„Das Projektmanagement“ – Der Film

Noch nicht im Kino. Trotzdem hier schon mal das Making-of.

Vom letzten Donnerstag bis letzten Samstag war ich mit 9 weiteren FRoSTA-Kollegen auf einem Seminar mit dem Thema „Projektmanagement 2. Teil“. Wie der Name schon vermuten lässt, ging es darum, wie man Projekte vorbereitet, durchführt und zu einem erfolgreichen Abschluss bringt. Und wie der Name ebenfalls vermuten lässt, gab es schon einen ersten Teil, welcher bereits im November stattgefunden hat. Neben theoretischen Grundlagen, z. B. über so schöne Begriffe wie den „Tyrannosaurus -Effekt“ und die „Werkzeug-Falle“, gab es viele Elemente, die in kleinen Gruppen beispielhaft erarbeitet wurden, wie z. B. die richtige Agenda als optimale Sitzungsvorbereitung. Mag jetzt nicht so furchtbar aufregend klingen, hat aber viel Spaß gemacht, weil wir auch einen tolle Truppe waren und es war durchaus viel Interessantes und Wissenswertes dabei. Den Höhepunkt bildete in beiden Teilen jeweils eine Hauptaufgabe, die am 2. Tag vom Nachmittag bis in den Abend hinein ging.

Beim ersten Teil ging es darum, einen Werbefilm über das Hotel zu drehen, in dem wir untergebracht waren. Unsere Gruppe wurde in 2 konkurrierende Teams aufgeteilt. Innerhalb von nur gut 5 Stunden mussten wir ein Drehbuch schreiben, Kamera und ggf. Requisiten besorgen, drehen (mit uns als Darstellern), schneiden usw. Das alles von einer Truppe, bei der noch keiner wirklich mit Videokamera oder Schneideprogramm gearbeitet hat. Anschließend mussten die beiden Filme von einer unabhängigen Jury aus 5 Mitgliedern bewertet werden. Auch die Jury mussten wir besorgen. Budget für dieses Projekt: 0 Euro. Der Betrag hat den Vorteil, dass man ihn bei der Überwachung der Einhaltung des Budgets gut im Auge behalten kann.

Nachdem wir die Teilaufgaben ermittelt, einen Ablaufplan erstellt und die Aufgaben auf die Teammitglieder verteilt hatten, ging es los. Nun ist es zweifellos nicht ganz einfach, eine Kamera zu besorgen, wenn man ein offizielles Budget hat von 0 Euro. Die Betonung liegt da auf offiziell. Denn ein Kollege wollte sowieso seiner Frau eine Videokamera zu Weihnachten schenken. So kaufte er sich kurzerhand eine Kamera und schon war unser Team ausgerüstet. Einen Laptop hatte er auch noch dabei und so konnten wir auch mit einer Möglichkeit aufwarten, den Film zu bearbeiten.

Für den Werbefilm für „unser“ Hotel wählte unser Team das Thema „Urlaub – so oder so …“ Zwei Pärchen machen Urlaub an unserem Seminarort. Das erste wird vom Bauern auf der Wiese begrüßt, macht Campingurlaub. Im November. Zum Essen gibt es Brötchen mit Kaffee aus der Thermoskanne, ausruhen im nassen Gras, waschen und Zähne putzen im Fluss und als Freizeitgestaltung: Burgen bauen aus Maulwurfshügeln. Das zweite Pärchen wird natürlich im Hotel freundlich begrüßt … äähhmm … dazu später mehr … lecker Mittagessen im Hotel … äähhmm … dazu später mehr … schön frisch machen im Bad und als Freizeitgestaltung gemeinsames Kegeln. Natürlich haben wir die Unterschiede schön herausgearbeitet und das Hotel kam gut weg. Auch dazu später mehr.

Es hat uns ziemlich geholfen, dass wir vorher die personellen und zeitlichen Ressourcen gut geplant und eingeteilt hatten. Trotzdem wurde es beim Schneiden des Programms noch ziemlich knapp mit der Zeit, weil wir einfach zu viel wollten. Wir mussten am Ende doch einige Abstriche machen, um unser Ziel noch zu erreichen. Das ist auch wohl der Grund, warum unser Film trotz schauspielerischer Höchstleistungen bei den Golden Globes leer ausgegangen ist und selbst für die Goldene Himbeere nicht nominiert wurde. Doch für unsere eigene Jury hat es gelangt. Unsere Gruppe hat knapp vor den Kollegen gewonnen, die noch mehr als wir mit den Tücken der Technik haderten. Unsere Juroren wurden mit dem Versprechen gelockt, ein cineastisches Highlight betrachten zu dürfen und hinterher auf Kosten unseres Firmenbudgets gemütlich mit uns im Hotel-Restaurant einen übern Durst zu trinken.

Sooo, dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich … in den nächsten Tagen. Mit einem schönen Beispiel für gelebte Kundenfreundlichkeit. Und einem noch besseren für das genaue Gegenteil.

Schitt!
Die schönsten Rechtschreibfehler sind die, bei denen man meint, es könnte richtig sein. Also noch mal:
Schnitt!

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Frank Ehlerding (Controlling)

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