Wie spart man beim Essen Energie?

Durch die dramatischen Ereignisse in Japan ist absehbar, dass Energiepreise schnell steigen werden. Immer wichtiger wird es deshalb auch für uns Energie zu sparen und wir wollen uns um 70% verbessern.

Da wir die Co2 Bilanz ja für unsere Gerichte gemessen haben, wollte ich hier mal zeigen wie Fisch, Fleisch und Gemüse bezüglich der Co2 Bilanz abschneidet. Dazu ein paar Informationen aus unseren Messungen die damals mit dem Ökoinstitut und dem PCF-Projekt erstellt wurden.

Zuerst noch einmal unsere Strategie insgesamt:

Und hier nun die Ergebnisse der verschiedenen Rohwaren die auch wir in unseren Gerichten einsetzen. Und so kann man schön verstehen, wie man beim Essen Energie einsparen kann!

Gemüse ist also (wie sicher erwartet) die beste Ernährung. Fisch (egal ob gezüchtet, auf Land eingefroren oder direkt auf dem Wasser gefroren) ist besser als Huhn und Huhn ist besser als Rindfleisch!

      

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

17 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Aber wie sieht es eigentlich mit Tiefkühlkost aus. Ich mein natürlich ist Gemüse am beste. Aber verbraucht das Einfrieren nicht auch Energie?

    • Stimmt, auch dies war ein großer Teil unserer Studie. Überraschender Weise ist das Ergebnis, vereinfacht dargestellt so:

      1. niedrigste Energiebilanz: regional angebautes Saisongemüse welches im Freiland wächst (Achtung, Tomaten sind in Deutschland z.B. nur in den Monaten August bis September aus dem Freiland).

      2. mittlere Energiebilanz: Tiefkühlgemüse aus dem Freilandanbau. Da wir bei uns immer nur aus Freiland unser Gemüse ernten (aus eigenem Interesse, denn dann schmeckt es am besten und ist am günstigsten) nutzen wir die Sonnenenergie optimal und verwenden keine Heiz- oder Lichtenergie zur Aufzucht der Pflanzen. Die eingesetzte Kühlenergie die wir dann brauchen ist im Vergleich kleiner.

      3. höchste Energiebilanz: Gemüse welches in Treibhäusern aufwächst, da die gesamte Wachstumsperiode mit Licht und Wärme unterstützt werden muss. Dies gilt für das meiste Gemüse welches wir in den Monaten Oktober – Mai kaufen. Bei Tomaten ist es sogar eine längere Periode.

      Hoffentlich ist dies verständlich!?

  • Und wieder stellt sich die Frage: Sind diese Energie/CO2-Mengen überhaupt relevant gegenüber der Menge an Energie/CO2, die z.B. die Tiefkühlschränke in unseren Privathaushalten verbrauchen?

    Nein, ich werde zukünftig nicht nur Karotten essen.

    • In allen Werten und Berechnungen ist der Energieverbrauch für die Lagerung in den Läden und zuhause enthalten. Für die Lagerung zuhause wurde z.B. eine durchschnittliche Lagerzeit von 3 Monaten (wenn ich mich richtig erinnere) eingerechnet.

  • Dass Fischfang rein energietechnisch sinnvoll ist mag ja sein, aber bei der akuten Überfischung der Weltmeere wohl nur als nachhaltig anzusehen wenn dieser nicht aus Fischerei sondern Aufzuchtbetrieben stammt.

    Wie ist das eigentlich bei Frosta – wieviel des verwendeten Fischs wird anteilig gefangen und gezüchtet?

    Grüße Ben

    • Fisch, der aus Zuchtbetrieben stammt, benötigt in der Regel wiederum Fisch als Futter. Für ein Kilo Körpergewicht ca. vier- bis sieben Kilo Fisch als Futter. Gutes Beispiel hierbei ist der Lachs, dessen Futter hauptsächlich aus Fischöl und Fischmehl besteht. Hierfür werden Wildfische gefangen – Stichwort Gammelfischerei. Hier werden – teils gezielt – Fische gefangen, die nicht oder als Jungfische noch nicht als Speisefisch dienen können. Meiner Meinung nach ökologischer Schwachsinn.

      Zitat:
      Doch auch die Bestände vieler kleinerer Fischarten sind von kommerzieller Überfischung betroffen, …. Die rasant wachsende Aquakulturindustrie ist auf sie als Nahrungsquelle angewiesen. Futterfische werden dabei gefangen, zu Fischmehl oder Fischöl verarbeitet und an karnivore Fische wie etwa Lachs, Garnelen oder Pangasius verfüttert. «Mittlerweile machen Aquakulturen die Hälfte des gesamten Fischkonsums aus. Lachsfarmen sind deshalb meist ein Teil des Problems, nicht dessen Lösung»,…

      http://www.news.ch/Ueberfischung+Gefahr+fuer+marines+Oekosystem/479734/detail.htm

      Nachhaltigkeit und Problembewusstsein also bitte auch beim Fischkauf…

      Soviel als Abschweifen vom Thema….

      • Bis jetzt gibt es bei FRoSTA nur Fisch mit MSC Siegel, also Wildfang der so gefangen wird, dass eine Überfischung vermieden wird. Dies soll das MSC Zertifikat garantieren. Aus meiner Sicht zur Zeit eines der glaubwürdigsten Siegel die es gibt. Die meisten Fischsorten wie Lachs und Seelachs gibt es bereits mit diesem Siegel, kostet allerdings auch etwas mehr.

        Mitte 2011 soll es auch ein „ASC“ Siegel geben. Also ein Zertifikat welches Fisch aus umweltschonender Aquakultur garantiert.

        PS: übrigens werden nicht alle Fische aus Aquakultur mit kleineren Seefischen gefüttert. Pflanzliches Futter wird auch verwendet. Abgesehen davon bin ich allerdings auch kein Pangasius Fan!

  • Danke für die Zahlen.

    Ich denke, dass solche Beiträge helfen können, den ganzen Wahnsinn bei der Ernährung in bessere Bahnen zu lenken.

    Es ist aber auch nicht leicht, auf was man alles achten muss mittlerweile:
    – CO2-Footprint
    – Nachhaltigkeit
    – Gerechte Entlohnung
    – …

    Ich möchte da nicht mit Frosta tauschen, weil man ja ständig kämpft: Auf der einen Seite möchte man Gutmensch sein und nur noch in allen Aspekten korrekte Lebensmittel verkaufen. Auf der anderen Seite hilft es nichts, wenn man in Schönheit stirbt und dann keiner mehr die eigenen Produkte kauft, weil sie einfach zu teuer sind.

    Da wird viel passieren in den nächsten Jahren & ich wünsche Frosta als absoluter Stammkunde schon mal viel Glück.

    Die Steakpfanne sollte in der Tat nicht verschwinden, aber vielleicht ein dezenter Hinweis auf der Packung, dass Alternativprodukt X deutlich weniger CO2 erzeugt?

    • Suuuper Idee mit dem dezenten Hinweis. Man schreibt einfach konsequent drauf: „Wenn Sie CO2 sparen wollen, nehmen Sie am besten ein ähnliches Produkt der Konkurrenz, weil da weniger Rindfleisch drin ist.“ 😉

  • Und man lernt doch nie aus!
    Vielen dank für die Wisseneserweiterung ich werd öfter hier vorbeischauen. Finde den Themenbereich echt nützlich.

    Hast du die Diagramme selbst gemacht?

    [Anm. d. Admin: Name geändert auf Wunsch des Kommentators, um den Blogregeln zu entsprechen.]

    • sry das ich ein so genanntes Keyword im Namen gemacht hab, der Kommentar war torzdem ernst gemeint, bin jetzt erst auf die Regeln hier gestoßen

      [Anm. d. Admin: Kein Problem – Name geändert. Der Blog kann auch stehenbleiben, ist ja keine reine Werbeseite.]

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