Co2 Fussabdruck

Nachdem nun schon einige Blogs und Zeitungen vom Co2-Fussabdrucks-Projekt (Carbon Footprint) berichtet haben, auch von mir ein kleiner Bericht dazu:

Vor 6 Monaten haben wir uns entschieden dieses Projekt zu starten (dass wir zu diesem Thema aktiv werden wollen hatte ich ja schon vor einiger Zeit hier im Blog angekündigt). Am Dienstag letzter Woche wurde es dann offiziell in Berlin vorgestellt.

Besonders gut sprach der Klimaforscher Professor Schellnhuber. Er sagte z. B.:

  • Die auf der Erde ankommenden Sonnenstrahlen liefern in 40 Minuten die Energie die die Welt in einem Jahr verbraucht.
  • Die Kohle, das Erdöl und Gas welches die Welt pro Jahr verbraucht hat 150 Millionen Jahre gebraucht um zu entstehen.

Abgesehen davon ist es schwierig einzuschätzen was wirklich besonders klimaschädigend ist. Tiefkühlkost wird verdächtigt besonders viel Energie zu verbrauchen. Ob allerdings Gewächshausgemüse, dass mit viel Kunstlicht und Wärmeenergie aufgezogen ist wirklich besser ist, weiss im Moment keiner. Und die „Flugananas“ ist sicher auch kritisch.

Wir machen jedenfalls mit (und es kostet immerhin 50.000 Euro!) um zu verstehen, welche Produkte besonders Co2 belastend sind und wie man die Co2 Bilanz verbessern kann.

Ein neues Co2 Footprint Label auf der FRoSTA Verpackung wollen wir eher nicht – ich glaube dies wäre eher verwirrend. Aber bei uns im Internet sollte man irgendwann nachlesen können welche Produkte mehr oder weniger Co2 belastend sind.

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

22 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Na das ist doch mal ein Projekt in die richtige Richtung. Schade find ich allerdings, dass sich solche Betrachtungen immer nur an einem Parameter orientieren. CO2 ist nicht alles und schon gar nicht unser größtes Problem.

    Aber interessant wird das Ergebnis allemal.

    Gerhard Zirkel

  • Hallo Herr Ahlers,
    das sind schon interessante Themen und Herr Schellenhuber vom PIK ist ja auch an vorderster Front tätig.

    Wie geht man denn im Unternehmen mit diesen Herausforderungen um ?
    Es gibt ja auch die Möglichkeit, neue Nahrungsmittel zu erschließen (Ihr hattet ja mal Tintenfischfilets aus Südamerika) oder z.B. Algen als Substitut…

    Ich persönlich freue mich über die aktuelle Preisfindung von ÖL und Nahrungsmitteln.
    Niemand braucht annähernd zwei Tonnen schwere und 250 PS leistende PKW (im Langzeittest fährt man 43 Km/h durchschnittlich mit entsprechend Stadtverkehr)

    Die Fläche, die verwendet wird, um fragwürdige Nahrungsmittel herzustellen würde ausreichen, einen Großteil des Preisschubs abzufangen. (Fragwürdig ist für mich Futtermittel für die Massentierhaltung, gerade von Schweinen. Die Monokultur für Energieträger führt ebenso zu einer Verödung der Flächen etc.

    Der Preis wirds schon richten – da bin ich Zivilisationsoptimist! – Das Budget verschiebt sich halt etwas.

    Ansonsten wäre sicher auch mal eine Kohlpfanne ein toller Erfolg bei euren Gerichten – lokal produziert, in der Nähe eurer Fabriken.

    Beste Grüße
    Mirco

  • In meinen Augen ist das auch ein sehr sinnvolles Projekt. So bekommt man einen Überblick, wieviel „Aufwand“ oder eben CO² hinter einem Produkt steckt. Dass ein Tiefkühlprodukt mehr Energie verbraucht, als ein frisches, sollte wohl jedem klar sein, aber bei vielen Produkten kann man den Aufwand einfach nicht einschätzen, und genau da greift dieses Projekt. Es informiert die Leute und regt auch zum Nachdenken an. Aber ich glaube auch, dass einige das nicht wahrhaben wollen…

    Gruß Hans

  • 50.000 Euro, das ist bei einem Umsatz von ca. 350.000.000 Euro natürlich besonders schmerzhaft.
    Sorry aber manchmal muss man sich auch ein bisschen rumtrollen.

  • Gut, daß es nicht auf die Packung kommt, dann hätte ich gelacht.
    Ich denke der Hauptanteil des Co2 wird durch die TK-Truhen in den Läden und Wohnungen der Händler bzw. Käufer entstehen!

  • Schaunse ma hier: http://www.eosta.com/

    Wenn Frosta seine gesamtes Gemüse etc. dort kauft, wird die CO2 Bilanz bestimmt deutlich aufgehübscht. Fraglich, ob Eure Produkte dann noch unter 10 Euro/Packung im Handel sind….

  • Sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung. Ob das Problembewusstsein allerdings in der Bevölkerung besonders ausgeprägt ist, möchte ich bezweifeln. (Fast) jeder will zwar CO2 sparen. Weniger mit dem Auto gefahren wird aber allenfalls wegen der hohen Spritpreise. CO2 einsparen sollen primär immer die anderen. Dass man dies in anderen Ländern, wo der Wirtschaftsaufschwung gerade erst beginnt, anders sieht, möchte ich bezweifeln.

    Trotzdem ist es natürlich eine gute Idee, bei der Produktion von Produkten auf CO2-Einsparung zu achten. Ich glaube aber nicht, dass dies für die meisten Konsumenten am Ende ein Kaufargument ist. Da dürften andere Faktoren wie der Preis eine weit größere Rolle spielen.

  • Da CO2 nicht das geringste mit der Erderwärmung zu tun hat muss sich Frosta auch nicht bemühen CO2-arme Produkte herzustellen. Menschengemachte Erderwärmung ist Volksverdummung. Und ich schreibe dies als Jourmalist der Mainstream-Medien, die maßgeblich an diesem gigantischen Betrug beteiligt sind. Wer dies hier liest, besitzt offensichtlich einen Internetzugang, ergo die Möglichkeit, sich unabhängig zu informieren. Es ist alles da. Man muss nur sein Hirn einschalten.

  • Für die, die weder Zeit noch Lust haben, in Kürze die Fakten: CO2 kommt zu 0,037 % in der Luft vor. Davon stammen 1,2 Prozent aus technischen Geräten des Menschen. Da es sich bei der Erwärmung um einen physikalischen und keinen chemischen Vorgang handelt ist es naturgesetzlich AUSGESCHLOSSEN, dass der Beitrag des Menschen einen messbaren Einfluss auf das Klima hat.
    Wer in Physik aufgepasst hat: Gäbe es einen Treibhauseffekt, gäbe es nach dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik (Wärme kann nicht von kalt nach warm fliessen, nur umgekehrt) auch ein Perpetuum Mobile.
    Selbst wenn es den Treibhauseffekt gäbe, verändert das Kyoto-Protokoll nach Angaben eines Teilnehmers des IPCC (der „Weltklima-Rat“, eine Propaganda-Institution der UNO) die Temperatur nur um 0,02 Grad. Allein Deutschland wird dieser Schwachsinn 500 Milliarden Euro kosten. Das ist unser aller Geld!

  • @ Oliver Janich

    Physik als Leistungskurs zu nehmen, fällt in meinem Leben nicht gerade unter die Top 10 meiner besten Entscheidungen. Und inzwischen habe ich auch einen nicht unerheblichen Teil des damals schon nur halb verstandenen Wissens in einer unaufgeräumte Ecke meines Gehirns vergraben. Trotz meiner wiedergewonnenen Laienhaftigkeit wollte ich da aber mal kurz drauf reagieren.

    Von einem Perpetuum Mobile kann keine Rede sein. Schließlich wird der Erde permanent Energie von der Sonne zugeführt. Und die Erde gibt die Energie dann wieder an den Weltraum ab. Durch die Zunahme von CO², so nach meinem Wissen die Folgen, wird die Wolkenbildung verstärkt, was, wiederum dazu führt, dass die Wärme nicht mehr so schnell in den Weltraum entweichen kann, was wiederum wegen der Wasserverdunstung zu erhöhter Wolkenbildung führt. Die Erde heizt sich auf, wie das bei der Venus der Fall ist, die eine viel höhere Temperatur hat, als es die Sonnennähe allein bewirken würde.

    In wie weit die CO²-Zunahme von Menschen gemacht ist und ob es tatsächlich eine erhöhte Wolkenbildung auf der Erde gibt, können nur wirkliche Fachleute beurteilen. Ob die jedoch uns „einfachen Leuten“ immer die Wahrheit berichten, ist auch die Frage, denn bekanntermaßen gibt es immer gewisse Lobbyisten, die im Sinne von gewissen Interessensgruppen behaupten, dass Rauchen doch nicht so schädlich ist, dass Sonnenenergie die einzige Heilquelle gegen die Klimaerwärmung ist oder, im Gegenteil, dass die Klimaerwärmung gar nichts mit Autoabgasen oder sonstigen Hinterlassenschaften von gewinnbringend abzusetzenden Konsumgütern zu tun hat.

    Ich persönlich bin der Meinung, es kann zumindest nicht schaden, auf die vorsichtige Variante zu setzen, z. B. auch mal mit dem Fahrrad statt mit dem Auto zu fahren und zumindest bei Neuanschaffungen von Häusern und elektrischen Geräten auf Energieeffizienz zu achten.

    500 Milliarden habe ich gerade nicht zur Hand, aber mit Energie sparen kann ich schon mal einen Anfang machen. Sollte es allerdings doch zu einer weiteren Erderwärmung (unabhängig davon ob von Menschen gemacht oder natürlichen Ursprungs) kommen, und dass es die in den letzten 30 Jahren gegeben hat ist glaube ich unstrittig, sind aber 500 Milliarden ein Klacks gegen die Kosten, die dann auf uns zukommen würden.

  • Ich glaube auch, dass das Thema Klimaerwärmung jetzt von vielen Interessengruppen ausgenutzt wird. Wenn man sich mal die (bekannten) Änderungen des Klimas der Vergangenheit ansieht (und damit meine ich Jahrmillionen und nicht die letzten 100 Jahre), dann wird einem doch etwas mulmig und man fragt sich, wieso es die letzten 10,000 Jahre eigentlich so stabil war. Selbst wenn der Mensch zur Änderung beiträgt, ist es illusorisch zu glauben, man könnte etwas gravierend daran ändern. Selbst wenn, es wäre nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

    Viel wichtiger wäre es sicherlich, alles Wissen und alle Energie darauf zu verwenden, den Klimawandel zu bewältigen (wenn er denn kommt) anstatt wie Don Quichotte dagegen anzukämpfen im Glauben, man könne ihn irgendwie verhindern.

    Andererseits ist es ja wohl auch jedem klar, dass irgendwann mal alle fossilen Brennstoffe aufgebraucht sind. Das kann in 100, 200 oder auch 1000 Jahren sein. Die letztens entdeckten Ölfelder vor Brasilien lassen ja vermuten, dass da noch einiges schlummert. Letztlich ändert das aber nichts an der Tatsache, dass sie endlich sind. Und alles was jetzt noch entdeckt wird, ist auch immer schwieriger (teurer) zu erschließen. Insofern kann es sicherlich nicht schaden, mit dem kostbaren Gut fossile Brennstoffe sparsam umzugehen. Und da sich die meisten Menschen sowieso nicht so weitgehende Gedanken machen (wollen/können), ist die aktuelle Klimadiskussion ein wirksames Mittel, die Menschen für den sparsamen Umgang zu gewinnen. Vielleicht ist das auch der Antrieb einiger Wissenschaftler wider besseres Wissen öffentlich zu behaupten, der Klimawandel ist von Menschen gemacht und läßt sich sogar noch aufhalten/mildern.

    Wenn ich aber sehe, was das Ganze teilweise für Blüten treibt, dann bin ich mir nicht mehr so sicher, ob man damit den richtigen Weg geht. Hat mal jemand eine allumfassende Ökobilanz von Bio-Sprit aufgestellt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es sinnvoll ist, mit fossilen Brennstoffen (Kraftstoffe, Dünger, etc.) Pflanzen anzubauen und diese dann aufwendig wieder in Sprit umzuwandeln. Dann könnte man doch lieber gleich den Sprit direkt verbrauchen.

    Das Einzige, was wirklich Sinn macht, ist auf intelligente Weise den Verbrauch der fossilen Brennstoffe zu reduzieren, halt sparsam damit umzugehen. Das scheint aber nur möglich, wenn Energie teuer ist. Das muss dann aber für JEDE Energieform gelten, auch für Bio-Sprit!

  • „Andererseits ist es ja wohl auch jedem klar, dass irgendwann mal alle fossilen Brennstoffe aufgebraucht sind. Das kann in 100, 200 oder auch 1000 Jahren sein. Die letztens entdeckten Ölfelder vor Brasilien lassen ja vermuten, dass da noch einiges schlummert.“

    Streich mal ne Null, dann kommst Du der Sache schon näher. Also: 10, 20 oder 100 Jahre.

    „Die letztens entdeckten Ölfelder vor Brasilien“. Ja, Wahnsinn 30 Mrd Barrel. Das reicht wie lange? Hmmm, beim derzeitigen Weltverbrauch exakt 1 Jahr 🙂

  • @Frank Ehlerding

    Auch ich hatte Physik als Leistungskurs, habe es allerdings nie bereut. 😉

    Wenn ich mal so darüber nachdenke: Es ist ja allgemein bekannt, dass je weiter man dem Erdmittelpunkt kommt die Temperatur stark ansteigt (mal von den ersten 2 Metern abgesehen, die jahreszeitlich schwanken). Das bedeutet aber, dass ein ständiger Wärmefluss von innen nach aussen stattfinden muss, sonst hätte sich die Temperatur im Inneren ja im Laufe der Jahrmillionen angleichen müssen. Da sie das aber nicht hat, gibt es ja eigentlich nur 2 Möglichkeiten:

    1.) Die Abkühlung erfolgt so langsam, dass sie immer noch nicht abgeschlossen ist. Das heißt aber, dass die Erde sich ständig weiter abkühlt.

    2.) Es wird ständig von innen nachgeheizt. Wie ich erst kürzlich gehört habe, gibt es wohl ernstzunehmende Thesen, dass sich im Innern der Erde Kernspaltungsprozesse abspielen, die Wärme erzeugen. Einen direkten Link habe ich nicht, aber hier wird auch sowas beschrieben: http://www.geocities.com/CapeCanaveral/Launchpad/1008/Oklo.html. Das würde auch erklären, woher natürlich vorkommende radioaktive Gase wie Radon herkommen.

    In beiden Fällen wäre aber die Sonneneinstrahlung nicht alleine für die Temperatur der Erde verantwortlich. Insofern ist es auch die Frage, ob allein ein Treibhauseffekt die Venus so starkt aufheizt.

  • @ Jürgen Hestermann

    Es ging im die These, dass, wenn die Treibhaustheorie richtig wäre, wir es ja mit einem Perpetuum Mobile zu tun hätten. Das ist aber wie gesagt nicht der Fall, weil ja ständig von außen durch die Sonne Energie zugefügt wird.

    Der Hinweis von Ihnen, dass zusätzlich auch Wärme aus dem Erdinneren kommt ist gut und richtig und unterstützt meine Aussage noch. Trotzdem wird ja die Wärme in den Weltraum weitergegeben. Entscheidend ist nur, wie schnell das geht. Und mit einer dichteren Wolkendecke geht das eben langsamer und die Erdeatmosphäre heizt sich auf. Und diese dichtere Wolkendecke wird, so die Aussage von Experten, durch den erhöhten CO²-Gehalt forciert. Ob es diesen Zusammenhang wirklich gibt, ist zwar umstritten, dass aber der CO²-Gehalt erhöht ist und sich die Erdatmosphäre in den letzten Jahrzehnten erwärmt hat, ist aber wohl gemeinhin als Tatsache anerkannt.

  • Den Satz mit den Sonnenstrahlen finde ich viel faszinierender. Da müssten wir es theoretisch „nur“ schaffen, diese Energie auf einer Fläche von 38 812 km² (510000000 km² Erdoberfläche / (525 600 min im Jahr / o.g. 40 min)) rund um die Uhr zu verwerten – Problem gelöst.

    Okay, ist natürlich Quatsch, aber ich hatte Spaß beim Rechnen… *g*

  • ( Zitat Oliver Janich)
    „Da CO2 nicht das geringste mit der Erderwärmung zu tun hat muss sich Frosta auch nicht bemühen CO2-arme Produkte herzustellen.“

    Genau aus diesem Grund sollte FRoSTA diese Bemühungen anstreben. Es wäre schön, wenn die Erderwärmung eine Fiktion oder gar eine Verschwörungstheorie wäre.

    ( Zitat Oliver Janich)
    „…Mainstream-Medien, die maßgeblich an diesem gigantischen Betrug beteiligt sind.“

    Leider werden wir durch aktuelle Ereignisse immer wieder wach gerüttelt, dass es nicht der Fall ist. Wenn es so weiter geht, kann man Weihnachten bald, mit einem Poloshirt bekleidet, im Biergarten verbringen. Für einige ist die Vorstellung wahrscheinlich amüsant. Ich persönlich finde dieses Szenario beängstigend.

    mfg

  • In Spiegel online heute ein Bericht, dass in Schweden auf Lebensmitteln der CO2 Ausschuss deklariert werden soll. Damit kann der Käufer weiter bewußter einkaufen und noch besser selektieren. Schweden ist weiter.