Gewürze aus Afrika?

Unsere Afrikagerichte sollten ja eigentlich auch mit Gewürzen aus Afrika hergestellt werden. Vor allem, weil es dem Kontinent natürlich helfen würde, wenn wir ihre Produkte kaufen. Erstens bekommen sie Geld und zweitens lernen sie dadurch auch nach internationalen Standards zu produzieren.

Denn meistens wird Afrika nur als Lieferant von Rohstoffen genutzt, die Veredlung und die Wertschöpfung findet dann aber meistens im Ausland statt (siehe dazu auch das Kaffeeprojekt was wir unterstützen)

Dieses Chilipulver wird in Addis Abeba produziert und ich habe mir die Produktion mal angesehen. Wir wollen jetzt die Qualität genau prüfen und dann hoffentlich bald direkt von dort kaufen!

Übrigens war ich heute auch in Berlin bei der Buchvorstellung von Waris Dirie. Wir wollen zusammen afrikanische Unternehmen gründen (ähnlich wie hier beschrieben). Mehr dazu in den nächsten Tagen hier im Blog.

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

15 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Afrikansiche Gewürze sind leicht zu verarbeiten und genießen einen außerordentlich guten Ruf. Leider sind hierzulande bislang nur verhältnismäßig wenige afrikanische Gewürze bekannt, aber das wird sich wohl bald ändern.

  • Ach, was tummeln sich hier überall gute Menschen. Ab jetzt kauf ich jeden Tag etwas von FROSTA, weil die so viel für die unverschuldete verarmten Afrikaner tun.

    Weiter so, wir sehen uns im Himmel!

    • Na, das ist doch endlich mal ein konstruktiver Kommentar zur Lösung der Probleme in Afrika. Es ist doch immer einfacher, über diejenigen, die versuchen, etwas zu tun, zu meckern.

      Dieses „unverschuldet verarmte Afrikaner“ klingt, wie Ihr ganzer Kommentar, sehr sarkastisch. Angesichts der Kolonialgeschichte und er daraus resultierenden Ausbeutung ist dieser Sarkasmus aber alles andere als angebracht. Afrika braucht die Möglichkeit für Handel mehr als irgendwelche Entwicklungshilfe. Und wenn sich Felix Ahlers insbesondere auch mit privatem Engagement, aber auch mit seinem Gewicht als Vorstand und Großaktionär der FRoSTA AG dafür einsetzt, dann kann ich selbst das nur gut finden. (Und ich bin niemand, der seine Kritik nicht an entsprechender Stelle los wird, wenn ich sie für angebracht halten würde.)

      Natürlich ist das am Ende auch ein positiver Effekt fürs FRoSTA- Image und damit Werbung. Aber wenn man durch sein Handeln vielleich ein positives Vorbild abgibt für andere, dann sollte man ruhig auch darüber reden dürfen.

      Zum Thema Entwicklungshilfe und deren negative Folgen lief gestern übrigens ein interessanter Beitrag im ZDF Auslandsjournal.

      • Hallo Herr Ehlerding,

        ich finde es bewundernswert, wie sachlich und ruhig Sie auf solche Beiträge reagieren.

        Mein Tipp: Solche Trolle bitte NICHT auch noch Füttern !!!

        Die ziehen dann automatisch weiter und suchen sich neue Opfer.

        FROSTA alles Gute !

        MfG

        Karl Müller

        • Richtig Karl,

          solche Leute DARF man nicht beachten, dann verlieren sie schnell das interesse.

          Ich denke es ist besser etwas kleines zu machen als gar nichts.

          Aber es gibt leider zu viele HotAir-Menschen.

        • Da haben Sie natürlich nicht ganz Unrecht. Aber andererseits sollte man auch nicht immer alles so unkommentiert im Raum stehen lassen.

      • Die bösen Kolonialmächte sind es natürlich schuld, wie konnte ich das vergessen. Drei Jahre Afrika (Namibia, „Demokratische“ „Republik“ Kongo und Nigeria) haben mir gezeigt, dass ungezügelter Fortpflanzungsdrang, Unwille zur Rationalität und Machtgier die Geißeln Afrikas sind. Man kann alles mit einer mittlerweile jahrzehnte zurückliegenden Schuld erklären und den Gutmenschen geben. Man kann aber auch Menschen Eigenverantwortung zutrauen.

        Was ist aus dem einst bettelarmen Südkorea geworden? Und was aus dem einst aussichtsreichen Kenia?

        Man muss nicht immer alles verklären.

        • Und ich lebe schon seit Jahren in Europa und weiß aus dessen Geschichte, dass die Verdrängung negativer menschlicher Eigenschaften aus der gesellschaftlichen Mitte ein Prozess ist, dessen Beginn noch nicht so wahnsinnig lange zurück liegt und leider auch noch lange nicht abgeschlossen ist. Man sollte sich also genau überlegen, ob man undifferenzierte Beschimpfungen ganzer Länder nicht als eher unangebracht, überheblich und schlimmer einstufen und bleiben lassen / löschen sollte oder ob man diese zumindest als schlechtes Beispiel stehen lassen kann. Ich habe mich derzeit noch für das Letztere entschieden. Das kann sich aber schon beim nächsten Mal ändern.

          „Lebe lang und in Frieden“ (Spock)

  • Nun Afrikanische gewürtze sind sehr gut zum würzen aber leider weis man nie obsie wirklich aus afrika kommen nun denn…

    mfg
    [Anm. d. Admin: Link zum kommerziellen Shop-Angebot wurde natürlich gelöscht. Bitte nicht weiter versuchen, Blog-Spam zu betreiben. Danke!]

  • Hm… ich würze immer gerne mit Afrikanischen gewürtzen die haben immer so ein schönes Aroma:).

    Aber die herstellungs Art sieht nicht ganz so toll aus.

  • Positionen wie die von jordgubbsglass kenne ich seit mindestens 25 Jahren und nach meiner Meinung wird dabei häufig nicht verstanden, dass unser Konsumverhalten Märkte lenken kann. Betrachtet man beispielsweise die Entwicklung der Hühnerhaltung oder in jüngerer Zeit den Kfz-Markt zeigt sich, dass strategischer Konsum durchaus funktionieren kann.
    Auf die afrikanische Vergangenheit oder Gegenwart haben wir keinen Einfluss mehr, diese Diskussionen führen ins Nichts. Das Verständnis für geschichtliche oder globale Zusammenhänge eröffnet dagegen Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten.

    • Natürlich kann unser Konsumverhalten Märkte lenken. Ich zweifle aber an, dass man unsere Konsumverhalten ändern kann.

      Es wird immer Menschen geben, die beim Einkauf neben Preis und Leistung auch ethische Aspekte berücksichtigen – aber wie wenige sind das, wie wenig macht das im Verhältnis zum „normalen“ Kunden aus. Das sind doch Marginalien.

      Außerdem bleib ich dabei: An Hilfsangeboten und Hilfe für Afrika fehlt es ja nun wirklich nicht. In fast jedem afrikanischen Land wird aber ein Vielfaches der Hilfen für die Streitkräfte aufewendet und/oder verschwindet in den Taschen korrupter Eliten. Die dringendsten Veränderungen sind dort politische, gesellschaftliche, und diese anzustoßen ist uns weder möglich noch steht es uns zu. Afrika ist ein kaputter Kontinent, und es haben viele, bei weitem nicht nur die Kolonialmächte, dazu beigetragen, ihn kaputtzumachen. Da täuschen auch ein paar bunte Bilder von der Fußball-WM nicht drüber hinweg.

      Kleine Randnotiz: Ist schon einmal jemandem aufgefallen, dass in den ganzen WM-Trailern, Werbespots… sich fast nie auf (süd-)afrikanische Kultur, sondern fast immer auf die Natur, die Tierwelt bezogen wird? Ganz Afrika ein Dschungelbuch. Respekt sieht anders aus, für mich ist das subtiler Rassismus, viel gemeiner als das was ich als Afrika-Kenner hier schreibe.

      • Vieles sehe ich genauso. Hilfe landet oft bei den korrupten Regierungen Afrikas.

        Das was wirklich helfen würde ist alles das was mehr Wertschöpfung im Land generiert. Denn dann entstehen qualifizierte Arbeitsplätze und Afrika wird weniger abhängig von der reinen Landwirtschaft!

        Deshalb macht es auch Sinn solche Produkte aus Afrika zu fördern und zu importieren. Dazu können wir sicher nur einen ganz kleinen Beitrag leisten.

        Siehe auch http://www.solino-coffee.com

  • Ich sehe es so, dass man jede Möglichkeit die man hat, nutzen sollte um die beklagenswerten Zustände auf diesem Planeten erträglicher zu gestalten. Dazu gehören immer neue Ideen, wie zum Beispiel wie Herr Ahlers es will, die Produkte direkt beim Produzenten zu fördern und dann zu importieren.
    Ein Land als kaputt zu bezeichnen, scheint für den einen oder anderen Menschen zu bedeuten, sich nicht mehr Kümmern zu müssen und nicht hinzusehen, was dort passiert.
    Vergessen sollte so jemand nicht, dass viele Dinge die wir täglich kaufen und nutzen, für uns nur bezahlbar sind, weil es solche Länder mit so schlechten Arbeitsbedingungen, Korruption und Armut gibt.
    Wenn man nun aber die Augen offen hält und nach Möglichkeiten sucht Dinge zu verbessern oder den Menschen dort die Möglichkeit gibt etwas mehr Einfluss auf ihre Lebensbedingungen zu haben, dann ist man schon ein kleines Stück näher an besseren Bedingungen in diesen Ländern. Wichtig ist doch auch den Menschen dort vor Ort zu zeigen, dass es auch dort Möglichkeiten geben könnte, bessere Bedingungen zu schaffen. Viele Menschen dort glauben nicht mehr an eine bessere Zukunft, weil sie keine Möglichkeit sehen.
    Natürlich gibt es viele Projekte von verschiedenen Institutionen, und viele Projekte erzielen für uns keine oder nur sehr geringe Erfolge. Aber deswegen kann man nicht einfach nichts tun und warten, dass sich die Probleme dort von selbst lösen.
    Ohne den „Ersten Schritt“ wird es keine weiteren Schritte geben. Wenn es nun aber mehrere „Erste Schritte“ oder unterschiedliche „Erste Schritte“ also Anläufe braucht, dann ist das eben so. Wenn wir uns immer vom Scheitern einer Sache beeindrucken lassen würden, oder nichts was kaputt ist reparieren würden, wo wären wir dann jetzt selbst??? Jeder redet heutzutage darüber, dass man sich wehren soll gegen Schlechte Bedingungen oder Zustände! Es ist auch ein schlechter Zustand, wenn der Wohlstand den man genießt, durch die billigen Arbeitskräfte in solchen Ländern mit getragen wird ohne, dass man versucht, diesen Menschen zu helfen.

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