Zwischen Öko-Apfel und Food-Design in Berlin

Nächsten Mittwoch (8.11.06) bin ich eingeladen an einer Podiumsdiskussion zum Thema Ernährung der Zukunft teilzunehmen.

Bei meiner Runde um 19.30 Uhr geht es um gesundes Essen. Da hier einige Bundestagsabgeordnete und auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt dort spricht, wollte ich mal die Gelegenheit nutzen Sie kennenzulernen.

Und wir haben natürlich ein wichtiges Thema für die Ministerin: Die aktuelle Gesetzgebung lässt es zu „natürliche Aromen“ zu deklarieren auch wenn diese aus Sägespähnen und Pilzkulturen hergestellt werden. Dies hat nichts mit Natürlichkeit zu tun und ich finde es ist reine Verbraucherverwirrung. Das Gesetz muss weg. Wir hatten ja schon manchmal hier darüber geschrieben.

Übrigens kann man an der Veranstaltung in Berlin umsonst teilnehmen, man muss sich nur anmelden!

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

4 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Sie sprechen mir aus der Seele. Aus genau dem Grund kauf ich mir meine Fruchtjoghurts im Reformhaus (marke: Söbbecke und „refornhaus“) denn ich will, daß mein Erdbeer-Joghurt aus Erdbeeren besteht und nicht aus Sägenspähnen.
    Schlimm genug, daß Aromastoffe oftmals authentischer als das authentische Produkt schmecken, zumindest aber geschmacksintensiver, was natürlich darauf zurückzuführen ist, daß wir normalen Verbraucher vor dem ganzen Öko-Trend ohne Aromen und Geschmacksverstärker zu arbeiten, jahrelange von selbigen unwissend in falsche Geschmacksverständnis-Schienen gelenkt worden sind. Heutige Kinder, die z.T. richtiges Obst genauso wenig kennen wie richtige Bücher, sind da wirklich so degeneriert, daß sie das künstliche Produkt dem natürlichen vorziehen.

    Wenns nach mir ginge: generell weg mit Aromenzusätzen und Geschmacksverstärkern. Die Nahrungsindustrie, die wir zweifellos brauchen um Abermillionen Mäuler zu sättigen, sollte sich ihrer Verantwortwortung wieder mehr bewußt werden und nicht mehr nur endlos an der Raubtierkapitalismus-Spirale weiterdrehen.
    Sonst könnten wir ja gleich alles in Tablettenform packen und das ganze Drumherum des Essens weglassen. „Soylent Green“ läßt grüßen, falls den Film Jemand kennt.

    Zum Glück war ja FRoSTA hier Voranschreiter gegen Zusatzstoffe wie Aromen und Glutamat und mittlerweile habe ich gesehen, folgen auch „Apetito“ und „Knorr“ dem Weg von FRoSTA. Immer weiter so.

    Wobei natürlich FRoSTA hier immer noch die Nase vorne hat.

  • Das mit der Nase vorne haben hoffen wir doch sehr! Knorr und Apetito sind nicht aromafrei. Ausserdem ist es wichtig, dass man wie Sie genau hinschaut: „natürliche Aromen und anderes“ ist oft auch in Sammelbegriffen wie „Brühe“, „Gewürzextrakte“, „Gewürzen“ versteckt. Alles leider gesetzlich völlig legal!

  • Sie haben Recht, Knorr und Apetito sind nicht aromafrei, ich war kurz fehhlinformiert, aber alleine Verzicht auf Geschmacksverstärker ist ja ein erster Schritt in die Richtung.
    Von daher: nicht 2:1 für FRoSTA, sondern 5:1. Einverstanden?

    Was ich besonders hinterhältig finde ist, daß der Käufer oftmals in die Irre geführt mit „Gewürzextrakten“ oder wenn dann anstelle Glutamat die E-Nummern E620 bis E625 deklariert sind und der normale Käufer denkt da sei kein Glutamat drin.

    Besonders eklatant fand ich mal eine Dosensuppe, da stand bei den Zutaten
    „Aroma (E620)“,
    als ob Glutamat ein Aromastoff wäre.

    Was gesetzlich alles erlaubt ist, finde ich aus Verbrauchersicht erschreckend, alleine schon der Schutz von Schwarzen Schafen in Lebensmittelskandalen, daß deren Namen nicht öffentlich gemacht werden. Oder z.B. der WKD nicht veröffentlicht bei welchen Betrieben und Restaurants er negativ fündig wurde. Und natürlich das Einsparen bei den Lebensmittelkontrollen generell.

    Da hilft es dem Verbraucher nicht viel, wenn er oftmals verklausulierte Begriffe und Abkürzungen in der Zutatenliste findet. Zumal es ja laut Udo Pollmer auch tatsächlich „Nicht-Zutaten“ gibt. Zutaten müssen deklariert werden, „Nicht-Zutaten“ nicht – das ist ja geradezu pervers.

  • Hallo zusammen,

    die Nahrungsmittelindustrie macht eigentlich nur das, was der Verbraucher will. Sie prozuziert billige Nahrung in großen Mengen.

    Den meisten Menchen ist es auch heute noch völlig egal was sie zu sich nehmen. „Ich ess was mir schmeckt“ hört man gerade in der älteren Gerneration ständig.

    Zudem glaube ich nicht, dass große Teile der Bevölkerung überhaupt wissen, was Glutamat ist und ob in ihrem Essen nun künstliche Aromen drin sind oder natürliche.

    So lange das so ist, wird sich an der Gesamtsituation nichts ändern.

    Da hilft langfristig nur, den Menschen wieder das Denken beizubringen, damit sie in der Lage sind selbst richtig zu entscheiden.

    Gesetze alleine nützen hier gar nichts, denn auch das beste Gesetz kann umgangen werden.

    Wirklich ändern wird sich erst etwas, wenn die Menschen verstehen, das sie selbst für das verantwortlich sind, was sie tun und nicht der Staat oder das Fernsehen.

    Gerhard Zirkel

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