Messervorbereitungen oder der ganz normale Wahnsinn …

Wer kennt das nicht – eine größere Feier, z.B. einen runden Geburtstag, einen erfolgreichen Saisonabschluß oder oder oder … steht an. Monatelang vorher wird geplant, festgelegt, verworfen, entschieden und vorbereitet, um in der heißen Phase möglichst in Ruhe und ohne unnötigen Stress die Feier gut überstehen oder sogar genießen zu können.

So ähnlich ist es auch bei unserer Messevorbereitung für die Intercool, eine von zwei für uns wichtige Messen (die andere ist die Anuga). Hier treffen wir unsere Handelskunden, führen Gespräche über aktuelle Themen und stellen Neuheiten vor. Zwei Neuheiten wird Fenna Brahms in kürze hier im Blog (noch vor der Messe) vorstellen.

Aber nun zum Wahnsinn – auch wir machen uns erste Gedanken zur nächsten Messe ein Jahr vorher. Neun Monate vorher werden unsere Planungen konkreter und sechs Monate vorher vereinbaren wir welche Themen im Rahmen der Messe vorgestellt werden.

Nun beginnt die Messe am kommenden Sonntag und alle hier im Büro und auch Kollegen in anderen Abteilungen, wie der Produktentwicklung, arbeiten 10-12 Stunden täglich, um noch alles fertig zu bekommen.

Da fragt man sich was hätte anders laufen können oder sogar sollen? Ein langjähriger Mitarbeiter aus der Produktentwicklung lächelte nur milde und sagte sinngemäß: „Ich bin schon seit 21 Jahren bei FRoSTA und es ist jedes Mal dasselbe – bis kurz vor der Messe wird noch vorbereitet, überarbeitet und der letzte Schliff gegeben!“

Geht das nur uns so?

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Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Jens Bartusch (Produktentwicklung)

Bei FRoSTA seit 1. Oktober 1996.
1996-2001 Produktentwicklung (Bremerhaven) - dort habe ich Rezepte und z.B. die eigene Nudelherstellung bei FRoSTA entwickelt
2001-2011 verantwortlich für das Produktmanagement der Marke FRoSTA (Bremerhaven, ab 2004 Hamburg) - also alles was mit den Produkten zu tun hat, wie Produkt- und Verpackungsentwicklung (damit es auch immer wieder neue leckere und attraktive FRoSTA Gerichte gibt), Vermarktung oder wie es neudeutsch heißt Marketing (um die Produkte auch bekannt zu machen - denn was nützt das schönste Produkt, wenn es keiner kennt - hier haben wir noch eine Menge zu tun),...
Jan-Mai 2012 Produktentwicklung-Administration (Bremerhaven) - hier werden z.B. die Rezepte in unser Warenwirtschaftssystem (eine große Datenbank, mit der viele wichtige Abläufe bei uns gesteuert werden) gebracht und Produktbeschreibungen (im Fachchinesisch: Spezifikationen) für Handelskunden erstellt
seit Mai 2012 Senior Produktmanager Handelsmarken (Bremerhaven) - verantwortlich für Produkte und Verpackungen von Handelspartnern

10 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • Ich schätze mal, dass die Problematik der „Kurzfristigen Änderungen“ direkt etwas mit euren Produkten zu tun hat. Wenn Frosta erst „kurz“ vor der Messe die sie zeigenden (neuen) Produkte definieren kann, müssen dafür natürlich Flyer, Banner, Messeeinladungen – und was es so alles an Marketingmaterial gibt – erstellt werden.

    Ich habe lange Jahre Messen vorbereitet und war auf selben vertreten (EDV: CeBit, System, Networld) und habe die Messevorbereitungen „zerlegt“: Alles was statisch ist, wie Personalplanung, Hotelbuchungen, der „Rohstand“ sowie Marketingmaterial für Bestandsprodukte. Dann hoffen-bitten-beten, dass sich kurzfristig nicht zuviele Dinge ändern, wie neue Produkte etc.

    Aber eine Herausforderung sind Messen immer. Sowohl was die Planung, Vorbereitung als auch die Durchführung angeht. Nach 7/8 Tagen CeBit war ich 3-5 Tage nicht ansprechbar, war heiser und hatte „runde Füsse“.

    Viel Spass und Erfolg.

  • … frag mal Verlage, wie es da bis fünf Minuten vor Buchmesse rundgeht. (Oder die Hotels, die die Leute aufnehmen). Das ist der normale Wahnsinn.

  • Keine Angst – mein Schwager ist Architekt und sein Büro gibt auch immer alles auf den letzten Drücker bei Ausschreibungen usw. ab. Obwohl der Termin schon x Wochen oder Monate im Voraus bekannt ist. Als warum gibt es eigentlich auch nur die Antwort, dass das normal so sei.

  • Nein, das ist so üblich.
    Mein Erfahrungswert: Wenn etwas zu früh fertig ist, wird es von den Chefs so oft verschlimmbessert und umgeworfen, dass es eh wieder den Stress der letzten Minute gibt. Daher vervielfacht frühe Planung zuweilen nur die Gesamtarbeit.

    Da kann man sich auch die frühen Monate ruhiger gestalten und gleich alles planmäßig auf den Stress der letzten Minuten hin orientieren. Die Chefs haben aufgrund der knappen Restzeit weniger Möglichkeiten,z.B: die Farbtöne von Hellblau auf Mittelblau auf Dunkelblau auf doch wieder Hellblau zu ändern und die Qualität ist etwa genauso gut. 😉

  • Was denn für eine Messe? Hier geht es um Messervorbereitungen. Lesen kann ich ja noch. Was für ein Gemetzel hat man im Hause Frosta vor, für das die Messer vorbereitet werden? Werden die Hühnchen für die neue Spätzlepfanne nun schon vom Produktmanager selbst um die Ecke gebracht?

  • Wer schon mal die Eröffnung eines IKEA Hauses mitgemacht oder auf der Computermesse CeBIT Standdienst hatte, der kennt das auch. Und ich glaube, es gehört einfach dazu. Der Vorbereitungsstress motiviert bis in die Haarspitzen, die Veranstaltung (welche auch immer) gelingen zu lassen.

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