Start spreadin‘ the news. I’m living today …

Wer den richtigen Text von „New York, New York“ kennt, wird sich bei der Überschrift ein wenig wundern. Erklärung folgt:

Gestern hatten wir in Bremerhaven unser alljährliches Betriebsfest. Die Beteiligung war gut. Immerhin 400 Kollegen/Innen waren dabei. Sogar aus unsrem Büro in Hamburg waren einige angereist. Wie immer gab es zunächst ein reichhaltiges Büffet und dann sorgte eine Band für Live-Musik. Ich hatte ursprünglich gar nicht vor, einen Bericht darüber zu schreiben, aber die Umstände „zwingen“ mich dazu. Denn was diese Combo da auf der Bühne vollbracht hat, war wirklich „sensationell“.

Fangen wir mit dem Positiven an: Sie konnten singen. Zwar nicht immer die richtigen Texte (Beispiel: siehe Überschrift), aber immerhin. Vielleicht war das ja auch Absicht? Und dass Sie bei ihrer Performance (wie man so schön neudeutsch sagt) auch mal durch die Reihen gegangen sind, gibt ebenfalls Pluspunkte. Für eine goldene Hochzeit wäre die Musik wahrscheinlich gar nicht schlecht gewesen.

Jedoch ich als Laie hätte es nie für möglich gehalten, aber diese Kapelle hat es problemlos hinbekommen, wirklich sämtliche Musikstücke mit nur 2 unterschiedlichen Rhythmen zu spielen, einen langsamen und einen nicht ganz so langsamen. Mehr gab der Sythesizer wohl nicht her. In den vergangenen Jahren wurde von einer anderen Band von Schlager bis Rock alles Querbeet gespielt und super Songs auch super gespielt. (Zugegeben, auch nicht immer textsicher.) Für jeden Geschmack war was dabei. Unsere diesjährige Kapelle meinte, jeden Song in ein eigenes Arrangement quetschen zu müssen, das möglichst nicht zu stark abweicht von dem Leid … äh … Lied zuvor und einen möglichst uninspirierten ausgedehnten Instrumentalteil enthält. Wahrscheinlich, damit man mit so wenigen Liedern so weit wie möglich über die Zeit kommt und es nicht so auffällt, dass das Repertoire nicht mal reicht um eine Keksdose zu füllen. Auch, dass es in jedem Stück mindestens ein Saxophon-Solo geben muss, ist eine musikalische Zwangsneurose, die dringend einer Behandlung bedarf. ABBA-Klassiker, wie man sie noch nie gehört hat. Aber wie man sie eigentlich auch nie hören wollte!

Irgendwann rief der Sänger: „Jetzt geben wir noch mal richtig Gas!“ Das hörte sich an wie die hohlen Phrasen, die die Moderatoren von 9live immer über den Äther blasen. Und was folgte, war auch ähnlich langweilig wie die Spiele auf dem Kanal mit kostenpflichtigen bewegten Testbildern.

Abgesehen von den Organisatoren, bei denen ich mich hier trotzdem ganz herzlich für die Ausrichtung des Betriesfestes bedanken möchte, habe ich nur wenige Stimmen gehört, die sich nicht negativ geäußert haben. (Aber vielleicht möchten ja meine Kollegen sich hier noch mal zustimmend oder ablehnend mitteilen.)

Was bleibt, ist der Trost, dass der Frust für FRoSTA zu keinem Wettbewerbsnachteil führen wird, denn zufälligerweise spielt die Band nächsten Monat auch auf dem Betriebsfest von Iglo! Ich weiß zwar nicht, ob in Bremerhaven oder einer anderen Filiale, aber egal: Herzliches Beileid schon mal den Kollegen von der Konkurrenz. Erzählt doch bitte mal hinterher, ob es bei Euch auch so langweilig war wie bei uns.

Über den Autor Zeige alle Beiträge Website des Autors

Frank Ehlerding (Controlling)

Frank Ehlerding (Controlling)

Controlling

6 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Dank der Warnung haben die Kollegen von Iglo jetzt ja noch die Möglichkeit, die Planung zu ändern und so größerem Unheil für die Ohren zu entgehen 😉

  • Es gibt ja auch noch die Möglichkeit, das Mikrofon zu verstecken. Das hat bei meiner Tante auf der Silberhochzeit auch funktioniert. Alle bis auf Tante waren sehr dankbar
    😉

  • Um noch mal kurz auf eine interne Anmerkung zu reagieren, die insbesondere den Mann am Saxophon betrifft: Doch, spielen konnte er gut, gar keine Frage. Wie die anderen Musiker übrigens grundsätzlich auch. Aber müssen sie das wirklich in jedem Lied mit einem Solo / Instrumentalteil (fern dem Original-Sound) aufs Neue beweisen? Das erwarte ich von einer Party-Cover-Band nicht. Ich möchte einfach, dass sie abwechslungsreich gute Songs aus allen Party-fähigen Musikstilen gut rüberbringen und die Musik in den Vordergrund stellen und nicht versuchen, sich selbst zu produzieren.

  • Hi Leute,
    also ich fand das Betriebsfest suuuuuuuuuuuuper! ich hatte schon lange nicht mehr so viel spaß, wie am letzten Samstag! Wir (die Azubis) haben fast den ganzen Abend auf der Tanzfläche verbracht (…meine Füße tun immer noch weh;-)…) und ich hoffe das das Betriebsfest im nächsten Jahr wieder so schön wird! Vielen Dank an die Organisatoren….habt ihr echt toll gemacht!

  • Hallo Herr Ehlerding,
    es ist immer eine wahre Freude Ihre Einträge zu lesen. Weiter so. Neben dem Eintrag zu Ihrer Betriebsfeier, fanden mein Meister und ich den Eintrag „Copy & Waste“ als besten in diesem Blog. Weiter so … Sie und ihre Kollegen. Beste Grüße Manfred

Jetzt Kommentar schreiben und mitdiskutieren

Bitte vor dem Kommentieren unsere Blog-Regeln zur Kenntnis nehmen.