Solino Espresso jetzt 20% günstiger

Bis Ende Juni ’09 gibt es denn von FRoSTA geförderten Solino Espresso 20% günstiger.

Nachdem FRoSTA dieses Projekt nun über ein Jahr unterstützt, sind dies die Erfahrungen die ich gemacht haben:

solino-kaffee-logo.jpg

1. Viele der Kunden sind begeistert von dem Kaffee – allerdings nur die Liebhaber von dunkel geröstetem Kaffee bzw. Espresso (dunkel gerösteter Espresso oder Kaffee hat weniger Säure und schmeckt kräftiger). Also sollten man Solino auch nur dann bestellen wenn man es dunkel mag.

Hier das Testergebnis aus der Essen + Trinken Zeitschrift.

2. Den Kaffee im deutschen Lebensmittelhandel anzubieten ist schwer. Habe leider aber auch nicht genug Zeit dafür. Deshalb verkaufen wir nach wie vor 90% über das Internet. Den Rest in Cafes und ein paar EDEKA Läden.

3. Die äthiopische Regierung, die Botschaft in Berlin und Mitarbeiter der GTZ in Addis Abeba sind nach wie vor von der Idee der 100% Wertschöpfung im Land überzeugt. Dies bleibt das wichtigste Ziel des Landes für die Zukunft. Übrigens nicht nur für Kaffeeprodukte sondern z.B. auch für Lederwaren. Dies ist gerade jetzt wichtig da die Rohkaffeepreise in den letzten Monaten gesunken sind und Äthiopien noch weniger Geld für seinen grünen Rohkaffee bekommt. Äthiopien hat deshalb im Moment große Devisenprobleme.

Nur die Veredlung im Land kann diese Situation langfristig verbessern und wirklich helfen.

Wenn Sie den Espresso jetzt hier bestellen wollen, freue ich mich über Ihre Meinung zur Qualität und zum Projekt!

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

11 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Danke für die Info, muss ich mal bei meinem EDKA nachfragen
    willi

    [Anm. d. Admin: Link zur Werbeseite entfernt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.]

  • Das klingt alles nach einer super Sache, ich muss den Espresso unbedingt mal testen.

    Ich wundere mich aber ein wenig, dass ich kein Fair Trade Logo auf der Solino-Webseite finden kann, obwohl ich das eigentlich naheliegend finden würde.

    Hat das organisatorische Gründe, oder woran liegt’s?

  • @Tanja:

    die bekannten Fair Trade Programme garantieren etwas höhere Löhne für die Kaffeebauern. Sie helfen aber nicht wirklich qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, die Abhängigkeit von der Landwirtschaft zu reduzieren und Wertschöpfung in das Land zu bringen.

    Denn auch die normalen Fair Trade Kaffees werden alle in Europa geröstet, nicht im Ursprung!

  • OK, verstehe. Mich hatte verwirrt, dass auf der Solino-Webseite im Titel der Webseiten mit beiden Kaffee-Produkten „Fairtrade Kaffee aus Äthiopien“ steht.

    Wenn sich das Projekt weiter etabliert hat, solltet ihr vielleicht mal überlegen, beides tatsächlich zu kombinieren. Es schließt sich ja nicht aus, an beiden Fronten aktiv zu sein.

  • Ersteinmal Hut ab für das Engagement.

    Mir persönlich ist jedoch immer unbegreiflich, wieso der Konzern Kaffee für 7,00 € anbietet (incl. unter-Bezahlung der Bauern und riesiger Eigengewinnmarge) und wenn es über direktem Wege kommt, der Preis auf einmal 3-4 fach so hoch ist.

    Den eigentlich wichtigen Massenmarkt erreicht man dadurch dann zumindestens nicht. Bei mir bleibt dann immer das ungute Gefühl, dass faire, biologische oder sonst irgendwie gleichgeartete Produkte künstlich im Preis hochgesetzt werden.

    Durch die dadurch entstehende Ausdünnung der Zielgruppe wird es jedoch fast unmöglich wirkliche Änderungen herbeizuführen, oder ?

    [Anm. d. Admins: Name des Kommentators korrigiert.]

  • „mir bleibt dann immer das ungute Gefühl, dass faire, biologische oder sonst irgendwie gleichgeartete Produkte künstlich im Preis hochgesetzt werden.“

    Das ist in der Regel absoluter Quatsch. Umgekehrt wird eher ein Schuh draus – du zahlst für Produkte einen niedrigeren Preis, als er eigentlich sein sollte (Dumpinglöhne, versteckte Kosten, Umweltzerstörung etc.)

    Dazu kommt, dass jemand den Kaffee billiger bekommt, wenn er 100tonnen abnimmt, als wenn er 500kg kauft.

  • Wie ist Frosta denn eigentlich dazu gekommen, den Solino-Kaffee anzubieten ? Auf den ersten Blick handelt es sich zwar um ein Nahrungsmittel, liegt aber der Tiefkühlkost nicht nahe ? Ich kann mir vorstellen, dass man sich zudem zu Beginn des Projektes erst einmal tief in die „Kaffee-Thematik“ einarbeiten muss, um den Handel zu organisieren oder fungiert Frosta eher als Geldgeber ?

  • @ Inge:

    Die entstand eher zufällig auf einer Reise nach Äthiopien in der ich ein kleines Seminar für die Lebensmittelhersteller dort gehalten habe um zu erklären wie man exportieren kann. Es waren hauptsächlich Kaffee und Honigproduzenten dort.

    Um die Frage ganz ehrlich und direkt zu beantworten: ein europäischer Kaffeeröster hätte kein Interesse an diesem Projekt. Man will sich ja nicht neue Wettbewerber im Ausland aufbauen (kann ich auch verstehen).

    Deshalb kommt eigentlich nur ein Branchenfremder als Initiator in betracht, z.B. FRoSTA.

    Abgesehen davon ist das Thema Kaffee natürlich nicht ganz einfach, aber Äthiopien hat viel Erfahrung im Rösten, da Italiener das Land einige Jahre besetzt hatten und italienisches „Kaffeeröst-Knowhow“ hinterlassen haben.

    PS: abgesehen davon hält sich Kaffee aromamäßig am besten in der Tiefkühltruhe – das wissen aber nur wenige!

  • So wie ich das verstanden habe ist der Kaffee fair gehandelt.
    Kann man ihn dann nicht über die Klassischen Eine-Welt Läden anbieten, oder steht da die GEPA im Weg?

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