Wie macht man eine gute Pressekonferenz?

In den letzten Tagen haben wir lange überlegt was wir auf unserer Jahrespressekonferenz sagen wollen. Immerhin haben für

Montag den 3. April 2006 im Hamburger FRoSTA Hamburg-Bistro

über 30 Journalisten zugesagt – hat mich selbst überrascht. Aber Hamburg ist eben die Medienstadt und für alle schnell zu erreichen.

Als Aktiengesellschaft muss man besonders darauf achten, dass keine Ergebniszahlen zum Jahr 2005 vorher bekannt werden – also können wir bis zur Sperrfrist am Montag um 12.30 Uhr nichts sagen!

Außerdem wollen wir natürlich einige Neuigkeiten bekannt geben. Ich werden einige Details zum FRoSTA Reinheitsgebot berichten, zur BRIGITTE-Kooperation und natürlich zu unserem BLOG. Und wir haben uns in den Supermärkten umgesehen, da es inzwischen einige gute und schlechte Kopien von Lebensmitteln ohne Zusatzstoffen gibt. Besonders beim Joghurt kann man inzwischen Marken finden die keine Aromen mehr einsetzen. Darüber freuen wir uns!

Und wir sind natürlich gespannt welche Fragen uns gestellt werden.

Und bevor wir die vielen Journalisten im FRoSTA Bistro begrüßen haben wir noch ein bisschen an der Dekoration gearbeitet – damit das Reinheitsgebot dominanter rüber kommt sind dies selbstgemalte Riesenbilder von Berenika Gdowska mit Erbsen, Tomaten und Limetten. Ein Bild auch in Englisch damit wir den vielen Ausländern am Hamburger Rathaus unser Reinheitsgebot erklären können!

PS: die Bilder kommen später, habe leider meine Camera vergessen!

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Felix Ahlers (Vorstand)

Felix Ahlers (Vorstand)

Seit 1999 arbeite ich bei FRoSTA und bin derzeit Vorstandsvorsitzender im Hamburger Büro.
Im Sommer spiele ich Tennis und Kitesurfe gerne! Und natürlich koche ich sehr gerne und manchmal bin ich mit dabei, wenn unsere Produktentwicklung an neuen Rezepten arbeitet...

19 KommentareSchreibe einen Kommentar

  • ich wohne zwar am anderen ende von deutschland aber das viel erwähnte bistro steht auf jedenfall ganz oben auf der liste beim nächsten hamburgtrip..

  • FROSTA AG 11:00 15,50 € Down 1,30 -7,74%

    ?????????………??????

    Hab ich irgendwas verpasst ???

    , dabei hab ich doch extra noch ne Bami Goreng Pfanne eingeschmissen…

    Trotzdem frohes Schaffen.
    Jetzt bin ich aber wirklich auf die Zahlen gespannt…
    Mirco

  • Wie macht man eine gute Pressekonferenz?

    …also entweder ihr braucht mal einen Kommunikationstrainer oder einen leichten Schlag auf den Hinterkopf !!!

    Ich kann nicht glauben, was per AD HOC Mitteilung gerade rausgegangen ist. und ich bin froh, dass Ihr meinen durch einen cholerischen Anfall hervorgerufenen Schaum vor dem Mund nicht sehen könnt.

    Zur Sache:
    1. Der Kapitalmarkt hat auf diese Meldung deutlich negativ reagiert.

    Was gibt es zu vermelden ?
    Umsatzsteigerung, Gewinnsteigerung, Dividendensteigerung, Effizienzsteigerung, Bilanzstrukturverbesseung, die finanzielle Unabhängigkeit wurde gestärkt, Reinheitsgebot wird immer stärker angenommen und kann sich nachhaltig etablieren…

    Der positive Umsatztrend setzt sich auch in 2006 fort…
    Aber : der Ertrag ist aufgrund gestiegener Fischpreise rückläufig.
    Im ersten Quartal wurden keine Verluste geschrieben, aber weniger verdient. Soweit sogut…

    Was ich als scheuer Kapitalgeber aber erwarte ist doch, dass das von mir bezahlte Management die richtigen Schritte einleitet, um das Problem zu beheben. Dazu stehen vielerlei Optionen zur Verfügung: Preiserhöhungen, Diversifikation (mittelfristige Umsatzasuweitung zu Lasten der Produktgruppe Fisch, um die Abhängigkeit zu reduzieren), Investition in neue Geschäftsfelder ( Bistro, Ausland, …)
    Gefahr erkannt, Gefahr gebannt…
    Sie müssen es doch schaffen, bei Ihrem Gegenüber Vertrauen zu erwecken, dass er das Unternehmen für fähig hält, Problem zu lösen, gerade, wenn wie bei Frosta leider noch der Fall, es sowieso eine eher knappe Kommunikation mit dem Kapitalmarkt unterhalten wird.

    Es ehrt Sie ja sehr, wenn sie eher vorsichtig sind. Aber dann doch bitte vorsichtig optimistisch, als vorsichtig pessimistisch.

    Heute werden am Kapitalmarkt schon wieder echte Luftnummern hochgejubelt, bei euch handelt es sich doch um echte Werte, und da ist ein Börsenwert von knapp hundert Mio. einfach zu wenig.
    Es ist nix schlechtes daran, an der Börse ordentlich bewertet zu werden.
    (und dafür auch zu kämpfen.)

    Beste Grüße
    Mirco
    (Ich bin mal auf eine Antwort-Statement gespannt, zu diesem Thema wird sich ja in diesem Blog immer konsequent ausgeschwiegen.., dabei wäre ein bißchen Missionarstätigkeit auch auf dem Gebiet der Geldanlage in Deutschland nötig, genauso wie ein vehementes Eintreten für gesunde Lebensmittel.)

  • Dann werden wir dazu gleich mal antworten:

    Also, wir sind „vorsichtig neutral“. Am liebsten würden wir garkeine Prognose rausgeben, so machen es auch immer mehr US-Unternehmen, damit sie später nicht verklagt werden!

    Tatsache ist, dass wir die Preissteigerungen für Fisch noch nicht zu 100% umsetzen konnten. Wenn unsere Kunden sagen: „Wir akzeptieren nur eine 5%ige Preiserhöhung, sonst werdet ihr ausgelistet“, überlegt man sich schon gut was man macht.

    Tatsache ist auch, dass IGLO aktuell den Fisch zu absoluten Aktionsniedrigpreisen verkauft. IGLO soll verkauft werden und man will natürlich schöne Marktanteile präsentieren!

    Weiterhin wissen wir, dass andere Wettbewerber im Fischbereich große Verluste schreiben (z.B. Icelandic), weil sie die Preise eben nicht erhöhen, bzw. noch nicht erhöht haben.

    Dies macht unsere Verhandlungssituation schwierig. Intensiv daran arbeiten tun wir aber jeden Tag.

    Und deshalb bleiben wir bei Gewinnprognosen für 2006 entsprechend vorsichtig!

  • Bin sehr beeindruckt von dieser Art der Unternehmenskommunikation und werde den Blog auf jeden Fall weiterempfehlen.

  • lieber Herr Ahlers,
    was ich kritisiere ist nicht die Tatsache, dass Sie einen harten Wettbewerb nicht beschönigen, sondern die Tatsache, dass Sie in den letzten beiden Jahren einen tollen Job gemacht haben und dass das bei solch einer Meldung nicht zum tragen kommt.

    Der Wortlaut und die damit verbundenen Implikationen waren einfach nicht professionell.

    Keine Gewinnprognosen mehr abzugeben , aus Angst vor Klagen ist albern.

    Beste Grüße
    Mirco

  • @thfischer:
    nicht nur den Blog weiterempfehlen, sondern auch die leckeren Fretiggerichte.

    Zur Zeit aber eher die Staekhouse Pfanne, da beim Fisch nix mehr verdient wird…

  • lieber Her Ahlers,
    wie sie bei einem Blick auf die Kurstafel unschwer erkennen können, geht das Trauerspiel heute weiter.

    Auch wenn nach dem starken Anstieg der letzten Wochen sowieso eine Abkühlung der Gemüter notwendig war, bin ich der Meinung, dass Sie in Zukunft nicht so beratungsresistent sein sollten.

    Neben dem eingetretenen Vermögensschaden (auch Ihrer Belegschaftsaktionäre) haben Sie an den Kapitalmärkten leichtfertig Vertrauen verspielt.

    Ich bin ja wirklich froh, dass sie kein Kontostandsfetischist oder machthungriger Egozentriker sind, sondern das es Ihnen wirklich um gute Produkte geht, ABER:
    Mit dieser Meldung haben sie der Sache geschadet (denn der Tenor in der Presse ist wirklich nicht dienlich!) und das hätten sie vorausahnen können.

    Deswegen würde mich interessieren, ob sie diese Meldung heute im gleichen Wortlaut wieder veröffentlichen würden.(in Anbetracht vieler arbeitsloser und gelangweilter Anwälte erwarte ich dazu doch keine Antwort – aber fürs nächste Mal einfach besser machen – bitte!)
    Mirco

  • Schade, daß Sie so verärgert über unsere Meldungen sind.

    Grundsätzlich sind wir gesetzlich verpflichtet „Ad Hoc Meldungen“ bei bestimmten Gegebenheiten abzufassen. Dies war bei der vorgeschlagenen Dividendenerhöhung und unseren Aussichten für das Jahr 2006 der Fall.

    Wir versuchen diese Meldungen soweit wie möglich an Fakten zu orientieren und keine Wertungen zu geben. Dies in guten wie in schlechten Zeiten. Deshalb soll es bei uns eigentlich nicht um „vorsichtig optimistisch“ oder „vorsichtig pessimistisch“ gehen.

    Fakt ist zur Zeit, daß wir trotz guter Umsätze schlechtere Ergebnisse als im Vorjahr haben. Aber Sie können versichert sein, daß wir alles daran setzen werden ein ähnlich gutes Ergebnis wie 2006 zu erreichen. Fakt ist aber auch, daß es schwer werden wird dieses Ziel zu erreichen.

    Ich hoffe, Sie bleiben unserer Aktie und unseren Produkten auch weiterhin treu.

  • Lieber Herr Dr. Hinrichs,
    Selbstverständlich bleibe ich der Aktie auch weiterhin treu. Denn ich bin von einem guten Investment überzeugt.

    Mit Buchverlusten halte ich es wie mit Buchgewinnen: Sie ändern nicht mein tägliches Leben.
    Mein Einstand liegt im Mittel bei 10,6 € und ich bin seit genau einem Jahr Aktionär, also hab ich ganz offensichtlich kein Grund zu jammern.

    Dennoch bitte ich Sie,zu erkennen, dass die Reaktion des Marktes in dieser Schärfe an Ihnen liegt.
    Da leider viel zu wenig Fakten bekannt geworden sind und deswegen einfach die Unsicherheit bei der Bewertung Ihres Unternehmens größer geworden ist.

    Wenn sie zu einer BPK einladen, gehe ich davon aus, dass die Bilanz steht. Warum kann man das Zahlenwerk dann nicht ins Netz stellen und die Zahlen in Ihrer Tiefe dem versammelten Fachpublikum erkklären.

    Und die Formulierung Ihres Schreibens zeigt mir, dass Sie insgeheim wissen, dass sie mit dieser Meldung mehr Fragen aufgeworfen haben, als Sie Fragen beantwortet haben. Und das finde ich unprofessionell. Ich bin verärgert darüber, dass soviel Gutes, was es im vergangenen Jahr gab, nicht ausreichend gewürdigt wird.

    Mirco

  • @Dr. Hinrichs:
    sie sollten übrigens öfter mal in diesem Blog schreiben.
    ich glaube, dass auch andere ausser mir durchaus hin und wieder ein paar Zahlen verkraften können.

    Denn hier regiert Volkes Stimme…

    Bis spätestens zur HV.
    Mirco

  • @Mirco: ich denke, daß der Kapitalmarkt bis vergangenen Freitag die Leistungen von Frosta und dessen Management durchaus gewürdigt hat. Alles, was seitdem passiert ist, ist, daß die Presse sich fast ausschließlich auf die getrübten Aussischten für das laufende Fiskaljahr konzentriert hat. Ein Blick unter dem Suchwort „Frosta“ bei Google-News genügt, um den Schwerpunkt der Berichterstattung zu erkennen.

    Warum haben Sie eigentlich nicht am Freitag Ihre Aktien verkauft? Der Blogeintrag von Vorstand Felix Ahlers lies doch vom Wording schon erahnen, daß die Pressekonferenz nicht zu einem positiven und damit kurstreibenden News Flow werden wird.

    Ich hätte übrigens auch nicht verkauft. Schon deswegen nicht, weil sich Qualität am Ende durchsetzen wird.

    Und die Kommunikation hier zwischen einem Anleger (Ihnen) und dem Vorstand macht Mut, dass ihre guten und gutgemeinten Vorschläge zum Thema Investor Relations vom Vorstand nicht nur gehört werden.

    Übrigens: Mehr und Mehr Anleger werden das Blog lesen, hier relevante Informatinen finden, sich austauschen und ihre eigene Bewertung vornehmen und damit die Volatilität der Aktie veringern. Damit wird Frosta ein Investment und keine Spekulation.

  • Nun was ist passiert, die Aktie ist ein wenig gefallen, muss jemand die in den nächsten Tagen verkaufen um Brötchen zu kaufen?

    Ich sehe das eher als Gelgenheit nachzukaufen.

    Auf Dauer setzt sich der wahre Wert immer durch. Was nützt es die Lage besser darzustellen als sie ist, auf Dauer hilft das nicht weiter.

    Ich denke Frosta ist auf dem richtigen Weg mit der eigenen Marke sich ein Standbein aufzubauen, wo die Preissensibilität nicht so hoch ist, als wenn man für Eigenmarken des Handel produziert.

    Der nächst Lebensmittelskandal kommt bestimmt, dann bekommt man, wenn man es geschickt anstellt wieder kostenlos Werbung.

  • Die Reaktion der Börse auf die Ad Hoc Meldung zeigt vor allem, dass sich die wenigsten Anleger die Mühe machen, sich eingehend mit dem Unternehmen zu beschäftigen, an dem sie sich beteiligen.

    Der Ausblick des Vorstandes war bereits im Zwischenbericht im Herbst 2005 eher verhalten. Fischprodukte machen bei Frosta einen hohen Anteil am Gesamtumsatz aus. Dass die höheren Einkaufspreise beim Fisch irgendwann auf das Ergebnis durchschlagen, war auch zu vermuten.

    Der wiederum verhaltene Ausblick des Vorstandes auf das Geschäftsjahr 2006 ist daher positiv zu werten, alles andere wäre unseriös gewesen.

  • Da freuen wir uns aber, dass es auch positive Meinungen zu den nicht nur positiven Meldungen gibt!!!

  • Liebes Frosta Management,

    bitte lassen sie sich weiterhin nicht durch die etwas kurzfristig ausgerichteten Erwartungshaltung vieler „Neuaktionäre“ beeindrucken.

    Eine kleine Anregung von meiner Seite:

    Vielleicht könnte zukünftig noch deutlicher auf das anscheindend sehr erfolgreiche Engagement in Polen hingewiesen werden. Wenn man sich die wenigen verfügbaren Infos zusammen sucht, wird zumindest ein
    sehr starkes Wachstum deutlich und anscheinend wird auch schon Geld verdient. Bei vielen anderen Gesellschaften würde das genüßlich als „Ost-Fantasie“ verarbeitet.

    Ansonsten möchte ich Ihnen nur noch zu diesem sehr positiven Kommunikationsforum gratulieren.

    Mit freundlichen Grüßen,

    J.E.

  • Ich kann immer noch nicht glauben, dass Ihr denkt, alles richtig gemacht zu haben.

    Und nochmal, es geht nicht um kurzfristige Gewinnmaximierung durch Kursgewinne, sondern es geht darum, dem Kapitalmarkt den wert des unternehmens zu vermitteln.

    @christian: das sich die wenigstens Analysten Mühe machen sollte ein CEO aber wissen. Und Anleger reagieren zuweilen irrational…
    @Holger: sicher setzt sich Qualität auf Dauer durch, in Dtl gelingt es uns aber nicht ausreichend, Qualität auch sichtbar zu machen.
    @Jörg: warum sollte ich aktien verkaufen ? kurzfristige Bewegungen versuche ich zu ignorieren…
    Kommunikation: ich finde diesen Blog auch sehr gut, ob sich aber etwas ändert wird sich zeigen.
    @Joseph: ich hoffe, als Neuaktionär nicht mit den Heuschrecken verglichen zu werden, aber auch sie haben ja gute Anregungen, die hoffentlich gehört werden.

    Beste Grüße
    Mirco

  • @mirco

    In erster Linie sollte sich das Management um das operative Geschäft kümmern, das ist am besten für das Unternehmen und somit auch das beste für die Aktionäre.
    Vorstände, die ständig die Werbetrommel für die Aktien des eigenen Unternehmen rühren, sind mir suspekt.
    Langfristig hatte ich immer bei den Aktien, deren Unternehmen die mieseste IR hatten, die größten Wertzuwächse 😉

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