Das Projektmanagement – Die 4. Dimension

Zusammenfassung für Neu-Leser: Dies hier ist der 4. Teil der kleinen Serie über ein 2-teiliges Seminar, dass ich zusammen mit einigen meiner Kollegen gemacht hatte. Wir waren gerade dabei, „einen Abend von uns für uns“ mit 5-Gänge-Menü und Rahmenprogramm zu organisieren, den wir unter dass Motto „Fußball ist unser Leben“ gestellt hatten.

Teil 1, 2, 3.

Die größte Schwierigkeit an der Aufgabe war es ohne Zweifel, eine Örtlichkeit zu finden, in der wir selber kochen durften. Wir haben dafür ein Team mit unseren zwei vertrauenswürdigsten, bestaussehendsten und redegewandtesten Kollegen losgeschickt, das die Restaurants und sonstige Möglichkeiten im Ort abklappern sollte, um irgend jemand zu überreden, uns die Küche für unsere Aufgabe zu überlassen. Und das natürlich so günstig wie möglich.

Nun werden einige Leser vielleicht unken, dass es sicher kein Restaurant gäbe, das so einfach mal eine Horde FRoSTA-Mitarbeiter in seine Küche lassen würde und sie dort auch noch kochen lassen würde. Nun, zumindest eine andere FRoSTA-Truppe, die schon solch eine Aufgabe bei ihrem Seminar bekommen hatte, war erfolgreich und hat eben dies geschafft. Manchmal muss man eben nur nett fragen. Und vielleicht ein wenig Budget opfern. Allerdings haben viele Restaurants erst abends auf, so dass die Auswahl natürlich beschränkt ist, wenn man nachmittags anfängt zu fragen.

Während unsere Task Force „Kochgelegenheit“ unterwegs war, kam unserem Projektleiter der Gedanke, dass wir vielleicht auch die Möglichkeit hätten, in der Gaststätte unterzukommen, in der er immer die größten Erfolge seiner Fußballer-Laufbahn gefeiert hatte. Ein kleiner Haken: Die Gaststätte liegt etwas weiter weg. Zwischenzeitlich meldete sich unsere Task Force per Handy und verkündete, dass sie vielleicht etwas in Aussicht hätten: ein Sportheim mit kleiner Küche. Trotzdem fing unser Projektleiter an, sich nach seinem Alternativplan zu erkundigen. Und nach einem kurzen Telefonat war klar: Das würde klappen. Und für die Zusatzaufgabe, dem Rahmenprogramm, das wir noch organisieren sollten, hätten wir ein Tischfußballspiel vor Ort. Das passt ja, dachten wir. Unserem Seminarleiter hat das aber nicht so in den Kram gepasst, denn eigentlich sollte der Projektleiter nur koordinierende Aufgaben haben und selber nicht produktiv werden. Aber solche formlosen Regeln sind immer besonders dann beliebt, wenn man weiß, dass man sie auch mal brechen kann, wenn es denn gerade gut ins Konzept passt. Kennt man ja, oder? 😉

Kurze Zeit später kam die Task Force zurück zum Basiscamp. Nachdem sie einige andere vergebliche Versuche hinter sich hatte, hatten sie die Sache mit dem Sportheim abgemacht. Der ehemalige Vorstand des Vereins mitsamt seinem Filius hatten sich schon angeboten, uns das Sportheim gegen eine Nutzungsgebühr von 150 Euro zu überlassen und uns die fehlenden Sachen wie Töpfe und Suppentassen, die in der Küche nicht (ausreichend) vorhanden waren, sogar aus dem Privatbesitz für den Abend zu leihen. Sie waren wirklich sehr bemüht. Einen Fernseher gab es auch vor Ort. Einen kleinen Haken hatte aber auch diese Sache: Die Küche war nach Angaben der Kollegen ziemlich klein gewesen. Für die Zubereitung von 11 Gerichten mit 5 Gängen in kurzer Zeit nicht gerade ideal. Auch die Sache mit dem Rahmenprogramm wäre umständlicher gewesen. Wegen des Fußball-Mottos zogen wir ein Tipp-Kick-Turnier in Betracht. Irgendwo her hätten wir uns dann noch ein entsprechendes Spiel besorgen müssen.

Nachdem wir anfangs sehr skeptisch waren, ob wir überhaupt etwas finden würden, hatten wir nun gleich zwei gute Möglichkeiten. Wir haben uns aber schließlich doch für den Weg des geringsten Widerstandes und des geringsten Budgets entschieden, für die Alternative unseres Projektleiters, u. a. weil wir dort Raum und Küche umsonst belegen durften. Unsere Task Force musste sich noch einmal auf den Weg machen, um den netten Leuten vom Sportheim abzusagen. Für die Mühen, die man sich dort bereits gemacht hatte, haben wir uns für eine kleine Spende für den Vereinsnachwuchs entschieden.

Wenden wir uns noch kurz von dem größten Problem zum kleinsten Problem der Aufgabe: Das 5-Gänge-Menü. Das kleinste Problem, zumindest wenn man einen Produktentwickler im Team hat, dessen Job es ist, täglich am Herd zu stehen und neue Gerichte zu kreieren. Während die Suche nach der Örtlichkeit lief, hat sich unser Kochteam schon parallel ans Werk gemacht, einen Menüplan erstellt und die Zutaten eingekauft. Ein weiteres Team war für das „Zubehör“ zuständig und hat uns mit ein wenig Schnickschnack und Getränken versorgt.

Nachdem alle Teams wieder an Bord waren, machten wir uns alle gemeinsam auf den Weg zu unserem Ziel: Appeln!

Wer oder was Appeln ist, darüber mehr im nächsten Teil.

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Frank Ehlerding (Controlling)

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3 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • @ Stefan
    Wir haben uns ja auf die Fahne geschrieben, dass wir mit den Zutaten kochen, die man zu Hause üblicherweise auch in der Küche verwenden würde. Ich denke, dass es bei uns derzeit (noch?) nicht üblich ist, Blüten zum Essen zu geben. Allerdings habe ich so etwas schon mal in Thailand gesehen, wobei das dort auch mehr eine „essbare Deko“ war.

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