Solarmodule zu Ostern *

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(auf dem Dach des Kühlhauses – der Fluß Weichsel im Hintergrund)

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Da heute, K-Freitag, kein Feiertag in Polen ist, bekomme ich gerade diese Bilder: die Solaranlage wird auf dem Dach unseres neuen Kühlhauses in Bydgosczc Bydgoszcz angebracht.

Es ist ein wichtiger Teil unseres Zieles den Co2-Verbrauch bei uns zu senken (wie berichtet). Eigentlich ist es auch sehr logisch, da wir ja gerade im Sommer viel Kühlenergie brauchen, also genau dann, wenn die Solarmodulekollektoren die meiste Energie produzieren.

Insgesamt können wir damit 72.000 Kilowattstunden, bzw. 70 Tonnen Co2 pro Jahr sparen.

Außerdem ist das Kühlhaus so gebaut (siehe unten), dass alle Trägerelemente aus Stahl außen liegen. Dies ist ganz neu und verhindert, dass die Kälte über die Träger nach außen gelangt. Ältere Kühlhaüser sind wesentlich schlechter isoliert und die meiste Kälte geht durch die Trägerkonstruktion verloren.

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Weitere Details zum Co2 Projekt findet man hier: frosta-co2-09-03-27.pdf

*Überschrift dank des Kommentars 10 von Erhard berichtigt!

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

19 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Das ganze Projekt ist sicherlich sehr sinnvoll, allerdings meiner Meinung nach nicht um CO2 sondern um Energie einzusparen, was zwar meistens – aber nicht immer(!) – auf dasselbe herauskommt.

    Leider finden sich keine Informationen zur technischen Realisierung: Werden thermische oder photovoltaische Solarzellen verwendet? Gibt es Puffer zur Wärme-/Kälte-/Energiespeicherung? Gibt es Berechnungen zur Gesamtenergiebilanz (Vergleich mit einer herkömmlichen Anlage unter Einrechnung der benötigten Energie für die Herstellung bezogen auf eine durchschnittliche Lebensdauer)?

  • An Jürgen: Wozu brauchst du weitere Angaben zur Technik? Egal welche Bauart von Solarzellen verwendet werden, am Ende wird Energie gespart und letztendlich dadurch CO2 vermindert. Es läuft, wie du bereits als erstes erwähnt hast, auf dasselbe hinaus. Und wenn ein Kühlunternehmen durch Hitze Sachen zum Kühlen bringt, na dann, bewundere ich die Technik und finde das alles sehr lobenswert.

  • @Johannes:

    Woher weißt du, dass am Ende Energie gespart wird? Und selbst wenn, es gibt halt mehr oder weniger effiziente Arten einer Solaranlage. Dass kann eben auch soweit gehen, dass die investierte Energie (bei der Fertigung und Installation der Anlage) im Laufe der Nutzungszeit (bis im Schnitt alles einmal wieder erneuert werden mußte) nicht wieder hereinkommt. Anscheinend interessiert das aber niemanden. Es muß nur *in* sein. Und Solaranlagen sind im Moment halt *in*. Da braucht man nichts mehr zu hinterfragen.

    Das Gleiche gilt ja auch für Elektroautos. Die sind im Moment auch *in* und niemand fragt mehr, woher der Strom für diese Autos eigentlich kommen soll. Da wird dann einfach immer behauptet, dass nur Strom aus erneuerbaren Energien (Sonne, Wind, Biomasse) verwendet wird. Aber solange wir noch Atomkraftwerke betreiben, führt das eigentlich nur zu einer Erhöhung des Strombedarfs. Und wer jetzt welchen Teil des Stromes (konventionell oder alternativ) verbraucht, ist ja vollkommen egal. Jede kWh für Elektroautos könnte man ja auch dazu nutzen, Atomkraftwerke vom Netz nehmen. Das Ganze würde erst dann Sinn machen, wenn der ganze Strom aus alternativen Quellen kommt. Aber davon sind wir noch weit entfernt.

    Natürlich ist alleine die Beschäftigung mit dem Thema ein Lob wert. Aber dann muß man auch genau hinschauen. Es wird leicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet (wie man so schön sagt).

  • Da muß ich Jürgen recht geben. Mein erster Gedanke war auch, wie das mit der für die Herstellung der Solarzellen verbrauchten Energie aussieht. Nicht um das Projekt madig zu machen (ich find‘ das im Prinzip sehr gut!) – nur, weil es vor einiger Zeit hieß, daß die Energie, die durch Solarzellen gewonnen wird, nahezu bis komplett bei der Herstellung verbraten wird. Aber das ist nun auch schon einige Zeit her und vielleicht hat sich das ja grundlegend geändert.

  • Ohne die gestellten Fragen im Moment im Detail beantworten zu können, ist daran natürlich einiges richtig.

    Auch wir haben uns dies gefragt als wir uns entschieden haben.

    Wichtig sind aber in jedem Fall 2 Punkte:

    1. Wir müssen die Energie nicht ins Netz einspeisen sondern können sie direkt verbrauchen (weil Nachfrage und Angebot der Sonnenenergie wie beschrieben saisonal perfekt zusammenpassen). Dies steigert die Effizienz.

    2. Wenn wir die Sonnenenergie nicht auch in der Praxis anwenden, kann sich die Technik nicht verbessern. Bis heute ist die Effizienz nur bei ca. 15%, es gibt also viel Potential. Aus diesem Grund wurde wohl auch unsere Anlage mit über 50% subventioniert – aus rein wirtschaftlichen Berechnungen lohnt sich die Anlage trotzdem erst nach 15-20 Jahren (je nach Strompreisentwicklung).

    Normalerweise hätten wir die Investition also nicht getätigt. Aber auch wir finden es wichtig, dass sich alternative Energiequellen weiter entwickeln.

  • @Felix Ahlers:

    Aus ihrer Antwort entnehme ich also, dass es sich bei Ihrer Solaranlage um eine Fotovoltaikanlage handelt. Wurde denn die Alternative einer thermischen Anlage mit Adsorptionswärmepumpe überhaupt in Betracht gezogen? Ich könnte mir vorstellen, dass dort die Wirkungsgrade ungleich höher gewesen wären (obwohl wahrscheinlich mit noch größeren Investitionskosten verbunden). Der thermische Wirkungsgrad guter Vakuumkollektoren liegt ja nahe 100%. Der Wirkungsgrad von Adsorptionswärmepumpen müßte so im Bereich 30-40% liegen. Das wäre dann 2-3 mal so viel Energiegewinnung auf der gleichen Fläche wie bei einer Fotovoltaikanlage. Andererseits ist das Ganze wohl auch wesentlich teurer. Aber wurde es überhaupt in Erwägung gezogen?

  • Erst einmal vorneweg: Elektroautos sind nicht „in“ 😉 Die haben noch zu viele Macken und sogar jeder Autoverkäufer, der die Dinger vermietet/verkauft würde in einem persönlichen Gespräch dir davon abraten, eines zu kaufen.
    Zu den Solarzellen: Auf lange Sicht (und ich denke nicht, dass die Lagerhalle direkt wieder abgerissen wird) sind die Solarzellen energiesparend. Die Kosten kommen natürlich ebenfalls wieder rein. Erneuerungen fallem im Regelfall nur alle 10-15 Jahre an, zwischendurch einmal vom Dreck befreien kostet nun wirklich keine „Energie“. Für solch eine große Fläche wie das Dach eines Lagerhauses ist so ein Solarplatz nun wirklich genial. Klar, wird wohl im ersten Augenschein der Kostenpunkt + die PR liegen, aber dennoch wird sich dies spätestens nach 6-7 Jahren hervorbringen.
    Gruß

    PS: Ich wollte niemandem zu nahe gehen, deswegen entschuldige ich mich bei dir Jürgen. Jeder vertritt nun mal seine Meinung und jeder hat nun auch einmal andere Erfahrungen gemacht 😉

  • @Johannes:

    Irgendwie scheinst du das von mir geschriebene gar nicht gelesen zu haben. Ich frage eigentlich nur, ob eine thermische Anlage nicht besser als eine Fotovoltaikanlage gewesen wäre. Darauf gehst du mit keinem Wort ein. Und die Größe des Lagerhauses spielt ja wohl keine Rolle. Es sind halt alles nur etwas größere Dimensionen als bei einem Einfamilienhaus (auch die benötigten Energien).

  • @Jürgen Hestermann:

    Das Thema thermische Solartechnik hatte ich damals schon abgefragt (siehe Blogeintrag zum „Carrotmob“), leider gibt es für Tiefkühltechnik wohl (noch) keine Lösung. Die Antwort der Firma war damals:

    Sehr geehrter Herr Ahlers, vielen Dank für Ihre Anfrage.Leider können wir Ihnen kein Angebot unterbreiten, da die Parameter nicht unserem Leistungsspektrum entsprechen.Der WEGRACAL Absorber kann minimal Wasser mit einer Temperatur von +6°C erzeugen.
    Mit freundlichen Gruß aus Westenfeld

    B.Hebenstreit
    Vertriebsleiter

    ——————————————–

    EAW Energieanlagenbau GmbH
    Oberes Tor 106
    98631 Westenfeld

  • Auf dem zweiten Bild sind klar erkennbar Photovoltaikmodule erkennbar. Deshalb ist die Überschrift des Artikels falsch.

    Solarstrom = Module
    Solarwärme = Kollektoren

    Dieses Problem ist aber durchaus üblich..
    Link1

    Das zweite hier diskutierte „Märchen“ die lange energetische Amortisationszeit.

    Lasst euch bei Frosta nicht von Extremisten ein schlechtes Gewissen einreden. Wir brauchen Massenprodukte und nicht die exotische Top-Lösung. Ihr seit schon gut unterwegs. 🙂

    [Anm. d. Admin: Ich habe die Links umformatiert, damit sie nicht so lang sind und bei kleiner Browser-Auflösung „umbrechen“.]

  • Die Stützpfeiler außen an der Halle sind im Prinzip eine super Sache, auch in Sachen Hygienevorschriften/IFS/ISO, denn es entstehen in der Halle weniger „Dreckecken“ an den Pfeilern. Das Problem dabei, das mir mal untergekommen ist: Durch Kältebrücken kommt es zu Kondenswasserbildung IN der Halle, es bilden sich Pfützen, Wasser läuft unbemerkt hinter Verkleidungen herunter und kann zu Korrosion an den Befestigungselementen führen (Die Stützen selbst sind ja meist verzinkt). Außerdem ist der Dachanschluss problematisch in punkto Dichtigkeit. Bei uns ging das so weit, dass die ganze Halle komplett mit Silikon abgedichtet wurde (die Fugen zwischen den Sandwich-Elementen).

    Genug kluggeschissen 😉 Sind bei Ihnen ähnliche Probleme aufgetreten?

  • @Djinni:

    das sieht ja so aus als hätten Sie schon einige Tiefkühlhäuser gebaut!

    Hätte ich wirklich nicht erwartet so gute Tipps zu bekommen. Bei uns wurde das Lager gerade erst in Betrieb genommen, deshalb läuft wohl noch alles reibungslos. Aber wir werden die Punkte gut prüfen und dann vielleicht etwas vorbeugen können!

    Nochmals vielen Dank!

  • @Felix Ahlers:

    Ich weiß natürlich nicht, ob das Problem bei Ihnen auftritt, denn bei uns war das keine Tiefkühlhalle sondern „nur“ eine sehr gut isolierte Produktionshalle (allerdings was die Sandwich-Dicke angeht fast auf Tiefkühlhallen-Niveau), die Sommers wie Winters auf max. 20 Grad klimatisiert wird. Allerdings dürfte sich das Problem der Kältebrücken in einer TK-Halle eher noch verschärfen, weil der Temperaturunterschied zur „Außenwelt“ ja noch größer ist. Vielleicht hat sich die Bautechnik mittlerweile auch weiterentwickelt, als wir die Halle vor ca. 5 Jahren gebaut haben, war das deutschlandweit eine der ersten Hallen in dem Stil (hat jedenfalls der Hallenbauer behauptet). Wenn Ihre Halle in Bremerhaven stünde, wäre das vielleicht sogar der gleiche Hallenbauer, unsere ist nämlich ganz in der Nähe 😉 Der dürfte aus seinen Fehlern gelernt haben, die Sache war damals ganz schön teuer für ihn…

    Vielleicht kann ich noch mit weiteren Infos zum Thema dienen, in dem Fall können Sie mich natürlich gerne per Mail kontaktieren.

    Gruß
    D.

  • *Klugscheißermodus an*

    Man darf übrigens noch „Bromberg“ sagen, auch wenn man nicht „revanchistisch“ veranlagt ist 🙂

    Die Stadt heißt übrigens Bydgoszcz. Also mit „szcz“, nicht mit „sczc“, sonst hieße sie Büdgoschicktsch, aber sie heißt ha Büdgoschtsch.

    *Klugscheißermodus aus*

    Wie gesagt. Mit „Bromberg an der Weichsel“ wäre man auch gut bedient gewesen.

  • Herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung, ich finde jegliche Art von Energiesparen sollte ein Muß werden in der heutigen Zeit. Auch wenn die Effizienz vielleicht heute noch nicht so hoch, so kann sich die Technik nur über den Einsatz entwickeln und deshalb ist das eine tolle Entscheidung.
    Grüße M.

    [Anm. d. Admin: Ihre Werbe-URL verstößt gegen die Blogregeln und wurde daher entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.]

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