VEGGIE TAG in unserer Kantine?

Gerade bekomme ich eine nette Email von Gerhard Fischer – vielen Dank! Er schlägt vor bei uns in der Kantine jeden Donnerstag einen reinen „Veggie-Tag“ einzuführen.

Finde ich eine gute Idee und werde es diese Woche mal mit unseren Leuten besprechen. Wie man oben sieht gibt es ja schon Firmen die das machen.

Die Argumente dazu:

Rund 18 Prozent der weltweiten Treibhausgase wie CO2 und Methan gehen auf das Konto der Tierhaltung. Eine Kuh beispielsweise belastet das Klima genauso stark wie ein moderner Personenwagen, der pro Jahr 18.000 Kilometer zurücklegt. Auch die Gesundheit steht beim „VeggieTag“ im Fokus, denn eine zu hohe Zufuhr an tierischen Fetten kann zu ernährungsbedingten Krankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Passt also sehr gut zu uns.

Hat jemand bei seiner Arbeit damit schon Erfahrung gesammelt? Wie sieht es in anderen Kantinen aus?

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

19 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Um die Treibhausgase zu reduzieren, ist es doch sehr hilfreich wenn auch der Tierbestand reduziert wird. Da helfe ich gerne mit – und sei es nur mit dem Genuss eines schönen Steaks. 🙂

    Gruß
    Michael

  • Nachdem sich in Bayern schon die militanten Nichtraucher durchgesetzt haben bin ich strikt gegen solche Formen der Zwangsbeglückung und Hinführung zu einem besseren Leben.
    Es reicht doch wenn es schmackhafte und vielfältige vegetarische Gerichte gibt.

  • Ich habe ja nichts gegen vegetarische Gerichte aber sein Essen nach der (angeblichen) Belastung für den Planeten auszurichten ist schon eine komische Entwicklung. Was kommt als nächstes? Dann muß man wohl nur noch synthetisch hergestelltes Essen zu sich zu nehmen (wenn es denn weniger CO2 belastend ist, dann kann man das ja wohl nicht ablehnen).

    Sind wir schon so viele Menschen, dass man sich bereits beim Essen Gedanken um das angeblich gefährdete Klima machen muß, weil es sonst für alle nicht mehr reicht auf dem Planeten? Und niemand kommt auf die Idee, dass die *Anzahl* der Menschen das Problem ist? Statt dessen wird versucht, immer wieder neue Rekorde für den am dichtesten mit Menschen bevölkerten Planeten aufzustellen. Das erfordert natürlich Anstrengungen. 😉

  • Was gibt es in Ihrer Kantine denn überhaupt so zu Essen? Frosta-Gerichte? Frosta-Versuchs-Gerichte zum Testen? Reste aus der Fertigung?:-) Oder etwas völlig anderes?

    Zum Thema Veggie: Ich habe kein Problem damit, gelegentlich mal fleischlos zu essen, z.B. gerne das Pasta Pesto Rosso. Wenn es das leckere Ratatouille-Gericht noch gäbe, würde ich das sogar wesentlich öfters machen.

    Aber gerade weil ich schon freiwillig fleischlos esse wenn ICH dazu Lust habe bin, ich gegen solch Zwangsbeglückung.
    Da würde ich mir wohl, alleine schon aus Protest, Donnerstags ein paar BiFis mit in die Kantine nehmen.:-)

  • Ich finde einen vorgeschriebenen Vegi-Tag nicht gut.
    Jeden Tag Alternativgerichte anbieten ist eindeutig besser
    So kommen auch „Fleischesser“ eher auf den Geschmack.

    Und was den Anbau von Gemüse in Treibhäusern angeht – das ist halt nur anders schädlich

  • @ Alle:

    Danke für die vielen Kommentare: die ersten Meinungen sind auch bei uns in der Kantine eher kritisch.

    Wir bieten allerdings auch heute schon jeden Tag eine vegetarische Variante an.

    Und wir müssen auch sagen, dass unsere FRoSTA vegetarischen Gerichte die wir anbieten nicht umbedingt die Bestseller sind…..

    • Weil eure vegetarischen Gerichte den Eindruck machen, dass einfach nur das Fleisch weggelassen wurde. Da fehlt eben was, das macht sie für mich fade und uninteressant. Wären Tofu-Stücke bzw. andere proteinreiche Fleischersatz-Sachen (aus Gluten, Milcheiweis, Fasern etc.) drin, würde ich eher dazu greifen.
      So esse ich doch wenn eher eine der Varianten mit Hühnchen, auch wenn ich normalerweise sehr selten Fleisch esse und es eigentlich versuche zu vermeiden.

  • Ich finde diese Idee auch nicht wirklich sinnvoll – und das als Vegetarier 🙂

    Alternativen bereithalten ist eine gute Sache, aber den Leuten ihr Fleisch wegnehmen geht dann doch etwas zu weit. Das führt dann vermutlich nur zu einer negativen Einstellung gegen vegetarische Gerichte.

    Eventuell kann man mit diesem Umwelt-Argument die vegetarische Mahlzeit in der Kantine besser an den Mann bzw. die Frau bringen oder zumindest die Hemmschwelle mal etwas „anderes“ zu probieren etwas absenken.

  • Nun ja, man kann ja die Punkte auf dem Plakat

    Co2 Ausstoß reduzieren
    Trinkwasser sparen
    Regenwald retten

    auch ohne „Veggie-Day“ machen 🙂

    Man könnte vielleicht jeden Donnerstag die Vegetarischen Gerichte in der Kantine irgendwie besser „bewerben“.

  • Ich denke die bisher abgegeben Kommentare sind schon Top – da gibt es nicht mehr viel zu sagen.
    Wenn ich zum essen gehe, und dann dort lese „heute gibt es nichts mit Fleisch!“ dann wird mir das, was ich mir angeblich aussuchen „muss“ garantiert nicht so gut schmecken. Obwohl ich es mir vorher vielleicht sogar freiwillig ausgesucht hätte, selbst wenn es eine fleischige Alternative gegeben hätte.

    Aber nochmal zum Thema CO2:
    Da zeigt ihr euch auch recht unbeeindruckt oder?
    Gab vor kurzem ja einige sehr gute Kommentare zu eurer CO2-Kampagne.
    Ich selbst bin kein Fachmann bei der Sache, glaube jedoch aus Prinzip daran, das Fakten, die vertuscht / ignoriert werden, schon darauf hinweisen, das an der ganzen Theorie etwas nicht stimmen kann.
    Verschwörungstheorien sind zu Recht immer schief anzusehen, aber das ist ja schon mehr als eine Theorie.

    • Oh ja, wieder eine „Klimawandel-Verschwörungstheorie-Diskussion“. Geh dafür doch bitte „nach drüben“. Bei P.I. / AchGut oder im Heise-Forum usw. findest Du sicher viele „Mitstreiter“ 🙂

  • Gerne, dann bin ich aber dafür, dass einige Frostagerichte vegetarisiert werden. Mich ärgert z.B das unsinnige nicht auffindbare Bauchfleisch in der Tagliagtelle-Pilz-Pfanne (oder wie auch immer sie fachmännishc heißt)!

  • Ich kann diese Idee voll und ganz unterstützen! Der Veggie-Donnerstag hilft uns dabei diese Fakten anzuerkennen und bekannter zu machen.

  • Ich finde den veggi-tag gut, einfach um darauf aufmerksam zu machen. Und es heisst ja nicht, das donnerstags fleischverbot herrscht, sondern das besonderer augenmerk auf die alternative gelegt wird.

    ich würde auch veg. frosta kaufen, aber bei den angebotenen schmeckt mir immer irgendwas nicht 🙁 und zum thema schmecken… die champions in den frosta gerichten schmecken mir nicht mehr, es schmeckt nur noch nach „gefrierwasser“. das war früher besser

  • Ich dache immer, FROSTA stünde für Vielfalt? Und dann passt es zu euch, wenn ihr den Menschen aus fragwürdigen Motiven vorschreiben wollt, was sie in der Mittagspause essen?

    Aber Hauptsache, man kann sich mal wieder öffentlichkeitswirksam selbst auf die Schultern klopfen. Und wenn im Ergebnis 1.000 Menschen in Indien nicht ersaufen sondern sich gegenseitig in die Luft sprengen, dann hat sich der gutmenschliche Einsatz ja gelohnt, oder?

    [ Anm. d. Admin: Wo besteht der Zusammenhang zwischen einer Veranstaltung wie dem „Veggie-Day“ – die nicht von FRoSTA zwangsweise durchgeführt wurde, sondern nur hier im Blog zur Diskussion stand und tragischen Ereignissen, wie Sie es im letzten Satz erwähnten ?!? ]

  • Ich glaube die Skeptiker hier haben noch nicht verstanden, dass das Symbol eines Veggie-Tages mehr ist als nur ein fleischloser Tag/Woche. Gerade des Klimawandels wegen werden wir früher oder später nicht darum herum kommen, auch den Fleischkonsum zu reduzieren. Der zweite Punkt ist einfach auch klar zu machen, dass der hohe pro Kopf-Verbrauch der Gesundheit auf Dauer schadet und der dritte Punkt ist einfach das Mitgefühl mit den grausamen Leben der Nutztiere.
    Selbst, wenn es in der Kantine fleischlose Alternativen gibt, sie werden ja auch nur von Vegetarier vorgezogen.
    Ja es ist ein Druck, der Veggie-Tag, wenn dann alle vegetarisch essen, aber ehrlich, schmeckt das so schlecht, dann liegts an der Küche

    • > dann liegts an der Küche

      Eben!
      Ein Veggie-Tag entbindet die Küche von der „Verantwortung“, gute fleischlose Gerichte anzubieten, die auch Fleischliebhaber überzeugen können.

      Ich esse auch gerne mal „gute“ fleischlose Gerichte, aber ich wende mich gegen einen Zwang.

      Im übrigen muß ich bei der Diskussion über einen Veggie-Tag an eine Regel denken, die früher(?) in katholischen Familien eingehalten wurde: Freitags kommt kein Fleisch, und auch keine Wurst etc., auf den Tisch.

  • Habt ihr den Veggie-Tag denn nun eingeführt?
    Ich bin etwas irritiert, dass hier einige Vegetarier ein Problem in dem Veggie-Tag sehen, weil man den Omnivores ihr Fleisch nicht wegnehmen soll.

    Ich denke es ist alles nur eine Frage des Marketings und der Qualität der Gerichte. Ich habe früher immer zu jedem Gericht Fleisch gegessen. Wenn es hieß „vegetarisch“, entwickelte sich bei mir auch eher eine Abwehrhaltung und ich habe mich nicht darauf gefreut. Das lag aber nur an der Assoziation, die ich mit „vegetarisch“ hatte.

    Heute weiß ich, dass es fantastische Gerichte gibt, denen überhaupt kein Fleisch oder Fisch fehlt. Man vermisst es überhaupt nicht.
    In der Küche darf nur nicht der Fehler gemacht werden, ein „normales“ Gericht zu kochen und einfach das Fleisch wegzulassen. Das ist witzlos.

    Grüße
    Patrick

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