„Warum machen Sie nicht aggressiver Werbung?“

 Hier ein Kommentar von Anna unter Vom Lügen kriegt man kurze Beine………, den ich gerne mal in die Runde gebe.

„Bevor ich angefangen habe, bewusst meine Ernährung zu hinterfragen und daraufhin auch auf Frosta gestoßen bin, war alles, was bei mir von der Frosta-Werbung hängengeblieben ist: “Frosta ist für alle da..”

Ich wusste nicht, ob Sie in der Werbung erwähnen, dass Sie keine Zusatzstoffe verwenden. Und selbst wenn, hätte mir das damals nicht viel weitergeholfen, da ich dachte: “Geschmacksverstärker etc. Na und?” Man denkt ja eigentlich, dass alles im Supermarkt unbedenklich ist und höchstens dick macht.

Warum nicht eindrücklicher damit werben, dass Frosta keine Zusatzstoffe verwendet? Warum nicht ein paar Werbekampagnen der aufklärerischen Art?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es den meisten Menschen durchaus nicht egal ist, was sie da essen, nur leider haben sehr viele von ihnen noch nicht richtig begriffen, dass einiges geradezu schädlich ist und sich die Investitonen in ein qualitativ hochwertigeres Produkt lohnen.

Wie wäre es z.B. ein paar längere Werbespots zu schalten, in denen nicht nur erklärt wird, dass Frosta gewisse Zusatzstoffe weglässt, sondern auch beschrieben wird, was für Folgen besagte Zusatzstoffe (mutmaßlich) haben können?
Oder einfach beispielsweise darauf aufmerksam zu machen, dass Gemüse heutzutage häufig stark mit Pestiziden belastet ist, dass das Chemie ist, Gift, das will doch keiner essen, und dass das bei Frosta eben nicht der Fall ist. Oder dass viele Tiere, die später im Essen landen, mit genmanipuliertem Futter gefüttert (gemästet) werden.

Oder die Verbraucher dazu ermutigen, einmal einen direkten Vergleich mit billigeren Produkten zu ziehen..
Bieten Sie doch einmal für eine Woche eine kleinere Sonderpackung zum Preis des Durchschnittspreises Ihrer mit Zusatzstoffen arbeitenden Kollegen an und fordern Sie sie zur selben Zeit in der Werbung dazu auf, beide Produkte zum Mittagessen zuzubereiten und dann zu testen, welches ihnen besser schmeckt. Aber natürlich mit dem dicken, fetten Hinweis, dass ihr Produkt ohne Zusatzstoffe auskommt. Vielleicht noch mit einem kleinen Zettelchen auf der Verpackung, der den Verbrauchern erklärt, was sich hinter Begriffen wie “Würze”, die bei den Inhaltsangaben der Konkurrenten garantiert zu finden sind, verbirgt. Und was diese Zusatzstoffe überhaupt sind.

Aber ich gehe davon aus, dass Sie all das und mehr schon in Betracht gezogen haben. Warum machen Sie es nicht?
Ist es zu teuer? Haben Sie Angst, zu aggressiv rüberzukommen und Kunden abzuschrecken?

Ich weiß, Sie sind ein Unternehmen und können es nicht zum Ziel haben, die Gesundheit der Bürger zu verbessern, aber für Sie wäre der Vorteil doch, dass Sie den Großteil des künftigen Kundenstamms damit an sich binden, bevor Ihre Konkurrenten auf den Zug aufspringen, oder nicht?

Ich habe absolut keine Ahnung davon, wie man ein Unternehmen leitet und Werbung macht, verzeihen Sie mir also bitte meine laienhaften Ideen. Aber wenn Sie mir vielleicht kurz erklären könnten, warum all das nicht geht, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

So eine Art von Werbung (natürlich nicht so panisch, wie von mir beschrieben) hätte bei mir und vielen meiner Bekannten nämlich wahre Wunder gewirkt.“

@Anna
Wir sehen es genauso und würden gerne viel mehr auf den Unterschied unserer Gerichte aufmerksam machen. Denise und Vicky haben schon die wesentlichen Punkte (hohe Kosten und Werberecht) angesprochen. Dazu kommt, dass wir uns nicht so richtig wohl fühlen würden, wenn wir zum Vergleich mit Wettbewerbern aufrufen würden. Auch wenn es sicher ein sehr überzeugender Weg wäre.
Aber vielleicht gibt es ja auch noch andere Ideen …

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Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Bei FRoSTA seit 1. Oktober 1996.
1996-2001 Produktentwicklung (Bremerhaven) - dort habe ich Rezepte und z.B. die eigene Nudelherstellung bei FRoSTA entwickelt
2001-2011 verantwortlich für das Produktmanagement der Marke FRoSTA (Bremerhaven, ab 2004 Hamburg) - also alles was mit den Produkten zu tun hat, wie Produkt- und Verpackungsentwicklung (damit es auch immer wieder neue leckere und attraktive FRoSTA Gerichte gibt), Vermarktung oder wie es neudeutsch heißt Marketing (um die Produkte auch bekannt zu machen - denn was nützt das schönste Produkt, wenn es keiner kennt - hier haben wir noch eine Menge zu tun),...
Jan-Mai 2012 Produktentwicklung-Administration (Bremerhaven) - hier werden z.B. die Rezepte in unser Warenwirtschaftssystem (eine große Datenbank, mit der viele wichtige Abläufe bei uns gesteuert werden) gebracht und Produktbeschreibungen (im Fachchinesisch: Spezifikationen) für Handelskunden erstellt
seit Mai 2012 Senior Produktmanager Handelsmarken (Bremerhaven) - verantwortlich für Produkte und Verpackungen von Handelspartnern

42 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Hallo Jens,
    ich halte die Werbung auch für ein derart geeignetes Mittel! Wenn man aber so etwas entwickeln will kann man doch einfach mal bei den Bloggern nachfragen und im Netz eine Umfrage machen wie sie sich FroSta Werbung wünschen würden. Der nächste Schritt wäre eine Werbung zu machen und diese im Internet zu testen, wie sie ankommt. YouTube lässt grüßen. Nachdem man die Werbung ausgefeilt und angepasst hat, kann man sich ja noch mal überlegen wo und wie man solche Werbung schaltet.
    Davon hätten all was, die Kunden, die interessierten Blog Leser und Mitgestalter im Internet und Sie. Sie dürfen ruhig ein bisschen aggressiver werden, die Werbung ist heutzutage abgeflacht und von Innovation kann man nicht mehr immer sprechen! Nahrungswerbung ist wie die schöne Werbevorstellung der 50-/60-er brav und stinklangweilig.

    MfG Kai Olsen

  • Hallo Herr Bartusch,

    ganz eleganter Weg die Kurve zu kriegen, den Kunden selber entscheiden lassen.
    Wie, zum Beispiel mit der Aktion „Selber vergleichen“, kaufen Sie Ihre Lieblingspfanne/Gericht und das gleiche von Frosta. Schicken Sie uns zusammen mit dem Bon eine Bewertung zu ob und/oder wie es Ihnen geschmeckt hat zum Vergleich mit Ihrem Stammprodukt. Als Dankeschön erhalten Sie Summe x (ganze Summe, teilweise, Gutschein für ein Frostaprodukt nach Wahl etc.) zurück. Testen ohne Risiko. Geht natürlich in 1.000 Varianten.

    Nur mal so als Idee

  • @Kai & alle
    Nehme den Ball gerne auf. Was wäre denn agressiver und passend für FRoSTA?

    @Ralph
    Eine gute Idee, allerdings gibt es FRoSTA Gerichte selten vergleichbar vom Wettbewerb. Vielleicht bei den Klassikern, wie Paella, Steakhouse Pfanne, Nasi Goreng, da gibt es ein Angebot bei den Eigenmarken des Handels.
    O.K. Mittlerweile gibt es Tortelloni auch vom Wettbewerb und Tagliatelle Wildlachs auch.
    @alle
    Ja, wie werden die denn im Vergleich bewertet? Schon probiert und verglichen?

  • „Schon probiert und verglichen?“

    ja, ich esse viel TK-Produkte. Nicht alle Frosta-Produkte mag ich, und von denen die ich mag gibt es nicht alle im Handel. So kaufe ich häufig Nudel-Hühnchen-Varianten von anderen Anbietern.

    Hauptsächlich vom Fleisch können die anderen Marken aber nicht mithalten. Das ist bei Frosta einfach hochwertiger. Die Würzung ist vermutlich geschmacksache, aber auch da liegt mir Frosta einfach mehr.

    Deshalb mein Wunsch: Mehr Frosta-Beutel Gerichte! Mit den schwarzen komme ich ja wie schon geschrieben nicht zurecht 🙁 Und im Zuge der „Schlank-im-Schlaf-Diät“ wären Abendess-Beutel (also ohne Kohlenhydrate) auch gern gesehen :))

  • @Natalie
    Ja, die Verfügbarkeit ist immer wieder ein Thema bei unseren Gerichten – hört allerdings unser Vertrieb nicht so gerne 😉

    Thema “Schlank-im-Schlaf-Diät”
    Denke das Kohlenhydrate da nicht so das Thema sind, sondern eher Fett, Fleisch und Fisch. Ein leckeres Reisgericht wie WOK Mango-Curry passt sicher. Und auch ein leckeres Pastagericht (natürlich nicht mit dicker Sahne- oder Gorgonzolasauce) z.B. Pilz-Risotto sollte O.K. sein.

  • Meine bescheidenen Ideen für Werbung:

    Freundin B besucht Freundin A.
    A: „guck mal, ich habe ein TK-Produkt gefunden wie die, die du immer isst [viel billiger – das sollte man evtl. weglassen, sonst impliziert man Frosta = teuer] (Sie hält einen Beutel hoch)

    Freundin B nimmt ihn, wirft einen Blick auf die Zutatenliste: „Oh Gott, das besteht ja aus Chemie, guck mal, was da alles drin ist [Auflistung einiger gefährlich klingender Substanzen]. Nee nee, da bleibe ich bei Frosta mit dem Reinheitsgebot.“ Voice aus dem Off erklärt KNAPP das Reinheitsgebot (da es unwahrscheinlich ist, dass Freundin B gerade eine TK-Packung in der Handtasche hat ;-))

    ******** oder

    Im Büro. Sekretärin A füllt einen TK-Beutel in ein Geschirr und wirft die Mirkowelle an. Kollege/In B kommt in die Kaffeeküche: „Hm, das riecht aber lecker, was hast du dir da denn tolles gekocht.“
    A: „Nicht ich, das ist von Frosta.“
    B „DU isst Fertigfutter? Ich dachte du bist Allergiker / legst auf gesundes Essen wert / machst alles selbst / bist gegen Packungen aller art.“
    A: „Ja, stimmt im Prinzip; aber Frosta ist ganz anders. Schau hier: alles natürliche Zutaten, Salz ohne Trennmittel, Gemüse aus Vertragsanbau, Fisch aus nachhaltiger Zucht, richtige Milch und Sahne statt Pulver, keine Aromen und Geschmacksverstärker.“
    B: „Das muss ich auch mal probieren.“
    Schwenk auf den appetitlich angerichteten Teller.

    ********* oder:

    Ein Tisch mit den üblichen Zutaten: Knolblauchpulver, Milchpulver, Sahnepulver, hässlich aussehendes Fleisch, schlappes Gemüse, bunte Aromen etc. – also Anti-Reinheit. Voice Off erklärt, dass so die Zutaten für die meisten TK-Gerichte aussehen.

    Dann ein Schwenk zu den glücklichen Hühnchen, Fischen, Brokkoliröschen; und am interessantesten wäre vielleicht Eure Salzmühle, oder die echten Knoblauchzehen, wie sie geschält werden, die richtige Milch und Sahne etc., ein Blick hinter die Kulissen sozusagen (das würde mich brennend interessieren übrigens).
    Dann als Abschluss einige Gerichte dampfend und einladend auf dem Teller.

    Just my 3 cents (2 reicht in diesem Fall nicht)

  • Blöder Vorschlag: Macht nicht mehr Werbung für die Brigitte Diät, sondern für Abnehmen ohne Zusatzstoffe. Ich schreibe gerade an der 2. Auflage meines Buches zu dem Thema. Frosta kommt natürlich darin vor.

  • Die Vorschläge von Susanne finde ich alle super! Die könnt ihr gleich direkt übernehmen (sind ja fast schon ein fertiges Drehbuch). Vielleicht nicht zu dick auftragen, aber die Richtung stimmt genau.

  • Hallo,
    also aggressiver werben und vergleichend werben … sowas kann auch nach hinten los gehen.
    Allein schon, weil viele Leute viele verschiedene Geschmäcker haben. Ich z.B. kenne jemand, der sicher dieses ganze ungesunde, mit E gefüllte Essen, gesundem Essen vor ziehen würde. Das wird nicht die einzige Person sein. Es gibt sicher auch viele Leute die denken sich „ach das ist teurer und schmeckt auch nicht besser als die anderen“. Das mag sogar stimmen weil der Geschmack vieler Menschen ab gestumpft ist (durch Aromastoffe aber das ist eine andere Geschichte).
    Allerdings sind so Sprüche wie „Frosta – da weiß man was man kauft“ wesentlich interessanter weil das eigene Produkt, ohne die anderen ab zu werten, aufgewertet wird.
    Ich denke Aggressivität führt nur kurzfristig zum Ziel.

  • Das ich die Frosta-Werbung für ..ungeschickt.. halte, hatte ich schonmal an anderer Stelle angemerkt. Ich hab die Frosta-Werbung auch häufig gesehen, aber nie deswegen Frosta gekauft. Es war halt ein weiteres Fertiggericht. Auf Frosta wurde ich erst ernsthaft aufmerksam, als in einem Wal-Mart an der Kühltheke ein Artikel über die Qualität von Tiefkühlkost hing. In dem wurde Frosta erwähnt und auch der massive Umsatzrückgang, als damals die Produktion umgestellt wurde. DAS hat mich beeindruckt und daraufhin hab ich angefangen, mal ne Packung zu kaufen und mich mit dem Reinheitsgebot zu beschäftigen.

    Würde man in der Frosta-Fernsehwerbung durch irgendein anderes Produkt eines Mitbewerbers ersetzen – man könnte die Fernsehwerbung genauso ablaufen lassen. „Oh, da fehlt noch etwas Kurkuma“ .. ja toll *gähn* Meine Mutter hat überhaupt keine Ahnung was Kurkuma ist, aber von künstlichem Zeug hält sie überhaupt nix, deswegen fallen halt fast alle Fertigprodukte durch.

    Ein Geschmacksvergleich find ich hingegen eine gefährliche Sache. Geschmacksverstärker schmecken nunmal „besser“, das ist ihre Aufgabe. Wenn man sowas in einem Supermarkt durchzieht mit 0815-Verkehr, muss man sich auf eine herbe Schlappe vorbereiten.

  • Eine andere Sache, mit der ich euch werben würde – Zeit und Einfachheit. Ein Frosta-Gericht braucht genauso lange oder kurz wie eine Fertigpizza und ist einfacher zuzubereiten als Spaghetti Bolognese. Vielleicht sollte man den Vergleich gar nicht über direkte Mitbewerber, sondern einfach über allgemeine Gerichte machen – Zeit, Aufwand, Gesundheit, ‚Wow-Faktor‘ (Fertig-Pizza zum Dinner mit dem neuen Date: Wow-Faktor 0).

    Anspielungen auf aktuelle Sendungen, Begebenheiten für die Werbung:
    „Man braucht keine Woche Zeit und 5 Personen für ein perfektes Dinner – Frosta reicht auch!“

  • @jens bartusch

    beim abendessen von „schlank-im-schlaf“ zählt in erster linie nicht der kaloriengehalt, sondern tatsächlich das es keine kohlenhydrate beinhaltet. insofern ist für diese „diät“ deine meinung falsch. aber es war auch nur eine anregung bei dem derzeitigen „trend“ mitzumachen und dadurch mehr produkte zu verkaufen.

  • Meiner Meinung nach ist die Frosta-Kommunikation via der TV-spots überhaupt nicht aussagekräftig ! Natürlich ist es nicht möglich, das Reinheitsgebot in 30 Sek. zu erklären aber man kann ja im Spot auf Website Frosta.de aufmerksam machen, auf der die ZG mehr erfährt.
    Ich schließ mich Lars in dieser Sache an: Wie wäre es mit einer Sonderwerbeform oder einem Sponsoring im TV um den USP von Frosta-Produkten stärker hervorzuheben ?

    P.S.: Auch wenn ich mich bei diesem Thema wiederhole: Wann geht Peter Frosta in Rente ???

  • Zusatz:
    @ Susanne: Als Erweiterung Ihrer Idee:
    Treffen sich zwei Kollegen im Büro:

    A.“ Was gibt es bei Dir Heute leckeres ?“
    B: „Ach…Emulgatoren, Farbstoffe an Antioxidationsmittel auf einem Spiegel von Trennmitteln im Dialog mit Natriumglutamat“ – und bei Dir ?
    A: „Nudeln, Fleisch mit echtem Curry an Geschmack OHNE Zusatzstoffe – oder einfach FROSTA

    🙂

  • @Lars
    zu Eintrag 10.: Unsere Werbung ist sicher z.T. austauschbar. Allerdings sehen wir die Jalousie am Anfang, den geteilten Bildschirm (Splitscreen) und auch Peter von FRoSTA schon als FRoSTA-spezifisch an. Was uns auch von vielen Menschen wiedergespiegelt wird. Und nicht zu vergessen der Jingle „FRoSTA ist für alle da!“ und hier insbesondere in Verbindung mit der Melodie – singt uns fast jeder vor den man trifft 😉

    zu 11: gelten Zeit und Einfachheit nicht auch für unsere Wettbewerber. Denke die Qualität macht den Unterschied und das ist uns mit unserer Werbung bisher nicht gelungen …

    @Natalie
    wußte gar nicht dass “schlank-im-schlaf” eine Diät ist, dachte es wäre eine gerade kreierte Formulierung. Was darf man denn dann abends essen, wenn nicht Kohlenhydrate?

  • @Inge
    Fällt uns schwer Peter in Rente zu schicken, da er, wie oben erwähnt, Teil ein liebgewordener „Mitarbeiter“ ist und sehr zur Wiedererkennbarkeit beiträgt.

  • Danke, Inge.

    Durch foodwatch und andere sind die Leute aber schon ein wenig mehr sensibilisiert gegenüber Chemie im Essen. Man könnte in der Werbung durchaus mehr betonen, dass bei Frosta keine mehr drin ist.

    Es müsste mehrere Frosta-Usergrüppchen geben, mit eigener Spotserie.

    1. Die eiligen, die dennoch gesund essen wollen.

    2. Die Diät machen möchten, ohne stundenlang Karotten abzuwiegen.

    3. Allergiker, die genau wissen müssen, was enthalten ist.

    4. Selbstmach-Fanatiker (wie ich es bin, vor allem, seit ich selbst in der Stärkeindustrie gearbeitet habe), und die NIE Fertigfutter kaufen. Außer, es ist von Frosta (und wann macht Ihr endlihc eine saubere Pizza, sorry, OT)

    Ich bin übrigens nebenbei Autorin, und fand Werbung schon immer interessant. 😉

  • Also ich finds Susanne’s vorschlaege alle einfach wunderbar. „Ohne *kunestliche* aromen“ wirbt mittlerweile ja fast schon jeder, aber einfach auch die anderen wichtigen dinge des reinheitsgebots rueberzubringen, ohne „spiesserhaft“ zu wirken ist wichtig find ich, und genau das machen ihre vorschlaege.

  • Also ich fänd einige Webvideos (vielleicht auf der neuen homepage 😉 ) super, indenen erklärt wird was es für verschiedene Zusatzstoffe gibt und warum es besser ist auf sie zu verzichten.

    So nach dem Motto: So tricksen die Mitbewerber, aber Frosta hat das nicht nötig.

  • @Herr Bartusch:
    Natürlich sind Peter und der Slogan „Frosta ist für alle da“ bekannt aber aus meiner Sicht spiegeln beide nicht den Wert (Reinheitsgebot) von Frosta wider.
    Was sagt denn „Frosta ist für alle da“ über das Produkt aus ? – dass es Jeder essen kann, dass sich Frosta um einen kümmert, in einer Notlage da ist oder es so günstig ist, dass es Jeder kaufen kann 😉 ??
    Der Slogan sagt mir, als Konsument, nicht, ob es gut schmeckt und ob Zusatzstoffe enthalten sind !
    Vielleicht lässt sich von einer langsamen Abkehr vom derzeitigen Markenauftritt im TV ja auch eine ganz neue ZG erobern – der „bewusste“ Esser !?

  • @Inge
    Da ist was d’ran. Wir sind immer wieder an dem Punkt, an dem sich die Frage stellt, wie können wir die Wiedererkennbarkeit sicherstellen und gleichzeitig den Unterschied in Punkto Hochwertigkeit, Reinheitsgebot, Transparenz,… vermitteln. Und dann noch auf modernere Art und Weise… :-/

  • Ich bin mir ziemlich sicher, dass Frosta als Marke wesentlich bekannter ist als viele Mitbewerber, das streite ich gar nicht ab. Aber der Markenname ist mit „Fertiggericht“ verbunden, nicht mit „schneller Öko-Nahrung“. Wenn Tesa plötzlich Schokolade verkaufen würde, was ist dann das wichtigste in einem Spot? Das rot-weisse Logo? Der Slogan „Ein Stück heile Welt“? (Ist wahrscheinlich deutlich unbekannter als der Frosta-Slogan). Oder doch eher:“Ja, wir stehen auf Klebriges, darum gibt es jetzt von uns auch – SCHOKOLADE“.

    Mit der Werbung der Frosta Gourmet-Mahlzeit war man ja schon auf dem richtigen Weg (mit dem „Geteilte Töpfe“ Spot erst Recht). Reinheitsgebot als Schlagwort einwerfen, reicht nicht. Mein Waschmittel hat auch ein Reinheitsgebot. Die Bedeutung muss stärker vermittelt werden. Und wenn man Mitbewerber angreifen will, dann in dem Bereich. Frosta könnte gross mal als Fernsehspot die ‚Hefeextrakt‘-Lüge an/aufgreifen. Man muss ja nicht Mitbewerber direkt vergleichen oder angreifen – aber ihre Methoden.

  • @ jens bartusch
    diese „schlank-im-schlaf“ ernährungsmethode/diät ist ja nicht zuletzt durch den abnehmerfolg von johan laafer momentan „trend“. 100%ig kann ich es dir nicht erklären, denn ich mach sie nicht.

    das frühstück ist süß bzw ohne eiweiß?
    zu mittag ganz normal mischkost
    abends dann keine kohlenhydrate (also Fisch/Fleisch + Gemüse/Salat)
    und zwischen jeder mahlzeit 5 stunden pause

    vor längerem war die „glyx“ diät „in“. die hatte ich eine zeitlang gemacht. hier geht es auch darum so wenig kohlenhydrate wie möglich zu essen. weswegen ich schon öfter versuche ein essen nur mit gemüse und fleisch zu bestreiten…. denn gewirkt hat es schon

  • Viele andere Hersteller verstecken den „Schweinkram“ hinter harmlos klingenden Bezeichnungen.

    Es wird „ohne Geschmacksverstärker“ geschrieben, aber Hefeextrakt ohne Ende ist drin.

    Dextrose aus der Fabrik wird zu „gesunde Traubenfruchtsüße“

    „Ohne künstliche Aromen“ – ja, nicht in der Zutatenliste. Die sind dann in der „Fruchtzubereitung“ versteckt (nebenbei: schade, dass Frosta keine MoPros macht, da kann man ja gar nichts mehr kaufen).

    Das Jod, das zu Tonnen im Salz drin steckt, ist für eine bestimmte Erkrankung der Schilddrüse (Hashimoto) absolut schädlich. Das Volk denkt dennoch Jod = gesund und bezahlt munter einen nicht vorhandenen Mehrwert mit. Diese Liste ließe sich beliebig fortführen.

    Der Trick ist, diese Info so in den Dialog einzubauen, dass es nicht wie „Infodump“ daherkommt. Das ist ein Ausdruck aus der Belletristik, der unnatürliche, nur der Informationsvermittlung an den Lesern dienende Dialoge bezeichnet.

    Frosta sollte explizit darauf hinweisen, dass keine versteckten Bömbchen in den Produkten sind. Und dass die Sachen in Reinform verwendet werden, nicht pulverisiert, gekünstelt, verfälscht.

  • Und wo bekommt man Joghurt von Söbbeke? Ich kenne nur den Bio-Joghurt von Netto (der anscheinend von Söbbeke kommt). Der ist (zumindest laut Zutatenliste) ohne Aromen. Aber sonst habe ich noch nie Joghurt von Söbbeke gesehen.

    Interessant finde ich ja auch, dass Netto (Marken Discount) diesen Joghurt unter der Eigenmarke „BioBio“ vertreibt. Direkt daneben im Regal steht ein Bio-Quark der gleichen Marke, der dem Joghurt zum Verwechseln ähnlich sieht. Wenn man aber genau draufschaut, kommt dieser Quark aus Österreich und enthält Aromen! Man muß also sehr genau hinsehen, und kann sich auf nichts verlassen.

  • Etwas off-topic, aber zumindest die leute in oesterreich kriegen „gescheites“ joghurt mit 12-14% frucht und ohne (auch natuerliche) aromen von „ja! natuerlich“ in zig sehr geilen sorten bei jedem billa/merkur.

  • Da wird der Hund in der Pfanne verrückt, Frosta zeigt den Mitbewerbern mal wieder wo vorne ist. Nämlich da wo Frosta auf der Tüte steht!

    Nach dem Reinheitsgebot kommt nun auch noch die Ampel Ausgezeichnet! Da kann die sog. Lebensmittelindustrie (die wollen uns manchmal einen Mist unterjubeln…Kunstkäse z.B. *würg*) noch so viel labern. Der Verbraucher will die Ampel und Frosta reagiert mal wieder im Alleingang. SO macht man eine gute und sympathische Marke stark und bekannt – saubere Arbeit (auf der ganzen Linie)!

    Ich für meinen Teil werde weiterhin etwas mehr Geld für gutes TK-Essen ausgeben. Sollen sich doch andere mit dem Billigmist vergiften…

  • Hallo zusammen, ich hoffe, als auch „Nicht Scout“ darf man hier mitmischen? Ich möchte nämlich auch unbedingt noch eine Lanze für den hier schon mehrfach geäußerten Wunsch nach „aggressiverer“ Werbung brechen. Mir ist schon oft aufgefallen, dass Unternehmen, die verantwortungsvoll und nachhaltig handeln, damit so unpassend bescheiden umgehen. Und ich finde das schade, schade und nochmals schade! Es gibt nämlich viele kritische Geister, für die Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaschutz, gesellschaftliche Verantwortung usw. wichtige Faktoren sind. Warum macht Ihr es dem Verbraucher so schwer, an diese Art von Info zu kommen?

  • @barbara
    na klar 😉
    Unsere Erfahrung zeigt, dass es glaubwürdiger ist, wenn Andere über einen sprechen, als wenn man selber sagt, was man alles so Gutes tut – wer glaubt schon einem Hersteller…
    Dazu kommt, dass es auch gar nicht so einfach zu vermitteln ist, was an den FRoSTA Gerichten und dem FRoSTA Reinheitsgebot so besonders ist.
    Am besten ist weitererzählen 😉

  • Hallo,

    ich finde auch ihr solltet etwas bessere Werbung machen. Sonst wäre ich schon lange bei euch. Hab mir grad „Z wie Zukunft“ auf phoenix angsehen wo ich erstmals hörte das Frosta keine Zusatzstoffe mehr verwendet. Und die ganze Sache mit dem Reinheitsgebot finde ich sehr ansprechend und sollte einfach mehr ins Bewußtsein der Leute transportiert werden. Den vorher dachte ich bei Frosta auch das ihr nur ein „herzloser“ Lebensmittel Produzent wärt wie all die anderen. 😉

    Ciao

    Ein neuer Kunde 😀

  • Hallo Herr Bartusch
    ich habe gehört, dass Sie in den nächsten Tagen einen Vortag „Wie schafft man Werbung mit einem geringen Budget?“ halten. Das klingt interessant. Kann man den Vortrag auch hier im Blog vorab lesen. Beste Grüße HHeintze

  • @heitze
    Hallo Herr Heintze,
    ja stimmt. Stelle den Beitrag gerne vorher in den Blog – allerdings im Sinne des Veranstalters erst kurz vorher. Beste Grüße Jens Bartusch

  • @Herr Bartusch: Wo halten Sie denn diesen Vortrag ? Mich würde interessieren, ob die jüngst ausgestrahlten TV-Spots die Markenbekanntheit erhöht bzw. den Abverkauf gesteigert haben ? Führen Sie im Zuge der Media-Aktivitäten auch trackings durch ?

  • @Inge
    In Wiesbaden findet nächste Woche MIttwoch und Donnerstag ein Kongress zum Thema Werbung 2009 statt. Ich darf zum Thema „Kann man auch mit kleinem Budget relevant sein?“ etwas dazu beitragen.

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