DiCaprio gegen illegale Fischerei #LeowürdeFRoSTAkaufen

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Global Fishing Watch

Am vergangenen Donnerstag ging – verkündet durch Leonardo DiCaprio – das Tracking-System Global Fishing Watch online. DiCaprio’s Stiftung (LDF) ist der Hauptsponsor des Projekts, dessen Ziel es ist, die weltweiten Fischbestände vor Überfischung zu schützen. Grundlage des Systems ist das sogenannte AIS (Automatic Identification System), das ursprünglich entwickelt wurde, um Schiffskollisionen zu vermeiden. Der Einsatz des AIS ist für immer mehr Schiffe verpflichtend und die dadurch gesammelten Daten ermöglichen es, Schiffe zu lokalisieren und Fangaktivitäten zu identifizieren.

Transparenz als Motor für Nachhaltigkeit

Das Prinzip ist denkbar einfach: Die Online-Plattform schafft Transparenz, indem jede Person mit Internetzugang in die Lage versetzt wird, kommerzielle Fischerei in Echtzeit online zu verfolgen. Dadurch wird die breite Öffentlichkeit zum Wachhund der Fischereiindustrie, die noch mehr als bisher gezwungen ist, sich an Vorgaben bezüglich Fangquoten, -zeiten und -gebieten zu halten. Gleichzeitig wird auch in der Branche selbst das Bewusstsein für nachhaltige Fischerei geschärft. Der illegalen Fischerei wird damit der Kampf angesagt und die Relevanz des Themas ist nicht von der Hand zu weisen: Laut einer gemeinsamen Veröffentlichung der Environmental Justice Foundation (EJF), OCEANA, The Pew Charitable Trusts (PEW) und WWF vom Februar 2016 werden pro Jahr zwischen 11 und 26 Millionen Tonnen Fisch illegal gefangen.

FRoSTA schafft Transparenz durch Ursprungskennzeichnung

Das Projekt und die alarmierenden Zahlen des WWF zeigen erneut, wie wichtig eine konsequente Rückverfolgung von Lebensmitteln ist. Nur wer genau weiß, woher seine Zutaten kommen, kann sicher sein, dass sie auch in seinem Sinne hergestellt wurden. Das gilt gleichermaßen für Fisch aus Wildfang wie für Gemüse, Obst oder Fleisch. Aus diesem Grund setzt sich FRoSTA spätestens seit der Einführung des Reinheitsgebots 2003 sehr intensiv mit der Herkunft seiner Zutaten auseinander. Nur so kann der konsequente Verzicht auf Zusatzstoffe aber auch Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette gewährleistet werden. Die ausschließliche Verwendung von MSC-zertifiziertem Fisch aus nachhaltigem Wildfang ist eine Konsequenz dieser Philosophie. Mit der Einführung des Zutatentrackers 2013 hat FRoSTA das genaue Wissen um die Ursprünge seiner Zutaten für Jeden transparent gemacht. Und seit diesem Jahr wird die Herkunft der Zutaten sogar direkt auf die Verpackung gedruckt. Bei unserem Schlemmerfilet beginnen wir ab Ende September mit diesem sogenannten Flexible Printing (die Tests laufen bereits – siehe Foto). Wir hoffen, damit nicht nur Transparenz für Verbraucher zu schaffen, sondern gleichzeitig ein Beispiel für andere Unternehmen zu sein. Das würde sicher auch Leo gefallen 😉

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Testdruck zur Ursprungskennzeichnung für das Schlemmerfilet Brokkoli Mandel

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Ich bin davon überzeugt, dass die konsequente Rückverfolgung von Zutaten die Voraussetzung für eine nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln darstellt. Insofern freue ich mich über Initiativen wie Global Fishing Watch und bin gespannt auf die weitere Entwicklung!

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Christoph Wachenberg (Brand Management)

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4 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ein sehr unterstützenswertes Projekt. DIe illegale Fischerei schädigt nicht nur massiv die Betriebe, welche von der FIscherei leben. Sie schädigen auch extrem die Bestände indem überfischt wird und untermaßige Tiere gefangen werden. Finde ich sehr gut, dass dagegen von „DiCaprio“ etwas unternommen wird.

  • Wozu MSC? Das scheint mir ein ziemlich zu kurz greifender Aktionismus zu sein. MSC soll „nachhaltige“ Fischerei unterstützen. Was ist denn das? Es soll nicht mehr Fisch gefangen werden, als die Bestände verkraften können? Dann stellt sich mir die Frage, warum dieses Limit überhaupt überschritten wurde. Anscheinend ist der (weltweite) Hunger nach Fisch so groß geworden, dass man zu solchen Maßnahmen greifen muß. Aber wenn man die Fangmenge reduziert, heißt das ja nur, dass nicht alle Menschen soviel Fisch essen können wie sie wollen. Sie müssen sich halt beschränken. Und wozu? Damit *noch* mehr Menschen auf der Erde Platz finden? Das Grundproblem ist mit MSC nicht gelöst: Es gibt zu viele Menschen. Mit der Hälfte (wie zu meiner Schulzeit in den Siebzigern) oder gar noch weniger Menschen hätten wir all diese Probleme nicht. Darum scheint sich aber niemand kümmern zu wollen. Ist ja auch nicht so werbewirksam ausschlachtbar.

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