Namen für FRoSTA Pasta Produkte

Eintrag von Jens Bartusch (Produktmanagement)

Unsere FRoSTA Pasta Produkte wie „Penne 4 Formaggi“, „Fettuccine Filetto di Pollo“ und „Tagliatelle Salmone“ sind seit ein paar Jahren im Markt. Im laufe der Zeit haben wir immer mal wieder Hinweise von Verbrauchern bekommen, die Namensgebung sei unverständlich. Nun Fragen wir uns natürlich, ob bei einer attraktiven Verpackung mit einem leckeren Produktfoto ein authentischer Name oder ein deutscher Name wie „Penne 4 Käse“ oder „Fettuccine Hähnchenfilet“ für eine FRoSTA Pasta-Range ansprechender ist.

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Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Bei FRoSTA seit 1. Oktober 1996.
1996-2001 Produktentwicklung (Bremerhaven) - dort habe ich Rezepte und z.B. die eigene Nudelherstellung bei FRoSTA entwickelt
2001-2011 verantwortlich für das Produktmanagement der Marke FRoSTA (Bremerhaven, ab 2004 Hamburg) - also alles was mit den Produkten zu tun hat, wie Produkt- und Verpackungsentwicklung (damit es auch immer wieder neue leckere und attraktive FRoSTA Gerichte gibt), Vermarktung oder wie es neudeutsch heißt Marketing (um die Produkte auch bekannt zu machen - denn was nützt das schönste Produkt, wenn es keiner kennt - hier haben wir noch eine Menge zu tun),...
Jan-Mai 2012 Produktentwicklung-Administration (Bremerhaven) - hier werden z.B. die Rezepte in unser Warenwirtschaftssystem (eine große Datenbank, mit der viele wichtige Abläufe bei uns gesteuert werden) gebracht und Produktbeschreibungen (im Fachchinesisch: Spezifikationen) für Handelskunden erstellt
seit Mai 2012 Senior Produktmanager Handelsmarken (Bremerhaven) - verantwortlich für Produkte und Verpackungen von Handelspartnern

27 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Auf jeden Fall ist ein deutscher Name verständlicher. Jeder kann sich unter „Hähnchenfilet“ etwas vorstellen, aber nicht unbedingt unter „Filetto di Pollo“. Ich habe schon mehrfach Produkte nicht gekauft, weil mir nicht 100% klar war, was das eigentlich ist. Ein schönes Produktfoto hilft da auch nicht immer.

  • Der deutsche Name wäre wirklich grausig. Eine kleiner Infotext in der Nähe der Produkt Bezeichnung sollte das klären – Bsp. 1-3 Zeilen, max 12 Wörter.

  • Bitte originale Namen lassen. Und kleingedruckt dann erklären, was es ist.

    Gerade die Namen von Gerichten gehören auch ein wenig zur Esskultur der entsprechenden Länder. Man muss nicht alles eindeutschen 😉

  • Ich sehe das wie „Aka“.

    Wenn dort irgendwelche fremdsprachlichen Bezeichnungen bei deutschen Produkten stehen, wo ich keinen blassen Schimmer habe, was das sein könnte, dann bleibt das im Regal.

    Es ist nicht nur hilfreich, wenn ich als Produzent meinem Kunden mitteile, wie das Produkt in seinem Heimatland heißt, wenn ich als Kunde in eben diesem Heimatland noch nicht war und von daher keine ‚persönliche Bindung‘ zu dem Produkt habe. Bzw. der Wiedererkennungswert nicht vorhanden ist.

    Ich möchte in meinem Land in meiner Sprache von einem Produkt angesprochen werden.

    Wenn das Prudukt [b]auch[/b] noch jemanden anders ansprechen soll, so darf es das gerne, sofern meine Ansprache nicht unterbleibt.

    Gruß Ceryon

  • Wenn ich in ein italienisches oder chinesisches Restaurant gehe, möchte ich auch nicht, daß alles mit deutschen Namen versehen wird. Es gehört zum Erlebnis Essen dazu, die Gerichte in der jeweiligen Landessprache zu bestellen. Wichtig ist nur, daß alle Inhaltsstoffe auf der Packung aufgelistet sind und das sind sie ja, man braucht ja nur die Beutel umzudrehen und schon hat man eine schöne Beschreibung. Was ich mir noch vorstellen könnte: den original Namen dick auf die Packung drucken und die deutsche Übersetzung etwas kleiner drunter setzen. Für mich wäre es schöner, anstatt des deutschen Namens, wieder 750g Beutel kaufen zu können! Die 600g Beutel langen nicht wirklich für 2 Personen und es ist viel unbefriedigender nach dem essen nicht satt zu sein, als zu merken, daß man kein Italienisch kann 😉

  • Ich find auch die italienischen Namen besser. Viel viel schöner. Zum essen gehört auch die Atmosphäre und die fehlt mir bei „Fettuccine Hähnchenfilet“ irgendwie.
    Ich bin auch eher dafür, die Bezeichnungen so zu lassen und irgendwo in kleinerer Schrift eine genauere Inhaltsbezeichnung zu machen. Denn auch Fettuccine muss für den normalen Deutschen ja übersetzt werden (wobei die Pasta-Art ja auf dem Produktfoto zu erkennen ist.)…

  • ich finde das einfachheit einfach besser ist :).

    ich würds so machen (die verpackung ist ja quadtratisch und „gewölbt“ wie ein kissen“:

    oben mitte: Frosta
    darunter: Textbeschreibung+Blindenschrift

    links unten: – ohne konservierungs+aroma stoffe
    – 500 gr.
    – 5% FEtt
    – 200 kcal

    rechts unten: -enthält hühnchenfleisch
    -bohnen
    -erbsen
    -reis
    -gewürze

    somit hat man dann eine art Dreieck-der-Informationen.

    Ich als Single und null-ahnung-von-gemüse-haber sehe direkt was drin ist. entweder anhand des bildes im hintergrund oder anhand des textes auf der rechten seite. weil ich weiß ja auch nicht immer was das nun für fleisch ist wenn es „weißlich“ auf dem hintergrundbild abgebildet ist.

    genauso würde ich das auf der rückseite machen:

    oben mitte: empfohlene zubereitung

    links unten: mikrowelle/pfanne oder so

    rechts unten: alle anderen informationen wie http://www.frosta.de usw…

    naja und zu dem produktnamen… beim besten willen aber der interessiert mich gar nicht. meistens sind die packungen sowieso verschumpelt so das man erstmal die packung aus der truhe rausnehmen muss und glatt streichen muss um zu sehen welchen tollen namen sich die marketingleute ausgedacht haben^^.

    ausserdem spielt der name bei essen das ich selbst zubereite doch nie ne große rolle… pizza ist pizza, entscheidend ist der belag und den sehe ich sofort auf der packung.

    naja vielleicht widerspricht mein beitrag allem was man im marketing so gelernt hat, aber ich habe ja noch nie was mit marketing zu tun gehabt als maschinenbaustudent :=).

    byebye

  • Mit den „fetten Aufklebern“ ist das so eine Sache. Dann müßten wir auch Hinweise für Allergiker, Diabetiker,… auf die Packung nehmen. Aber wo wäre dann die Grenze bzw. welcher Hinweis wäre wichtiger? Der Platz auf der Verpackung ist ja begrenzt.

  • Ich persönlich schließe mich den meisten Kommentaren hier an. Essen ist für mich ein Erlebnis und zu einem schönen Erlebnis passt eben auch ein schöner Name. Außerdem regt er die Phantasie an und macht neugierig !

  • Ich fände den Hinweis für die Vegetarier (gegebenfalls auch für Veganer!) ebenfalls nützlich – vielleicht mann kann man eine Art „Checkbox“ machen:

    Geeignet für:
    Vegetarier : (häkchen oder kreuz)
    Diabetiker : (häkchen oder kreuz)
    Allergiker : (häkchen oder kreuz)

    Ich fänds jedenfalls gut 🙂

  • Das „fett“ war auch symbolisch gemeint. Wegen mir kann das gerne auch winzig klein sein, hauptsache es ist schnell und einfach erkennbar.

    Die Engländer haben das schon Anfang der 90er so gemacht, als wir mit der Schule dort waren.

  • @Frank Gaid: das Erlebnis Essen findet aber nur mit den Produkten statt, die man gekauft hat. Wenn nicht klar erkennbar drauf steht, was drin ist, kaufe ich es aber nicht.

    Im übrigen ist mir der Name nur dafür wichtig. Ist es einmal im Haus, gehört ein schöner Name jedenfalls für mich nicht zu einem Erlebnis. Dann muss es nur noch schmecken. Und hübsch aussehen.

    Am besten fände ich in großen Buchstaben den deutschen, für jeden verständlichen Namen und etwas kleiner darunter die Bezeichnung im Herkunftsland.

  • Schon jetzt einmal vielen Dank für das interessante Feedback, ich hoffe dass es so weitergeht.
    Allerdings werde ich mich bis Montag, 11.07.05, nicht melden können, da ich geschäftlich unterwegs sein werde. So nun muss ich los, mein Zug fährt in 30 Minuten.

  • @Jens Bartusch (auch, wenn er nicht da ist 😉 ): Das Frauen Nachtisch mögen ist bekannt, geht (als Argument) aber an der Sache vorbei, da ich so gezwungen bin, zusätzlich zum eigentlichen Essen eine weitere Ausgabe zu tätigen. Dadurch erhöht sich die Gesamtausgabe pro Mahlzeit und andere Produkte, von denen 2 Personen sofort satt werden, sind dann günstiger und werden so eher gekauft (bzw. so gut wie immer)!

  • Manche Originalbezeichnung ist ja auch gerne etwas missverständlich – „Salmone“ heißt also Lachs, und nicht Salmonellen… 😉

    *duckweg*

  • zu Sven:
    Das habe ich schon öfter gehört. Wie kommt es, dass die wenigsten Leute diese Assoziation im Restaurant haben?

  • zu Ltr.:
    Das mit dem Merken und Weiterempfehlen habe ich auch schon einmal gehört – nämlich von meiner Frau. Kann man sich tatsächlich nicht einfach z.B. die Fettuccine von FRoSTA oder den gelben Beutel von FRoSTA mit Hähnchenfilet, Tomatensauce und Spinat, … merken? Es muss ja nicht zwingend Fettuccine Filetto di Pollo sein – oder?

  • Hallo Jens

    Ich hoffe nicht das Du die Idee mit der Blindenschrift aufgreifst, das könnte bei der Umsetzung schwierig werden 😉 .
    Ansonsten bin ich Entäuscht das niemand wissen will wer den diese „tolle“ Verpackung entwickelt hat 😉 .

    Gruß

    Ralf

  • Hallo,

    Eure Pasta sollte selbstverständlich
    italienische Namen tragen. Ich gehe doch auch nicht in ein italienisches Restaurant um Nudel mit Tomaten-Sauce zu essen. Sowas hat noch funktioniert, als ich ein Kind war.
    Der Erlebnischaracter und das italienische Lebensgefühlspielen eine sehr wichtige Rolle für mich.

    Gruß
    Mariella

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