Wie erklaert man den Co2 Verbrauch von Lebensmitteln?

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Naechste Woche wollen wir entscheiden wie wir das Thema Co2 Belastung bei unseren Produkten kommunizieren (das sogenannte Carbon Footprint Projekt). Wie vor einiger Zeit berichtet und auch in Zeitungen geschrieben, haben wir in den letzten 12 Monaten versucht die Co2 Belastung unserer Produkte zu messen.

Genaue Ergebnisse werden im Januar 09 bekanntgegeben.

Wir selbst muessen noch entscheiden, wie man das Thema erklaert?

Natuerlich belasten alle Produkte die Umwelt mit Co2. Die Frage ist aber, wie man dies einheitlich messen kann (damit es auch glaubwuerdig ist) und wie man als Firma die Belastung reduzieren kann.

Übrigens, vegetarisches Essen verringert die Co2 Belastung deutlich. Außerdem ist Tiefkühlkost nicht so belastend wie man vielleicht erwartet, da unser Tiefkühlgemüse aus dem Freiluftlandanbau kommt und nicht aus Treibhäusern die viel Energie schlucken.

Innocent, der Hersteller von Smoothies aus England hat schon angefangen die Daten pro Produkt anzugeben (sie haben bereits vor Jahren in England an solch einem Messprojekt teilgenommen). Ich finde die Erklaerungen auf deren Webseite nicht schlecht, oder?

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

18 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Solche Zahlen nutzen einem wenig, wenn es keine vergleichbaren Zahlen von vergleichbaren oder alternativen Produkten gibt.
    Ich weiß ja noch nicht, wie groß die Co2-Belastung durch die Tiefkühlung sein wird; ich weiß aber, daß die Vorratshaltung in der Tiefkühltruhe mir viele Co2-trächtige Fahrten zum Markt etc. erspart. Dieser Teil der Co2-Bilanz dürfte für jeden individuell unterschiedlich ausfallen.

  • Vielleicht könnte man den Co2-Abdruck pro 100g des jeweiligen Lebensmittels angeben. Dann könnte man alle Lebensmittel vergleichen und vielleicht auch danach seine Produktauswahl treffen…

  • Sehr geehrter Herr Ahlers,
    solange die Emission von CO2 kein Geld kostet und man der Frucht nicht ansieht, wie sie produziert, gelagert, transportiert, verpackt und verarbeitet wurde ist das ein sinnloses Unterfangen, weil damit hundertprozentig getrickst wird.

    Frosta sollte ein Kästchen, ähnlich der Beschreibung des Reinheitsgebotes auf die Packung drucken, in dem die fünf, acht oder zehn highlight des ressourcensparenden Umgangs von FRosta erwähnt werden.
    Für die Umwelt:
    1.Freilandgemüse anstatt Käfighaltung
    2.
    3.

    das kommt bestimmt gut an…
    Mirco

  • Hallo,
    ich finde den CO2-Footprint klasse. Ich glaube auch, dass die beteiligten Firmen, oder zumindest einige, dafür sprechen, dass es ehrlich angegangen werden soll. Klar kann auch geschummelt werden, aber es ist ein sehr guter Anfang.
    Wenn es wie im taz-Artikel wirklich um Ranking, Ampel oder Pfeil geht, halte ich den Pfeil für die bessere Lösung. Beim Ranking ist schwierig, mit was es verglichen wird, eine rote Ampel wird sich wohl kein Unternehmen auf ein Produkt packen wollen, aber ein Pfeil gibt halt sinngemäß die Richtung an und kann ergänzt werden mit zusätzlichen Infos, eben solchen wie dass der Freilandanbau verglichen mit Treibhausanbau x g CO2 pro kg Gemüsemischung x spart.
    Die Darstellung auf der Internetseite von innocent finde ich sehr gut. Sie ist übersichtlich und unkompliziert und obendrein witzig gemacht. Die Anteile an der CO2-Emission sind anschaulich grafisch dargestellt. Innocent hat es ja etwas einfacher, bei Frosta sind die einzelnen Produkte ja viel komplexer zusammen gesetzt (Hühnchenfleisch, Fisch, dieses Gemüse von hier, jenes Gemüse vielleicht von da). Ich würde auf der Internetseite
    – einerseits generell Ihren „CO2-Kodex“ vorstellen und Ziele, die Sie sich gesetzt haben
    – vielleicht mit einer Art „Carbon-Ticker“, wo Sie Ihre Maßnahmen (mit Vergleichswerten?) erklären
    – andererseits die Produktsorten vorstellen mit Kurzinfos zu besonderen Merkmalen. z.B. „Unser indisches Curry ist original, musste aber nicht mit dem Flugzeug kommen – originell, oder?“
    Das fällt mir nur grad dazu ein.
    Außerdem fällt mir dazu ein, dass mittelständische Firmen hier in NRW mit ihren eingesparten Emissionen im Joint Implementation-Verfahren am Emissionshandel teilnehmen können. Vielleicht gibt’s so eine Initiative auch bei Ihnen? Außerdem gibt es hier „Ökoprofit“, das ist ein betriebliches Beratungsprogramm, mit dem Firmen (mittlerweile aller Größen) teilweise irre viel Energie (und CO2) innerhalb ihres Betriebs einsparen konnten!
    Ich würde Sie gerne fragen, warum Sie das machen? Mir ist klar, dass das gut zu ihrer offenen Kommunikationsform passt und Ihrer Firmenphilosopie oder -politik… Mich würde aber interessieren, mit welchen Argumenten Sie auch andere Firmen versuchen würden zu überzeugen (falls), dass nachhaltige Produktion, CSR und Transparenz ein richtiger Weg ist und sich auch wirtschaftlich auszahlt. Wenn es ein Unternehmen ist, das nur auf die Bilanz und nicht rechts und links guckt? Nun, mir wird auch klar, dass das eine recht ausufernde Frage ist, aber vielleicht gab/gibt es ja ein bestimmtes Aha-Erlebnis, weshalb Frosta daran festgehalten hat?

  • Das Engagement von Frosta auch in Umweltaspekten (Footprint) finde ich gut und sollte offen kommuniziert werden. Aber wie?

    Auch bei mir stellte sich zumächst die Frage der Bewertung/Vergleichbarkeit. Was sagt mir die Zahl XYZ g/Packung. Daher ist die Info auf der Homepage sinnvoll. Interessierte Kunden können sich damit beschäftigen, weniger interessierte werden nicht irritiert, also keine Detail-Info auf der Verpackung.

    Wichtig ist – wie bei Innocent – der Hinweis auf die „Relativität“ der Daten.
    Zudem der Hinweis auf das, was Frosta umweltfreundlich macht (s. Freilandgemüse bzw. was wenig ökologische Alternativen -der Konkurrenz??- mehr an CO2 kosten würden). Auch, wenn möglich, welche Verbesserungsansätze Frosta sieht.

  • @ H Heintze:

    Die Ergebnisse des Projektes werden dann zu konkreten Massnahme führen. Die endgültigen Ergebnisse werden wir im Januar haben und dann werden wir uns überlegen wie wir an dem Thema weiter arbeiten.

    Grundsätzlich wird es darum gehen, dass wir die Co2 Belastung die wir selbst verursachen (oder unsere Produkte) stetig reduzieren.

    Ausserdem werden wir das ganze Thema im Detail dem Verbraucher erklären, so dass man versteht wie man auch als Verbraucher „besser konsumieren“ kann.

    Übrigens haben wir herausgefunden, dass Rindfleisch und alles was damit zu tun hat am „schädlichsten“ ist. Huhnfleisch belastet insgesamt fast 3 mal weniger als Rindfleisch (oder Käse Milch usw…). Und Gemüse ist natürlich allemal die beste Wahl.

    Was die Firma Femeg damit zu tun hat habe ich übrigens nicht verstanden!?

  • Sorry, aber ich finde die CO2-Diskussion bei Lebensmitteln langsam etwas anstrengend. Vor allem vor dem Hintergrund das es zur Zeit keine echten Alternativen in Sachen Stromerzeugung und Lebensmittelproduktion gibt. Es sei denn, wir reduzieren die Weltbevölkerung und kehren in Sachen Infastruktur auf das Niveau vor der Dampflock zurück.

    Grüße
    Silke

    [Anm. d. Admin: Werbelink auf Ihr kostenpflichtiges Angebot entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis!]

  • @ Silke May
    Verantwortung zu übernehmen ist manchmal eben auch anstrengend!
    Abgesehen von Alternativen geht es doch auch um die Möglichkeiten mit vorhandenen Strukturen entweder ressourcensparend umzugehen oder eben auch nicht!
    Was die Weltbevölkerung und die Dampflock angeht, so ist das Argument ein bisschen „na ich kann sowieso nichts ändern“.
    Stimmt nicht, zum Thema Umweltsschutz darf man es sich glaub nicht so einfach machen um ihn in Frage zu stellen.

  • Ich bin auch der Meinung, dass die aktuelle CO2-Diskussion weit über das Ziel hinausschießt (bzw. eigentlich mehr daneben liegt). Sie basiert ja auf dem Glauben, dass

    1: Ein extremer Klimawandel bevorsteht
    2: Dieser durch die CO2 Emissionen des Menschen verursacht wird
    3: Der Mensch den Klimawandel verhindern kann

    Insbesondere Punkt 3 scheint mir doch sehr fragwürdig. Es wäre wohl wesentlich effizienter, sich auf den Klimawandel vorzubereiten (so er denn wirklich kommt) als wie Don-Quichote gegen Windmühlen anzukämpfen. Wenn denn wirklich ein Klimawandel bevorsteht, wird man ihn wohl kaum noch verhindern können.

    Mit 7 Milliarden Menschen (oder gar mehr) wird man wohl nicht darauf verzichten, die gespeicherten Energievorräte aus fossilen Brennstoffen komplett aufzubrauchen. Es ist nur eine Frage der Verbrauchsgeschwindigkeit. Natürlich ist es unvermeidlich, sich irgendwann mit Alternativen auseinanderzusetzen, und zwar je eher desto besser. Das ist aber etwas anderes, als die aktuelle CO2-Diskussion. Diese treibt doch seltsame Blüten wenn überlegt wird, CO2-Gas durch zusätzlichen Energieeinsatz im Meeresboden oder sonstwo „endzulagern“, was dann die Energievorräte nur noch schneller aufbrauchen würde.

    Die Energie-Diskussion wurde bereits in den 70er Jahren ausgiebig geführt aber letztlich ohne Ergebnisse. Für mich wiederholt sich das ganze jetzt mit etwas anderen Randbedingungen. Während man damals noch die echten (aber schwieriger zu lösenden) Grundprobleme wie Überbevölkerung und Endlichkeit der (Energie-)Ressourcen diskutierte, wird heute nur noch oberflächlich über das Gas CO2 geredet. Meines Erachtens ist die CO2-Emission aber das geringere Problem. Ob ein (extremer) Klimawandel bevorsteht (der ohne die CO2-Emission nicht gekommen wäre) UND ob es dann dem Menschen noch möglich ist diesen zu stoppen halte ich doch für sehr fragwürdig. Mit der CO2 Diskussion wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Natürlich schadet es nicht, sich um effiziente Energienutzung zu bemühen (spart Energie UND CO2-Emission), aber mit Scheuklappen NUR auf die CO2-Emission zu gucken (und das teilweise auch noch inkonsequent) bringt meines Erachtens nichts.

    Ich glaube auch nicht, dass man mit 7 Milliarden Menschen oder mehr noch auf der Erde leben kann, wenn alle fossilen Brennstoffe verbraucht sind. Es wäre meines Erachtens effizienter zumindest parallel zur Verbrauchsreduktion auch für eine Verringerung der Menschen zu sorgen, anstatt mit fragwürdigen Mitteln zu versuchen, immer mehr davon zu ernähren/mit Energie zu versorgen. Aber das ist ja noch viel schwieriger, als die Reduktion von CO2-Emissionen, also läßt man es gleich ganz. Schade. Letztlich läuft es dann darauf hinaus, dass irgendwann das Überbevölkerungsproblem (wie schon seit Urzeiten) mit Gewalt/Krieg gelöst wird. Es wäre eine wirkliche Herrausforderung, genau dieses zu verhindern.

    Jürgen Hestermann.

  • Hallo Herr Ahlers,
    Es ist bestimmt ein guter Vorsatz, die Co2-Emmision der Produkte zu prüfen um sie ggf. zu verringern aber sollte man nicht ohnehin darauf achten, dass die Transportwege möglichst kurz sind und heimische Produkte denen aus Übersee vorgezogen werden !?
    Zudem stellt sich die Frage, ob die Co2-Belastung in Hinblick auf Lebensmittel für die Kunden wirklich so relevant ist. Bevor ich mich aus diesem Grund für Geflügel statt Rind entscheide, würde ich Z.B. erst einmal auf das Auto verzichten ?
    Eine Co2-Studie und die ständige Kontrolle der aktuellen Werte muss ja auch finanziert werden. Es stellt sich die Frage, ob sich diese Investition monetär wirklich lohnt – abgesehen davon, dass das Umweltbewusstsein ehrt ?

  • @ Inge: Stimmt, deshalb bin ich heute morgen auch mit dem Fahrrad ins Büro gefahren! Allerdings nicht jeden Tag.

    Und natürlich kann man als Privatperson verschiedene Dinge machen um den Co2 Verbrauch zu reduzieren – weniger Autofahren ist sicher wirksamer als beim Essen „zu sparen“.

    Als Hersteller verbrauchen wir dagegen viel mehr Energie, insofern ist selbst eine kleine Verbesserung relativ effektiv.

    Und natürlich muss es auch bezahlbar bleiben. Wenn also die lokale Himbeere 50% teurer ist als die Himbeere aus Serbien muss man überlegen was man tut. Ich finde die Regel bei Innocent nicht schlecht: „Wir zahlen bis zu 10% mehr für regional angebautes Obst“.

    Bei FRoSTA kaufen wir allerdings schon heute überwiegend regional, da wir ja die größten Mengen direkt von den Bauern kaufen (Umgebung von Meissen und Worms) und dann tieffrieren.

    Obst kaufen wir allerdings meistens aus dem europäischem Ausland!

  • Ich frage mich gerade, will Frosta wirklich etwas bewegen oder soll nur auf den CO2-Zug aufgesprungen werden? Letztendlich ist das CO2 nur ein sehr kleiner Teilaspekt in der großen Menge der Zusammenhänge auf unserem Planeten.

    Ihn separat zu betrachten entspricht zwar unserer westlich-wissenschaftlichen Herangehensweise an solche Sachverhalte, bringt aber letztendlich nicht viel.

    Zudem sind viele Verbraucher mittlerweile der CO2 Diskussion müde, denn das was allgemein kommuniziert wird, ist doch gar zu einseitig. Klar kann man den CO2 Verbrauch pro 100g Lebensmittel angeben aber daneben müssten noch einige andere Dinge stehen, virtuelles Wasser bespielsweise.

    Versuchen Sie eigentlich den Betrieb an sich ökologisch zu führen? Wo wird der Strom bezogen, welches Papier wird verwendet etc. ? Bei diesen vermeintlich banalen Dingen kann man oft viel mehr bewegen als man denkt.

    Gerhard Zirkel

  • Hallo Herr Ahlers, Liebe Vorredner,

    das Stichwort heißt hier nicht zwingend klimafreundlich essen, sondern eventuell auch klimafreundlich zubereiten.

    Alle meine bisherigen Vorredner haben auf gewisserweiße Recht. Schade nur, dass einige generell die CO2-Diskussion als übertrieben oder gar übers Ziel hinaus schießend betrachten. Fakt ist doch, dass die Klimaerwährmung mittlerweile ein globales Problem ist, während andere Umweltauswikungen nur lokal anfallen, sei es Versäuerung, Eutrophierung, Artenschwund, trop. Ozonbildung (Sommersmog) etc.. Wieso sich also nicht doch auf dem Treibhauseffekt konzentrieren…

    Zurück zum eigentl. Thema:

    Ich halte es bereits für sehr wertvoll den Konsumenten beizubringen, wie man Frostaprodukte umweltfreundlich zubereitet. Das können Kleinigkeiten sein, wie Pfanne richtig auf die Herdplatte stellen, Deckel nutzen, schnell verbrauchen und nicht unnötig lange Lagern. Man muss beim Einkauf auch nicht zwingend auf das Auto verzichten, solange man auch größere Mengen einkauft. Aber mit dem Auto 150m zum Bäcker fahren, um Brötchen zu kaufen, dass geht natürlich garnicht.

    Schönen Gruss
    Rafael Lipinski

  • Die Angabe des CO2-Abfalles sollte nicht nur auf Lebensmitteln, sondern auf allen Produkten angegeben werden z.B. Auto mit zu erwartender Bilanz bis zum Verschleiß (pro Jahr oder Pro Tag)

  • Hey Bernd, [gelöscht]. Ich habe mich bisher immer am Frosta Essen verschluckt, weil der C02 Footprint darin zu gross ist!

    [Anm. d. Admin: Ihre Beleidigung wurde entfernt. Bitte unterlassen Sie es in Zukunft, andere Kommentatoren zu beschimpfen. Vielen Dank.]

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    im oben aufgeführten Artikel steht, dass genauere Ergebnisse im Januar 2009 bekannt gegeben werden.

    Die Ergebnisse dürften mittlerweile vorliegen. Wo sind diese abrufbar?

    Freundliche Grüße

    A. Bernhard

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