Funktionale Additive – aus Milch gewonnene Zusatzstoff-Imitate

Hier erklärt der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer, wie man aus Molke (eigentlich ein Abfallprodukt der Molkereien) mit High Tech Zusatzstoff-Imitate gewinnt. Diese wirken in unseren Lebensmitteln wie Zusatzstoffe, also zum Beispiel als Emulgator, als Geschmacksverstärker oder auch als Konservierungsstoff, gelten aber laut Gesetz nicht als ZUSATZSTOFF sondern – da aus Milch gewonnen- als ZUTAT. Auf der Zutatenliste steht dann zum Beispiel nur „Milcheiweisserzeugnis“. Eine E-Nummer tragen diese Stoffe nicht und sie durchlaufen damit auch nicht das Zulassungsverfahren, das für alle Zusatzstoffe vorgeschrieben ist. Der Verbraucher hat keine Möglichkeit zu erfahren, ob es sich bei einer solchen „Zutat“ um einen Löffel Milchpulver oder um ein  High Tech Produkt der Zusatzstoff-Industrie handelt, das für ein sauberes Etikett („clean label“) sorgen soll.

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Friederike Ahlers (Öffentlichkeitsarbeit)

Friederike Ahlers (Öffentlichkeitsarbeit)

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7 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Wenn auf den Packungen von Frosta sowas nicht drauf steht, dann selbstverständlich nicht 😉

    „Ohne Zusatzstoffe“ ist bei Frosta ein Versprechen, während das „Ohne den Zusatzstoff Geschmacksverstärker“ der anderen Lebensmittelhersteller lediglich dazu dient, den Verbraucher darüber hinwegzutäuschen, dass in Wahrheit doch irgendwelche verborgenen „Zusatzstoff-Imitate“ verwendet werden.

  • Gutes Video, danke! Mich besorgt das total, dass man nie so recht weiß welche Zusatstoffe überall drin stecken und was man da eigentlich zu sich nimmt. Die Lebensmittelindustrie verschleiert ja so einiges.

  • Auch was die „normale“ Milch betrifft wäre es mal an der Zeit einen genauen Blick darauf zu werfen. Es gibt enorm viele Faktoren, die Milch heutzutage zu einem Fragezeichen machen (Tierhaltung, Schwermetallbelastung, Homogenisierung, Verstoffwechselung etc.). Wer sich dafür interssiert sollte sich mal folgenden NDR Bericht ansehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=3YyP2JfB2ps

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