Unser Spinat nach langem Winter & Bioabwasseranlage

Heute war ich seit langer Zeit mal wieder in Lommatzsch wo wir unseren Spinat anbauen. Hat mich sehr überrascht wie groß der Spinat jetzt schon ist, obwohl der Schnee ja gerade erst weg ist. Diese beiden Felder wurden im September letzten Jahres gepflanzt. Die Blätter haben also unter dem Schnee überwintert und wachsen jetzt richtig schnell. In 4 Wochen ist schon die Ernte!

  

Man sieht auch gut wie unterschiedlich groß der Spinat auf beiden Feldern ist. Das liegt an der Lage zur Sonne und an der unterschiedlichen Bodenqualität. Die „Lommatzscher Pflege“ wurde schon zu Kaiserszeiten als zweitbester Boden in Deutschland ausgezeichnet (der beste soll in Magdeburg sein).

Und in diesem Bild sieht man unsere Bio-Abwasseranlage die immerhin 4 Millionen Euro gekostet hat (die Hälfte hat das Land subventioniert, eigentlich Unsinn, aber wenn es der Wettbewerb bekommt nehmen wir es natürlich auch mit). Die Anlage läuft erst seit einiger Zeit richtig rund. Sie schafft es, das Waschwasser und Blanchierwasser (welches wir nach der Gemüseernte brauchen) zu reinigen und daraus reines Trinkwasser zu machen.

Früher wussten wir nie wohin mit dem ganzen Wasser. Wir haben es oft auf die Felder gekippt. Aber es wurde einfach zuviel und lief dann auch auf die Strassen. Deshalb haben wir die Anlage gebaut. Sie produziert „nebenbei“ auch noch Methangas zur Stromgewinnung. Je mehr eiweißhaltiges Gemüse (z.B. Erbsen) wir waschen, desto mehr Methangas kommt raus. Also auch ein kleiner Beitrag für eine bessere Umwelt denke ich…..

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

11 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • „Bioabwasseranlage“, was soll denn das sein?

    So gut wie jede Abwasseranlage enthält heute (mindestens) eine mechanische und biologische Behandlungsstufe, zuweilen auch eine chemische (Fällungsstufe) und eine physikalische (Filtration) Stufe.

    Das von euch klingt zusätzlich nach einer Anaerobstufe (biologisch) in der Abwasserbehandlung, in der hohe organische Belastungen ausfaulen und Methangas (etc.) entsteht und einer Filtration (UV?, RO?), bei der das behandelte Wasser auf Trinkwasserqualität aufgereinigt wird, vielleicht auch einer Klärschlammfaulung. Aber was macht daraus eine explizite „Bioabwasseranlage“?

    Gerade eine Firma, die beim Thema „keine Zusatzstoffe“ die (oftmals bewusst) unsaubere Formulierung der Konkurrenz beklagt, sollte hier schon genauer sein.
    Diese Formlierung klingt nämlich genau danach: Klingt toll, verspricht aber wenig mehr als heiße Luft.

  • Alles Bio!

    Ich habe schon lange darauf gewartet, irgendwann musste es passieren. Dass es bei Frosta geschieht, war eh‘ klar.

    Also, nun gibt es auch Bio-Abwasser. Ja, nee, is klar. Die Abwasseranlage schafft es, das Waschwasser und Blanchierwasser (welches wir nach der Gemüseernte brauchen) zu reinigen und daraus reines Trinkwasser zu machen.

    Da werden dann die Nudeln drin gekocht. Da darf bei der Klärung aber kein Verfahrensschritt daneben gehen.

    Methan gast auch aus Feuchtgebieten und Sümpfen aus, entweicht aus Mülldeponien, Reisfeldern und Kühen. Frosta wäre nicht Frosta, wenn die den Klimakiller so einfach entfleuchen ließen.

  • Ein Grund mehr, Frosta zu kaufen. Weiter so!
    Ich finde es übrigens interessant zu sehen, wo die Zutaten wachsen und gedeihen.

  • Bio deshalb weil wir in dieser Anlage nicht das gesamte Abwasser reinigen sondern nur das Waschwasser vom Gemüse.

    Das Wasser wird ohne Zusatz von Chemie gereinigt und die Abfallprodukte werden mit Hilfe von Bakterien zu Methangas umgewandelt.

    Warum man das ganze „Bio“ nennt weiß ich nicht, machen die Fachleute aber so, haben wir uns nicht ausgedacht.

    Hier ein bisschen mehr Info dazu:

    http://www.ungarn-balaton.net/okoline.com/bio_abwasser_system.htm

    • Hmm.
      Wenn man dem Link folgt, kommt man zu einem Hersteller für Pflanzenkläranlagen.
      Das sind Kleinkläranlagen, dazu passend gibt es dort auch ein „Selbstbau Kit: für 4-16 Pers.“
      Bei deutlich größerem Abwasseranfall gibt es nämlich ein paar Probleme: Die gesetzlichen Vorschriften werden größer und der Platzbedarf beginnt sich schmerzhaft bemerkbar zu machen.
      Wenn ihr schon Methangas erzeugt, also eine anaerobe Abwasserbehandlungsstufe für 4 Mio. gebaut habt, dann dürfte euer Abwasseranfall WESENTLICH größer sein.

      Nebenbei: Die allermeisten Kläranlagen in Deutschland haben eine biologische Stufe, in der die Abfälle (organische Fracht) von Bakterien umgewandelt werden.
      Wenn die sich alle Bio-Kläranlage nennen, kannst du auch jede Treibhaustomate mit dem Label „Öko“ veredeln, weil dort die Pflanze vollkommen biologisch mit Unterstützung von Licht, Wasser, Wärme und vielleicht auch Liebe gewachsen ist.

      Ihr, die ihr so über Phrasendrescherei bei euren Konkurrenten schimpft, solltet damit einfach nicht selber anfangen!
      Sagt einfach, ihr habt euch einen Faulturm hingestellt, damit ihr zukünftig weniger Energie bei der Abwasseraufbereitung verbraucht und sogar noch Methan gewinnt. Ist doch auch schön!

      • Gut, dann nennen wir sie ab sofort „Faulturmabwasseranlage“ klingt ja auch ganz nett (wäre ja mal interessant zu wissen woher der Begriff „Bio“ kommt)….

        • ..Das nenn ich eine flexible Unternehmenskultur… „Problem“ erkannt und umbenannt ;-))Wenn nur alles so einfach wäre…man könnte sich im Arbeitsalltag viele unnötigen Sitzungen und Meetings sparen ;-))

  • ich finde es toll, dass ihr euch mit der webseite und den ganzen blogs so viel mühe gebt!

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