Wie „Nachhaltigkeit“ sollen wir sein?

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Nachhaltigkeit ist wohl das Modewort des Jahres 2009. Ich bekomme wöchentlich sicher 10 Anrufe und Emails zu diesem Thema: Seminare, Beratungsanbieter, Interviewanfragen, Ausstellungen, neue Webseiten, Bücher, neu eingerichtete Nachhaltigkeitslehrstühle an Universitäten usw.

Jedenfalls hat man oft das Gefühl, Nachhaltigkeit wäre ein völlig neues Thema, obwohl es ja eigentlich selbstverständlich ist, dass man als Unternehmen nicht nur an morgen denkt sondern versucht sich so zu verhalten, dass man auch zukünftig noch existiert. Also die Umwelt schont und wenig Rohstoffe verbraucht.

In Bremen war ich vor ein paar Tagen bei einer Diskussion im Rahmen einer Nachhaltigkeitsausstellung (siehe Fotos oben). Es ging darum, wie viele Verbraucher wirklich gezielt Produkte kaufen die besonders verantwortlich hergestellt werden, aber auch teurer sind. Viele sagen ja sie machen es, aber die meisten Verbraucher kaufen dann doch einfach nur das billigste.

Eine Firma die sich also komplett auf Nachhaltigkeit umstellt, kann also auch ziemlich nachhaltig vom Markt verschwinden.

Wir bei FRoSTA könnten natürlich auch noch einiges besser machen, zum Beispiel:
– nur noch Gemüse aus Bioanbau (machen wir nur teilweise),
– nur noch Wind- oder Sonnenenergie (machen wir bis jetzt nur in unseren Büros, nicht in der Produktion wo natürlich   die meiste Energie verbraucht wird),
– nur noch Verpackungen aus Reisstärke (biologisch abbaubar) usw.

Aber unsere Gerichte wären dann eben deutlich teurer (mindestens 50% würde ich schätzen wenn wir alles umsetzen was oben steht) und wir sind ja schon heute nicht gerade die billigsten.

Deshalb mal die Frage in die Runde: wie weit sollen wir gehen?

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

19 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ich denk das ist eine Gratwanderung die aktuell sehr richtig begangen wird. Der Preis der Gerichte ist für mich und meine Bekannten schon jetzt am Limit.

    Die angesprochenen Veränderungen würden die Gerichte wohl zu 100%igen Bio-Produkten machen. Meiner Meinung nach ein ganz anderer Markt als der Massenmarkt welcher doch die eigentliche FRoSTA-Zielgruppe darstellt. Der Massenmarkt ist für TK-Gerichte noch nicht reif für 100% Bio mit entsprechendem Preisschild.

    Bei zukünftigen Investitionen sollte deren Nachhaltigkeit trotzdem geprüft werden. Zum Beispiel folgende Frage: Ist es besser eine neue Fabrik mit Solarzellen auszustatten welche sich evt. irgendwann bezahlt machen oder nicht?
    Am Beispiel Büro sieht man ja, dass dies schon geschieht.

  • Schwierig, schwierig.
    Vielleicht ziehe ich das Pferd mal andersherum auf:
    Warum kaufe ich Frosta-Produkte? Weil sie mir schmecken und weil sie das tun obwohl (besser wohl: gerade weil) sie keine Zusatzstoffe, Aromen „und so“ enthalten. Wenn ich die Wahl habe, versuche ich die Produkte zu kaufen, die „echt“ sind. Also echten Käse, echtes Fleisch etc. Gerne auch Convenience, sehr gerne sogar – Hauptsache möglichst unverbastelt.
    Mir geht es also kurz gesagt, um die Qualität der Lebensmittel. Nachhaltigkeit ist nur ein Zusatzeffekt. Wenn nachhaltige Produkte genauso gut schmecken, greife ich gerne zu.
    Ich gebe aber zweierlei zu bedenken:
    1. Den notwendigen höheren Preis wird nicht jeder zahlen wollen, ein weiterer Umsatzeinbruch wäre sicherlich unvermeidbar
    2. Mit einer solchen notwendigen Preiserhöhung nehmt Ihr ganzen Käufergruppen die Möglichkeit, zusatzstoffreie Tiefkühlkost zu kaufen. Das klingt vielleicht pathetisch, ist aber sicherlich wahr – es gibt ja keine günstigen Alternativen in dem Segment.

    Nur meine zwo Pfennig dazu. 😉

  • Vorsicht, Gratwanderung.

    Aber warum nicht mal eine parallele, noch strengere Linie auflegen? Möglicherweise auch ganz anders vermarkten, z.B. nur über Biomärkte.
    Wird natürlich immer deutlich kleiner bleiben als Frosta.

  • Ja, Nachhaltigkeit ist so ein Modewort geworden. Aber was heißt das denn genau? Es heißt ja eigentlich nur, dass man in größeren Zeiträumen denkt (und handelt). Der Nachteil ist aber, je weiter man in die Zukunft zu blicken versucht, umso unsicherer wird die Prognose. Man kann auch leicht das Kind mit dem Bade ausschütten und irgendwelchen Unsinn machen (der sich vielleicht erst in Jahrzehnten als solcher herausstellt).

    Ich denke aber, dass all diese Überlegungen beim Kauf von FRoSTA-Produkten keine Rolle spielen. Da möchte man Lebensmittel ohne Zusatzstoffe die auch noch schmecken. Und das natürlich zum niedrigst möglichen Preis. Und wer könnte als Kunde auch schon so genau beurteilen, welche Firma wirklich „nachhaltig“ produziert und wieviel Preisaufschlag dieses wert ist.

  • Find die Idee von Alex eigentlich sehr gut, ein „Frosta Bio“ (oder auch ganz anderer name) und das parallel und in Laeden, wo die leute auch wirklich bereit sind, geld fuer Bio auszugeben.

    Natuerlich gibts (wie du geschrieben hast) mehr zu Nachhaltigkeit als Bio-Waren zu verwenden. Ich wuerd das auch so machen, die Sachen umzusetzen, die auch heute schon leicht gehen, ein „Komplett-umstieg“, wenn dann die kosten um 50% steigen macht sicher keinen sinn, dann kann ich in 3 Jahren wohl wieder Iglo-Zeugs essen, weil es Frosta nicht mehr gibt 🙁

  • Nachhaltig agieren heißt erstmal „nur“, die ökologischen, sozialen und ökonomischen Auswirkungen, die die Unternehmensaktivität mit sich bringt, zu berücksichtigen. Dabei geht es ja um das substantielle Grundverständnis und nicht um die ganzen Nebenattribute, die dem „Modewort“ auch noch zugerechnet werden. Es ist die Ausgangsbasis, um alle Bereiche auf die drei Säulen zu durchleuchten. Deshalb ist „bio“ für mich nicht automatisch gleich Nachhaltigkeit. Ich finde, dass es darum geht, wie das Unternehmen im Ganzen agiert und nicht nur einen Aspekt herausgreift, um sich zu profilieren.
    Außerdem sollte eigentlich ein funktionierendes Qualitätsmanagement das Ganze durch die Ausrichtung auf Kundenzufriedenheit unterstützen. Ich persönlich bin fest davon überzeugt (und allerhand Studien scheinen das auch zu bestätigen), dass solche Unternehmen zukunftsfähiger sind als andere.
    In dem Zusammenhang finde ich es nicht so relevant, ob die Produkte „bio“ (nach welchem wie weit greifenden Siegel überhaupt) sind, sondern ob sie den Kriterien entsprechen, die ich dabei mitkaufen möchte. Also will ich aus egoistischen Gründen gesunde Lebensmittel für mich haben, deren Produktion die Umwelt nicht verpesten, bei denen die Lieferanten und Mitarbeiter fair behandelt werden in einer Firma, die nicht auf kurzfristige Gewinne setzt, sondern Interesse daran hat, auch noch länger leistungsfähig zu sein.
    Da bin ich froh, dass ich dafür nicht tausend Siegel-Richtlinien studieren und mitbezahlen muss, sondern auch so bekommen kann (und es auf der Packung nachlesen kann).

  • @Angi:

    Die Randbedingungen, unter denen Bio produziert wird (zumindest wenn es sich um Anbauverbände wie Bioland oder Demeter handelt) sind ja gerade „nachhaltig“. Es werden keine (oder zumindest nur wenig) Pflanzenschutzmittel verwendet, was Boden und Grundwasser schont. Insofern ist Nicht-Bio auch nicht im gleichen Masse nachhaltig. Natürlich ist das nicht der einzige Aspekt, aber immerhin einer.

    Und meiner Meinung nach gehen „gesunde Lebensmittel für mich“ und langfristiges Handel gerade gut zusammen. Ich will die „gesunden“ Lebensmittel (oder besser: Die „guten“ Lebensbedingungen) ja nicht nur für mich sondern auch für folgende Generationen. Wenn man das allerdings konsequent zu Ende denkt, dann ist das Bevölkerungswachstum auf der Erde das größte Hindernis, welches diesem Ziel entgegensteht. Ohne eine Reduzierung der Weltbevölkerung kann man sich noch so anstrengen, mit weniger Resourcen auszukommen, irgendwann wird das wieder durch die schiere Menge der Menschen überkompensiert.

  • Interessante Frage: Ich erinnere mich nich an den Vorschlag, den ich Frosta gemacht habe (aber eben darauf keine Antwort erhalten habe, siehe Post aus dem letzten Thread). Solardiodenfenster, als ich dies gelesen hatte, war ich echt begeistert. Ein Fenster, welches im Sommer kühlt und im Winter wärmt. Da dachte ich sofort an Frosta, weil Frosta eben probiert nachhaltig zu sein und es teilweise schon ist.
    Aber nun zu der Frage, ich finde man sollte so nachhaltig wie möglich sein. Aber ich verstehe auch, dass dies nicht von heute auf morgen komplett geschehen kann. Daher finde ich, dass Frosta auf einem guten Weg ist. Und oftmals spart Nachaltigkeit sogar Geld , welches dann in andere Projekte gesteckt werden kann, dier erstmal nicht rentabel sind. Und danach gilt es zu schauen!

  • @Angi:

    das ist ja genau eines der Probleme beim Wort Nachhaltigkeit:

    aus meiner Sicht gibt es:

    – Nachhahltigkeit als reines Lippenbekenntnis: nach dem Motto wir behandeln unsere Mitarbeiter und Lieferanten fair (was denn sonst!!!)

    – Nachhaltigkeit die viel kostet und die Produkte deutlich teurer macht aber nicht direkt besser (ökologische Energie, bestandserhaltende Fischerei, Förderung von sozialen, kulturellen und humanitären Projekten, Umweltschutz usw….)

    – Nachhaltigkeit die „einfach“ nur die Produkte besser macht und auch teurer (z.B. keine Aromen und Zusatzstoffe verwenden, Bioanbau).

    – Nachhaltigkeit als Vorwand: wir pflanzen ein paar Bäume in Afrika…

    Aus meiner Erfahrung muss ein Produkt

    1. besser für den Verbraucher selbst sein
    2. besser für die Umwelt sein
    3. nicht zu teuer sein (wobei dieser Punkt automatisch mit 1. + 2. konkurriert)

    Nur dann hat eine Produkt bzw. eine Firma eine wirkliche Chance auch erfolgreich zu sein. Und nur wenn sie erfolgreich ist, ist sie ja auch nachhaltig. Das richtig hinzubekommen ist eben nicht so einfach…

  • Interessante Frage.

    Wenn ich z.B. wählen könnte, für den gleichen Betrag entweder mehr
    Bio-Gemüse oder mehr regenerative Energie oder Reispapier-Beutel zu bekommen, würde ich mich für die Beutel entscheiden.

    Regenerative Energien stehen als Technik zur Verfügung.
    Bio-Gemüse lässt sich jederzeit einführen.
    Hier geht es nur noch um den Marktanteil und den politischen Willen.

    Aber nachhaltige Verpackungen (ich will das abgrenzen vom Begriff „biologisch abbaubar“) stehen was Umfang und Technik angeht, noch ziemlich am Anfang. Das ist wie mit der Ampel – wenn nun Hersteller #427 die Ampel einführt, bringt das nicht viel gegenüber vorher mit 426 Herstellern. Aber den Anfang zu machen und zu beweisen, dass es doch geht, hat meist stärkere Auswirkungen.

    Man könnte sagen, ich setze den Fokus nicht auf den Nutzen, sondern auf die Nachhaltigkeit der Nachhaltigkeit 😉

  • Beim Wort Bio-Gemüse muss ich jetzt unbedingt mal einsteigen.

    Wie ich hier schon in einem Kommentar gelesen habe, kaufe auch ich Frosta unter anderem deswegen, weil ich ein Lebensmittel mit hoher Qualität haben möchte, das zudem noch „gesünder“ als eine Fertigpizza ist. Jedenfalls zähle ich mich jetzt einfach mal zu den Leuten, die auf solche Dinge grundsätzlich in der Ernährung achten. Naja, und sooo sehr sollte ich damit ja sicherlich nicht aus der Frosta-Zielgruppe herausfallen 😉

    So… und aus diesem Gesichtspunkt würde man beispielsweise bei mir offene Türen einrennen mit Bio-Zutaten, weil ich auch sonst im Alltag eher zu Bio, als zu „ohne-Bio“ greife. Für mich gehört dieses Prädikat einfach zum Thema Lebensmittelqualität dazu.

    Aber: Der Kostenfaktor. Ich selbst habe wiederrum kein Problem damit, für Bio ein bißchen mehr auszugeben. Auf der anderen Seite habe ich aber auch Verständnis dafür, wenn das jemand eben anders sieht, und lieber ein günstigeres Produkt haben möchte. Ist also schwierig…. Vielleicht wäre eine extra Bio-Produktlinie daher wirklich gar keine so schlechte Idee – wenngleich es für mich persönlich gerne immer Bio sein darf 🙂

  • Noch was nachträglich: Nachhaltigkeit bedeutet sicherlich auch, dass man auf Zutaten verzichtet, deren Verwendung Schäden im Ökosystem verursacht.
    Wie sieht es da mit dem Palmöl aus, von dem man immer wieder liest, dass für seine Herstellung zig Quadratkilometer Regenwald weichen müssten. Oder ist das nicht so?

  • Wenn Ihr jetzt auch noch anfangt, der Lüge vom angeblich menschengemachten Klimawandel auf den Leim zu gehen, bloß um männlichen und weiblichen Umwelthysterikas feuchte Höschen zu machen, bin ich die längste Zeit Euer Kunde gewesen

  • @ Y:
    Das schöne ist, dass die ganzen „Klimawandelleugner“, die sich normalerweise bei Heise und Co. herumtrollen, immer anonym ihren Kram in den Kommentaren abladen.

    …sag mal bitte den ersten Opfern des Klimawandels direkt ins Gesicht, dass das alles eine Lüge ist. Also, ab in den Flieger und nach Kenia, Tansania, Bangladesch, Demokratische Republik Korea, Nicaragua, Oman, Pakistan, Bolivien, Papua-Neuguinea, Vietnam, Griechenland, Tadschikistan usw. Viel Spaß!

  • Hallo,

    ich persönlich würde mich über eine Bio-Linie bei Frosta freuen. Tatsächlich bin ich bislang kein Frosta-Kunde. Wenn ich wüsste, dass die gekauften Produkte tatsächlich zu 100% Bio sind, würde sich das ändern.

    Ich glaube, dass hier die Chance für Frosta besteht, eine komplett neue Marktnische zu erobern. Insbesondere, wenn man die Produkte über Bioläden vertreibt.

    Thema Klimawandel: Mal ehrlich. Das Klima der Erde ist ein so hochkomplexes System, dass es bis heute faktisch unmöglich ist, genau zu sagen, welche Wirkung wo ihre Ursache hat. Jeder, der behauptet, dass dieses oder jenes „Schuld“ am Klimawandel ist – oder eben auch nicht ist -, leidet schlicht und ergreifend an völliger Selbstüberschätzung.
    Eins aber steht fest: Der Mensch verändert die Welt. Dass hier auch Einwirkungen auf das Klima vorhanden sind, ist zumindest wahrscheinlich. Da kann es zumindest nicht schaden, „klimafreundlich“ zu agieren. Bestenfalls schafft man so eine bessere Zukunft, schlimmstenfalls hat man einfach nur nicht viel verändert.

  • @Heiner:

    Zu den Einschätzungen bezüglich Ursachen des Klimawandels stimme ich voll zu. Allerdings habe ich bei der Einschätzung „schlimmstenfalls hat man einfach nur nicht viel verändert“ so meine Zweifel. Es gibt ja teilweise abstruse Vorschläge wie die (energiefressende) Verpressung von CO2 in der Erde oder im Meer, bei denen ich eher das Gefühl habe, dass alles nur noch schlimmer wird.

    Und zur Frage: Wer ist Schuld am Klimawandel? Wenn man sich die Erdgeschichte anschaut, dann gab es immer wieder gewaltige Änderungen (Eiszeiten etc.), die erst vor sehr kurzer Zeit in eine relative konstante Periode mündeten. Insofern wäre es eigentlich eher verwunderlich, wenn es *keinen* Klimawandel geben würde.

    Und wie würde sich wohl das Klima *ohne* den Menschen entwickelt haben? Es wäre wohl kaum weniger schwankend gewesen. In der Anfangsphase der Erdgeschichte gab es hier nicht mal Sauerstoff in der Atmosphäre. Erst einige Bakterien setzten so gigantische Mengen davon frei, dass unser heutiges Leben möglich wurde. Sie haben damit einen gravierenderen Klimawandel verursacht. Einige der damaligen Organismen haben diesen Wandel nicht überlebt. Muß man die Bakterien jetzt dafür tadeln oder loben? Hätten sie es lieber sein lassen sollen?

    Statt sich dauernd zu fragen, wie man den Klimawandel (so er denn kommt) verhindern kann (halte ich für absolut unmöglich, egal welche Ursachen er hat), stellt sich für mich eher die Frage: Wie gehen wir damit um? Veränderungen wird es immer geben, auch wenn sie manchmal schmerzhaft sind. Manche möchten dann gerne einen Schuldigen haben, den sie für die negativen Veränderungen haftbar machen können. Die positiven werden natürlich gar nicht an die große Glocke gehängt, sie werden einfach nur genossen.

    Aus meiner Sicht sollte man mit den Resourcen schon sorgsam umgehen. Aber nicht, um den Klimawandel zu verhindern, sondern um das Ende dieser Resourcen möglichst weit hinaus zu schieben, damit man Gelegenheit hat, sich langsam um Alternativen zu kümmern (oder sich an das Versiegen zu gewöhnen).

  • Morgen im Tagessiegel. Beitrag von Koch Lohse. Neuer Sternenkoch in Berlin. Hat „Peter FRoSTA“ beraten. Der heißt eigentlich anders..

  • Ihr kennt eure Zielgruppe besser als ich, aber mal ehrlich, Frosta-Käufer sind nicht mit Alnatura-Käufern identisch. Ich denke, dass vor allem Singles und Berufstätige Frosta-Produkte kaufen (wie ich ;-)). Ich persönlich finde den Preis grenzwertig, aber akzeptabel; viel mehr stört mich die Packungsgröße. Ich esse alleine nicht die ganze Packung auf einmal und müsste daher an mehreren Abenden nacheinander dasselbe Essen. Ehepaare oder Gutmenschen, die nicht so sehr auf den Preis achten müssen, kochen wohl selber mit frischen Zutaten. Würde ich also mehr für das „Bio“-Siegel zahlen? In Ausnahmen ja (Fisch), sonst nein.

  • Also um nochmal die Sicht (wohl einiger) eurer jüngeren Kunden zu vertreten:
    Ich bin Student, muss daher auf den Preis achten, esse aber erstens gerne gut (im Sinne von schmackhaft), 2. muss die Qualität stimmen (ohne zwischen Bio und NonBio zu unterscheiden), denn die spielt natürlich auch bei Punkt 1 eine Rolle und wer isst schon gerne den ganzen Chemiemisch, der in dem meisten Fertigkram vom Discounter drin ist.
    Ich koche auch gerne und gut selbst, aber dazu ist eben nicht immer die Zeit, dafür gibts ja Convenience-Food.

    Dabei ist der angesprochene Preis aber eben nicht unerheblich.
    Bio finde ich gut, bin allerdings kein Ökohardliner mit Sisaltasche oder Veganer Stufe 5 (isst nichts, was einen Schatten wirft – Danke Simpsons!).
    Ich kaufe meist Bio-Gewürze, weil in dem Normalkram halt häufig Farbe und diverse Pestizide sind und ein deutlich höherer Preis sich kaum auswirkt (oh schreck, 3 statt 1 Euro für 3 Monate Pfeffervorrat).
    Bei Milch greife ich häufig zu Bio, weil mir die Milch in der Tat besser schmeckt (keine Einbildung, ich trinke seit vielen Jahren 1,5-3 Liter am Tag).
    Ich sehe aber keinesfalls ein, für marginale Veränderungen (eine kleine deutsche Firma stellt ihre Produktion auf Ökostrom um, das ändert garnichts).

    Ich kaufe ein Lebensmittel, und bewerte es fast ausschließlich nach den Maßstäben, die an jedes Lebensmittel gestellt werden:
    Geschmack, Qualität, Preis.

    Dass ich dazu faire Produktionsbedingungen fördere und die Firma eine sehr angenehme, offene Kommunikation mit den Kunden pflegt ist eine tolle Dreingabe, aber mehr auch nicht.
    Für ein bisschen mehr gefühlter Weltverbesserung ohne tatsächliche Änderungen am Produkt bin ich ganz sicher nicht bereit, den bereits recht hohen Preis weiter nach oben schnellen zu lassen.

    @Natalie: Über Packungsgrößen zu streiten ist an dieser Stelle wohl eher wenig hilfreich, da man ja auch einfach weniger gefrorene Masse in die Pfanne geben und den Rest wieder mit einem Clip verschlossen in die Truhe packen.
    Ich als Recht kräftiger und aktiver Mann trauere aufs Gröbste den größeren Packungen nach und habe die 900 Gramm Sonderpackungen gehortet.
    Seit die Packungen auf 500 Gramm geschrumpft sind, hau ich meistens 2 Packungen in die Pfanne und hab dann noch nen kleines bisschen als Snack zwischendurch übrig.
    Das sind eben die unterschiedlichen Verbrauchsansprüche, aber darum gehts ja jetzt nicht wirklich.

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