Schlemmerfilet Pesto: Keine Chance für Neues?

Knusper-Bordelaise, Brokkoli-Mandel, Champignon Créme fraîche, Tomate-Toskana, Pesto Italia:  Mit diesen fünf Schlemmerfilet-Sorten sind wir im August 2013 an den Start gegangen, um für frischen Wind in den Fischtruhen zu sorgen. Wir freuen uns sehr, dass vor allem die Sorten Knusper-Bordelaise und Brokkoli-Mandel bei unseren Kunden so gut ankommen.

Das kann man vom Schlemmerfilet Pesto Italia leider nicht behaupten. Hier greifen die Kunden viel zu selten zu – deshalb wird es diese Sorte bald nicht mehr geben. Vielleicht gehört Pesto für die meisten einfach untrennbar zu Pasta? Oder wagen sich Kunden gerade bei Schlemmerfilets einfach nicht an die etwas „exotischeren“ Sorten heran? Was ist Eure/Ihre Meinung dazu? Sollten wir uns in Zukunft in Sachen Experimentierfreude und Exotik ein wenig zurücknehmen und bei den Schlemmerfilets auf traditionellere Sorten setzen?

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Marike Paulsen (Produktmanagerin)

Marike Paulsen (Produktmanagerin)

29 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Traditionell mit versch. Saucen wie z.B. Thai, Asiatisch oder Exotisch (auf Süsskartoffelscheiben oder Kidneybohen mit was fruchtigem) mit Mozarella überbacken finde ich am Besten.
    Ist wie beim Burger, einfach und klassisch

  • Schlecht ist das Zeug nicht. Wenn es denn erhältlich wäre. Abgesehen davon, dass die Frosta-Waren bei uns in der Stadt (96450 Coburg) kaum zu bekommen sind; wenn, dann auch nur eine Miniauswahl, ist das Schlemmerfilet „Pesto“ gar nicht vorhanden. Wie soll ich etwas kaufen, was nicht einmal angeboten wird?

    Punkt 2: Wenn man nicht komplett und regelmäßig die „Frostaabteilung“ durchkämmt, erfährt man eher nur beiläufig, dass es etwas Neues gibt. Wie wäre es denn, wenn die Werbung zur Abwechslung nicht – wie schon seit Jahren – die Besonderheit „ohne Zusatzstoffe“, sondern einzelne Produkte und Neuheiten bewirbt? Lieben Gruß an die Werbeabteilung: Wir haben ja geschnallt, dass die Waren toll sind. Aber welche gibts denn?

    • Stimmt, in einigen Gebieten ist die Verfügbarkeit von unseren Produkten wirklich noch ausbaufähig. Allerdings wurde das Schlemmerfilet Pesto ja auch dort kaum gekauft, wo es verfügbar war…

      • Mag ja sein. Aber hier wurde es weder durch die Werbung bekannt gemacht (dann könnte man mal so penetrant sein und mehrmals nachfragen….) noch einfach mal so im Laden.

        Ich muss z. B. knapp 15 km fahren, wenn ich einzelne Sorten kaufen will. Einfacher Weg.
        Klar, ich kann auch bestellen. Dumm nur, dass dann große Mengen angeschafft werden müssen, damit sich das lohnt. Hier dann -> Platzproblem.

        Naja, wird schon werden. Solange es Euch prinzipiell gibt, ist ja alles gut 😉

  • Ich denke auch dass das größte Problem die Verfügbarkeit ist.
    Wenn es das Produkt nicht im Supermarkt gibt kann der Kunde es nicht kaufen und kennt es auch nicht. Kann also auch nicht beim Marktleiter drum bitten das Produkt zu bestellen.

  • Ich kann nichts kaufen, was es nicht zu kaufen gibt. Bei Frosta-Fisch sieht es in den Truhen derart mau aus, dass ich bisher nichtmal einfache Fischstäbchen ergattern konnte. Und ich habe schon so einige Läden abgeklappert. Ich hätte gern auch mal die Frosta-Fischgerichte probiert, aber wie gesagt: nicht erhältlich. Die Fischgerichte kennt anscheinend niemand (wurden die überhaupt mal beworben?) -> ergo fragt auch niemand nach. Und ohne Nachfrage kein Angebot. Und nur für mich, die einzig durch diesen Blog davon erfahren hat, wird kein Marktleiter extra Frosta-Fisch bestellen. Außerdem frage ich mich, ob der Vertrieb wirklich optimal funktioniert. Einmal bekam ich auf meine Frage nach Frosta-Fisch tatsächlich die Rückfrage „Ach, die haben auch Fisch? Ich kenne nur die Pfannengerichte!“. Ich fürchte, es mangelt ganz akut an der Bekanntheit, was ihr überhaupt anbietet!

  • Wie soll man etwas probieren, wenn niemand es hat??? Jeder Supermarkt, den ich kenne, hat zwei, drei gängige Frosta-Tüten (immer dieselben, die meisten habe ich mir deshalb schon leidgegesssen und meine Lieblingssachen gibt es ohnehin nicht mehr). Ich bin sicher, dass die Fischsachen mir alle schmecken würden.

  • Ach ja, zur Frage „lieber traditionelle Sorten?“ Nein, bitte nicht, die gibt es doch wie Sand am Meer und ich bin dieses Einerlei eigentlich leid. JEDER bietet Schlemmerfisch Bordelaise an. JEDER hat Kaiser- oder Buttergemüse im Sortiment. Und JEDER muss dabei billig bleiben, eben weil es alle anbieten. Ihr müsstet euch entweder anpassen und auch billig werden (und damit zwangsläufig an Qualität verlieren) oder euch damit abfinden, dass ihr gegen die „Billigheimer“ nicht ankommen werdet. Das hat sogar Iglo erkannt und plötzlich neben den normalen Fischstäbchen welche mit Lachs heraus gebracht. 😉 Leider bleibt es dabei: Ihr erfindet tolle Kreationen, die ich zu gerne probieren würde, aber leider, leider bekommt man sie dann nirgends (wenn man überhaupt davon erfährt). Gerade dieses Schlemmerfilet mit Pesto würde mich echt interessieren, dazu ein paar hausgemachte Nudeln und ein Tomaten-Mozzarella-Salat, das stelle ich mir göttlich vor! Erfahren habe ich erst hier im Blog, dass es das gibt und gesehen habe ich es nirgends.

    Zusammengefasst: Ich erfahre kaum etwas auf „normalem“ Wege von dem, was ihr anbietet. Wo bleibt hier die gezielte Werbung? In den Supermärkten bekommt man nur ein sehr eingeschränktes Sortiment angeboten (wenn es überhaupt Frosta gibt). Was läuft da im Vertrieb falsch? Und da folgt dann wieder die alte Leier: Was nicht da ist, kann ich nicht kaufen.

    • Vielen Dank für deine ehrliche Meinung. Zum Thema Werbung: Da stellen wir natürlich Produkte in den Mittelpunkt, die gut verfügbar sind. Denn so profitieren alle – auch kleine Märkte mit einer kleinen TK-Truhe und weniger Auswahl. Es wäre toll, wenn unsere Produkte überall verfügbar wären. Aber in letzter Instanz entscheiden die Händler, welche Produkte für sie am erfolgversprechendsten sind. Und das ist dann natürlich eher ein Schlemmerfilet Bordelaise als ein Schlemmerfilet Pesto. Da kann auch unser Vertrieb nur bedingt Einfluss nehmen.

      • Immer die gleichen Ausreden. Ja, der Händler entscheidet. Und der Händler sagt:“Warum soll ich das reinpacken?“ und Frosta sagt:“Wir sind halt die Guten.“ Und damit meint Frosta, ist dann alles erledigt – mehr konnte man nicht machen.

        Zum katastrophalen Markteinführung neuer Produkte hab ich mich ja hier schonmal geäußert:
        http://www.frostablog.de/aktuelles/r-i-p-al-fornos/comment-page-1#comment-578333

        Die Fähigkeit zur Selbstkritik bei Frosta ist nahezu 0. Und der nächste Fernsehwerbespot wird dann auch wieder das Gleiche vor neuer Küche erzählen, während man sich wundert, warum Kunden neue Produkte nicht kennen. Gibt euch das nicht zu denken, dass ihr in euren Fernsehspots öfter neue Peter-Darsteller habt als neue Produkte?

        • Es gibt für uns keinen Grund, diesbezüglich Ausreden zu erfinden. Wir führen ja keine neuen Produkte ein, um uns die Zeit zu vertreiben. Wir führen ein Produkt ein, weil wir an dessen Erfolg glauben. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Produkt zunächst nur in wenigen Märkten verfügbar ist. Denn wenn es sich dort gut verkauft, hat unser Vertrieb die besten Argumente um weitere Händler zu überzeugen. Mit dem TV-Spot hat das nur wenig zu tun. Dort werden aktuell übrigens die neuen Fischstäbchen beworben. Alter Peter, neues Produkt.

        • > Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Produkt
          > zunächst nur in wenigen Märkten verfügbar ist. > Denn wenn es sich dort gut verkauft, hat unser > Vertrieb die besten Argumente um weitere
          > Händler zu überzeugen. Mit dem TV-Spot hat das > nur wenig zu tun.

          Doch Werbespots haben sehr wohl damit zu tun. Am Ende sind auch Händler irgendwie Kunden, die sehen fern und damit Werbung. Als Händler tut man sich sicherlich leichter ein neues Produkt in das Sortiment aufzunehmen, wenn es gut beworben wird. Auch der Kunde wird nur nachfragen können, wenn er ein Produkt mindestens einmal vorgestellt bekommt. Einfach ein Produkt in die Truhe legen und hoffen, dass mal jemand darüber stolpert, das funktioniert „dank“ des Überflusses und der Vielfalt in den Märkten nicht mehr. Das mag vor 20 oder 30 Jahren noch ausgereicht haben, aber heute muss ein Hersteller wie ein Marktschreier agieren, will er etwas Neues verkaufen. Und das heißt: Es bewerben, darüber sprechen, mit Promotionaktionen für Bekanntheit und Neugierde sorgen.

      • > Da stellen wir natürlich Produkte in den Mittelpunkt,
        > die gut verfügbar sind. Denn so profitieren alle – auch > kleine Märkte mit einer kleinen TK-Truhe und weniger
        > Auswahl.

        Dieser Argumentation kann ich überhaupt nicht folgen. Was gut verfügbar und bekannt ist, das brauche ich eigentlich gar nicht großartig zu bewerben. Und wieso muss ich als Kunde selbst in kleinen Supermärkten zwischen mindestens drei Marken Schlemmerfisch Bordelaise auswählen können? Welchen Sinn macht das denn, bitte schön? Nee, davon profitiert eigentlich niemand…Warum darf ich nicht zwischen Iglo Bordelaise und Frosta Pesto-Fisch wählen? Finde ich wirklich sinnvoller und da hätte ich eine echte Wahl. Warum wird nur das beworben, was alle anbieten, aber nicht das, was sich endlich mal aus der Masse abhebt? Woher soll ich wissen, wonach ich ausschauen darf, wenn ich nie etwas davon gehört habe? Dem Händler könnte es ähnlich gehen: Wenn ihm das Besondere nicht explizit angeboten wird, sondern stattdessen anscheinend doch nur zum Standardsortiment geraten wird, dann kann er es auch selbst nicht anbieten. Der Ausgangspunkt ist Frosta selbst. Die Schuld auf den Kunden abzuwälzen, der ja nicht nachfragt und auf die ignoranten Händler, die nicht die neuen Produkte anbieten, damit macht man es sich erschreckend einfach. Ja, die letzte Instanz mögen Händler und Kunde sein, aber die erste ist Frosta selbst und ist damit der eigentliche Weichensteller. Und was möchte Frosta denn nun? Mit den Billigheimern konkurrieren oder sich von der Konkurrenz abheben? Einerseits werden tolle neue Gerichte kreiert, andererseits dann doch nur das Bekannte beworben. Wie soll sich so das Neue überhaupt herumsprechen? Das ist doch total widersinnig!

        • Angenommen man hätte 100 Mio. Euro Werbebudget und müsste entscheiden, ob man damit Werbung macht für Coca Cola oder für ein neu entwickeltes Produkt, sagen wir mal „Kandierte Kapern“.

          Ihrer Auffassung folgend, müssten wir die 100 Mio also für das Produkt „Kandierte Kapern“ ausgeben, weil Coca Cola ja bereits bekannt und gut verfügbar ist. Und mit Sicherheit würde das die Bekanntheit und Verfügbarkeit von „Kandierte Kapern“ erheblich verbessern. Ich kann Ihnen aber trotzdem garantieren: Aus kaufmännischer Sicht würden wir mit diesem Vorgehen eine kräftige Bauchlandung machen.

          Als Zahlenmensch aus dem Controlling muss ich darauf achten, dass sich am Ende des Tage die Sache mit der Werbung auch rechnet. Sonst bekommen meine Marketing-Kollegen aus Hamburg von mir nämlich gewaltig eins auf die Mütze! Da haben wir als Controller zwar grundsätzlich keine Skrupel, aber unser Marketing mag das irgendwie gar nicht so gerne und deshalb achten die selber auch schon drauf. 😉

          Ob sich Werbung für ein Produkt rechnet, kann man natürlich selbst im Nachhinein oft nicht genau analysieren. Die Erfahrung zeigt aber, dass es sich in den allermeisten Fällen nicht lohnt, Werbung für Produkte zu machen, die nicht auch schon ohne Werbung eine gewisse Zugkraft entwickeln und dadurch schon eine gewisse Verbreitung gefunden haben. Zumindest in unserem Tiefkühlbereich ist das so.

          Werbung für Produkte, die bisher kaum verfügbar sind, in der Hoffnung, die Händler würden daraufhin auch dieses Produkt bestellen und in die Truhe legen, kann theoretisch erfolgreich sein. Aufgrund der Erfahrung ist die Wahrscheinlichkeit aber gering, denn die Streuverluste sind immens.

        • Hallo Kristina,

          Wir bieten tatsächlich alle neuen Produkte allen deutschen Händlern an. Der deutsche Lebensmittel Handel ist jedoch sehr hart umkämpft. In den letzten 30 Jahren sind sehr viele Händler aufgekauft worden und es sind heute nur noch wenige große Händlerketten, die Lebensmittel anbieten. Und es ist tatsächlich der Händler selbst, der entscheidet was er seinen Kunden anbietet.

          Natürlich tun wir alles, um möglichst alle Händler zu überzeugen alle unsere neuen Artikel in der Truhe anzubieten und einige Händler tun das ja auch. Und wenn der Händler das tut, dann zählt eben ganz einfach nur noch eines: wie schnell verkauft sich der Artikel. Und zwar auch im Vergleich zu den Artikeln, die Sie weiter oben aufführen. Aber es dauert eben lange bis eine große Anzahl von Verbrauchern auf sein Stammprodukt verzichtet und ein neues Produkt propbiert. Genau diese Zeit hat aber eben kein Händler mehr. Es will seine Truhe mit „Schnelldrehern“ ausstatten, damit er im harten Wettbewerb bestehen kann. Das ist unsere Herausforderung. Wir müssen Ideen finden, die sich sofort schnell verkaufen, sonst fliegen sie eben sehr schnell wieder raus. Übrigens liegt die Flop Rate im Lebensmittelmarkt bei über 80%. D.h. 80% alle neuen Artikel fliegen wieder raus aus den Regalen / Truhen. Unser Porblem haben also sehr viele andere Hersteller ebenso.

          So ist der Markt und wir können das auch nicht ändern.

          Als Mittelständler haben wir außerdem nur ein begrenztes Werbebudget, d.h. wir können keine großer Werbekampagne für jedes Produkt machen, wir müssen uns konzentrieren und fokussieren uns auf Artikel die gut verfügbar sind. Klar hätten wir gern höhere Budgets für mehr Werbung, aber was nicht da ist, kann auch nicht investiert werden.

          Übrigens, wenn Sie bei Ihrem Händler nach einem FRoSTA Produkt fragen, wird er es Ihnen in der Regel bestellen.

  • Nach dieser Auffassung erspare ich mir teure Produktentwicklungen und bleibe einfach bei Altbewährtem. 😉

    Und das Beispiel ist einfach absurd! Sorry, aber für wie blöd halten Sie und hier? Der Vergleich mit Cola und kandierte Kapern hinkt doch gewaltig. Da wäre wohl eher der Vergleich Coca Cola und Cola Zero angebrachter. Und das tue ich jetzt einfach mal. Ich glaube kaum, dass sich die noch relativ neue Cola Zero gut verkaufe würde, wenn Coca Cola nur ihre „normale“ Cola bewerben würde und die Zero in den Läden einfach klammheimlich daneben stellen würde und nur hoffen könnte, dass der Kunde sie schon mitnehmen wird. Aber genau das tut Frosta mit seinen Produkten. Und hier geht es um Fischstäbchen oder Schlemmerfisch Bordelaise (also das, was alle eh schon anbieten) und Schlemmerfisch Pesto Italia (das leider mangels Werbung niemand kennt). Also um ähnliche Produkte nur mit verschiedenen Geschmacksrichtungen. Und da verstehe ich leider immer noch nicht, warum das Bekannte beworben wird, aber das Neue so völlig unter dem Tisch fällt. Cola bewirbt seine Neuheiten doch auch!

    • Ich finde Kristina hat schon recht mit ihrer Argumentation auch wenn ich nicht glauben kann, dass Frosta mich für doof hält. 😉

      Fischstäbchen von Frosta werde ich sicher nicht kaufen, das ist nun wahrlich nichts besonderes. Die Schlemmerfilets Pesto Italia, Tomate-Toskana hätte ich liebend gerne probiert, aber nie im Handel angetroffen.

      Auf der anderen Seite liest und schreiben hier Internet-affine auf Lebensmittel-Qualität und geschmackliche Abwechselung achtende Konsumenten. Der Einzelhandel wird aber von einer viel breiteren Masse besucht, die z. T. nur das kauft, was sie vom Namen her kennt. Und das ist das größere Problem.

      Ich habe zudem festgestellt, dass exotische Frosta-Produkte hier vor Ort eher in Märktketten angeboten wird, die in Stadtquartieren der „breiten Masse“ verortet sind, während die großen Lebensmittel-Ketten, die über das ganze Stadtgebiet verteilt sind, eher nur selten exotische Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Von daher wundert es mich nicht, dass die Exoten nicht gekauft werden. Die großen Marktketten trauen sich nicht, die kleinen machen die für ihre Klientel falsche Auswahl.

      Wie bekommt Frosta überhaupt die neuen exotischen Produkte in die Regale der Einzelhändler? Was wird unternommen? Bekommen die kleinen Märkte da Vergünstigungen, damit sie überhaupt gelistet werden? Was unternimmt Frosta, wenn jetzt gar kein Einzelhändler ein neues Produkt aufnehmen will? Heißt es dann auch der Konsument und nicht der Einzelhändler hat entschieden?

      Einen schönen Gruß
      Armin

      P.S. wenn ich mal mehr Zeit habe, werde ich den Einzelhändler meiner Frosta-Wahl, darauf ansprechen. Einen Anlass habe ich jetzt sowieso: da er nun meine Lieblingsgemüsepfanne von Frosta gegen eine andere ausgetauscht hat, die ich längst nicht so gut finde. Schlimmer geht’s nimmer.

      • Wie bekommt Frosta überhaupt die neuen exotischen Produkte in die Regale der Einzelhändler? Was wird unternommen? Bekommen die kleinen Märkte da Vergünstigungen, damit sie überhaupt gelistet werden?

        –> Über die Handels-Konditionen können und dürfen wir hier nicht sprechen. Wie bereits oben erwähnt, bieten wir allen Händlern unser gesamtes Portfolio an. Und es gibt auch durchaus Kunden, die die „exotischen“ Sorten ins Sortiment aufnehmen und sich nicht noch ein viertes und fünftes Bordelaise in die Truhe legen. Das sind alles strategische Entscheidungen, auf die wir keinen Einfluss nehmen können. Aber Empfehlungen dürfen wir natürlich aussprechen.

        Was unternimmt Frosta, wenn jetzt gar kein Einzelhändler ein neues Produkt aufnehmen will? Heißt es dann auch der Konsument und nicht der Einzelhändler hat entschieden?

        Wir stellen dem Handel neue Produktideen schon vorab vor. Wenn sich kein Kunde findet, wird das Produkt natürlich nicht eingeführt.

    • @ Kristina

      Überzeichnet sicher, aber absurd eher nicht. Ich habe nur versucht, die Situation mit einem drastischen Vergleich plakativer darzustellen. Den Unterschied zwischen Schwarz und Weiß kann man besser darstellen als den zwischen Hellgrau und Dunkelgrau.

      Coca Cola hat eine ungleich höhere Marktmacht und Bekanntheit als FRoSTA. Wenn Coca Cola ein neues Produkt „Zero“ einführt, wird dieses Produkt auf Anhieb eine so hohe Verbreitung haben, davon können wir für unsere Produkte sicher nur träumen. Und wenn Coca Cola beim Handel ankündigt, dass sie für „Zero“ eine Werbekampagne von zig Millionen machen wollen, dann werden auch zögerliche Händler nicht drum rum kommen, „Zero“ zu listen. Wenn Coca Cola nur mal einen Teil seines Werbebudgets für die Einführung eines neues Produktes ausgibt, ist das sicher immer noch das x-fache unseres gesamten Jahresbudgets.

      In kleineren Läden findet man noch nicht mal einige unserer am besten verkauften Produkte, und das trotz jahrelanger Werbung. Da können wir nicht unbedingt hoffen, dass wir, wenn wir einen Teil unserer Werbung für Schlemmerfilet „Pesto Italia“ ausgegeben hätten, eine solche Zugkraft zu erzielen können, dass es zu einem Renner geworden wäre. „Bordelaise“ ist nun mal offenbar der kleinste gemeinsame Geschmacksnenner. Andere Sorten können sich nur langsam durchsetzten oder eben gar nicht.

      Im Moment gibt es leider noch viele, die nicht mal wissen, dass wir überhaupt Schlemmerfilet produzieren. Da ist es schwer, Werbung für Sorten zu machen, die nicht laufen. Die Chance, den Leute in der Werbung mit „Bordelaise“ Lust auf unsere Schlemmerfilets zu machen ist eben sehr viel höher als mit anderen Sorten.

      Um noch mal einen plakativen Vergleich aus dem Hut zu zaubern: Wenn man ein neues Fußballmagazin auf den Markt bringen wollte und sich denkt, wir machen mal nicht wie alle anderen Berichte über Bayern und Dortmund, sondern in der Fernsehwerbung starten wir mit Hinweis auf ein exklusives Interview mit dem Manager vom SC Paderborn (auch auf der Titelseite), würde das Heft in Paderborn sicher viele Fans finden. Aber darüber hinaus würde es düster aussehen. Zugegeben, der Vergleich hinkt viel mehr als der erste, aber schön find ich ihn trotzdem. 😉

  • Von mir zwei Aspekte:

    1. Ich denke man sollte stärker bewerben oder deutlicher kennzeichnen, dass eure Schlemmerfilets nicht in einer Aluminiumschale sind. Z.B. ein Stempel auf der Verpackung 100% aluminiumfrei. Momentan ist das ja ziemlich in Verruf geraten.

    2. Das Schlemmerfilet Pesto habe ich bisher noch nicht probiert. Zwar könnte ich mir vorstellen, dass es gut schmeckt, das Bild auf der Packung finde ich aber nicht so richtig ansprechend; sieht irgendwie gräulich aus. Falls keine Werbung gemacht wird, ist das aber ja das einzige, was den Verbraucher zum Kauf reizen könnte…

    3. Könnt ihr nicht mal wieder ein Fischgericht in Krebsbuttersauce machen, wie früher die Fischerpfanne Marseille – die war echt genial, wenigstens als Saisongericht.

  • Finde ich richtig, was science schrieb. Die Pappschalen sind für mich ein wichtiger Grund, die Frosta Schlemmerfilets zu kaufen. Bei allen anderen gibt es nur diese Aluminumschalen.

    Ob die Verbraucher sich auf Neues einlassen, da bin ich gespalten. Einerseits denke ich, dass jeder neugierig ist und sich über Abwechslung freut. Andererseits bleiben bei Eis nun auch Vanille und Schoko die Lieblingssorten und viele ungewöhnliche Sorten, die sehr gut geschmeckt haben, wurden wieder vom Markt genommen.

    Pesto mit Fisch – das reizt mich auf den ersten Blick nicht. Aber nicht, weil es neu ist, sondern wegen der Kombination. Sorten wie mit Chili/Jalapeno oder Tandoori fände ich attraktiver. Brokkoli-Mandel fand ich nicht besonders, aber Brokkolifisch gibt es mittlerweile auch von den meisten anderen Anbietern. Manche Kombinationen passen auch einfach nicht (Mandeln und Fisch). Wenn also nicht Chili-Fisch oder Tandoori-Fisch herauskommt, bleib ich da lieber bei Bordelaise 🙂

  • Hallo Frosta-Team,

    habe gerade aus gegebenen Anlass ein wenig in diesem interessanten Blog gestöbert und bin ja hin und weg, dass man hier mit echten Mitarbeitern des Herstellers sachlich über deren Produkte/Produktion und Marketing diskutieren kann. Dass sich hier sogar Mitarbeiter aus dem Controlling so frei äußern und Stellung beziehen (dürfen), finde ich faszinierend bzw. unglaublich.

    Zu Ihrer Frage „Das kann man vom Schlemmerfilet Pesto Italia leider nicht behaupten. Hier greifen die Kunden viel zu selten zu – deshalb wird es diese Sorte bald nicht mehr geben. Vielleicht gehört Pesto für die meisten einfach untrennbar zu Pasta? Oder wagen sich Kunden gerade bei Schlemmerfilets einfach nicht an die etwas “exotischeren” Sorten heran? Was ist Eure/Ihre Meinung dazu? Sollten wir uns in Zukunft in Sachen Experimentierfreude und Exotik ein wenig zurücknehmen und bei den Schlemmerfilets auf traditionellere Sorten setzen?“

    Meine Meinung ist, beides fortzuführen, Tradition und Innovation. Wenn traditionelle Produkte gut laufen, ist wäre es dumm, sie einzustellen. Warum wurde die Lasagne eingestellt, wegen des Pferdefleischskandals und daraufhin einbrechender Verkaufszahlen? Den Reaktionen hier im Blog nach zu urteilen war sie ja sehr gut.

    Nebenbei solltet Ihr auch weiterhin neue Sachen rausbringen. Wie hier irgendwo schon jemand schrieb, meist sieht man in den TK-Truhen der Supermärkte nur 3 oder vier alte Sorten.

    Zwei Probleme wurden ja hier bereits schon aufgedeckt: fehlender Bekanntheitsgrad neuer Produkte und schlechte Verfügbarkeit, wenn der Kunde denn das neue Produkt probieren will.

    Mir ist mir auf der Internetseite von Frosta aufgefallen, dass es für interessierte Kunden wie mich offensichtlich keinen Newsletter gibt. Darüber könnte Frosta doch schnell und billig über neue (Saison-)Produkte informieren.

    Das erreicht zunächst auch nur relativ wenige Kunden, aber man sollte die anschließende Mundpropaganda von guten neuen Sachen nicht unterschätzen.

    Wurde das Pesto-Schlemmerfilet denn von echten Kunden getestet, oder nur „intern“ für gut genug befunden? Wenn ich dran denke und es finden sollte, werde ich es mal selber testen, nur aus Neugier.

    • Hallo Martin, aufgrund der vielen Diskussionen nach dem Markencheck kommt meine Antwort etwas später als geplant. Erstmal vielen Dank für das Feedback und die Anregungen. Bislang hielten wir einen Newsletter nie für nötig- denn unser Blog erfüllt ja eine ähnliche Funktion. Das RSS-Feed-Abo hat dann auch Newsletter-Charakter. Aber vielleicht war das zu kurz gedacht. Wir haben das Thema Newsletter wieder auf der Agenda. Zu dem Schlemmerfilet: Wir geben alle Produkte vor der Einführung in einen „Sensoriktest“, in dem Geschmack und Optik bewertet werden. Da hat das Schlemmerfilet Pesto sehr gut abgeschnitten. Aber seit das Produkt im Handel erhältlich ist, kommt es einfach nur sehr selten dazu, dass die Kunden probieren. Deshalb liegt das Problem wahrscheinlich woanders.

  • Moin, wir outen uns jetzt mal: Wir sind vielleicht Schuld, am neg. Pesto Absatz! Im Gegensatz zu anderen hier, hatten wir die Möglichkeit, die Schlemmerfilets etweder bei Marktkauf/Edeka und kurz danach bei Penny (aber nur als Aktion) kaufen zu können. Evtl. war auch Pesto dabei, jedoch haben wir nur Broccoli/Toskana und Bordelaise gekauft. Tschuldigung. Wofür ich jetzt aber eine Entschuldigung verlange: Seit dem darf ich nicht mehr die 1,39 Euro Produkte kaufen. Sie schmecken irgendwie nicht mehr (wobei ich mir nicht sicher bin, ob das immer vom gleichen Lieferanten kam). Jetzt aktuell ist es leider nicht möglich, die Produkte zum Angebotspreis zu erwerben. Den fand ich relativ fair, zumal die Portionsgröße – für mich zumindest – beim Bordelaise zu klein ist. Die esse ich mit 2 großen Portionen Stampf locker weg. Zum Wegfall von Produkten: Wir wundern uns über gar nichts mehr. Vor Jahren hatten wir mal ein Lieblingsprodukt (Lachs in Blätterteig mit Gemüse), dies wurde vom freundlichen Griechen einfach ersetzt durch Lachs/Blätterteig und irgend eine undefinierbare Paste. Das finde ich viel schlimmer, als das Streichen eines Produktes. Ich verfüge natürlich nicht über die fein ausgeprägten Marketingsensoren einiger anderer hier, ich bin halt ein wenig grob und würde daher einfach die Sorten, wo ich denke ‚WOW‘ versuchen als Aktionen im Handel zu plazieren.
    Gruß ans Team

  • Glückwunsch Frau Paulsen zur REWE Auszeichnung. Dürfte auch Ihr Verdienst sein.

    Iglo ( 2 Platz bei der REWE hat neu ein Fischfilet mit „Vollkorn

  • Hallo Frau Paulsen,

    heidenei, sie reden über Produkt Imitate nicht neu Entwicklungen. Wenn sie ein Killerprodukt möchten heißt das machen sie etwas neues!

    Im TKK Sektor werden zur Zeit nur Waren angeboten die 7,5% der Mahlzeiten ausmachen die der Normale Bundesbürger isst. Das bedeutet auch es gibt 92,5% an Produkten die es nicht im TKK Sektor gibt. Also genug Platz für echte NEUE Produkte oder nicht?

    Gibt es keine Dosen oder Kühlprodukte die im TKK besser wären als in Ihren eigentlich zur Zeit erzeugten Segmenten? Eben nicht das 182tausenendste Fischfilet.

    Wo sind die Lecker feinen 2 oder 3 Komponenten Gerichte? Boeuf Stroganoff, das Bauernfrühstück, die Soljanka oder auch der Weiswurstsnack die Liste wäre endlos aber alles das gibt es TKK mäßig nicht.

    Ebenso wo bleiben die Regionalen Gerichte, fürs Rheinland Rheinischer Sauerbraten, für den Süden der Wurstsalat, für Westfalen der Pfefferpotatst. Eines kann ein Mittelständler besser als die ganz großen, Regionale Geschmacks unterscheide bedienen.

    Nur bitte nicht das 10tausendste Imitat der Italienischen Küche die ist genauso out wie die Fleischplatte beim Jugoslawen. Dann schon lieber Leggggaaaaa Borscht den gibt es weder in Dosen noch Frisch noch im TKK.

    Liebe Grüße

    Carsten

    • Hallo Herr Koch (ich tippe einfach mal auf diesen Nachnamen…?),
      ich gebe Ihnen völlig Recht – ein „Killerprodukt“ ist unser Schlemmerfilet Pesto bestimmt nicht gewesen. Eher ein „Kellerprodukt“ – wenn man sich die Umsätze so ansieht (dieses Wortspiel konnte ich mir jetzt nicht verkneifen). Wir wollten auch nichts völlig Neues machen- denn erfahrungsgemäß funktionieren vollkommen neue Produkte nur dann, wenn man über lange Zeit intensiv Werbung macht und/oder das betreffende Produkt komplett selbsterklärend ist. So oder so braucht man einen langen Atem. Den haben wir als Newcomer in der Fischtruhe leider noch nicht. Unsere Produkte müssen quasi sofort funktionieren. Warum versuchen wir`s dann nicht mit den Klassikern wie Currywurst oder „legggaaaa Borscht“ ? Die Idee ist gut. Vieles wurde allerdings auch schon ausprobiert (nicht immer von uns) und ist wieder vom Markt verschwunden. Aber es gibt sicher noch einige ungenutzte Chancen in diesem Bereich. Regional gehen wir den Markt allerdings bisher nicht an- denn dafür sind die Produktionsmengen in der Regel zu klein. Dennoch: Danke für das ehrliche Feedback und die guten Ideen. Die Produktmanager lesen jeden Kommentar in diesem Blog und haben sich sicher schon ihre Gedanken gemacht! Viele Grüße, Marike

      • Hallo Frau Paulsen,

        zuerst einmal vielen Dank für die Interessanten Zeilen. Nun Koch ist nicht der Nachnahme vielmehr ist das Pseudonym eine Anspielung auf eines meiner Hobby’s. Dem sammel Historischer Kochbücher/Rezeptsamlungen etc. vom 5. Jahrhundert bis heute. Dort im speziellen aus der Arbeiterküche die sich deutlich von der Bauern und Adelsküche abhebt.

        Nun aber zu Ihrer Aussage wir sind zu Klein und können uns es nicht leisten wirkliche Idee in neue Märkte zu tragen. Ich bitte für meine Ausdrucksweise um Verzeihung, aber das ist eine Ausrede, wie sie all zu oft Faule Menschen nutzen.
        Ich möchte dies an einem anderen Kellerprodukt klar machen. Es geht um den wonderlier bowl. Der Unternehmer hatte mit allen Ihm zur verfügung stehenden möglichkeiten sein Produkt angepriesen doch es wurde zu einem Ladenhüter. Da es zu dem Zeitpunkt sein einziges Produkt war, zeichneten sich am Horizont schon die Schatten des Wirtschaftlichen Versagens ab.

        Eine gebildete Frau die sich sehr Intensiv mit den Schriften Paul Felix Lazarsfeld beschäftigt hatte, hier im Speziellen mit der Theorie des opinion leading. Bewarb sich als Verkauferin bei diesem Unternehmen. Ihr Name war Brownie Wise. Und das Unternehmen hieß Tupper Plastic Company.

        Was zeigt uns dieses Beispiel, es muß nicht immer das ganze Orchester an Marketing und Werbung her um aus einem „Kellerfisch“ einen „Killerfisch“ zu machen.

        Nehmen wir jetzt einfach mal ein Produkt. Djuwetschreis, eine klassische Beilage zu Fisch,Fleisch und geschmortem Gemüse. In den 1960 bis zur mitte der 1980 Jahre ein Klassisches Produkt in Hähnchenbratereien und beim Jugoslawischen sowie Balkan Restaurant.

        Also Punkt 1 Produkt ist bekannt
        Punkt 2 Geschmackserinnerung ist vorhanden und Positiv konditioniert.
        Punkt 3 Nicht im Supermarkt erhältlich
        Punkt 4 günstige Rohstoffe
        Punkt 5 Vegetarisch also Hip

        Nehmen wir jetzt unser Klassisches Tupper Model müssten wir POS dort haben wo die Opinien Leader für solch ein Produkt anzutreffen sind. Das wären in diesem Falle Ältere Mobile Menschen. Also auf dem Camping Platz.

        Wenn ich also solch ein Produkt nehme mir eine Kooperation mit einem Hersteller von TKKTruhen für den Verkauf suche, ein Fakturierungsmodell das die Abzahlung der Truhe beinhaltet habe ich neue POS kann neue Produkte in Zukunft in großen Stückzahlen anbieten. Als dummen nebeneffekt ist mein Produkt gut muss der Einkäufer aus dem Supermarkt es Kaufen.

        (Dinge wie Vertrieb, Lieferkette etc. habe ich jetzt mal ausgelassen um das ganze nicht zu sehr aufzublähen)

        Ich hoffe das der Grundgedanke als Idee angekommen ist, er ließe sich noch um viele Bausteine nach ähnlichem Kostenreduzierten Muster erweitern.

        Liebe Grüße

        Carsten

        Vielleicht sollte ich als Legastheniker mal meine Rechtschreibfehler Patentieren lassen und einen Abmahnanwalt beschäftigen 😉

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