Büro & Umwelt Teil 2

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Dies ist der Fragebogen, den 75% der Kollegen unseres Hamburger Büros fleißig bearbeitet und an mich zurück gegeben haben. Wir wollen nämlich, wie berichtet, unser Büro umweltfreundlicher und nachhaltiger betreiben. 94 % der Hamburger Kollegen begrüßen die Aktion übrigens, so kann man arbeiten!
Wie man sieht, ist der Bogen auf Recyclingpapier gedruckt und mit Zoomfunktion, d.h. zwei Seiten auf einem Blatt. Das sollte Vorbildfunktion haben. Hat geklappt: Alle Drucker im Hamburger Büro laufen inzwischen mit Recyclingpapier, chlorgebleichtes weißes Papier liegt zwar noch herum, wird aber nur noch ganz gezielt für einige Dokumente und Präsentationen eingelegt.
Durch das Umfrageergebnis haben sich jetzt weitere Punkte herauskristallisiert, wo wir konkret ansetzen können. Hier einige Ergebnisse:

  • nur 17 % fahren ihren PC bei einstündiger Arbeitsunterbrechung runter
  • 82 % drucken wichtige E-mails aus
  • 71 % werfen Fehldrucke in den Papierkorb
  • nur 11 % drucken mehrseitige (Word)Dokumente mit Zoom-Funktion, also 2 auf 1 wie oben
  • 76 % benutzen Blocks für Notizen

Aus Punkt drei und fünf wurde gleich ein Aufruf: Bitte Blocks selber basteln aus halbierten (geviertelten) Fehldrucken! Ich werde mal beobachten, ob das umgesetzt wird…im Büro Bistro klappt das schon ganz gut übrigens. Beim Thema Drucken gibt es aber allgemein viele Möglichkeiten, Ressourcen zu schonen. Einige Kollegen berichten schon, dass aufgrund dieser Umweltaktion kleine rote Lämpchen im Hirn anspringen, kurz bevor auf „print“ gedrückt wird. Eine ganze Liste läuft ab: Muss das sein? Wenn ja, wie? Reicht s/w? Prima, so soll es sein! Genau das war das Ziel!

Mit der Beleuchtung gehen die Kollegen sehr verantwortungsbewusst um, das haben uns auch die Energielotsen bestätigt. Allerdings gibt es echte Energiefresser in unseren Räumen: Tiefkühltruhen, wie sollte es in unserer Branche auch anders sein. Die Auslastung der einzelnen Geräte werde ich im Auge behalten, mal sehen, ob man da reduzieren kann.

So viel für heute.

Freuen würde ich mich jetzt über Feedback aus der blogosphäre: Gibt es in Eurer Firma auch eine/n Umweltbeauftragte/n? Wie arbeitet die/der? Ist die Umfrage gelungen, kann sie als Anregung dienen für eigene Aktivitäten?

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Andrea van Bezouwen (Intranet)

Andrea van Bezouwen (Intranet)

Ich bin seit 2006 bei FRoSTA und kümmere mich, nach drei interessanten Stationen, nun als Intranet Koordinatorin um die interne Kommunikation der gesamten FRoSTA AG. Im Verbraucherservice findet man mich, je nach Projekt, auch noch hin und wieder.
Ich liebe Essen und Lebensmittel. Als Veganerin habe ich im FRoSTA Sortiment nun immer mehr Auswahl und freue mich riesig über diese Entwicklung, koche aber trotzdem am liebsten selbst...

17 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • > nur 17 % fahren ihren PC bei einstündiger
    > Arbeitsunterbrechung runter
    Frage:
    Habt ihr auch geprüft, ob nach Arbeitsende die Systeme herunter gefahren werden? Grund: folgt

    —-
    Also ich bin zwar noch Student, bei uns hat aber „Umweltschutz“ bisher eher eine geringe Stellung – leider. PC Systeme laufen in der Regel durchgehend, selbst Nachts wenn niemand das Gebäude betreten kann. Bei den Linux-Systemen ist es ja noch verständlich – immerhin kann man auf diesen auch Remote arbeiten, aber bei den Windows- und Mac-Kisten ist das Remote-Arbeiten nicht erlaubt. Diese könnte man z.B. über ein automatisiertes Script Abends herunter fahren und morgens per Wake-On-Lan reaktivieren.
    Mein Vorschlag wurde leider abgelehnt, ohne weitere Begründung.

    Das ist nur ein Beispiel. Leider könnte ich das noch weiter führen, spare mir das hier aber. Da schmeckt es dann bitter, dass mehrere Studiengänge wegen Geldmangel eingestampft werden, während andersrum das MZH (Mehrzweck-Hochhaus) für einige Millionen Euro „verschönert“ wird. Geld wird rausgeworfen, während es an anderer Stelle fehlt.

    Traurig. Wahr. Deutschland 🙁

    Aber:
    Schön zu sehen, das es auch anders geht!
    Möge der „Funke“ auf andere Unternehmen überspringen

  • Rechner runterfahren ist gut und schön, aber ohne schaltbare Steckerleiste kriegt man den Stromverbrauch nie auf 0.

    Und übrigens: WOL (Wake-On-Lan) ist der häufigste Grund für folgende Beschwerde an die EDV-Abteilung: „Mein Notenook-Akku ist morgens immer komplett leer, obwohl ich das Gerät gestern abend heruntergefahren habe.“

  • @Delphin64:
    Ich gib Dir absolut recht, wenn du einen mündigen User vor der Kiste stehen hast, funktioniert das auch wunderbar.
    Leider ist es aber so, dass in vielen Betrieben noch Personal arbeitet, dass weniger als Null Ahnung hat. Ich habe es selbst schon erlebt. Wenn da morgens nicht alles so „wie immer“ ist, kriegen die Panik.

    Da ist WOL eine schöne Alternative. Es wird zwar noch immer Strom verbraucht, aber immerhin nicht mehr unter voller Last. Und am morgen sind die Systeme so, wie die guten Mitarbeiterinnen Sie am Abend verlassen haben.

    Bei Laptop-Nutzern würde ich übrigens grundsätzlich davon ausgehen, dass das Mindestmaß an Wissen vorhanden ist, um eben ein Hoch- und Herunterfahren zu erwarten. Hier wäre also eher eine Schulung, wie man Ressourcen schonen kann, sinnvoll.

    Aber versuch mal einer „polnischen Flißbandarbeiterin“ (Achtung! Verallgemeinerung nicht zu ernst nehmen) zu erklären, warum das „Fenster“ in der Anwendung heute links und nicht rechts ist.
    Wenn du darüber lachst… nachdem man das 3-4x erlebt hat lacht man nicht mehr, man will nur noch weinen.

  • @André & Delphin64:
    Danke, mit WOL habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt, aber schaltbare Steckerleisten haben wir. Nun brauche ich nur noch die Bereitschaft der Kollegen, abends kurz unter den Schreibtisch zu greifen und den Schalter umzulegen. Probiere ich! Die Motivation ist hier ziemlich hoch, das müsste machbar sein. Alles, was auch Nachts an sein muss (Ladegeräte), kann man ja auf eine zweite Leiste stecken, auch das Fax vielleicht.

  • – Mac Mini (es läuft auch problemlos Windows drauf) im Leerlauf: kleiner 15 W Leistungsaufnahme
    – Normaler Standard-PC im Leerlauf: ca. 80 W Leistungsaufnahme

  • Früher habe ich bei jeder noch so kleinen Pause den Rechner in StandBy geschickt. Dann hat mir das Vista ausgetrieben. Nach dem aufwecken geht nichts mehr richtig, also ist ein Neustart fällig. Und der dauert mehr als 5 Minuten.

    Auch witzig: Früher gings mal, allerdings ist er beim ersten Standby-schicken immer gleich wieder aufgewacht. Also musste man immer 2 Minuten warten, bis er das erste mal schlief und wieder erwachte, um ihn dann ein zweites mal in Standby zu versetzen.

    Ob Microsoft ein Abkommen mit den Stromherstellern hat? 😎

  • Kleiner Tipp noch, wenn man auf Steckerleisten umstellt: Die meisten neuen Rechner haben eine Option in der BIOS, die dafür sorgt, dass beim Einschalten mit der Steckerleiste auch gleich der Rechner startet. Die Option nennt sich meist irgendwas mit „AC Power Fail“ und sollte dann auf „Always on“ stehen.
    Übrigens schauen auch gerne die Lieferanten nach, ob die Rechner das können, wenn man sie nur nett bittet. 😉

    Für die genannten „Fließbandarbeiter“ bieten sich eh eher ThinClients an, an denen auch keine Benutzereinstellungen gespeichert werden. Das entstresst den Admin dann doch ganz ungemein und die Dinger sind extrem schnell austauschbar (ok, den Nachteil will ich nicht verschweigen, man braucht einen recht fetten Server dafür).

  • Nur mal so nebenbei, wenn man keine Lust hat unter den Tisch zu greifen (zur Steckerleiste) hilft einem da eine Funksteckdose weiter, so mache ich das z.B. auch zu Hause.
    Und für ganz bequeme gibt es sogar Steckerleisten die per PC angesteuert werden können, schau mal nach wer der Hersteller ist.

  • @Andreas Ferber:

    Schon mal gemessen, was so eine Funksteckdose verbraucht? Eventuell genauso viel, wie der ausgeschaltete Rechner verbrauchen würde? 😉

  • @Andreas Ferber
    An Funksteckdosen habe ich auch schon gedacht, sehr elegante Lösung, aber wir möchten eigentlich gar nicht großartig investieren und auch keinen neuen Elektronik-Schrott produzieren.

  • @Andreas:

    Na ja, ein Watt mal 24 Stunden mal 365 Tage sind immerhin auch schon 8,76 kWh pro Jahr. Nicht sehr viel (im Gegensatz zum Standby eines Rechners), aber vermeidbar, wenn man statt dessen eine Steckerleiste auf dem Tisch (oder an eine andere leicht erreichtbare Stelle) positioniert. Und auch noch billiger.

  • @Jürgen
    Das ist richtig, die nutze ich auch nur wenn es anders nicht geht, sonst nehme ich die mit Schalter.
    Aber schlimmer sind ja die kleinen Verbrecher wie z.B. eine Senseo, die zieht auch (kann nicht mehr sagen wieviel, hab jetzt nen VA) selbst wenn sie ausgeschaltet ist.
    Kachh ich jedem nur empfelen mal beim Stromversorger nach einem Messgerät zu fragen.
    Da wird man staunen!!!

  • Hallo zusammen!

    Dieser Artikel hat uns viel Gutes beschert 🙂
    Denn er war seiner Zeit der Keimling für unsere Produkterfindung des „Grünspar PAK“.

    Vielleicht ist für Sie die von uns heute gestartete Aktion interessant? Denn zum Tag der Tropenwälder am 14. September verschenken wir 250 von uns entwickelte PAKs, die dabei helfen den Papierverbrauch – passenderweise auch im Büro – zu reduzieren. Was es mit der Aktion auf sich hat und was ein PAK überhaupt ist, erfährt man auf unserer Aktionsseite unter http://www.gruenspar.de/tropen-pak/.

    Wir würden uns freuen, wenn Frosta dabei wäre!

    Herzliche Grüße ans gesamte Frosta-Team,
    das Grünspar-Team

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