Udo Pollmer in Bremerhaven

Udo Pollmer (alias Reich-Ranicki der Ernährung) war heute zu Besuch bei uns in Bremerhaven.

Es war mal wieder sehr interessant und unterhaltsam!

Fast auf allen Produkten steht inzwischen: „ohne Geschmacksverstärker, ohne Farbstoffe, ohne Aromen, usw. usw…..“ oft wird aber getrickst (siehe hier und hier: ).

Deshalb war unser Thema mit Udo Pollmer heute:

Wie können wir unser Reinheitsgebot besser kommunizieren (auf der Packung, in der Werbung, im Netz)?

Ein Ratschlag ist, unsere heutige Zutatenliste noch größer zu machen.

Wie würden Sie / Ihr es machen ?

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

26 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • …in euerer TV Werbung nicht nur auf Zubereitung & Genuss konzentrieren, sondern auch Ernte & Produktion thematisieren.

    Mr. Babynahrung auf dem Spinatfeld und Frau Qualitätsscout bei der Burgersalatüberprüfung machen es vor…

  • Vielleicht kann man komplett auf „ohne Geschmacksverstärker, ohne Farbstoffe, ohne Aromen, usw. usw…..“ verzichten
    und stattdessen ersetzen durch etwa
    „Vollständige Zutatenliste auf der Rückseite!“

  • Wer sich für gute Ernährung interessiert findet schon zu Frosta. Für den Rest muss das Bewusstsein für Gesundheit und Ernährung ersteinmal geschaffen werden. Eine vergrößerte Zutatenliste hilft da nicht viel.
    Also erklärt den Leuten mal, was die folgen einer Fehlernährung mit Chemie bewirkt.

  • Schade, dass man die Einsicht anderer Hersteller erklagen musste. Die Tage war ich noch überrascht – auf zwei unterschiedlichen Produkten der gleichen Produktreihe eines Mitbewerbers stand einmal „ohne Geschmacksverstärker“ und einmal fehlte der Hinweis – und da wo der Hinweis fehlte, war dann Hefeextrakt enthalten, in dem anderen auch tatsächlich nicht. Die Auszeichnung war also endlich mal korrekt aus Verbrauchersicht.

    Allerdings dachte ich, das Einsehen wäre automatisch gekommen und hatte auf den Beginn des Umschwungs gehofft – aber anscheinend wurde das Einsehen wohl nur gerichtlich erzwungen. Besser als nichts, stimmt aber trotzdem wieder melancholisch.

  • Zur Frage:

    Größer würde ja nur helfen, wenn man es sonst übersieht. Das ist glaube ich auch bei der jetzigen Größe kaum der Fall. Das Problem ist ja eher, dass man die Produkte herausnehmen und umdrehen muss. Wer so weit schon gekommen ist, den erreicht man problemlos mit der jetzigen Größe.

    Also: Wie bekommt man Kunden dazu, dass Produkt in die Hand zu nehmen und umzudrehen? Das geht natürlich nur über (Neu)Gier.

    Mit einem 5 EUR Gutschein für eine 2000 EUR Reise kommt man da aber nicht weit.

    100000 EUR zu gewinnen – Details auf der Rückseite! Was ist in keinem einzigen Frosta-Produkt enthalten? Und da nicht blabla „Geschmacksverstärker“, sondern zur Auswahl Dinge, bei denen man gezwungen ist, die Zutatenliste durchzustöbern (wenn man kein Frostianer ist), z.B. „Modifizierte Stärke“.
    Vielleicht sogar produktspezifische Fragen („Was ist im Bami Goreng nicht enthalten?“ (wobei jedes Produkt die Gewinnchance dann anteilig erhöht)).

    Frei nach „Die Geister die ich rief“:Die Leute müssen total verängstigt sein, die Rückseite zu verpassen.

    • Die Idee mit dem Gewinnspiel finde ich gut. Man kann dann durch entsprechende Fragen klar machen, warum FRoSTA absolut einzigartig in der aktuellen Tiefkühllandschaft ist. Durch den in Aussicht gestellten Gewinn bekommt man sicherlich viel mehr Aufmerksamkeit um es ausführlich zu erklären. Die Tüten liest ja eh keiner.

      Und die vielen Werbesprüche „ohne …“ mag ja keiner mehr hören. Wer sich nicht intensiv mit FRoSTA auseinandersetzt, wirft diese Werbung in einen Topf mit der der anderen und glaubt nicht, dass FRoSTA *wirklich* was anders macht. Aber eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema könnte das ändern…

  • Mit Humor und Seitenhieb auf die Konkurrenz.
    „Ohne Geschmacksverstärker“ – Ja wirklich, im Gegensatz zur Konkurrenz verzichten wir auch auf den „natürlichen Hefextrakt“ der im Grunde nichts anders als eine Glutamatvorstufe ist.

    (oder so ähnlich)

    Besonders dreist finde ich dass ein „Tütchenhersteller“ mittlerweile auf seine Packungen schreibt „Ohne *geschmacksverstärkende Zusatzstoffe*“ und ich dachte zuerst die wollten damit hervorheben dass sie nun auch auf den Hefeextrakt verzichten.
    Tun sie aber nicht.

    Von daher einfach auch mal was aufklären – warum die eigene Praxis besser ist als die der Anderen 🙂
    Passt glaube ich auch ganz gut zum sonst so angenehmen „lockerem Ton“ auf den Packungen („wenn sie wirklich so lange wiederstehen können min. haltbar bis .. „)

  • @ Alle: Tausend Dank für die vielen Tipps, ist wieder einiges dabei für uns!! 100.000 Euro Gewinnspiel mit wirklich spezifischen und schwierigen Fragen finde ich auch nicht schlecht.

    Andererseits: Gewinnspiele sind ja auch schon ziemlich abgegriffen und ob man dadurch wirlich die Packung umdreht?

    Außerdem sind Packungsveränderungen immer sehr teuer wenn sie temporär sind: mindestens 6000 Euro pro Packung, bei den 40-50 Produkten die wir haben ist das natürlich richtig viel!

    Naja, wir werden mal weiter nachdenken und freuen uns auf noch mehr Ideen aus der Blog-Runde!

    • Die Idee mit dem Gewinnspiel war ja wohl auch eher als Alternative zur Packungsänderung gedacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man über die Verpackung das Alleinstellungsmerkmal Reinheitsgebot kommunizieren kann. Davon wird man niemanden an der Kühltheke überzeugen. Deshalb würde ich auch keinen Sinn darin sehen, die Packung zu ändern.

      Und das Gewinnspiel war ja auch nur *eine* Variante. Letztlich geht es ja darum, die Aufmerksamkeit potentieller Kunden (also die, die FRoSTA noch nicht kaufen, aber es würden, wenn sie genau über das Reinheitsgebot Bescheid wüßten) zu gewinnen. Eine andere Möglichkeit sind z.B. Berichte in einschlägigen Medien (Verbrauchersendungen, etc.), die sich aber natürlich nicht so leicht bestellen lassen (nehme ich mal an ;-)).

      • Stimmt, die Medien können das Thema gut rüberbringen, zumal es glaubwürdiger ist als wenn wir es selbst sagen. Aber leider ist das natürlich nicht ganz so leicht: man braucht schon immer wieder frische Geschichten und Ideen!

  • „Der einzige Geschmacksverstärker, den wir verwenden, sind frische Zutaten.“

    Könnte aufgrund der kurzfristigen Irritation dazu bewegen, sich einige Sekunden lang Gedanken darüber zu machen, dass natürlich einfach am besten schmeckt. Müsste aber eventuell noch klarer kommuniziert werden, aber so einen gewollten Bruch mit ein wenig Irritation fände ich recht gut. Eventuell auch sowas wie „Statt Glutamat setzen wir auf Frische als Geschmacksverstärker“ oder „Den Geschmack kann man nicht mehr verstärken – deshalb probieren wir es auch erst gar nicht“.

  • Ich glaube nicht dran, dass bei FROSTA alles ohne Geschmacksverstärker, ohne Farbstoffe, ohne Aromen, usw. ist.
    Das ist doch alles nur Gequatsche, und man kann genauso gut zu BurgerKing oder MCDoof hingehen, würd man sogar bei den Preisen von FROSTA noch was sparen…

    • Genau, wäre sicher auch noch nie bei irgendwelchen Kontrollen aufgefallen dass die Packungsangaben alle falsch sind.
      Deinen Kommentar kann man sich also ebenso sparen 🙂

    • Die Konkurrenz von FRoSTA würde bestimmt ein hübsches Sümmchen springen lassen, wenn man nachweisen kann, dass FRoSTA genauso lügt wie die anderen. Komischerweise scheint das aber niemand zu machen. Weder Behörden noch Journalisten noch Konkurrenten haben es nachweisen können. Warum wohl? Es wäre doch sicher sehr einfach, ein Labor zu beauftragen, nach bestimmten vermuteten Zusatzsstoffen suchen zu lassen.

  • Jedenfalls soll auf der Verpackung ganz klar angedeutet werden dass Frosta keine künstliche Geschmackverstärker verwendet in ihren Produkten. Denn natürliche Geschmackverstärker soll doch kein Problem sein? Genauso wie Farbstoffen aus Rotkohl auch nicht schädlich sein.

    [Anm. d. Admin: Verstoß gegen die Blogregeln: Keine Keywords als Namen für Kommentare verwenden, keine Spam-URLs (Finanzseiten, Onlineshops, Made-For-Adsense-Müll usw.) eintragen. Namen in „Gast“ geändert, Werbe-URL gelöscht.]

  • Hallo Herr Ahlers,
    mal ehrlich; wer bis jetzt noch nicht verstanden hat, dass Sie Ihre Gerichte ohne Zusatzstoffe herstellen, der wird es auch nicht durch einen größeren Text auf den Tüten kapieren! Ich frage mich, warum ist der Unterschied zwischen der Werbung während des Tages und der späteren Stunden eigentlich so eklatant?! Das Zielpublikum am Nachmittag hat auch Humor! Warum zeigen Sie nicht einfach, wie „yummy“ Ihr Essen ist?
    Oh, und wirklich Gewinnspiele sind genauso schnarch-langweilig wie die Standardwerbung.

    • @ Foufou: Bin nicht ganz sicher auf welche Werbung Sie anspielen? Die mit dem frischen Fisch? Naja, nachmittags haben die Leute auch Humor, aber vielleicht ist es für die Kinder und Omis doch nicht das Richtige, oder seh ich das zu eng?

      Gewinnspiele: da sind wir der gleichen Meinung!

  • 1) wenn ihr WIRKlich so gut seid:
    versucht doch eine art „ok“ von foodwatch zu bekommen. das wäre genau das, was ihr braucht und euch abheben würde. der unique selling point.

    2) ihr habt in neumarkt/opf. als „vertrieb“ real gelistet. drr hat gar nix von euch. schmeisst die aus der datenbank. bitte.

  • Packungsänderungen wären vielleicht gar nicht nötig. Werbespots, in denen auf das Gewinnspiel hingewiesen wird, vor allem „viral“. Wenn die Summe hoch genug ist, verbreitet sich die Neuigkeit doch fast automatisch. Da muss man wahrscheinlich gar nicht mehr viel machen.

    Die Rückseite der Produkte als Grafik verfügbar über die Webseite (keine Tabelle, sondern Produktgrafik!!!). Die Vorderseite wird ja schon abgebildet.

    Wichtig ist halt: Sauschwere Zutatenfragen. Nur eine Chance pro Teilnehmer – Fehlantwort? Pech gehabt.

    Vielleicht eine Packungsänderung und eine Frage, wo man die Antwort nur auf der Packung findet (bedingt natürlich ausreichend Vorlauf, damit die Packung auch bei den Händlern ist).

  • .. wie wäre die überschrift :

    alles gut – ohne scheiß !

    ne mal im ernst, die Zutatenliste statt hinten vorne drauf, groß und gut leserlich .. und @maximegalon .. ob das eine gute idee ist – thilo und seine freunde sind doch immer so negativ und verbreiten schlechte stimmung – das würde eher fw aufwerten als frosta was bringen – sehe ich jedenfalls so.

  • Ich tue mal Burger Queens nutzlosen Beitrag und meinen in einen Topf um die Situation mal klarzustellen. Ich bin genauso verunsichert, schon durch die gläubigen Beiträge hier:

    Ich habe es bis jetzt eben gerade auch nicht für möglich gehalten das Frosta TK-Produkte sich tatsächlich in irgendeiner, einen nennenswerten Unterschied machender Weise von anderen TK-Produkten unterscheiden könnten. „Ohne Konservierungsstoffe“ schreibt heute schließlich jeder auf seine Pampe, neben all den anderen Forumlierungen um die Kennzeichnungspflicht herum. Und selbst wenn es stimmen würde, so sagt mir mein oft betrogener Verstand, sind es immer noch technische Lebensmittelkonstrukte, die die Sensorik in ähnlicher Weise beglücken sollen wie das was man auf der Verpackung sieht. Wenn dies bei Ihnen evtl. über das Weglassen und Ersetzen einiger Hilfsstoffe hinaus besser ist, müssen Sie das wirklich deutlicher machen.

    Vor allem bin ich nicht darauf vorbereitet, das irgendetwas in einer TV-Werbung gesagtes auf einmal ernst zu nehmen wäre. Will sagen, wir sind so darauf geeicht das Werbung uns ein Bild suggerieren will und dabei genau Null der Realität entspricht, das „truth in advertizing“ völlig ins Leere verpufft. Leider.

    So sehr ins Leere, das ich wohl schon einmal eine Tüte Frosta-Irgendwas in der Hand hatte, aber keine Idee warum ich dieses Irgendwas dem billigeren Aldi-Irgendwas vorziehen sollte, abgesehen von diffusen Erinnerungen an Marketing-Wagemut. So gesehen war eure TV-Werbung geeignet eure Marke zu kommunizieren, nicht aber eine Message (so denn da wirklich eine ist). Eure Werbung ist sogar schön und zu Recht beliebt, aber leider etwas ineffektiv.

    Betrachtet dies als ein typisches Statement aus dem „Tal der Ahnungslosen“ eurer Marketing-Sender, wenn der Unterschied nicht nur in Glutamat vs. Hefeextrakt besteht, ist dieses Feedback aus dem unerreichten Teil der Ernährungsrepublik womöglich sogar konstruktiv.

    Ich gehe mir jetzt mal eure Seite angucken. Ich glaube das all die Leute hier es glauben, ich habe noch gewisse Probleme zu glauben das es einen Unterschied zwischen Frosta und Buss geben soll, von der Produktpalette und dem Preis mal abgesehen.

    • Den Unterschied von FRoSTA und Buss sollte auch der ungeübte Gaumen leicht und sehr deutlich merken können. Ansonsten ein echter,gut gemeinter Rat: ab zum HNO-Arzt und da was von dramatisch reduzuertes Geschmacksempfinden faseln.

      Und obacht mit Aldi, das FRoSTA-Reinheitsgebit gibt es zwar nur unter der Marke FRoSTA, aber das heisst ja eben [und gerade aktuell und m.E. auch leckerer Weise] nicht, dass es bei Aldi keine aus der Frosta AG stammenden Produkte gibt.

    • In gewisser Weise kann ich die Haltung nachvollziehen. Das „Anderssein“ von FRoSTA erschließt sich leider nicht durch flüchtige Werbesprüche. Das macht(e) es FRoSTA am Markt ja gerade so schwer.

      Über Jahrzehnte hatte man sich über den „Industriefrass“ beschwert und all die tollen Helferlein aus dem Chemielabor verteufelt, die darin enthalten waren; all die Dinge, die einzig und allein dazu dienten, den Geschmackssinn der Verbraucher zu täuschen. Nun kommt einer daher und macht vor, dass es auch anders geht, und der wird dann mit allen anderen in einen Topf geworfen. Zugegeben, auf den ersten Blick klingt das „Reinheitsgebot“ von FRoSTA wie einer der vielen anderen Werbesprüche. Wenn man sich aber mal ernsthaft damit befaßt hat, dann fällt es (mir zumindest) schwer, es als eine der vielen Werbelügen zu sehen. Im Gegenteil, es ist für mich eine ernst gemeinte Antwort auf die Klagen der Verbraucher. Wärend andere immer nur groß herausstellen, was sie *nicht* verwenden (um es dann durch Ähnliches zu ersetzen) geht FRoSTA den umgekehrten Weg und sagt nur, was drin ist (und alles andere ist nicht drin). Wenn jemand sich soweit aus dem Fenster lehnt, dann hätte man ihn schon längst als Lügner entlarvt, wenn er trotzdem mogelt. Presse, Konkurrenz und Verbraucherverbände warten doch nur auf so eine Gelegenheit (und da ist auch jede Menge Geld im Spiel). FRoSTA kann langfristig nur weiterbestehen, wenn der selbst gesetzte (hohe) Anspruch eingehalten wird (und die Verbraucher es natürlich auch annehmen).

      Und wenn Essen genauso hergestellt wird, wie man es zu hause zubereiten würde (und es danach lediglich eingefroren wird), dann weiß ich nicht mehr, welche Argumente noch *gegen* ein solches Essen sprechen können. Im Gegenteil, mir fallen nur Gründe dafür ein:

      1.) Zeitersparnis

      2.) Durch kurze Zeiten zwischen Ernte und Verarbeitung geringe Verluste an Inhaltsstoffen.

      3.) Ökologische Herstellung durch effiziente Verfahren im Industriemaßstab.

      4.) Saison-unabhängige Versorgung.

      5.) Kostengünstig.

  • Ich habe mir die Seite inzwischen angesehen und würde es sehr schade finden, wenn die Verbraucher es nicht annehmen. Wir reden ja wohl tatsächlich nicht nur von Marginalien, sondern vom Versuch mit einem mutig-ehrlichen Produkt die Intelligenz der Verbraucher zu testen. Ich habe aus Bedarfs- und Sympathiegründen darauf gehofft, es aber nicht zu hoffen gewagt. Der letzte Teil des vorigen Satzes ist genau der Punkt von meinem und vermutlich auch Burgerdings Kommentar, das sollte man nicht mißverstehen.

    Ihre Website hat das Problem ohne Schwierigkeiten gelöst. Ergo: Sollten Sie wirklich öfter ein Problem mit Ihrer „Zutatenlistengröße“ oder der Reichweite/Glaubwürdigkeit haben, könnte es vielleicht helfen die Leute vermehrt auf die Website zu bekommen. Ich denke, dafür sollten Sie das TV-Budget einsetzen.

    >Das “Anderssein” von FRoSTA erschließt sich >leider nicht durch flüchtige Werbesprüche. >Das macht(e) es FRoSTA am Markt ja gerade so >schwer.

    Ich bin womöglich nicht der einzige Ignorant auf der Welt, der Sie im Kopf zu den „Giftmischern“ zählte, nur weil Sie „ähnlich gemacht“ wirkende Werbung auf dem gleichen Medium haben wie die anderen „Giftverkäufer“. Das Menschen, die für ihre Message sogar empfänglich sind, dem Medium selbst eher kritisch gegenüberstehen ist ein Problem. Weder ich noch viele andere Menschen prüfen TV-Werbung auf ihren semantischen Inhalt und jeder setzt voraus, das Werbung die Wahrheit in jeder Weise transformiert. Was immer Sie sagen, wird daher automatisch nur zu 10% als wahr eingestuft, selbst von TV-Junkies. Ihre Behauptung ist zusätzlich aber auch noch „kühn“, denn „Tiefkühlkost ist ja besser als ihr Ruf, aber selber gekocht ist ja doch etwas anderes“ ist das beste was der Volksmund über die Tüten aus der Truhe zu sagen hat. Oder Zyniker wie ich halten es nicht für möglich, das Qualität bei Tiefkühlkost tatsächlich mehr als „technische Qualität“ bedeuten kann.

    Da scheint es symphatisch aber ineffektiv deplatziert, wenn Sie sich dazwischen mischen und einfach mal nur kommunizieren was Sache ist, gleichzeitig sind sie aber gezwungen genau das zu tun, alles andere würde Sie ja vom anderen Ende her unglaubwürdig machen. Die einzige Alternative aus dem Dilemma wäre, das Ihre Message verwässernde Medium TV entweder ganz zu meiden oder anders zu nutzen.

    Bitte „googeln“ Sie mal nach ‚gesunde Tiefkühlkost‘ oder ‚gesunde Fertiggerichte‘ usw. Da ist von Frosta auf den ersten Trefferseiten nichts zu sehen. Das sollte man vielleicht nicht vernachlässigen – wer sich vom normalen Fernsehen verabschiedet hat (und das sind gar nicht so wenige, vom Profil her womöglich genau in Ihrer Zielgruppe) oder sich Werbung verweigert, hat Sie gar nicht auf dem Radar, selbst wenn er ausdrücklich auf dem Bildschirm nach gesunder Fertignahrung gegen das schlechte Gewissen und für die Faulheit forscht. Das wäre z.B. eine Baustelle, die besser zu dem modernen und interessanten Produktkonzept passt, das viel zu komplex ist, um in einem Werbespot überhaupt irgendwie ausreichend transportiert zu werden. Es sieht so aus, als ob Sie im Internet angekommen wären und seine Wichtigkeit schon, aber seine Funktion nicht ganz verstanden hätten.

    Gute Produkte und faire Angebote auf Augenhöhe in Zusammenhang mit einer „Community“ erzeugen üblicherweise „Evangelisten“, die direkte und ehrliche Werbung und SEO betreiben – freiwillig und kostenlos. Es beschert Ihnen jetzt schon Kunden, die freiwillig ihre Nasen in Sachen stecken, die sie nichts angehen, bevor sie Ihr Produkt überhaupt zwischen den Zähnen hatten. Denken Sie mal drüber nach. 🙂

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