Broccoligeschichte

Woher kommen eigentlich die vielen verschiedenen Gemüserohwaren, die in den Gerichten oder Gemüsepfannen von FRoSTA eingesetzt werden? Diese Frage werden sich sicher schon viele unserer Verbraucher gestellt haben.

Nun, FRoSTA produziert einen großen Teil des Gemüsebedarfes in zwei eigenen Werken in Deutschland. Hierzu gehören hauptsächlich Spinat, Karotten, Erbsen, Brechbohnen und Kräuter. Aber die Vielfalt in den Rezepturen ist weitaus größer. Wo zum Beispiel kommt der Broccoli her und dann noch „Hochland“, wie wir ihn ausloben??

Dies ist unsere Broccoligeschichte:
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In einer Höhe von 2.500 Metern, auf der Hochebene Ecuadors, zu den Füßen des Vulkans Cotopaxi wächst der Broccoli für Peter von FRoSTA. Genaugenommen schon seit vielen Jahren.

Obwohl, andere Länder bauen ebenfalls Broccoli an, warum also gerade Ecuador? Hier wächst der Broccoli , der alle Ansprüche erfüllt, die FRoSTA hat und das sind nicht eben wenige:

1. Geschmack
Das gemäßigte Klima mit einer Durchschnittstemperatur im Jahr von 14 Grad Celsius ist die Ursache für ein langsames Wachsen des Broccolis und damit einer hervorragenden und sehr typischen, aromatischen Geschmacksausbildung. Viele Vergleichsverkostungen mit Broccoli aus anderen Ländern haben dies gezeigt.

2. Farbe
Die gewählten Sorten und das Klima mit tagsüber fast senkrechter Sonneneinstrahlung führen zu einer kräftigen grünen Farbe.

3. Konsistenz
Auch hier führt das gemäßigte Klima zu einer guten Konsistenz mit festen Röschen, die den Produktion- und Abpackprozess heil und unbeschadet überstehen.

4. Pestizid-Verzicht
Die doch niedrigen Temperaturen vermindern den Insektenbefall, so dass kaum eine Behandlung mit Pestiziden nötig ist.

5. Verarbeitung
Die Röschen werden noch von Hand geschnitten.

Wie muß man sich die Ernte und die Verarbeitung vorstellen?

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Die Broccoliköpfe auf der Farm „Nintanga“ werden per Hand geerntet, d. h. geschnitten und dann in den Verarbeitungsbetrieb transportiert, der sich an die Farm anschließt und keinen Kilometer entfernt ist.

Hier erfolgt die Zerteilung der großen Broccoliköpfe in kleine Röschen.

Es gibt viele verschiedene Größen. Die Größe ist abhängig davon, was mit dem Broccoli bei FRoSTA passieren soll. Für Fertiggerichte müssen die Röschen eher kleiner sein, da eine gute Verteilung gewünscht ist , und die Röschen ja schließlich mundgerecht sein sollen.broccolischneiden.gif

Nach der Zerteilung werden die Röschen gewaschen, blanchiert und dann in einem Frosttunnel bei – 45 Grad Celsius in kürzester Zeit einzeln tiefgefroren. Man kann auch sagen, in den „Kälteschlaf“ versetzt. Dann tiefgefroren verpackt und in eigenem Tiefkühlhaus bis zur Auslieferung gelagert.

Dieser Prozess dauert nicht länger als 10 Stunden. Also, morgens geerntet und abends tiefgefroren. Fertig zum Abtransport in andere Länder. Unter anderem eben auch nach Europe und hier nach Deutschland zu Peter von FRoSTA.

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Ecuador hat sich im Laufe der Jahre einen weltweiten Export mit seinem hervorragenden Broccoli geschaffen. Außer nach Europa gehen die Produkte auch in die USA und nach Japan. Alle Länder stellen hohe Qualitätsanforderungen und haben hohe Ansprüche hinsichtlich einer hygienischen Verarbeitung.

Aber nicht nur die einwandfreie Produktbeschaffenheit ist FRoSTA wichtig.

Es gibt Anforderungen an den Lieferanten, die uns von FRoSTA auch wichtig sind, und die nicht unbedingt mit dem Produkt zu tun haben. Wir nennen dies Verhaltenkodex für den FRoSTA-Lieferanten. Er bezieht sich u.a. auf Kinderarbeit, Zahlung angemessener Löhne, Arbeitzeiten- und -Bedingungen.

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Auch bei unserem Broccoli-Produzenten in Ecuador haben wir uns davon überzeugen können, dass unser uns selbst auferlegte Verhaltenkodex eingehalten wird. Die Zusammenarbeit mit unserem Produzenten in Ecuador ist über viele Jahre gewachsen, enger geworden . Im Rahmen einer sozialen Investition hat sich FRoSTA engagiert und wesentlich dazu beigetragen, dass eine Krankenstation auf dem Betriebsgelände gebaut werden konnten, um die medizinische Versorgung der Beschäftigten vor Ort weitestgehend sicher zu stellen

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So weit unsere Broccoligeschichte aus Equador,

Erika Völlkopf

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Erika Völlkopf

Erika Völlkopf

Arbeitet in der Abteilung "Einkauf"

16 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ich lobe, dass der Broccoli schon in Ecuador tiefgefroren wird und nicht erst im Flugzeug auf die Reise geschickt wird (das wäre sicherlich sehr teuer).
    Containerschiffe haben ja immer noch die bessere CO2 Bilanz

  • Ich bin ja kein großer Freund von Broccoli. Und wenn er dann auch noch halb roh (blanchiert) serviert wird, dann erst recht nicht (und wie man ja weiß, ist Rohkost alles andere als gesund). Na ja, er stört nicht wirklich, aber er ist auch kein Highlight. Den Spinat finde ich aber superklasse! Könnt ihr nicht mal ein Gericht mit viel von diesem Blattspinat machen? Davon ist immer zu wenig drin.

  • Soso, der Großteil des Gemüses wird „in Werken produziert“ (siehe Einleitung). Das hatte ich mir bisher bei Frosta natürlicher vorgestellt.

  • @Maikel: „in Werken produziert“ bedeutet, dass die Felder nah am Tiefkühler sind, so dass man schnell nach der Ernte einfrieren kann. So bleiben die Vitamine maximal erhalten. Dies ist bei uns so. Und natürlich auch in Ecuador.

    @Matthze: Wir transportieren nur per Schiff, deshalb wird natülich alles vor Ort eingefroren.

    @Jürgen Hestermann: in den neuen Fettuccine Shrimps ist viel Blattspinat drin!

  • @Felix Ahlers: So etwas hatte ich mir schon gedacht, ich finde es trotzdem extrem unglücklich formuliert, erst recht bei dem Anspruch, den Frosta erhebt. Die Formulierung scheint die Vorurteile zu bestätigen, die viele gegenüber Fertiggerichten haben.

  • Lieber Herr Ahlers,

    ich schreibe gerade eine Bachelorarbeit zum WEB 2.0 Marketing. Also ich muss sagen, dass Sie wirklich ein wunderbarer Vorreiter in dem Bereich sind und Ihre Stakeholder über Geschehenisse ehrlich und aufrichtig informieren, was leider nicht selbstverständlich ist. Die Broccoligeschichte fand ich super!! Weiter so!!

    Grüße

    Shahin Lotfi

  • Also ich bin wirklich sehr gerne hier im Blog um zulesen. Die Art der Kommunikation über den Blog schafft vertrauen und eine gute Bindung zu den Verbrauchern und ich liebe den Broccoli. Danke für die super Geschichte mit einer Fülle an Informationen.
    [Anm. d. Admin: Link zu Ihrem „Webkatalog“ gelöscht.]

  • Ich sehe das ein bisschen kritischer als mein Namensvetter, da der Broccoli aus Südamerika kommt. Ich finde den Blog gut, bin aber nicht mit den Methoden zur Beschaffung der Nahrungsmittel einverstanden. Umweltschonend ist die ganze Sache nicht. Gibt es keine anderen Möglichkeiten, um an das Gemüse zu kommen. Ganzjährig wächst Broccoli nicht in unseren Breiten. Schade eigentlich, dass der Umweltschutz zu kurz kommt.

  • mal ehrlich, ich stimme dennis zu: broccoli muss nicht aus südamerika kommen, es ist ein regionales produkt und sollte daher entsprechend auch den jahreszeiten angebaut und verarbeitet werden.
    vielmehr sollte man sich mal gedanken darüber machen, jahrezeitbedingte produkte anzubieten…

  • Broccoli muss wirklich nicht aus amerika kommen, sonder direkt vom Bauern seines Vertrauens aus der umgebung!!

    [Anm. d. Admin: Werbelink verstößt gegen die Blog-Richtlinien. Darum wurde er entfernt.]

  • Solange Waren per Schiff um den Globus gekarrt werden, ist das alles wohl kein Problem. Der Energieaufwand ist in der Regel verschwindend gering; manche regionalen Transporte verbrauchen mehr Energie.

    Dafür gibt es aber enorme Vorteile: Man kann immer die besten Standorte wählen und muß nicht in ungeeignetem Klima auf ungeeigneten Böden anbauen. Und man kann bei Ernteausfällen leichter ausweichen. Außerdem führt eine weitere Spezialisierung (nicht jedes Land muß alles autark erwirtschaften) zu einer höheren Effizienz. Es führt natürlich auch zu einer stärkeren Abhängigkeit, was aber nicht unbedingt ein Nachteil sein muß, da dann alle (Erdenbürger) mehr aufeinander angewiesen sind. Der Zwang zur friedlichen Konfliktbewältigung wird größer, wenn alles miteinander verzahnt ist.

    Der einzige Nachteil ist wohl die geringere Kontrollmöglichkeit der Anbaumethoden.

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