich zuallererst an eine Todesnachricht an die Soldatenmutter zu Adolfs Zeiten – einen Dank für die erbrache Leistung über die Jahre lässt sich sicherlich schöner formulieren

  • Naja,

    in Zeiten in denen die Treue des Arbeitgebers gegenüber den Arbeitnehmern auch nicht mehr so ganz hoch im Kurs steht, müssen sich Unternehmen halt nicht wundern, wenn es umgekehrt mit der Loyalität ebenfalls bergab geht.

    Wer jeden Tag die Benqs, EADS, etc. im TV verfolgt, wird sich schon fragen, ob jahrzehntelange Loyalität überhaupt noch irgendeinen Wert hat.

    Wenn Firmen zu schlichten Gewinnmaximieren werden, darf man sich nicht wundern, wenn Menschen ebenso handeln.

    Trotzdem „süss“, dass Eure Personalabteilung das noch zu würdigen weiss….

  • Das klingt wirklich etwas komisch. Aber da muss man schon unterscheiden, in welchem Kontext diese Formulierungen stehen. In diesem Fall würde ich mir keine großen Sorgen machen. Solltest Du aber mal ein Arbeitszeugnis bekommen, wo drin steht: „Herr Bartusch hat immer seine Pflicht erfüllt“, dann würde ich mir ernsthaft Gedanken machen…

  • Da hat er Recht, der Kollege, nur Pflichterfüllung alleine reicht nicht. Im Zeugnis sieht es schon bescheiden aus. Doch zurück zu den Werten.

    Sicherlich spielen die Noten eine große Rolle, insbesondere beim Start ins Berufsleben. Als Personaler hat man in dieser Phase nicht viele Anhaltspunkte. Im persönlichen Gespräch sind sie jedoch von sekundärer Bedeutung. Sie sind als Bewerber/in, eine Persönlichkeit mit Ecken + Kanten. Geben sie sich ein unverwechselbares Gesicht, heben sie sich aus der Masse der Bewerber heraus. Mit „Typen“ wollen und werden wir am Markt wachsen.

  • @Susanne
    … hört sich interessant an. Leider kann ich z.Zt. nicht auf den Link zugreifen, weil der WebWasher das nicht zuläßt. Werde mich mal an meine IT-Kollegen wenden – was da machbar ist.

  • Krasse Sache hier! Ich hab da voll den passenden Link für euch Werte Checker gefunden … hier müssta mal draufklicken!

    [url]http://www.patrick-pehl.de/Meine_Meinung-ich_aeussere_mich/Werte/index.php[/url]
    Ich habs auch oben in meine URL eingetragen

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